Patientenrecht: Kopie der Schilddrüsenwerte

Es kommt sehr häufig vor, dass SchilddrüsenpatientInnen ihre aktuellen Schilddrüsenwerte nicht kennen. Einige wissen sogar noch nicht einmal an welcher Erkrankung der Schilddrüse sie eigentlich genau leiden.  Das sind denkbar schlechte Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes und möglichst beschwerdefreies Leben mit einer zumeist chronischen Schilddrüsenkrankheit.

Jede/r Patient/in hat das Recht von Arztbriefen, Laborbefunden usw. eine Kopie zu verlangen und von diesem Recht sollte man auch Gebrauch machen. Für Ärztinnen bzw. Arzthelferinnen ist eine solche Bitte völlig normal und wird nicht als Misstrauen aufgefasst. Auch dem Wunsch sich eine Zweitmeinung einzuholen wird meist mit professionellem Verständnis begegnet.

Für alle, die ihre Rechte beim Arzt noch nicht so genau kennen, der Hinweis auf den 86-seitigen “Ratgeber für Patientenrechte” der Bundesregierung. Dieser kann entweder als PDF-Datei heruntergeladen oder als gedruckte Broschüre (beides kostenlos) bestellt werden.

Ankündigung E-Book-Neuerscheinung: Wenn die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis das Leben verändert

Titel: Wenn die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis das Leben verändert. Wegweiser zu neuen Behandlungsansätzen

Autorin: Nicole Wobker

Beschreibung: Etliche Hashimoto-Thyreoiditis-Erkrankte sind trotz Schilddrüsenhormontherapie nicht beschwerdefrei und auch die momentan verfügbaren unterstützenden Behandlungskonzepte bewirken im Hinblick auf die anhaltenden Einschränkungen der Lebensqualität oft keine wesentlichen Veränderungen. Ankündigung E-Book-Neuerscheinung: Wenn die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis das Leben verändert weiterlesen

Muskel- und Gelenkschmerzen bei der Hashimoto-Thyreoiditis

Hashimoto-Thyreoiditis-Erkrankte klagen im Unterschied zu den Betroffenen anderer Schilddrüsenerkrankungen vergleichsweise häufig über anhaltende Gliederschmerzen. Treten die Schmerzen zeitlich begrenzt in Schüben auf und wechseln sich mit längeren beschwerdefreien Phasen ab kann dies bereits ein Hinweis darauf sein, dass der der Hashimoto-Thyreoiditis zugrundeliegende Autoimmunprozeß die Ursache dafür ist.

Bestehen die Muskel-, Gelenk- und Sehnenschmerzen dauerhaft könnte dies im Zusammenhang mit einer Schilddrüsenfehlfunktion stehen. Sowohl eine Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose = Überschuss an Schilddrüsenhormonen) als auch eine Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose = Mangel an Schilddrüsenhormonen) kann derartige Krankheitssymptome verursachen. Manchmal ist die Einleitung einer Schilddrüsenhormontherapie noch nicht erfolgt – oft sind die PatientInnen aber auch vermeintlich gut mit einem Schilddrüsenhormonpräparat eingestellt und trotzdem nicht beschwerdefrei. Dann muss man sehen ob es hier noch weitere Optimierungsmöglichkeiten gibt. Das ledigliche Erreichen des vom jeweiligen Labor ermittelten Referenzbereichs ist oft nicht genug, d.h. weitere Verbesserungen sind oft schon aufgrund geringer Dosisänderungen möglich. Muskel- und Gelenkschmerzen bei der Hashimoto-Thyreoiditis weiterlesen

Psychiatrische Fehldiagnose bei Hashimoto-Enzephalopathie

Die Hashimoto-Enzephalopathie ist eine ausgesprochen seltene und ÄrztInnen entsprechend wenig bekannte Erkrankung. Bei unklarer psychiatrischer Symptomatik in Verbindung mit hohen Schilddrüsenautoantikörperspiegeln sollte diese Differentialdiagnose jedoch in Erwägung gezogen werden. Einen englischsprachigen Fallbericht dazu haben Murugan Selvaraj Karthik, Kulothungan Nandhini, Viswanath Subashini, Ramasamy Balakrishnan (Hashimoto’s Encephalopathy Presenting with Unusual Behavioural Disturbances in an Adolescent Girl, National Institutes of Health (Gesundheitsministerium d. USA)) veröffentlicht.  Unter dem Titel “Der Schlangentanz” wurde der Fall auch von einer DocCheck-Bloggerin in deutscher Sprache noch einmal ausführlich dargestellt.

Die Ursache für die Hashimoto-Thyreoiditis

… kenne ich leider nicht. Und angesichts der Vielfalt der derzeit diskutierten – möglicherweise in Frage kommenden – Auslöser für die Hashimoto-Thyreoiditis sowie der im Hinblick darauf unzureichenden Studienlage empfinde ich es als unseriös wenn jemand etwas anderes behauptet.

