Feinnadelbiopsie der Schilddrüse

Die weit überwiegende Mehrheit der Schilddrüsenerkrankungen ist gutartig. Sie kann in der Regel mittels einer Blutuntersuchung, einer Ultraschalluntersuchung (Sonografie) sowie eventuell eines nuklearmedizinischen Verfahrens (Szintigrafie) zweifelsfrei diagnostiziert werden. In seltenen Fällen, d.h. insbesondere bei dem Verdacht auf eine bösartige Krankheit der Schilddrüse kann für eine eindeutige Diagnose aber auch noch eine Feinnadelbiopsie der Schilddrüse notwendig sein.

Feinnadelbiopsie der Schilddrüse – was ist das?

Unter einer Feinnadelbiopsie (bíos = griech. Leben, opsis = griech. sehen) versteht man die Entnahme und Untersuchung von Gewebe mit Hilfe einer Hohlnadel.

Bei einer Schilddrüsenbiopsie wird mit einer dünnen Kanüle Gewebe aus der Schilddrüse entnommen und direkt daran anschließend im Labor untersucht. Dadurch kann der Arzt sicher herausfinden, ob es sich beispielsweise bei einem kalten Schilddrüsenknoten um eine gutartige Veränderung oder doch um einen seltenen, bösartigen Schilddrüsenkrebs handelt.

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Die Feinnadelbiopsie der Schilddrüse ist oft der letzte, meist nicht zwingend erforderliche,  Schritt einer ausführlichen → Schilddrüsendiagnostik.

Zur Einschätzung von Schilddrüsenunter- oder überfunktionssymptomen können ergänzend dazu auch noch Verfahren wie der ZULEWSKI-Score, die Temperaturmessmethoden nach Broda Barnes oder Bruce Rind, die Achillessehnenreflexzeit und die  Pulswellenerscheinungszeit sinnvoll sein.