Was kann ich selbst tun bei Schilddrüsenunterfunktion?

Für einen Zimt-Tee übergiesst man 2 Stangen Zimt mit einem Liter Wasser und lässt das Ganze 5 bis 10 Minuten ziehen. Schmeckt sehr lecker, durchwärmt den ganzen Körper und lindert leichte Magen-Darm-Beschwerden.
Tipp: Zimt-Tee ist wohltuend bei einer Hypothyreose.

Nach der Diagnose einer Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose, Mangel an Schilddrüsenhormonen) ist oft sehr viel Geduld gefragt bis sich die dadurch verursachten Krankheitssymptome spürbar bessern.

Das Wichtigste ist selbstverständlich eine gute Einstellung mit einem Schilddrüsenhormonpräparat.

Aber da es Wochen bis Monate dauern kann bis die individuelle Wohlfühldosis gefunden ist, ist es empfehlenswert zusätzlich zu der ärztlich verordneten Schilddrüsenhormontherapie auch selbst noch aktiv zu werden, um die Beschwerden möglichst schnell in den Griff zu bekommen.

Nachfolgend einige Tipps:

  • Gegen Müdigkeit und Schwindel helfen Kneipp Wasseranwendungen wie beispielsweise Wechselduschen (abwechselnd jeweils einige Sekunden mit kaltem und warmem Wasser abduschen).
  • Regelmäßige, leichte Bewegung (Walking, Radfahren, Schwimmen, Skaten) ist wichtig um die Gewichtszunahme zu begrenzen und der Muskelschwäche entgegen zu wirken.
  • Schilddrüsenfehlfunktionen führen oft zu Vitamin- und Mineralstoffmängeln. Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse sollte insbesondere auf eine gute Versorgung mit Eisen, Vitamin C und den Vitaminen des B-Komplexes geachtet werden.
  • Der tägliche Genuss von Enzymgetränken (Brottrunk, Kombucha) wirkt sich positiv auf den Stoffwechsel aus, fördert eine regelmäßige Verdauung und lindert Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen und Verstopfung.
  • In der Naturheilkunde werden oft stoffwechselanregende Kräutermischungen, z.B. im Rahmen von Tee-Kuren eingesetzt. Hierfür eignen sich Heilkräuter wie Thymian, Ingwer und Johanniskraut, aber auch Mate-Tee und Grüner Tee.
  • Eine Aromatherapie (Duftlampe, Duftkissen) kann sich positiv auf die Gefühlslage auswirken. Stimmungsaufhellend wirken beispielsweise die Düfte von Rose und Orange.
  • Bei Muskelverspannungen, Muskelhärten und Muskelschmerzen lindern belebende und wärmende Wannenbäder mit Zusätzen von Fichtennadel, Eukalyptus, Kalmus oder Rosmarin die Beschwerden.
  • Gegen Wassereinlagerungen sind Kräutertees (Brennnessel, Haferstroh, Löwenzahn) sehr wirksam. Diese können auch über zwei bis sechs Wochen ganz allgemein zum Entgiften und Entschlacken eingesetzt werden.
  • Aus dem Ayurveda kommt die Empfehlung bei Schilddrüsenunterfunktion häufig warme, kräftig gewürzte Speisen und hochwertige Pflanzenöle (Olivenöl, Leinöl, Schwarzkümmelöl) zu verzehren.

Und nicht zu vergessen: Geduld haben! Eine Schilddrüsenüberfunktion entwickelt sich nicht von heute auf morgen und von daher dauert es einfach seine Zeit bis Körper, Geist und Seele wieder im Gleichgewicht sind.

Siehe auch: → Spezial: Naturheilkunde & Alternativmedizin


Nicole Rolfsmeier:

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