Schilddrüsenknoten bleiben oft unbemerkt

Da die Schilddrüse in der Regel weiterhin normal arbeitet, werden Schilddrüsenknoten von den PatientInnen zunächst meist nicht wahrgenommen. Schilddrüsenknoten wachsen zudem häufig sehr langsam. Erst wenn die Knoten in der Schilddrüse mit der Zeit größer werden, bemerken die PatientInnen dann, dass etwas nicht stimmt.

Lokale Beschwerden von Schilddrüsenknoten

Knoten in der Schilddrüse können über Jahrzehnte unbemerkt bleiben. Deshalb sollte man auf mögliche Krankheitssymptome achten und Auffälligkeiten mit einer Ärztin / einem Arzt besprechen, die / der weitere Untersuchungen veranlassen kann. Hinweise auf Schilddrüsenknoten können sein, …

  • eine tast- und/oder sichtbare „Beule“ am Hals
  • ein Druckgefühl bzw. Schmerzen beim „Draufdrücken“
  • Schluckbeschwerden oder ein Kloßgefühl
  • anhaltende Heiserkeit oder ein Räusperzwang

Schilddrüsenfehlfunktion, d.h. Hyperthyreose (Überfunktion der Schilddrüse)

Wenn es sich bei den vorhandenen Schilddrüsenknoten um sogenannte heiße Knoten handelt, die unkontrolliert Schilddrüsenhormone produzieren, können im weiteren Verlauf der Erkrankung auch Beschwerden auftreten, die für eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose, Überschuss an Schilddrüsenhormonen) charakteristisch sind.

Eine durch einen heißen Schilddrüsenknoten ausgelöste Überfunktion der Schilddrüse verursacht beispielsweise

  • innere Unruhe und Nervosität
  • Schlafstörungen (Ein- und Durchschlafstörungen)
  • Schwitzen, auch bei leichter körperlicher Anstrengung und kühleren Temperaturen
  • häufigen Stuhlgang bis hin zu Durchfällen
  • Gewichtsabnahme trotz ausreichender, gleichbleibender Nahrungszufuhr

Knoten in der Schilddrüse sind meistens harmlos! Kleinere Schilddrüsenknoten müssen oft gar nicht behandelt, sondern nur in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden. Sie sind häufig ein Zufallsbefund bei einer routinemäßigen Untersuchung der Schilddrüse. Schilddrüsenknoten, welche als krebsverdächtig gelten oder die weiter oben erwähnten Beschwerden machen, müssen hingegen behandelt werden. Im Hinblick darauf gibt es verschiedene Möglichkeiten. Dazu zählen neben der medikamentösen Therapie mit einem Jod-Thyroxin-Kombinationspräparat, die Radioiodtherapie, die Thermoablation oder die operative Entfernung..


Dieser Artikel wurde zuletzt am 18. Juli 2024 aktualisiert.