Humor ist, wenn man trotzdem lacht – Aküfi

@ alle

Ich hab’ HT und fühl’ mich momentan irgendwie hypo (trotz LT), vielleicht kündigt sich auch ein Schub an? Denn depri bin ich nicht – das ist sonst typisch UF bei mir. KTS und Mubesch hab’ ich ohnehin immer mal wieder. Jetzt fühl ich mich grippig. Immer kurz vorm WE geht’s mir mies. :-( Vielleicht dosiere ich erst mal die NEMs hoch – sollen ja auch helfen, weiteren AIs vorzubeugen. Mist, dass die KK nichts davon zahlt. BE war vor 3 Monaten beim HA – der Doc ist bislang ganz o.k. Macht sogar die fTs. ;-) Alle Werte, außer Aks, o.B., sogar eher ÜF (TSH supp.) also alles i. O. und Medi so lassen? Vielleicht sollte ich doch irgendwann auf ein Kombi umsteigen?

Muss eh mal wieder zum Nuk ein Sono machen lassen. Obwohl, wo ich doch kein Szinti brauche, könnte ich auch zum Endo gehen? Von MB’lern hab’ ich gehört da soll es einen SD-Spezi geben, der sich sogar mit EO gut auskennt. Bin ich froh, dass ich mit den Augen keine Probs habe. :-) OP oder RIT kann ich auch gut drauf verzichten. Dann doch lieber Carbi, aber hilft ja leider nicht immer. Bei RIT hätte ich Angst wg. SS, obwohl KiWu hab’ ich nicht. Btw beim FA war ich schon ewig nicht mehr, aber wer geht schon gern zum Gyn. Entweder man hat PMS oder es ist psy und im Zweifelsfall kriegt man ein AD. Da muss sich was ändern! Ich überlege deshalb mich der SHG anzuschließen, aber erst kommt dieser Text auf die HP.

LG

Sie haben nichts verstanden? Kein Problem …

Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Abkürzungen kurz erklärt.

AKÜFI – Abkürzungsfimmel

@ – An

HT – Hashimoto Thyreoiditis

hypo – hypothyreot

LT – Levothyroxinnatrium

Schub – Krankheitsschub

depri – depressiv

UF – Unterfunktion

KTS – Karpaltunnelsyndrom

Mubesch – Muskelbeschwerden

WE – Wochenende

NEMs – Nahrungsergänzungsmittel

AIs – Autoimmunerkrankungen

KK – Krankenkasse

BE – Blutentnahme

HA – Hausarzt

Doc – Doktor

FTs – freie Schilddrüsenhormone fT3 und fT4

Aks – Antikörper

o.B. – ohne Befund

ÜF – Überfunktion

TSH supp. – supprimiertes TSH (thyroidea stimulating hormon)

i. O. – in Ordnung

Medi – Medikamentendosierung

Kombi – Kombinationationspräparat, welches neben T4 auch T3 enthält

Nuk – Facharzt für Nuklearmedizin

Sono – Sonografie (Ultraschall) der Schilddrüse

Szinti – Szintigrafie der Schilddrüse

Endo – Endokrinologe

MB’lern – Morbus Basedow Erkrankte

SD-Spezi – Spezialist für Schilddrüsenerkrankungen

EO – Endokrine Orbitopathie

Probs – Probleme

OP – Operation

RIT – Radioiodtherapie

Carbi – Carbimazol

Wg. – wegen

SS – Schwangerschaft

KiWu – Kinderwunsch

Btw – by the way

FA – Frauenarzt

Gyn – Gynäkologe

PMS – Praemenstruelles Syndrom

psy – psychisch bzw. psychosomatisch

AD – Antidepressivum

SHG – Selbsthilfegruppe

HP – Homepage

LG – Liebe Grüße

Schwieriges Arzt-Patienten-Verhältnis

Unter den unzähligen E-Mails, die ich von Schilddrüsenerkrankten im Zusammenhang mit dieser Homepage erhalte, gibt es kaum eine, in denen mir keine negativen Arzterfahrungen geschildert werden. Viele Betroffene, insbesondere der autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen, fühlen sich von ihren Ärzten schlecht informiert, medizinisch unzureichend betreut, vorschnell auf die Psycho-Schiene abgeschoben und mit ihren gesundheitlichen Problemen allein gelassen. Schwieriges Arzt-Patienten-Verhältnis weiterlesen

