Kategorie-Archiv: Schilddrüsenerkrankungen bei Kindern

Hashimoto-Thyreoiditis bei Kindern – bei diesen Symptomen sollte man die Schilddrüse untersuchen lassen

Die Hashimoto-Thyreoiditis, eine autoimmun bedingte Schilddrüsenentzündung, kann in jedem Lebensalter auftreten. Sie führt mittelfristig häufig zu einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). Diese kann sich mit folgenden Beschwerden bemerkbar machen:

  • Wachstumsstörungen
  • Infektanfälligkeit
  • Kälteempfindlichkeit und häufiges Frieren
  • plötzlich schlechte Schulleistungen
  • Unsicherheit und Ängstlichkeit
  • grundlose Traurigkeit
  • verspätet einsetzende Pubertät
  • Appetitlosigkeit
  • unerklärliche Gewichtszunahme
  • Bauchschmerzen und Verstopfung

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Buch-Neuerscheinung: Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis bei Kindern und Jugendlichen

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Das circa 80seitige E-Book (Preis 3,49 EUR) ist als Erstinformation für Eltern gedacht bei deren Kind eine Hashimoto-Thyreoiditis diagnostiziert worden ist. Es enthält alle wichtigen Informationen über die Schilddrüse, mögliche Schilddrüsenfehlfunktionen sowie insbesondere das oft unterschätzte Krankheitsbild Hashimoto-Thyreoiditis. Es soll Eltern dahingehend aufklären dieser chronischen Schilddrüsenerkrankung ihres Kindes die nötige Aufmerksamkeit zu schenken sowie ein grundlegendes Verständnis für die erforderlichen Diagnose- und Therapieschritte ermöglichen. Die allgemeinverständlichen Erläuterungen aller wichtigen Fachbegriffe sowie ihnen dabei helfen mit den behandelnden ÄrztInnen auf Augenhöhe zu kommunizieren und mit ihnen gemeinsam die jeweils bestmöglichen Entscheidungen für die Gesundheit ihres Kindes zu treffen. Ergänzt werden die Fakten zur Hashimoto-Thyreoiditis sowohl durch zahlreiche praktische Tipps als auch eine Vielzahl von Links zu weiterführenden Informationen.

Wissenschaftler warnen: weit verbreiteter Jodmangel mindert die Intelligenz bei Kindern

Wissenschaftler befürchten, dass bis zu 50 Prozent aller Neugeborenen in Europa aufgrund eines Jodmangels nicht ihr volles kognitives Potenzial erreichen. Der Mikronährstoff Jod ist essentiell für die Entwicklung von Intelligenz bei Kindern und Jugendlichen. Mit der Krakauer Erklärung zu Jod (Krakow Declaration on Iodine) fordern Wissenschaftler des EU-finanzierten Projektes EUthyroid und mehrere Interessengruppen Entscheidungsträger in Europa auf jetzt politische Maßnahmen zu setzen, die dem weitverbreiteten Jodmangel entgegenwirken. Wissenschaftler warnen: weit verbreiteter Jodmangel mindert die Intelligenz bei Kindern weiterlesen

Jod in der Schwangerschaft bedeutet Schutz für das Gehirn des Babys

Ein Mangel an Jod in der Schwangerschaft behindert die Gehirnentwicklung und führt zu lebenslangen Auswirkungen. Jodmangel gehört damit zu den gefährlichsten und am weitesten verbreiteten Problemen in der Schwangerschaft. Wissenschaftler haben festgestellt, dass bei einem Jodmangel in der Schwangerschaft ein schlechterer IQ noch im Alter von 5 bis 8 Jahren nachgewiesen werden kann, verglichen mit Kindern, deren Mütter in der Schwangerschaft keinen Jodmangel hatten. Jod in der Schwangerschaft bedeutet Schutz für das Gehirn des Babys weiterlesen

Merck Serono unterstützt 8. Internationale Woche der Schilddrüsengesundheit

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat heute seine Beteiligung an der 8. Internationalen Woche der Schilddrüsengesundheit (ITAW) vom 23. bis 29. Mai bekannt gegeben.

