„Schlucktest der Schilddrüse“ ist kein Ersatz für eine seriöse Vorsorgeuntersuchung!

„Schlucktest der Schilddrüse“ ist obsolet

Vor mehr als 30 Jahren wurde in den USA der sogenannte „Schlucktest der Schilddrüse“ populär. Dieser Test sollte dem erfahrenen Arzt neben der Tastuntersuchung (Palpation) einen weiteren Anhaltspunkt für die Einschätzung der Lage und Größe der Schilddrüse sowie möglicherweise vorhandene größere Schilddrüsenknoten geben. Hintergrund waren die zu der Zeit noch weit verbreiteten Schilddrüsenvergrößerungen (Jodmangelstrumen) mit und ohne Knotenbildung. „Schlucktest der Schilddrüse“ ist kein Ersatz für eine seriöse Vorsorgeuntersuchung! weiterlesen

Schilddrüsenerkrankungen mit Homöopathie begleiten

Erkrankungen der Schilddrüse treten immer häufiger auf. Insbesondere Frauen sind davon betroffen. In Deutschland nehmen Schätzungen zufolge rund 4,1 Millionen Menschen Schilddrüsenhormone ein. Häufig sind die Patienten ihr Leben lang darauf angewiesen. Mit Klassischer Homöopathie können erfahrene Therapeuten hier unterstützend behandeln. Sie können helfen, die Symptome zu reduzieren und den häufig zugrundeliegenden Autoimmunprozess zu beeinflussen. Darauf weist der Verband Klassischer Homöopathen Deutschlands e.V. (VKHD) hin. Schilddrüsenerkrankungen mit Homöopathie begleiten weiterlesen

Aufregung in Frankreich um veränderte Rezeptur eines Schilddrüsenhormonpräparates

Frankreich: PatientInnen beklagen Unverträglichkeitsreaktionen nach geänderter Zusammensetzung von Levothyrox®. Auf deutschlandfunk.de wurde heute ein lesenswerter Artikel zum oben genannten Thema veröffentlicht. Titel: Schilddrüsen-Medikament mit Nebenwirkungen. Hintergrund der Diskussion ist die Tatsache, dass der Hersteller des in die Kritik geratenen Schilddrüsenhormonpräparates, das Pharmaunternehmen Merck den bisher enthaltenen Zusatzstoff Laktose durch Zitronensäure und Mannitol ersetzt hat. Das deutsche Pendant zum französischen Levothyrox® ist Euthyrox®. Bei diesem ist die Zusammensetzung zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber noch unverändert, so das deutsche SchilddrüsenpatientInnen nicht betroffen sind.

2. Deutscher Hormontag: Neues aus Diagnostik und Therapie

Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) veranstaltet am Samstag, den 16. September 2017, den 2. Deutschen Hormontag. In den Städten Berlin, Chemnitz, Coburg, Düsseldorf, Frankfurt, Kiel, Oldenburg, Osnabrück und Regensburg öffnen endokrinologische Einrichtungen ihre Türen und laden Patienten, Angehörige und Interessierte ein, sich über Hormon- und Stoffwechselerkrankungen zu informieren. Ob große Volkskrankheiten wie Osteoporose, Diabetes und Bluthochdruck oder seltene, aber schwere Hormonstörungen: Neue Erkenntnisse und Wissenswertes zu Prävention, Diagnostik und Therapie werden laienverständlich dargestellt. 2. Deutscher Hormontag: Neues aus Diagnostik und Therapie weiterlesen

Fragwürdige Ernährungstipps für Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronisch verlaufende Autoimmunerkrankung die nach gegenwärtigem medizinischem Wissensstand nicht heilbar ist. Dass es mit einer Ernährungsumstellung möglich ist den Krankheitsverlauf bei der Hashimoto-Thyreoiditis positiv zu beeinflussen wird zwar seit einigen Jahren hier und da behauptet – seriöse medizinische Studien die diesen Zusammenhang zweifelsfrei beweisen würden fehlen allerdings bisher.

Quelle: pixabay.com / User: congerdesign / Lizenz: CC0
Quelle: pixabay.com / User: congerdesign / Lizenz: CC0

Von daher sind entsprechende Ernährungsempfehlungen durchaus kritisch zu betrachten. Dies gilt umso mehr, wenn man berücksichtigt, was für Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen abhängig von den jeweiligen AutorInnen der diversen Fachartikel, Webseiten und Patientenratgeber alles an Nahrungsmitteln verboten wird. Fragwürdige Ernährungstipps für Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen weiterlesen

Kurz erklärt: Was sind NDTs?

NDT ist die Abkürzung für Natural Desiccated Thyroid. Damit sind Präparate gemeint, die getrockneten tierischen Schilddrüsenextrakt (meist aus Schweineschilddrüsen) als Hauptwirkstoff enthalten. Verschreibungspflichtige NDTs sind beispielsweise Thyroid® von Erfa, Westthyroid Pure® von RLC, Natural Porcine® von Acella und Armour Thyroid® von Allergan. Die Kosten für NDTs werden in der Regel nicht von den Krankenversicherungen übernommen.