Schilddrüsenextrakt vom Schwein

Neben den chemisch-synthetisch hergestellten Schilddrüsenhormonpräparaten gibt es noch sogenannte natürliche Schilddrüsenhormonpräparate, die aus getrockneten Schweineschilddrüsen hergestellt werden.
Schweinethyroxinpräparate haben in Deutschland keine Zulassung

Diese Schilddrüsenhormonpräparate wurden ungefähr zwischen 1880 und 1970 auch in Deutschland eingesetzt; sie sind quasi der Vorläufer der heutigen künstlich hergestellten Medikamente.

Inzwischen sind diese Medikamente in Deutschland nicht mehr zugelassen, können aber nach Verordnung durch einen in Deutschland niedergelassenen Arzt auf Privatrezept über internationale Apotheken, z. B. aus den USA, besorgt werden.

Es gibt verschiedene Präparate wie den amerikanischen Marktführer Armour Thyroid (Hersteller: Forest Pharmaceuticals), aber auch Westthyroid und Nature Thyroid (Hersteller: Western Research Labs) sowie Generika verschiedener Hersteller (Vintage, Huntsville), die sich im Preis je nach Importeur deutlich voneinander unterscheiden können.

Wann sich ein Versuch mit Schweinethyroxinpräparaten lohnt

Die Einnahme solcher natürlicher Schilddrüsenhormonpräparate sollte grundsätzlich erst in Erwägung gezogen werden, wenn die Einnahme

  • eines T4-Monopräparates
  • eines T4-Monopräparates plus 200 µg Selen
  • eines T3/T4-Kombinationspräparates

jeweils über mehrere Monate, in verschiedenen Dosierungen und unter der Verwendung von Medikamenten unterschiedlicher Hersteller erfolglos geblieben ist.

Bei weiter bestehenden Beschwerden kann die Einnahme natürlicher Schilddrüsenhormonpräparate eine erfolgversprechende Alternative zu den chemisch-synthetisch hergestellten Schilddrüsenmedikamenten sein, wie sie üblicherweise hier in Deutschland eingesetzt werden.

Es gibt einige positive Berichte von Betroffenen, die nach eigenen Aussagen erst durch die Einnahme natürlicher Schilddrüsenhormonpräparate eine deutliche Besserung ihrer Krankheitssymptome erreichen konnten.

Dies darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Therapie mit natürlichen Schilddrüsenhormonen und deren langfristige Auswirkungen wissenschaftlich genau so wie die T3/T4-Kombinationstherapie umstritten ist.

Nebenwirkungen von Schweinethyroxinpräparaten

Nachfolgend sind deshalb einige Kritikpunkte aufgeführt, die vor einem Therapiewechsel unbedingt bedacht werden sollten:

  • Unter der Therapie kann es zu erhöhten fT3-Werten und damit zu Komplikationen im Bereich des Herz-Kreislauf-Systems kommen. Nachdem BRAVERMANN um 1970 die Konversion von T4 zu T3 entdeckt hat, waren diese Komplikationen der Hauptgrund, warum man in Deutschland diese Art der Kombinationstherapie verlassen hat.
  • Extrakte aus getrockneten Schweineschilddrüsen werden nicht aufgereinigt, d. h. neben dem Hormon sind noch tierische Eiweißstoffe enthalten. Dadurch kann es theoretisch zu Allergien mit Antikörperbildung gegen das Fremdeiweiß kommen.
  • Das Verhältnis von T3 zu T4 beim Schwein (1 : 4) entspricht nicht dem beim Menschen (1 : 10). Die Konzentrationen der Hormone schwanken von Charge zu Charge, wodurch eine korrekte Dosierung erschwert wird.
  • Die Kosten für natürliche Schilddrüsenhormonpräparate (30 – 60 EUR/Monat) sowie für deren Beschaffung werden derzeit nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
  • Diese Präparate enthalten nicht nur T3 und T4, sondern auch T1 und T2. Vermutlich handelt es sich dabei um harmlose Abbauprodukte von T4 und T3. Es ist aber nicht gesichert, ob sie bei langfristiger Einnahme nicht unerwünschte Nebenwirkungen haben. Problematisch ist im Hinblick darauf, dass deren Konzentration im Blut nicht bei Routinekontrollen bestimmt wird.
Tipps für die Anwendung von Schweinethyroxinpräparaten

