Vergiftung mit Levothyroxin bei Kindern und Jugendlichen

Durch Levothyroxin (Levothyroxin-Natrium, L-Thyroxin) ausgelöste Vergiftungssymptome ähneln denen die bei einer starken Überfunktion der Schilddrüse auftreten können. Das sind beispielsweise

  • übermäßiges Schwitzen
  • heißes, gerötetes Gesicht
  • Herzklopfen bis hin zu Herzrasen
  • schneller Puls und hoher Blutdruck
  • innere Unruhe (hektische Betriebsamkeit)
  • Angst und Panikattacken
  • Durchfall

Glas Wasser vor dem ein Blister Schilddrüsenhormone liegtEin oder zwei versehentlich eingenommene Schilddrüsenhormontabletten sind nicht so schlimm.

Zu den oben genannten Vergiftungssymptomen durch Levothyroxin kommt es meist erst, wenn die übliche Tagesdosis um ein Vielfaches überschritten wird. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn ein Kind die Tabletten aus einem Blister vollständig herausdrückt und alle auf einmal schluckt.

Wichtig: Dann sollte kein Erbrechen ausgelöst werden! Bitte wenden Sie sich in diesem Fall an eine der Giftinformationszentren und klären Sie gemeinsam mit einem Arzt ob und wenn ja welche weiteren Schritte notwendig sind.

Giftinformationszentren

gibt es in allen Bundesländern.

  • Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (Erfurt), Giftnotruf 0361 – 730730
  • Berlin und Brandenburg (Berlin), Giftnotruf 030 – 19240
  • Bremen, Hamburg, Niedersachen und Schleswig-Holstein (Göttingen), Giftnotruf 0551 – 19240
  • Nordrhein-Westfalen (Bonn), Giftnotruf 0228 – 19240
  • Saarland (Homburg), Giftnotruf 06841 – 19240
  • Hessen und Rheinland-Pfalz (Mainz), Giftnotruf 06131 – 19240
  • Bayern (München), Giftnotruf 089 – 19240
  • Baden-Württemberg (Freiburg), Giftnotruf 0761 – 19240

Sie sind üblicherweise 24 Stunden täglich an 7 Tagen in der Woche erreichbar.

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