Die diesjährige Informationskampagne widmet sich dem Thema der nicht diagnostizierten bzw. unbehandelten Schilddrüsenerkrankungen bei Millionen von Kindern in aller Welt, die unwissend an einer Fehlfunktion leiden könnten.[1],[2],[3] Eine jüngste, von Merck beauftragte internationale Studie brachte zu Tage, dass 84 % der Mütter die gängigsten Symptome von Schilddrüsenerkrankungen nicht korrekt identifizieren können. Bleiben diese Erkrankungen unbehandelt, können sie sich nachteilig auf das Wachstum, die Gehirnentwicklung und das allgemeine Wohlbefinden eines Kindes auswirken.[4],[5],[6] Merck Serono unterstützt 8. Internationale Woche der Schilddrüsengesundheit weiterlesen

Schilddrüsenoperation bei einem Kind mit Morbus Basedow

In der Online-Ausgabe der Zeit wurde vor einigen Tagen ein Artikel veröffentlicht, den ich hier gern weiterempfehlen möchte. Es geht um ein 14jähriges Mädchen, welches wegen einer Morbus Basedow-Erkrankung an der Schilddrüse operiert wurde. Mit dem Text “Kinder im Krankenhaus. Jetzt musst du tapfer sein” ermöglicht der Autor Christian Heinrich den Eltern betroffener Kinder eine gute Einschätzung dessen was auf ihre Familie im Zusammenhang mit einer notwendigen Operation der Schilddrüse zukommt.

Schmerzfreie Blutentnahme zur Kontrolle der Schilddrüsenwerte bei Kindern

Bei schilddrüsenkranken Kindern ist die regelmäßige Untersuchung der Schilddrüsenwerte besonders wichtig. Die damit verbundene Blutentnahme wird von Kindern allerdings oft als schmerzhaft und angsteinflößend erlebt. Aber das muss nicht so sein, sondern es gibt eine ganz einfache Möglichkeit die dabei hilft, dass die Blutentnahme für die Kinder schmerzfrei ist! Leider wissen viele Eltern hierzulande davon jedoch nichts.


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Die EMLA Creme® und das EMLA Pflaster® werden ganz einfach vor der Blutentnahme lokal auf die Hautstelle aufgebracht und setzen die Schmerzempfindlichkeit an dieser Stelle herab. Verantwortlich für diese Wirkung sind die Lokalanästhetika Lidocain und Prilocain. 30 bis 60 Minuten vor der Blutentnahme angewendet hält die betäubende Wirkung dann einige Stunden an.

EMLA Creme® und EMLA Pflaster® sind für circa 6,00 EUR rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

Hashimoto-Thyreoiditis bei Kindern und Jugendlichen: L-Thyroxin-Therapie schon bei Euthyreose?

Für Heranwachsende mit euthyreoter Hashimoto-Thyreoiditis gibt es bisher keine eindeutige Behandlungsempfehlung. Es ist unter Medizinern umstritten, ob sich die frühzeitige Gabe von L-Thyroxin positiv auf den Krankheitsverlauf auswirkt oder nicht.

Im Rahmen der nachfolgenden Doktorarbeit wurden die Daten von 38 Mädchen und 8 Jungen mit Hashimoto-Thyreoiditis über einen Zeitraum von 3 Jahren ausgewertet. Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass die Schilddrüsenhormongabe bei ausgeglichener Schilddrüsenhormonstoffwechsellage keinen Nutzen hat. Untersucht wurden die möglichen Auswirkungen auf die Schilddrüsengröße, die Schilddrüsenwerte, die Höhe der Schilddrüsenautoantikörper sowie allgemeine Gesundheitsparameter wie Körpergröße, Gewicht, Blutdruck und Fettstoffwechsel.

Johanna Magh “Soll man die euthyreote Autoimmunthyreopathie Hashimoto bei Kindern und Jugendlichen mit L-Thyroxin behandeln? Ergebnisse einer randomisierten Untersuchung” (Dissertation), Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.