Für die Therapie mit natürlichen Schilddrüsenhormonen gilt genau wie für alle anderen Schilddrüsenhormonpräparate, dass diese langsam eingeschlichen und die Dosis dann allmählich gesteigert wird. Ähnlich wie bei den T3/T4-Präparaten kann es zu Beginn der Therapie sowie kurz nach der Einnahme der Schilddrüsenhormone zu Überfunktionssymptomen kommen. Bei den natürlichen Schilddrüsenhormonpräparaten scheint dieser Effekt jedoch geringfügig schwächer ausgeprägt zu sein als bei herkömmlichen Schilddrüsenhormonmedikamenten. Vermutet wird, dass dies mit einer zeitverzögerten Abgabe im Körper, einer Art Retardfunktion, zusammenhängt. Die genaue Wirkungsweise ist jedoch noch nicht wissenschaftlich erforscht.

Da bei den natürlichen Schilddrüsenhormonpräparaten die Konzentrationen der enthaltenen Hormone schwanken gibt die nachfolgende Übersicht nur einen groben Anhaltspunkt für die Umrechnung. Jedes Produkt ist etwas anders zusammengesetzt.

  • 0,25 Grain = 10 µg T4 + 2,5 µg T3 (entspricht 25 µg T4)
  • 0,5 Grain = 20 µg T4 + 5 µg T3 (entspricht 50 µg T4)
  • 1 Grain = 40 µg T4 + 10 µg T3 (entspricht 100 µg T4)
  • 1,5 Grain = 60 µg T4 + 15 µg T3 (entspricht 150 µg T4)
  • 2 Grain = 80 µg T4 + 20 µg T3 (entspricht 200 µg T4)

Erfahrungen Betroffener zeigen zudem, dass nur die wenigsten ausschliesslich mit einem Schweinethyroxinpräparat zurechtkommen. In vielen Fällen steigt das fT3 deutlich an, während das fT4 teilweise drastisch abfällt, was auf den hohen T3-Anteil in den Schweinethyroxinpräparaten zurückgeführt wird. In diesen Fällen muss oft zusätzlich eine kleine Menge eines synthetischen T4-Monopräparates eingenommen werden.

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Naturheilkunde & Alternativmedizin: Alphabetisches Stichwortverzeichnis

Algenextrakte

Pflanzenartige Lebewesen die sehr viele Spurenelemente, insbesondere Jod, enthalten. Sie haben eine anregende Wirkung auf die Schilddrüsenfunktion und werden bei Schilddrüsenunterfunktion eingesetzt.

Alfalfa (Medicago sativa)

Eine Luzernenart, die sehr viel Tyrosin enthält. Die Aminosäure Tyrosin ist ein wesentlicher Baustein der Schilddrüsenhormone. Der gleichzeitige Verzehr von Alfalfa-Sprossen mit jodhaltigen Lebensmitteln wie z.B. Seefischen soll einer leichteren Schilddrüsenunterfunktionen entgegenwirken.

