Spezial: Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis

Bei der Hashimoto-Thyreoiditis handelt es um eine Störung des Immunsystems welches die eigene Schilddrüse fälschlicherweise als „fremd“ ansieht und deshalb angreift.

Allgemeine Informationen zum Krankheitsbild Hashimoto-Thyreoiditis finden Sie auf www.schilddruesenguide.de → hier.

Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis

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Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine autoimmun bedingte, chronische Entzündung der Schilddrüse die zu einer Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) führt. Diese Schilddrüsenentzündung wird also nicht durch Eindringlinge von außen (Viren oder Bakterien) ausgelöst, sondern geht zurück auf eine Fehlsteuerung des inneren Immunsystems. Dessen Abwehrzellen greifen fälschlicherweise körpereigenes Schilddrüsengewebe an welches sich dadurch entzündet und funktionsunfähig wird.

Einige Fakten zur Hashimoto-Thyreoiditis:

  • Der Krankheitsverlauf bei der Hashimoto-Thyreoiditis ist individuell unterschiedlich und nicht vorhersagbar.
  • Die Hashimoto-Thyreoiditis kann „ausbrennen“, d.h. die Krankheitsaktivität lässt nach und es treten keine Krankheitsschübe mehr auf.
  • Die genauen Ursachen für die Entstehung der Hashimoto-Thyreoiditis sind nicht bekannt. Neben genetischen Faktoren sind Umweltbedingungen (Infektionen, Stress, hormonelle Einflüsse) von Bedeutung.
  • Autoimmunerkrankungen wie die Hashimoto-Thyreoiditis sind nach gegenwärtigem, medizinischen Wissensstand nicht heilbar.
  • Man kann versuchen, dass überschießend reagierende Immunsystem zu beeinflussen und durch das Autoimmungeschehen bedingte Beschwerden zu lindern.

Mit fortschreitendem Krankheitsverlauf werden schlußendlich immer weniger Schilddrüsenhormone produziert. Irgendwann sind die verbleibenden, gesunden Schilddrüsenzellen nicht mehr in der Lage ausreichend Schilddrüsenhormone herzustellen um den Körper damit zu versorgen. Es kommt zu einem Mangel an Schilddrüsenhormonen, einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). Diese Schilddrüsenunterfunktion kann medikamentös, d.h. durch die tägliche Einnahme eines Schilddrüsenhormonpräparates, behandelt werden.

Krankheitsschübe bei der Hashimoto-Thyreoiditis

Die Hashimoto-Thyreoiditis verläuft nicht mit gleichbleibender Intensität, sondern es gibt Phasen mit schwächerer und stärkerer Krankheitsaktivität. Dieser schubförmige Verlauf ist allerdings nur schwer an objektivierbaren Kriterien festzumachen. Relativ häufig kommt es aber zu charakteristischen Beschwerden die von den betroffenen Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen deutlich bemerkt werden.

Autoimmunsymptome bei der Hashimoto-Thyreoiditis:

  • Allgemeines Krankheitsgefühl
  • Beeinträchtigende Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Ausgeprägte Erschöpfung

Mit den Jahren, d.h. bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf, werden die Krankheitsschübe bei der Hashimoto-Thyreoiditis immer seltener. Bei „ausgebrannter“ Hashimoto-Thyreoiditis kommen Krankheitsschübe eventuell gar nicht mehr vor.

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Spurenelement Selen

Selen stand vor einigen Jahren im Mittelpunkt des Interesses zahlreicher SchilddrüsenexpertInnen. Erste, vielversprechende Forschungsergebnisse wiesen darauf hin, dass das bis dahin nur wenig beachtete Spurenelement Selen zum ersten Mal so etwas wie eine ursächliche Behandlung der Hashimoto-Thyreoiditis möglich machen könnte.

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Das Spurenelement Selen ist, wie in mehreren anerkannten Studien nachgewiesen wurde, offenbar in der Lage die für die Hashimoto-Thyreoiditis spezifischen Autoantikörper (TPO-AK und TG-AK) zu senken. Es scheint dabei zudem regulierend auf die Funktionsfähigkeit des bei der Hashimoto-Thyreoiditis fehlgeleiteten Immunsystems zu wirken.

Lesen Sie dazu auch → Selen beeinflusst Krankheitsverlauf bei der Hashimoto-Thyreoiditis positiv und → Das Spurenelement Selen vorsichtig dosieren!

Inzwischen ist der Hype um Selen bei der Hashimoto-Thyreoiditis abgeebbt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Bedeutung der Autoantikörper im Krankheitsverlauf der Hashimoto-Thyreoiditis weiter unklar ist.

Vitamin D

Das Augenmerk der SchilddrüsenspezialistInnen liegt aktuell auf Vitamin D. Der mögliche Zusammenhang zwischen einem Vitamin D-Mangel und der Entstehung der Hashimoto-Thyreoiditis wird gegenwärtig diskutiert. Auch im Hinblick darauf gibt es erste Forschungsergebnisse die zeigen, dass Vitamin D zu einer deutlichen Senkung der schilddrüsenspezifischen Autoantikörper führen kann.

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Wichtiger ist aber die in mehreren Studien gewonnene Erkenntnis, dass Hashimoto-Thyreoiditis-Erkrankte fast immer auch einen ausgeprägten Vitamin D-Mangel haben. Im Hinblick darauf ist allerdings derzeit noch unklar, ob der Vitamin D-Mangel die Ursache oder eine Folge der Hashimoto-Thyreoiditis ist.

Lesen Sie dazu auch → Nährstofftherapie: Vitamin D

Dieses Themen-Spezial wurde zuletzt am 08.04.19 aktualisiert.

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