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Mögliche Risiken für die Kinder schilddrüsenkranker Mütter

Vererbung der Veranlagung für die Entwicklung von Hashimoto oder Basedow

Die Schilddrüsenautoimmunerkrankung selbst wird nicht direkt vererbt. Aber die genetische Prädisposition, d.h. die Veranlagung für die Hashimoto-Thyreoiditis oder den Morbus Basedow wird weitergegeben.

Ob die Krankheit später beim Kind ausbricht, ist aber von weiteren Faktoren abhängig. Vereinzelt wird in der Literatur darauf hingewiesen, dass das Risiko höher ist, wenn die Mutter neben der autoimmunen Schilddrüsenerkrankung (Hashimoto-Thyreoiditis, Morbus Basedow) noch an weiteren Autoimmunerkrankungen leidet.

Übertragung der Schilddrüsenautoantikörper

Die Autoantikörper der Schilddrüse (TPO-AK, TG-AK, TRAK) können auf das ungeborene Baby übertragen werden. Das Risiko für eine Übertragung der Schilddrüsenautoantikörper hängt unter anderem von der Höhe des mütterlichen Antikörpertiters ab, weswegen es sinnvoll sein kann im Vorfeld der Schwangerschaft das Spurenelement Selen einzunehmen um diesen abzusenken. Dies funktioniert aber leider nicht bei allen Betroffenen der autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen.

Welchen Schaden die von der Mutter übertragenen Antikörper beim Baby anrichten können, ist bislang noch nicht zweifelsfrei geklärt. Bei der Übertragung der beim Morbus Basedow vorkommenden TRAK (TSH-Rezeptor-Antikörper) kann sich beim Kind möglicherweise eine vorübergende Schilddrüsenüberfunktion entwickeln, die allerdings nach wenigen Monaten nachlassen sollte, weil es sich dabei nicht um eine eigenständige Morbus Basedow-Erkrankung des Kindes handelt.


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Neugeborenenscreening auf Schilddrüsenfehlfunktion

Damit möglicherweise bestehende Erkrankungen der Schilddrüse beim Säugling zeitnah diagnostiziert und therapiert werden können, gibt es in Deutschland seit fast 30 Jahren die Vorschrift, dass jedes Neugeborene kurz nach der Geburt (3. – 5. Tag) auf eine Schilddrüsenfehlfunktion untersucht wird.

Dieses Neugeborenen-Screening umfasst die Bestimmung der TSH-Konzentration die bei Schilddrüsenfehlfunktionen wie einer Hyperthyreose oder Hypothyreose deutlich verändert ist. Schilddrüsenerkrankungen werden so sehr frühzeitig erkannt und können sofort behandelt werden. Dadurch sind beim Baby keine bleibenden Einschränkungen zu erwarten, sondern es kann sich altersgerecht normal entwickeln.

Genetische Ursachen von Schilddrüsenunterfunktionen bei Neugeborenen

Inzwischen ist es bei einem kleinen Teil der angeborenen Schilddrüsenerkrankungen möglich die genetische Ursache für die Unterfunktion der Schilddrüse herauszufinden. Die dazu notwendigen aufwendigen und kostspieligen Untersuchungsmethoden werden bislang jedoch fast ausschließlich im Rahmen von Forschungsprojekten in ausgewählten medizinischen Zentren eingesetzt.

Bei den die Schilddrüse betreffenden Erbkrankheiten wird zwischen Schilddrüsen-Anlage-Defekten und Schilddrüsen-Hormonsynthese-Störungen unterschieden. Bei der Entschlüsselung der zuletzt genannten Schilddrüsenhormonsynthesestörungen, die in der Regel mit einer Schilddrüsenunterfunktion einhergehen, ist die medizinische Forschung deutlich weiter fortgeschritten.

Angeborene Schilddrüsenfehlfunktionen führen wie bereits erwähnt sehr häufig zu einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), während es eher selten zu einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) kommt. Genetische Ursachen von Schilddrüsenunterfunktionen bei Neugeborenen weiterlesen