Alkoholinjektionen

Anwendungsgebiet dieser Behandlungsmethode (Fachbegriff: perkutane Ethanol-Injektion) ist die unifokale Autonomie, d. h. ein einzelner heißer Knoten. Bei dieser Therapie wird hochprozentiger Alkohol mehrfach direkt in den Schilddrüsenknoten gespritzt, wodurch dieser langsam über einen Zeitraum von mehreren Wochen zerstört wird.

Amalgamsanierung

In der Ganzheitsmedizin geht man davon aus, dass enge Wechselbeziehungen zwischen Zähnen und Organen bestehen. Diese Ansicht beruht auf der Akupunktur-Meridian-Lehre der altchinesischen Medizin nach der die Energie über bestimmte Energiebahnen (Meridiane) durch den Körper fließt. Blockaden dieses Energieflusses z. B. durch Störfelder im Zahn-Kiefer-Bereich haben Krankheiten zur Folge. Eine Schwermetallbelastung durch Zahnfüllungen aus Amalgam wird als eine mögliche Ursache von Schilddrüsenerkrankungen wird seit Jahrzehnten diskutiert.

Anthroposophie

Die anthroposophische Medizin unterscheidet vier Wesensglieder des Menschen: Physischer Leib, Ätherleib, Astralleib und das Ich (Persönlichkeit). Außerdem werden drei Systeme unterschieden: Nerven-Sinnessystem, Gliedmassen-Stoffwechselsystem und Herz-Kreislaufsystem (Atmung). Bei Gesundheit befinden sich diese 4 Wesensglieder und 3 Systeme in einer harmonischen, dynamischen Balance – kommt es dagegen zu Ungleichgewichten entsteht eine Krankheit. Entzündungen der Schilddrüse werden nach der anthroposophischen Lehre durch Störungen des Astralleibs ausgelöst.

Antioxidantien (Selen, Zink, Vitamine A,C,E)

Verschiedene Erkrankungen wie beispielsweise die autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen, aber auch Rheuma, Arteriosklerose, Krebs usw. werden nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen durch freie Radikale mitverursacht. So dass umgekehrt die gute Versorgung mit Antioxidantien vor diesen Krankheiten einen gewissen Schutz bieten oder die Erkrankungen in ihrem Verlauf positiv beeinflussen kann.

Armour Thyroid®

Neben den chemisch-synthetisch hergestellten Schilddrüsenhormonpräparaten gibt es noch sogenannte natürliche Schilddrüsenhormonpräparate, die aus getrockneten Schweineschilddrüsen hergestellt werden. Es gibt verschiedene Präparate wie den amerikanischen Marktführer Armour Thyroid® (Hersteller: Forest Pharmaceuticals), aber auch Westthyroid® und Nature Thyroid® (Hersteller: Western Research Labs) sowie Generika verschiedener Hersteller (Vintage, Huntsville), die sich im Preis je nach Importeur deutlich voneinander unterscheiden können.

Astragalus

Der aus der Tragant-Wurzel gewonnene Pflanzenextrakt soll das Immunsystem stärken, die Blutbildung fördern und die Nebennierenfunktion unterstützen. Astragalus wird bevorzugt bei Schilddrüsenunterfunktion angewendet.

Augentrost (Euphrasia rostkoviana)

In einer Teezubereitung aus Augentrostblättern getränkte Auflagen können die Symptome bei der Endokrinen Orbitopathie lindern.

Baunscheidttherapie

Die Baunscheidt-Therapie ist ein alternativmedizinisches Behandlungsverfahren, welches um 1840 von Carl Baunscheidt (1809-1873) entwickelt wurde. Dabei handelt es sich um ein über die Haut ausleitendes Verfahren.

Blasentang (Fucus vesiculosus)

Eine jodhaltige Alge die von Heilpraktikern bei Schilddrüsenunterfunktion eingesetzt wird.

Bromelain

Als Bromelain bezeichnet man ein Enzym, welches vorwiegend aus den unreifen Früchten und den Stämmen der Ananas (botanischer Name: ananas comosus) gewonnen wird. Bromelain hat ein ausgesprochen breites Wirkungsspektrum und beeinflusst Entzündungen auf sehr vielfältige Art und Weise.

