Karpaltunnelsyndrom

Ein Karpaltunnelsyndrom tritt sehr häufig bei Personen mit einer → Schilddrüsenunterfunktion auf. In den meisten Fällen bildet es sich unter der Behandlung mit Schilddrüsenhormonpräparaten wieder vollständig zurück.
Was ist das Karpaltunnelsyndrom?

Der Handwurzelkanal wird auch als Karpaltunnel bezeichnet. Er verläuft auf der Innenseite der Hand als Übergang zwischen dem Unterarm und der Hand. Die Handwurzelknochen bilden dabei eine halboffene Rinne. Über dieser Rinne verläuft ein Bindegewebsband (Retinaculum flexorum), welches diese zu einem Tunnel verschließt. In diesem etwa 2 cm langem Tunnel verlaufen der Nervus medianus und die Sehnen der Muskeln für das Fingerbeugen.

Welche Symptome verursacht das Karpaltunnelsyndrom?

Bei dem Karpaltunnelsyndrom handelt es sich um eine Druckschädigung des Nervus medianus. Das Ausmaß der Nervenschädigung und damit der Symptome hängt vor allem von Stärke und Dauer der Kompression ab.

Im Anfangsstadium erwacht man oft morgens mit dem Gefühl, die Hand sei “eingeschlafen”. Später stellen sich Missempfindungen wie Kribbeln, Prickeln und Taubheitsgefühl ein. Diese Missempfindungen können von den Fingern, über die Hand bis in den Unter- oder sogar Oberarm ausstrahlen. Im weiteren Verlauf kann es zu einem Muskelschwund, insbesondere der Daumenballenmuskulatur kommen. Dann können durchaus auch starke Schmerzen auftreten.

Wie wird das Karpaltunnelsyndrom behandelt?
  • Regelmäßige, nächtliches Tragen von Handgelenksbandagen die den Druck auf den Nervus medianus vermindern und die Beschwerden dadurch deutlich lindern.
  • Unterstützend kann zudem die mehrmonatige Einnahme eines sehr hochdosierten → Vitamin-B-Komplexpräparates (keine Drogeriemarktware!) helfen.
  • Treten die Symptome insbesondere bei bestimmten Aktivitäten, z.B. beim Fahrradfahren auf, sollte man auf mögliche Fehlhaltungen achten, d.h. beispielsweise die Neigung des Fahrradlenkers verstellen, so dass die Handgelenke nicht mehr so stark geknickt werden.
  • Bildet sich das Karpaltunnelsyndrom durch die vorgenannten Maßnahmen nicht zurück, bleibt meist nur eine Operation.

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