Wird Schilddrüsenkrebs in der Schweiz überdiagnostiziert?

Schilddrüsenkrebs wird in der Schweiz immer häufiger diagnostiziert und operiert. Ein grosser Teil aller Schilddrüsenkrebsfälle scheint überdiagnostiziert und überbehandelt zu sein – so eine Studie der Universitätsklinik für Allgemeine Innere Medizin am Inselspital Bern, des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Lausanne und des Berner Instituts für Hausarztmedizin der Universität Bern.

Die Anzahl Schilddrüsenkrebsdiagnosen steigt in der Schweiz. Die wachsende Zahl ist am ehesten als Folge von zufällig oder durch Vorsorgeuntersuchungen entdeckte Schilddrüsenknoten zu erklären. Dabei werden oft kleine „Krebse“ gefunden, die aufgrund ihres relativ harmlosen Gewebetyps der betroffenen Person zu Lebzeiten keine Beschwerden bereiten würden. Viele dieser Personen werden möglicherweise überbehandelt. Das schlussfolgern Forschende des Inselspitals Bern, des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin (IUMSP) der Universität Lausanne und des Berner Instituts für Hausarztmedizin der Universität Bern (BIHAM). Wird Schilddrüsenkrebs in der Schweiz überdiagnostiziert? weiterlesen

Neuauflage der Broschüre „Die Schilddrüse – kleines Organ mit großer Wirkung“

Quelle: Feministisches FrauenGesundheitsZentrum e.V.
Quelle: Feministisches FrauenGesundheitsZentrum e.V.

Die Schilddrüse in guten Händen? – Davon sind Diagnose und Behandlung von Erkrankungen der Schilddrüse auch 2017 immer noch weit entfernt

Neun von zehn SchilddrüsenpatientInnen sind weiblich. Frauen haben zehnmal häufiger eine Autoimmunerkrankung, sei es die Hashimoto Thyreoiditis oder der Morbus Basedow. Sie werden viermal häufiger als Männer an der Schilddrüse operiert und erkranken auch viermal häufiger an Schilddrüsenkrebs. Demzufolge sind Frauen bei unzureichender Diagnostik und Behandlung besonders betroffen. Sie müssen oft jahrelang mit Symptomen leben, ehe die Störungen als Ursache erkannt werden. Neuauflage der Broschüre „Die Schilddrüse – kleines Organ mit großer Wirkung“ weiterlesen

Interview mit PD Dr. Feldkamp

Auf der Homepage der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH (pharmazeutisches Unternehmen welches u.a. Schilddrüsenmedikamente herstellt) wurde vor einigen Tagen eine Pressemitteilung unter der Überschrift „Alte Irrtümer, neue Erkenntnisse“ veröffentlicht. Interviewpartner des Forum Schilddrüse e. V waren die Schilddrüsenexperten PD Dr. Joachim Feldkamp (Bielefeld), Prof. Frank Grünwald (Frankfurt) und Prof. Onno Janßen (Hamburg).

Da für den 15. Oktober 2017 (Der Erscheinungstermin wurde zwischenzeitlich auf den 13. Dezember 2017 verschoben.) ein neues Buch von PD Dr. Feldkamp zur Hashimoto-Thyreoiditis angekündigt ist und seine persönliche Meinung daher von besonderem Interesse für die vielen hier mitlesenden Hashimoto-Thyreoiditis-Erkrankten ist greifen wir seinen Interviewbeitrag nachfolgend exemplarisch heraus.

Joachim Feldkamp: Gut leben mit Hashimoto: Das ganzheitliche Selbsthilfeprogramm (Amazon-Partnerlink) Interview mit PD Dr. Feldkamp weiterlesen

Keine Studien zu Schilddrüsen-Check

Wer wissen möchte, ob seine Schilddrüse gut funktioniert, kann zum Beispiel einen sogenannten TSH-Test auf eigene Rechnung machen lassen. Ob so ein Test etwas nützt, ist jedoch fraglich. Der IGeL-Monitor bewertet die TSH-Bestimmung zum Schilddrüsen-Check mit „tendenziell negativ“.

Wissenschaftler des IGeL-Monitors wollten herausfinden, ob der TSH-Test bei Menschen ohne Beschwerden dazu beitragen kann, dass sie seltener oder weniger stark an der Schilddrüse erkranken oder an den Folgen der Krankheit sterben. Ergebnis: Die Bewertung des TSH-Tests zum Schilddrüsen-Check fiel „tendenziell negativ“ aus. Sie fanden keine Studien, die einen Nutzen untersucht haben, sehen es aber als wahrscheinlich an, dass es in der Folge einer TSH-Bestimmung zu indirekten Schäden kommen kann. Diese Bewertung gilt für nicht-schwangere Erwachsene ohne Beschwerden, die auf eine Schilddrüsen-Erkrankungen zurückgehen könnten. Welchen Nutzen und Schaden die IGeL für Schwangere hat, wurde also nicht untersucht. Keine Studien zu Schilddrüsen-Check weiterlesen