B-Vitamine

Die B-Vitamine gehören zur Gruppe der wasserlöslichen Vitamine und sind wichtige Co-Enzyme in Stoffwechselprozessen. Sie sind an der Umwandlung von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen in körpereigene Energie beteiligt. B-Vitamine haben aber auch wichtige Aufgaben innerhalb des Nervensystems. Schilddrüsenpatienten leiden oft unter einem Mangel an B-Vitaminen.

Coenzym Q10

Es handelt sich dabei um eine körpereigene, vitaminähnliche Substanz, die in Verbindung mit Eiweißmolekülen eine enzymähnliche Wirkung hat. In neueren wissenschaftlichen Studien nachgewiesen wurden die positiven Eigenschaften von Coenzym Q 10 in Bezug auf das Immunsystem. Die Einnahme von Coenzym Q 10 stärkt das Immunsystem, indem es als Antioxidans wirkt. Aufgrund dieser antioxidativen Wirkung macht sein Einsatz auch bei der Hashimoto-Thyreoiditis Sinn, die, wie bereits beschrieben, durch freie Radikale getriggert wird.

Diosgenin-Öl

Diosgenin ist eine progesteronähnliche Substanz die aus der Yamswurzel gewonnen wird. Da Progesteron die Verwertung der Schilddrüsenhormone fördern soll wird Diosgenin-Öl vorwiegend bei Schilddrüsenunterfunktion angewandt.

Eisen

Bei Schilddrüsenerkrankungen, insbesondere bei Unterfunktionen der Schilddrüse, kommt es häufig zusätzlich zu einer Eisenmangelanämie.

Enzymgetränke (Brottrunk, Kombucha)

Der regelmäßige Genuss von Brottrunk wirkt Erschöpfungszuständen entgegen, fördert das allgemeine Wohlbefinden und steigert die Leistungsfähigkeit. Brottrunk stärkt und reguliert außerdem das Immunsystem, weswegen er z. B. bei Infektanfälligkeit oder Erkältungskrankheiten eine sinnvolle Unterstützung bietet.

Euspongia officinalis (Spongia marina tosta)

Ein homöopathisches Mittel aus dem Badeschwamm (ein in Meeresgewässern vorkommenden Tierstamm) welches gegen Schilddrüsenunterfunktionsbeschwerden helfen soll.

Fo Ti Teng (Fallopia multiflora)

Der vielblütige Knöterich ist eine vorwiegend in China beheimatete Pflanze deren Wurzel dort als Schilddrüsentonikum genutzt wird.

Germanische Neue Medizin

Nach der Theorie von Ryke Geerd Hamer liegt allen Krebskrankheiten ein Stress-/Schockerlebnis zugrunde. Auch bei Schilddrüsenkrebserkrankungen handelt es sich Hamer zufolge um durch langanhaltenden Stress verursachte oder einen dramatischen Schock ausgelöste „biologische Sonderprogramme“ welche durch „Conflictolyse“ geheilt werden können.

Glykämischer Index

Seit einiger Zeit wird diskutiert, ob der Kohlenhydratstoffwechsel bei Hashimoto-Betroffenen beeinträchtigt und Ursache für hartnäckiges Übergewicht ist. Der Glykämische Index ist ein Maß zur Bestimmung der Wirkung eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel. Eine niedrig glykämische Ernährung soll übergewichtigen Hashimoto-Patienten bei der Gewichtsabnahme helfen können.

Guggul

Ayurvedisches Heilmittel zur Stoffwechselanregung.

Haferstroh (Avena sativa)

Haferstroh-Tee soll über 2 – 4 Wochen kurmäßig bei Schilddrüsenüberfunktion angewendet gegen Nervosität, Reizbarkeit und Schlafstörungen helfen.

Herzgespann (Leonurus cardiaca)

Die enthaltenden Flavonoide blockieren die Umwandlung von fT4 in fT3 weswegen entsprechende Präparate manchmal unterstützend bei Schilddrüsenüberfunktion eingesetzt werden.

