Ossäre Dekompression bei der Endokrinen Orbitopathie

Die ossäre Dekompression ist eine Operationsmethode die zur Behandlung der Augenbeteiligung beim Morbus Basedow (Endokrine Orbitopathie) eingesetzt wird.

Das Auge liegt in der Orbita, einer außer nach vorne zu allen anderen Seiten durch knöcherne Wände begrenzten Augenhöhle. Bei der Endokrinen Orbitopathie kommt es zu einer Zunahme des Fettgewebes hinter dem Augapfel. Da die Ausweichmöglichkeiten nach hinten und zu den Seiten durch die knöchernen Wände der Orbita begrenzt ist, wird das Auge nach vorne verdrängt.

Bei der Ossären Dekompression werden die knöchernen Orbitawände eröffnet, so dass mehr Platz für das Auge geschaffen wird. Deshalb wird diese Operationstechnik auch als „Knochenbrecher-Methode“ bezeichnet.

Heute gilt die Ossäre Dekompression bei vielen Ärzten als veraltet und wird überwiegend nur noch bei Patienten mit sehr fortgeschrittenen Stadien der Endokrinen Orbitopathie durchgeführt. Wesentlich häufiger wird nach der Olivari-Methode (→ Transpalpebrale Orbitadekompression durch Fettentfernung bei endokriner Orbitopathie) operiert.

Die wichtigsten Voraussetzungen damit diese Operationsmethode angewendet werden kann sind eine seit mindestens 6 Monaten stabile euthyreote Stoffwechsellage und eine ebenfalls seit mindestens 6 Monaten inaktive Endokrine Orbitopathie. Der operative Zugang erfolgt dann meistens 2 – 3 cm hinter dem Haaransatz durch einen „Bügelschnitt“ von Ohr zu Ohr. Aber auch nach der Operation ist von den Patienten noch sehr viel Geduld gefragt da es einige Zeit dauern kann bis das Operationsergebnis unter ästhetischen Gesichtspunkten richtig beurteilt werden kann.

Wo wird die ossäre Dekompression durchgeführt?

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