Erhöhtes Karies-Risiko durch Xerostomie (Mundtrockenheit)

Das Spülen mit Birkenzucker (Xylitol) regt den Speichelfluss an und beugt Karies vor.
Das Spülen mit Birkenzucker (Xylitol) regt den Speichelfluss an und beugt Karies vor.

Bei von Xerostomie (Mundtrockenheit) betroffenen Schilddrüsenpatienten besteht, ausgelöst durch Mineralverluste des Zahnschmelzes, ein erhöhtes Karies-Risiko. Deshalb sind vorbeugende Maßnahmen sehr wichtig!

Ursachen für eine Xerostomie (Mundtrockenheit)

  • Eine strahlenbedingte Mundtrockenheit, die gelegentlich im Zusammenhang mit den bei Schilddrüsenkrebs durchgeführten Radioiodtherapien (meist erst nach mehreren) auftritt. Die Entzündung der Speicheldrüsen führt zur Mundtrockenheit. (W. Dörr, K.A. Grötz, D. Riesenbeck „Supportive Maßnahmen in der Strahlentherapie im Kopf-Hals-Bereich: Strahlenkaries und kaufunktionelle Rehabilitation“, Gemeinsame Stellungnahme von DGZMK, DEGRO und DGZ „Zahnärztliche Betreuung von Patienten mit tumortherapeutischer Kopf-Hals-Bestrahlung“).
  • Das Sjögren-Syndrom (Sicca-Syndrom), eine Autoimmunerkrankung welche mit der Hashimoto-Thyreoiditis und dem Morbus Basedow gehäuft auftritt. Die Mundtrockenheit entsteht durch eine Zerstörung der Speicheldrüsen.
  • Eine Mundtrockenheit, die als rückbildungsfähiges Symptom bei einer längerfristig unzureichend behandelten Schilddrüsenunterfunktion auftreten kann.

Vorbeugung von Zahnschäden durch Xerostomie (Mundtrockenheit)

  • Spülen mit Birkenzucker (Xylitol). Eine praktische Alternative sind Bonbons mit Xylitol.
  • Anwendung von Fluoridkonzentraten
  • Sorgfältige Mundhygiene
  • Ausreichend Flüssigkeitszufuhr
  • Speichelanregende Maßnahmen (Zitronenscheiben lutschen, Kaugummi kauen)

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