Umstellung auf das neue Euthyrox® – weder Ärzte noch Apotheker informieren die betroffenen Patienten

Nach der Markteinführung des geänderten Euthyrox® in Deutschland im Frühjahr war es so, dass die Apotheken und Großhändler ihre Bestände des alten Euthyrox® zunächst noch abverkauft haben. Da die meisten Schilddrüsenpatienten zudem eine kleine Notreserve von ein oder zwei Blistern vorrätig halten beginnt für viele erst jetzt die eigentliche Umstellung.

Wie klappt die Umstellung von Euthyrox®alt auf Euthyrox®neu?

Sowohl das Aussehen der Umverpackung als auch der einzelnen Blister ist verändert. Beide tragen den Aufdruck „geänderte Hilfsstoffe“ und auch in der Packungsbeilage sind Hauptwirkstoff sowie Hilfsstoffe korrekt aufgeführt. Anders als in Frankreich informiert das Pharmaunternehmen Merck die Patienten hierzulande also besser.

Von den Ärzten werden die Patienten hingegen offenbar überhaupt nicht auf die Umstellung vorbereitet. Es liegen teilweise weder aktuelle Schilddrüsenwerte vor, noch wird auf die Notwendigkeit einer Laborkontrolle in vier bis acht Wochen nach dem Wechsel auf das neue Präparat hingewiesen. Die Möglichkeit von Nebenwirkungen beziehungsweise unerwartet auftretenden Unter- oder Überfunktionssymptomen wird nicht angesprochen.

Das Gleiche gilt für die Apotheken. Wer als Patient nicht ohnehin schon informiert ist und gezielt nachfragt, ob er das neue oder alte Euthyrox® erhalten hat, erfährt darüber nichts. Das Schilddrüsenpräparat wird ohne weitere Erklärungen abgegeben. Und wer als Patient von sich aus das Thema anspricht wird nicht selten belächelt …

Mehr zum Thema können Sie unter dem Schlagwort → Rezepturänderung Euthyrox® nachlesen.