Humor ist, wenn man trotzdem lacht – Heute in der Sendung mit der Maus: Das ist ein Hashi!

Der nachfolgende Text wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Eleni.

Das ist ein Hashi. Sieht gesund aus. Isser aber nicht. Hat auch nichts mit Kiffen zu tun. Der Hashi hat eine Autoimmunerkrankung. Das heisst, der eigene Körper macht ein Organ kaputt, das Schilddrüse heisst. Ohne Schilddrüse hat man keine Schilddrüsenhormone. Die braucht man aber. Ohne sie funktioniert der Körper nicht richtig. Deswegen muss der Hashi sie als Tabletten nehmen. Einige Hashis, die werden aber nicht glücklich mit den Tabletten. Pech gehabt! Die gehen dann ins Internet und heulen sich da aus, weil ihnen sonst keiner zuhören will. Manche Leute, wie die Anthroposophen, die gerne das Alphabet tanzen, behaupten dass die Hashis krank sind weil sie einen Knacks haben und dass man die Krankheit mit Malen und Buchstabentanzen wegkriegt. Stimmt aber nicht. Bringt den Antroposophen aber viel Geld.

Ein Japaner hat die Erkrankung entdeckt – von ihm hat sie ihren komischen Namen. Das ist kein Zufall. In Japan gibt es viel Jod in der Nahrung, weil die Japaner so viel Sushi mit Fisch und Algen essen. Quecksilber auch – aber das passt jetzt nicht hier rein. Deswegen haben auch so viele Japaner die Krankheit – weil zuviel Jod auch krank machen kann. Das wissen die Japaner auch. Aber das wissen nicht die Deutschen. Deswegen tun sie so viel Jod ins Essen, weil sie glauben, dass es gesund ist und die Kröpfe wegmacht. Stimmt auch – zum Teil. Pech für die Hashis – die werden nämlich krank davon. Von anderen Sachen auch – aber das passt jetzt nicht hier rein. Andere Leute, wie die Basedowler oder die Jodempfindlichen werden auch krank. Macht aber nix, sagt der Arbeitskreis Jodmangel – weil sie ja sowieso krank seien. Und außerdem kann Jod eigentlich nicht krank machen und eine Jod-Allergie gibt es auch nur in der Phantasie der Jodhysteriker.

Praktisch, dass die Hashis wegen der Krankheit so traurig und träge sind – da können sie sich kaum wehren. Das gefällt vielen Ärzten. Dann können sie Antidepressiva und andere teure Therapien verschreiben. Die helfen zwar nicht, aber damit kann man viel mehr Gewinn machen. Jetzt lassen sich das aber nicht alle Hashis gefallen. Sie fangen an Zettel zu verteilen. Da steht drauf, was sie alles doof finden. Manche finden Ärzte doof. Andere finden Jod doof. Andere wieder finden die doof, die Jod doof finden und andere finden alles doof.

Wie es mit den Hashis weitergeht, das erfahrt ihr bei nächsten Mal.


Nicole Rolfsmeier:

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