Homöopathie

Die Homöopathie wurde um 1790 von dem deutschen Arzt Dr. Samuel Hahnemann (1755 – 1843) als Heilmethode entwickelt. Auch in der homöopathischen Arzneimittellehre (Materia Medica) entdeckt man zahlreiche Arzneimittelbilder mit eindeutigem Bezug zu Schilddrüsenerkrankungen.

Ingwer (Zingiber officinale)

Antioxidantienreiche, den Körper von innen wärmende Wurzel die als Tee aufbereitet bei Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto-Thyreoiditis Anwendung findet.

Jodum

Homöopathisches Arzneimittel welches traditionell bei Schilddrüsenüberfunktionen angewendet wird. Betroffene berichten von positiven Erfahrungen z.B. bei einem Urlaub an der Nordsee wenn eine starke Jodbelastung zu Beschwerden geführt hat.

Kalium jodatum D6

Ein Schüssler Salz welches bei einer vergrößerten Schilddrüse eingesetzt wird. Hintergrund ist die Meinung von Schilddrüsenexperten, die die Ursache einer Jodmangelstruma weniger in einem tatsächlichen Mangel an dem Spurenelement Jod, sondern eher in einer Jodverwertungsstörung sehen.

Lasertherapie

Ein noch im experimentellen Stadium befindliches Therapieverfahren zur Behandlung von Schilddrüsenknoten.

L-Carnitin

Die Aminosäure L-Carnitin hemmt die Schilddrüsenhormonwirkung an verschiedenen Organen und wird versuchsweise bei Hyperthyreose eingesetzt.

Lehmwickel

Bei Entzündungen und auch bei Überfunktionen wirken Lehmwickel beruhigend auf die Schilddrüse.

Macula HF®

Ein Nahrungsergänzungspräparat, welches zur unterstützenden Behandlung bei Schilddrüsenerkrankungen entwickelt wurde.

Magnesium

Bei einer länger bestehenden Schilddrüsenunterfunktion wird aufgrund des verlangsamten Stoffwechsels nicht ausreichend Magnesium aus der Nahrung aufgenommen. Selbst bei erhöhter Zufuhr kann ein bestehender Mangel dann nur sehr schlecht ausgeglichen werden.

Markert-Diät

Die Markert-Diät ist eine von dem Arzt und Ernährungsspezialisten Dieter Markert entwickelte Methode zur Gewichtsreduktion, die besondere Erfolge bei Schilddrüsenerkrankungen verspricht.

Nachtkerzenöl

Das aus den Samen der Nachtkerze gewonnene Öl ist reich an ungesättigten Fettsäuren wodurch die Entzündungsvorgänge beim Morbus Basedow und bei der Hashimoto-Thyreoiditis günstig beeinflusst werden.

Neuraltherapie

Bei der Neuraltherapie werden Schmerzmittel (Procain, Lidocain, Xylocain) direkt in die Schilddrüse gespritzt. Es erfolgt je eine Injektion in den rechten und linken Schilddrüsenlappen. Dadurch soll die Funktion der Schilddrüse bei Über- und Unterfunktionen reguliert werden.

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren haben ausgeprägte entzündungshemmende Eigenschaften, welche inzwischen auch durch einige wissenschaftliche Studien belegt wurden. Außerdem können sie bei regelmäßiger Einnahme nachweislich das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen vermindern.

Pflanzenheilkunde

In etlichen Pflanzenheilkunde-Fachbüchern findet man Hinweise auf Heilpflanzen, denen eine Wirkung auf die Schilddrüse zugeschrieben wird. Es wird behauptet, dass es es mit einer derartigen Pflanzentherapie möglich sei, die Schilddrüsenfehlfunktion so zu korrigieren, dass die Einnahme künstlicher Schilddrüsenhormone oder schilddrüsenhemmender Medikamente wieder ausgeschlichen werden kann.