Zur Verdeutlichung habe ich in der nebenstehenden Grafik die möglichen Ursachen für die Hashimoto-Thyreoiditis kurz zusammengefasst.  Die Ursache für die Hashimoto-Thyreoiditis weiterlesen

Ich möchte heute an dieser Stelle kurz auf den am 08. Februar 2018 auf news.doccheck.com veröffentlichten Artikel “Der Hashimoto läuft sich warm” verweisen. Sicher sind nicht alle darin gemachten Aussagen unumstritten (wie auch die angeregte Diskussion in den Kommentaren zeigt), aber ich finde ihn gerade deshalb sehr lesenswert.

Laborwerte zur Einschätzung der Schilddrüsenfunktionslage

Gerade neu diagnostizierte SchilddrüsenpatientInnen verstehen oft nicht richtig, was die Ärztin/der Arzt genau meint, wenn sie/er von einer Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse spricht und welche Bedeutung im Hinblick darauf die Schilddrüsenwerte haben. Deshalb nachfolgend eine ausführliche Erläuterung der Zusammenhänge.

Fehlfunktionen der Schilddrüse

Wenn die Ärztin/der Arzt eine Schilddrüsenfehlfunktion oder eine falsche Einstellung mit Schilddrüsenhormonen bzw.  Schilddrüsenhemmern diagnostiziert hat, kann dies entweder bedeuten,

  1. dass zu wenige Schilddrüsenhormone zur Verfügung stehen. Dieser Mangel an Schilddrüsenhormonen wird als Schilddrüsenunterfunktion oder Hypothyreose bezeichnet.
  2. oder dass im Körper zu viele Schilddrüsenhormone vorhanden sind. Ein solcher Überschuss an Schilddrüsenhormonen wird auch Schilddrüsenüberfunktion oder Hyperthyreose genannt.
Schilddrüsenfunktionslage und Schilddrüsenwerte

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Vor wenigen Tagen wurde von Prof. Schatz im Blog der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie der interessante Artikel “Levothyroxingabe steigert die Ovarialfunktion bei unfruchtbaren Frauen mit Hashimoto-Thyreoiditis und einem TSH von >/= 2,5 mU/l” veröffentlicht. Hintergrund ist eine japanische Untersuchung im Rahmen derer bei PatientInnen mit Hashimoto-Thyreoiditis unter der Therapie mit Levothyroxin positive Veränderungen der Spiegel des Anti-Müller-Hormons gemessen wurden. Die Bestimmung des Anti-Müller-Hormons wird insbesondere zur Fertilitätsdiagnostik genutzt weil es Aufschluss über die Funktion der Eierstöcke gibt.

Aktuelle Zahlen zu Schilddrüsenkrebs

Am 06. Dezember 2017 wurde vom Robert-Koch-Institut eine aktuelle Auswertung der fortlaufend zum Thema Schilddrüsenkrebs erhobenen Daten (Kapitel 3.24 Schilddrüse / Krebs in Deutschland) veröffentlicht.

Neu an Schilddrüsenkrebs erkrankten demnach fast dreimal so viele Frauen wie Männer (beispielsweise im Jahr 2014 rund 4.280 Frauen und 1.840 Männer). Am häufigsten von einer Neudiagnose betroffen sind Menschen im Lebensalter von 50 bis 55 Jahren. Als Risikofaktoren gelten insbesondere vorangegangene Strahlenbelastungen (Strahlentherapie, radioaktive Strahlung). Weitere Auslöser konnten indes noch nicht zweifelsfrei belegt werden.

Alexa-Ranking der 20 bekanntesten deutschsprachigen Schilddrüsenseiten

Seit Jahren unangefochten an der Spitze liegt das für Hashimoto-und Basedow-PatientInnen eingerichtete Internetforum von Dr. Leveke Brakebusch und Prof. Dr. Armin E. Heufelder. Herzlichen Glückwunsch!

1. ht-mb.de (Rank 219,219)
2. forum-schilddruese.de (Rank 1,034,788)
3. schilddruesenguide.de (Rank 1,450,844)
4. hashimotothyreoiditis.de (Rank 1,641,633)
5. jodmangel.de (Rank 2,126,172)
6. hashimoto-info.de (Rank 2,761,984)
7. kit-online.org (Rank 3,046,066)
8. sd-krebs.de (Rank 3,183,789)
9. morbusbasedow.de (Rank 3,355,979)
10. schilddruese-augsburg.de (Rank 3,764,175)
11. thyreopathie.de (Rank 4,396,577)
12. infoline-schilddruese.de (Rank 6,362,212)
13. schilddruesenzentrum-koeln.de (Rank 7,016,326)
14. Schilddruesenliga.de (Rank 10,205,894)
15. schilddruese.de (Rank 10,542,740)
16. hashimoto-deutschland.de (Rank 15,467,980)

Nicht gelistet sind aktuell die-schmetterlinge.de, prophylaxe-transparenz.de, jod-kritik.de und schilddruesenspezialisten.de.

(Stand 29.01.18, 9.00 Uhr)