Ratgeber Schilddrüse – angekündigte Bücher zur Hashimoto-Thyreoiditis 2019

Vor fünf Jahren gab es nicht einmal eine Handvoll AutorInnen die sich explizit dem Thema Hashimoto-Thyreoiditis gewidmet haben. Das hat sich zwischenzeitlich deutlich geändert …

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… oder anders formuliert – obwohl bereits unzählige Hashimoto-Ratgeber auf dem deutschen Buchmarkt verfügbar sind, kommen immer noch weitere hinzu. Für die nächsten Monate, d.h. bis Ende 2019, sind schon wieder eine ganze Reihe an Hashimoto- und Hormon-Büchern angekündigt. Einige davon stelle ich in diesem Artikel kurz vor.

Anders als in den vorangegangenen Jahren, scheint es 2019 so zu sein, dass aktuell auch die alteingesessenen Verlage auf den Zug aufspringen und verstärkt zu den Themen Schilddrüse, Hormone, Hashimoto und Ernährung publizieren.

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Das ist interessant weil dem Krankheitsbild Hashimoto-Thyreoiditis in den 100 Jahren seit der Erstbeschreibung durch Hakaru Hashimoto (1912) praktisch kaum Bedeutung zugemessen wurde. Auch die ausschließlich im Gesundheits- und Medizinbereich tätigen Verlage haben bis vor wenigen Jahren nur abgewunken wenn es darum ging einen Patientenratgeber speziell zur Hashimoto-Thyreoiditis zu verlegen. Man rechnete wohl nicht mit nennenswerten Umsätzen.

Als erster hatte 2005 der Zuckschwerdt-Verlag dann den Mut das Buch „Leben mit Hashimoto-Thyreoiditis“ von Armin Heufelder und Leveke Brakebusch zu veröffentlichen. Aus heutiger Sicht sicherlich ein Bestseller!

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Aber auch ungeachtet dieses Erfolgs passierte mehrere Jahre nichts weiter. Ich erinnere mich an ein Telefonat mit einer Verantwortlichen bei einem renommierten Medizinverlag einige Jahre nach dieser Veröffentlichung. Diese wollte meine Meinung dazu wissen, ob der Buchmarkt wohl noch einen weiteren Hashimoto-Ratgeber vertragen würde oder ob das Interesse der Hashimoto-PatientInnen inzwischen erlahmt wäre. Sie zweifelte daran, dass es viele Betroffene gäbe die sich so intensiv mit ihrer Schilddrüsenerkrankung auseinandersetzen würden, dass sie extra ein Buch darüber kaufen und lesen würden.

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Hintergrund war vermutlich die lange Zeit herrschende Überzeugung, dass die Hashimoto-Thyreoiditis eine harmlose Bagatellerkrankung ist, die keine Beschwerden verursacht und der man im Grunde genommen keinerlei Beachtung schenken muss. Sollte es dadurch doch einmal zu einer Schilddrüsenunterfunktion kommen, sei diese problemlos mit einem Schilddrüsenhormonpräparat behandelbar.

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Erst mit dem Internet ändert sich diese Fehleinschätzung ganz langsam. Vorher als Einzelfälle und nicht selten als vermeintlich psychisch krank abgestempelt haben die Hashimoto-Thyreoiditis-Erkrankten jetzt die Möglichkeit sich untereinander auszutauschen.

Von den behandelnden ÄrztInnen vielfach noch immer allein gelassen, geht es oftmals darum ergänzende bzw. alternative Behandlungsansätze zu diskutieren und praktische Tipps für ein möglichst beschwerdefreies Leben mit der Hashimoto-Thyreoiditis zu erhalten.

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Im Hinblick darauf wird spannend sein ob die für die nächste Zeit angekündigten Buch-Neuerscheinungen zum Thema Schilddrüse, Hashimoto und Hormone tatsächlich etwas Neues zu bieten haben. Das Interesse der Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen scheint zumindest ungebrochen.

Was allerdings weiterhin fehlt ist ein aktuelles Fachbuch für ÄrztInnen zum Krankheitsbild Hashimoto-Thyreoiditis. Und gerade das wäre vermutlich wichtig damit sich für die Vielzahl an dauerhaft in ihrer Lebensqualität eingeschränkten Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen endlich etwas zum Positiven hin verändert!