Rotklee (Trifolium pratense)

Über die Hemmung der Thyroidea-Peroxidase sollen die enthaltenen Flavonoide die Symptomatik bei Schilddrüsenüberfunktion lindern können.

Schüssler Salze

Der Oldenburger Arzt Dr. Wilhelm Heinrich Schüssler (1821 – 1889) ist der Begründer der „Biochemie nach Schüssler“. Nach seiner Überzeugung entstehen Krankheiten durch einen gestörten Mineralstoffhaushalt. Der Mangel eines Minerals wirkt sich dabei negativ auf den gesamten Organismus aus. Um derartige Ungleichgewichte zu beheben, entwickelte er die 12 biochemischen Salze (Schüssler-Salze). Bei Erkrankungen der Schilddrüse werden oft die Salze Nr. 7 (Magnesium phosphoricum) und Nr. 14 (Kalium bromatum) im Wechsel gegeben. Diese beiden Salze wirken z. B. bei unter- oder überfunktionsbedingten Beschwerden ausgleichend auf das Muskel- und Nervensystem.

Selen

Das selenabhängige Enzym Jodthyronin-5-Dejodase ist für die Umwandlung des Schilddrüsenhormons fT4 in die stoffwechselaktive Form fT3 zuständig. Außerdem kann Selen die Hashimoto-Thyreoiditis-spezifischen Antikörper (TPO-AK u. TG-AK) senken.

Serenoa serratula

Die Früchte der vorwiegend im Süden der USA vorkommenden Sägepalme werden von einigen amerikanischen Heilpraktikern als eine Art Schilddrüsentonikum bei Hypothyreose eingesetzt.

Soja (Glycine max)

In Sojaprodukten sind größere Mengen an Flavonoiden und Thiocyanaten enthalten. Diese Inhaltsstoffe sollen dafür verantwortlich sein, daß die Aufnahme von Jod in die Schilddrüse blockiert wird. Einsatzgebiet: Schilddrüsenüberfunktion, Jodüberempfindlichkeit

Spongia marina tosta (Euspongia officinalis)

Ein homöopathisches Mittel aus dem Badeschwamm (ein in Meeresgewässern vorkommenden Tierstamm) welches gegen Schilddrüsenunterfunktionsbeschwerden helfen soll.

Thiocyanit

Gemüse wie Blumenkohl, Weißkohl, Kohlrabi, Wirsing und Rosenkohl sind reich an Thiocyanit, welches die Schilddrüsenhormonproduktion hemmt. Eine thiocyanitreiche Ernährung wird von einigen Heilpraktikern bei Schilddrüsenüberfunktion bzw. Jodüberempfindlichkeit empfohlen.

Thymian (Thymus vulgaris)

Das Gewürzkraut hat, vermutlich aufgrund des darin enthaltenen Jods, eine anregende Wirkung auf die Schilddrüsenfunktion.

Thyreogland®

Ein verschreibungspflichtiges Schilddrüsenhormonpräparat, welches ursprünglich aus getrockneten Rinderschilddrüsen hergestellt wurde. Inzwischen wird auch für Thyreogland getrocknete Schweineschilddrüse als Grundsubstanz verwendet. Anbieter: Klösterl-Apotheke, München

Thyreoidinum

Homoöpathisches Arzneimittel. Es enthält stark verdünnte (hoch potenzierte) Schilddrüsenextrakte und kommt bei den verschiedensten Schilddrüsenerkrankungen zum Einsatz.

Thyreoprotect®

Ein Nahrungsergänzungspräparat, welches zur unterstützenden Behandlung bei Schilddrüsenerkrankungen entwickelt wurde.

Triphala

Ayurvedisches Heilmittel zur Stoffwechselanregung.

Tyrosin

Das Schilddrüsenhormon T4 wird aus Jod und der Aminosäure Tyrosin gebildet. Ein Mangel an einem dieser Bausteine führt zu einer Schilddrüsenunterfunktion.

