Unterstützung durch eine Selbsthilfegruppe

Gesundheitsselbsthilfe im Wandel: Themen und Kontroversen (Amazon-Partnerlink)

Nachtrag am 05.07.19: Bis vor einigen Jahren waren Selbsthilfegruppen ein wichtiger und wertgeschätzter Bestandteil im deutschen Gesundheitssystem. Inzwischen scheint es allerdings so zu sein, dass es nur größeren Verbänden gelungen ist sich zu professionalisieren. Das Interesse der PatientInnen an kleineren, lokal aktiven, Selbsthilfegruppen nimmt hingegen ab. An die Stelle treten neben Internetforen insbesondere die unterschiedlichen Gruppen in sozialen Netzwerken die ebenfalls einen niedrigschwelligen Austausch zu einzelnen Krankheitsbildern ermöglichen.

Wie sind die Selbsthilfegruppen entstanden?

Nach den sozialen Umbrüchen Ende der 1960er Jahre entwickelte sich in Deutschland zunehmend ein neues Gesundheitsverständnis mit der Vorstellung eines mündigen Patienten, der sich aktiv und eigenverantwortlich um seine Genesung bemüht. Damit einher ging die Gründung der ersten Selbsthilfegruppen, die in den folgenden Jahrzehnten immer zahlreicher wurden, sich etablierten und inzwischen zu einer allgemein anerkannten Ergänzung unseres Gesundheitssystems geworden sind.

Worum geht es eigentlich in einer Selbsthilfegruppe?

Bei den meisten Selbsthilfegruppen im Gesundheitsbereich handelt es sich um Zusammenschlüsse von Patientinnen und Patienten, die von der gleichen oder einen ähnlichen Erkrankung betroffen sind. Bei den gemeinsamen Treffen geht es deshalb vorrangig um den Erfahrungsaustausch untereinander sowie die gegenseitige Unterstützung in einer als belastend erlebten Lebenssituation. Daneben wird immer häufiger aber auch medizinisches Informationsmaterial weitergegeben, Aufklärungsarbeit geleistet oder gesundheitspolitisches Engagement angestrebt. Darüber hinaus gibt es auch noch weitere Motive, warum der Kontakt zu einer bestehenden Selbsthilfegruppe aufgenommen oder eine neue Selbsthilfegruppe gegründet wird.

Welche Motive haben die Mitglieder einer Selbsthilfegruppe?
  • das Verlangen nach Hilfe,
  • die Suche nach sozialen Kontakten,
  • der Wunsch etwas zu verändern,
  • das Bedürfnis andere vor dem eigenen Schicksal zu bewahren,
  • die Möglichkeit der Krankheit einen Sinn zu geben oder
  • das Streben nach Anerkennung.
Welche Selbsthilfegruppen werden für Schilddrüsenpatienten angeboten?

Im Bereich der Schilddrüsenselbsthilfe wurden zahlreiche, mehr oder weniger erfolgreiche Versuche unternommen der oben geschilderten Bedürfnisvielfalt durch entsprechende Initiativen Rechnung zu tragen.

Das Angebot reicht diesbezüglich von

  • klassischen Selbsthilfegruppen unter dem Dach deutschlandweit aktiver Vereine (Schilddrüsen-Liga Deutschland e.V., Die Schmetterlinge e.V., Ohne Schilddrüse leben e.V.),
  • über regionale „lockere“ Stammtische bei denen es meist nicht nur um das Thema Schilddrüse geht,
  • bis hin zu anonymen Internetforen (am bekanntesten ist hier sicherlich www.ht-mb.de/forum).

Wenn Sie ganz konkret wissen möchten, welche Selbsthilfegruppen für Schilddrüsenpatienten in Ihrer Nähe existieren – Ansprechpartner und Adressen finden Sie beispielsweise in der → Kategorie Schilddrüsenselbsthilfe.

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