Schilddrüsenkongress 2019 – Experten aus Agatharied behaupten Spitzenposition beim Internationalen Ärztekongress

Die narbenlose Schilddrüsen-Operation ist eine bahnbrechende, aber längst nicht die einzige Errungenschaft der modernen Schilddrüsenchirurgie. Erwartungsgemäß stieß das Leitthema „Schilddrüsenchirurgie – neue Entwicklungen und Strategien“ beim diesjährigen Schilddrüsenkongress in München auf große Resonanz. Das alljährliche Symposium des Instituts für Chirurgische Forschung Oberbayern e. V. am Krankenhaus Agatharied unter Federführung der Ludwig-Maximilians-Universität München konnte mehr als 350 Chirurgen zum Erfahrungsaustausch mit international bedeutenden Spezialisten in der Frauenklinik Campus Innenstadt in der Maistraße begrüßen.

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Experten aus Deutschland, Österreich und Dänemark präsentierten am 6. und 7. Juni ihre neuesten Forschungsergebnisse und Erfahrungen in der Schilddrüsenchirurgie und demonstrierten in Workshops die weltweit einzigartige minimal-invasive Operation (Thermoablation) von Schilddrüsenknoten.

Einmal mehr konnte das Schilddrüsenzentrum Agatharied auf dem internationalen Kongress seine Spitzenposition im Bereich der Schilddrüsenchirurgie unter Beweis stellen, denn eines der Kernthemen im Programm waren die Erfahrungen mit den Methoden zur narbenlosen Schilddrüsenoperation. Das Krankenhaus Agatharied bietet als einziges Haus in Deutschland alle drei narbenfreien Zugänge zur Schilddrüse an.

TOETVA, die narbenfreie, transorale endoskopische Operation, erfolgt per Zugang über den Mund mithilfe eines Verfahrens, das ursprünglich in Asien entwickelt wurde. Neben dem Schilddrüsenzentrum Agatharied wird diese Methode ausschließlich an renommierten Kliniken, wie der Johns Hopkins Universität in Baltimore, angeboten.

Die ABBA-Technik folgt im Prinzip dem Vorgehen bei der offenen Operation. Der Zugang erfolgt hier über die Achselhöhle, zusätzlich sind winzige Hilfsschnitte am Rand der Brust nötig, die nahezu unsichtbar verheilen, es verbleiben keine Narben.

Die minimal-invasive Operationsmethode EndoCATS wurde vom Team Professor Schardey und Oberarzt Privatdozent Dr. Schopf am Lehrkrankenhaus Agatharied in Kooperation mit den Universitäten Hamburg-Eppendorf und der LMU München entwickelt und wird im Schilddrüsenzentrum Agatharied nun schon seit zehn Jahren erfolgreich angewandt. Bei EndoCATS erfolgt der Schnitt in der behaarten Kopfhaut hinter dem Ohr. Durch das nachwachsende Haupthaar wird dieser anschließend vollständig verdeckt. Die Narbe bleibt damit unsichtbar. (www.schilddrüse-narbenlos.de/). Seit 2009 ist die Methode wissenschaftlich anerkannt und findet von Agatharied aus weltweit Verbreitung.

Nachdem das Lunch-Symposium des Kongresses sich einer „neuen Art der Blutungskontrolle in der Thyroid–Chirurgie“ widmete, konnte das Team Schardey/Schopf dort auch sein Verfahren zur frühzeitigen Erkennung gefährlicher Nachblutungen präsentieren. In umfangreichen Studien haben die Mediziner die Mechanismen der Nachblutung bei Schilddrüsenoperationen entschlüsseln können und damit die Weichen für mehr Patientensicherheit bei der Schilddrüsenoperation in der Zukunft gestellt. Auf Basis ihrer Erkenntnisse ist der weltweit erste „→ Nachblutungsdetektor“ entwickelt worden, der es durch kontinuierliche Messung des Drucks in der Schilddrüsenloge ermöglicht, eine OP-Nachblutung bereits festzustellen, ehe erste Symptome auftreten. 2013 wurde das Gerät patentiert, dessen Produktion im nächsten Jahr in Serie gehen soll.
Der Internationale Schilddrüsenkongress in München ist für die begehrte Ausbildung zum Endokrinen Chirurgen als Pflichtveranstaltungen vom Dachverband anerkannt. Privatdozent Dr. Stefan Schopf ist selbst einer der wenigen durch das „European Board of Surgical Quality“ anerkannten Endokrinen Chirurgen in Deutschland.

Am 28. und 29. Mai 2020 soll der 5. Internationale Schilddrüsenkongress in München zum Thema „Innovatives Karzinom- und Komplikationsmanagement in der Schilddrüsenchirurgie“ stattfinden.

Quelle: khagatharied.de

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