Umstellung auf das neue Euthyrox® – weder Ärzte noch Apotheker informieren die betroffenen Patienten

Die Inhaltsstoffe von Euthyrox® wurde geändert, d.h. circa sechs Wochen nach dem Umstieg sollten die Schilddrüsenwerte (TSH, fT3, fT4) der betroffenen PatientInnen kontrolliert werden!

Nach der Markteinführung des geänderten Euthyrox® in Deutschland im Frühjahr war es so, dass die Apotheken und Großhändler ihre Bestände des alten Euthyrox® zunächst noch abverkauft haben. Da die meisten SchilddrüsenpatientInnen zudem eine kleine Notreserve von ein oder zwei Blistern vorrätig halten beginnt für viele erst jetzt die eigentliche Umstellung.

Foto alte und neue Tablettenschachtel EuthyroxWie klappt die Umstellung von Euthyrox®alt auf Euthyrox®neu?

Sowohl das Aussehen der Umverpackung als auch der einzelnen Blister ist verändert. Beide tragen den Aufdruck „geänderte Hilfsstoffe“ und auch in der Packungsbeilage sind Hauptwirkstoff sowie Hilfsstoffe korrekt aufgeführt. Anders als in Frankreich informiert das Pharmaunternehmen Merck die Patienten hierzulande also besser.

Von den ÄrztInnen werden die PatientInnen hingegen offenbar überhaupt nicht auf die Umstellung vorbereitet. Es liegen teilweise weder aktuelle Schilddrüsenwerte vor, noch wird auf die Notwendigkeit einer Laborkontrolle in vier bis acht Wochen nach dem Wechsel auf das neue Präparat hingewiesen. Die Möglichkeit von Nebenwirkungen beziehungsweise unerwartet auftretenden Unter- oder Überfunktionssymptomen wird nicht angesprochen.

Das Gleiche gilt für die Apotheken. Wer als PatientIn nicht ohnehin schon informiert ist und gezielt nachfragt, ob er das neue oder alte Euthyrox® erhalten hat, erfährt darüber nichts. Das Schilddrüsenpräparat wird ohne weitere Erklärungen abgegeben. Und wer als PatientIn von sich aus das Thema anspricht wird nicht selten belächelt …

Mehr zum Thema können Sie unter dem Schlagwort → Rezepturänderung Euthyrox® nachlesen.