Hashimoto-Thyreoiditis: Ohnehin verminderte Stressresistenz und dann auch noch die Belastungen durch die Corona-Pandemie …

… viele Hashimoto-Thyreoiditis-Erkrankte sind momentan anhaltend erschöpft und haben ihre Belastungsgrenze erreicht. Sie klagen über Müdigkeit, aber auch innere Unruhe, Reizbarkeit und Schlafstörungen.

Deshalb an dieser Stelle einige praktische Tipps die den Umgang mit der aktuell schwierigen Situation etwas erleichtern können.

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10 Selbsthilfe-Tipps für Corona-Pandemie gestresste Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen

1.Es ist nicht die Zeit für Experimente und Herumprobiererei mit dem Schilddrüsenhormonpräparat. Auch wenn die Einstellung nicht perfekt ist! Arzttermine sind im Moment stressig, Facharzttermine schwierig zu bekommen, es gibt wiederholte Lieferschwierigkeiten bei Schilddrüsenmedikamenten und auch der Kampf um Laborkontrollen nach geringfügigen Dosisänderungen ist nicht leichter geworden.

2.Der Frühling naht und nicht wenige Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen möchten ihr Übergewicht reduzieren. Aber jede Ernährungsumstellung fordert den Körper und kostet am Anfang zusätzlich Energie. Kraft die momentan woanders dringender gebraucht wird. Also die Diät lieber auf später verschieben …

3.Heilpflanzen die entspannend, beruhigend und schlaffördernd wirken sind beispielsweise Baldrian, Johanniskraut und Lavendel, Melisse und Passionsblume. Für die Selbstbehandlung gut geeignet, einfach anzuwenden und nebenwirkungsarm sind beispielsweise die H&S Arzneitees die man in jeder Apotheke kaufen kann.

4.Etliche Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen haben einen Magnesiummangel. Der Mineralstoff Magnesium gilt als Anti-Stress-Mineral (diesbezüglich sollen die kostengünstigen Eigenmarken vom Discounter genauso gut wie teurere Magnesium-Markenpräparate sein) und auch die Vitamine des B-Komplexes sind besonders wichtig bei nervlicher Anspannung und Belastung. Bei SchilddrüsenpatientInnen mangelt es erfahrungsgemäß oft an den Vitaminen B6 und B12.

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5.Auch Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Yoga oder Qi Gong können nützlich sein um stressige Zeiten wie diese besser zu überstehen. Im Hinblick darauf liegt der Vorteil der Progressiven Muskelentspannung meines Erachtens darin, dass sie nicht erst umständlich erlernt werden muss. Es gibt CDs oder auch MP3s die man bequem aufs Smartphone laden und direkt anhören kann.

6. Nicht jeden unsinnigen Trend mitmachen! In der Corona-Pandemie geht es einfach nur darum so gut es geht weiterzumachen und möglichst unbeschadet durch dieses Jahrhundertereignis zu kommen. Kein Mensch muss diese Zeit zwanghaft nutzen. Weder um sich selbst zu optimieren noch um später irgendwelche Erfolge („Ich habe 5 kg abgenommen und gehe jetzt täglich 10 km joggen. Mein Mann hat das Dachgeschoss ausgebaut. Unsere Tochter hat Gitarre spielen gelernt.“ ) nachweisen können.

7. Wichtig ist zudem, sich regelmäßig kurze Auszeiten zu gönnen. Das können beispielsweise ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft, das ungestörte Anschauen der Lieblingsserie oder das Durchblättern der Lieblingszeitschrift sein.

8. Alles was dem Körper gut tut, hilft immer auch der Seele. Für ein bisschen Wellness zu Hause wie ein entspannendes Wannenbad oder ein Peeling mit anschließender pflegender Gesichtsmaske sollte man sich deshalb jetzt unbedingt die Zeit nehmen.

9. Gerade wenn man sich im Alltag ständig zusammenreißt, wirkt es entlastend wenn man sich den ganzen Frust einfach mal von der Seele schreibt und eine Zeit lang Tagebuch führt.

10. Und als Fazit zum Schluss: Das Beste ist es, wenn man die Ausnahmesituation einfach akzeptiert und die eigenen Ansprüche etwas reduziert!

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