Wolfstrappkraut (Lycopus europaeus)

Präparate aus Wolfstrappkraut werden bei Schilddrüsenüberfunktion verordnet, weil sie die Umwandlung des Speicherhormons fT4 in das stoffwechselaktive Hormon fT3 blockieren. Dadurch werden leichtere Überfunktionssymptome gemildert.

Zitronenmelisse (Melissa officinalis)

Verschiedene Naturheilkundler verweisen auf eine die Schilddrüsenfunktion hemmende Wirkung der Zitronenmelisse. Dafür verantwortlich sollen Auron-Flavonoide sein welche die Umwandlung von fT4 in fT3 behindern. Einsatzgebiet: Schilddrüsenüberfunktion

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Presseinformation – Schilddrüsennetz Hannover – Nicht hinter jedem Kropf steckt ein Jodmangel !

Hannover, 24.04.2006. Bei einer vergrösserten Schilddrüse (Kropf) denken Ärzte vielfach zuerst an einen Jodmangel als Ursache und diagnostizieren einen Jodmangelkropf. Dieser ist mit Jodpräparaten oder einer Kombination aus Jod und dem Schilddrüsenhormon Thyroxin sehr gut behandelbar. Eine unzureichende Absicherung der Diagnose Jodmangelkropf kann indes fatale Folgen haben. Denn nicht nur ein Jodmangel, sondern auch entzündliche Schilddrüsenerkrankungen (Morbus Basedow, Hashimoto-Thyreoiditis) können mit einer Vergrößerung der Schilddrüse einhergehen. Bei diesen autoimmunbedingten Schilddrüsenentzündungen gilt eine Jodtherapie als Kunstfehler, weil sie den Krankheitsverlauf dramatisch verschlechtern kann. Neben der Tastuntersuchung der Schilddrüse sollte deshalb immer auch eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse sowie eventuell eine Bestimmung der Schilddrüsenautoantikörper erfolgen.

Stand der Jodversorgung in Deutschland

Die bundesweite Schilddrüsenwoche vom 24. bis 30. April 2006 ist der richtige Anlass um nachzufragen, wie es aktuell aussieht mit der Jodversorgung der deutschen Bevölkerung. Denn seit mehr als zwei Jahrzehnten wird von zahlreichen Ärzten, Ernährungswissenschaftlern und Journalisten gebetsmühlenartig wiederholt „Deutschland ist ein Jodmangelgebiet!“. Doch kaum jemand macht sich die Mühe diese Äußerung auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen. So zeigte eine groß angelegte Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation (WHO)* aus dem Jahre 2004, dass die Jodversorgung in Deutschland als optimal angesehen werden kann. Ausgeprägte Jodmangelkröpfe sind inzwischen selten. Diskutiert wird jetzt über eine Zunahme der Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse als Folge der künstlich mit Jod angereicherten Ernährung. Im Gegensatz zum Jodmangelkropf sind diese nicht so einfach behandelbar.

* Quelle: WHO Geneva, Department of Nutrition for Health and Development, Bruno de Benoist et al., 2004: Iodine status worldwide, WHO Global Database on Iodine Deficiency

Für Rückfragen:
Schilddrüsennetz Hannover Dipl.-Päd. Nicole Rolfsmeier – redaktionell Verantwortliche Homepage: www.schilddruesenguide.de E-Mail: info@schilddruesenguide.de

Über das Schilddrüsennetz Hannover: Das seit März 2005 bestehende Schilddrüsennetz Hannover ist ein von Schilddrüsenspezialisten und schilddrüsenkranken Patienten ehrenamtlich gemeinsam erarbeitetes Informationsangebot im Internet. Das Ziel dieser Initiative ist es, die wenig beachteten und oft unterschätzten Erkrankungen der Schilddrüse stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken.

Abdruck kostenfrei erlaubt. Belegexemplar erbeten.

Erklärung der Schilddrüsenlaborwerte, Teil 2: Schilddrüsenautoantikörper

2. Schilddrüsenautoantikörper

TPO-AK = Thyreo-Peroxidase-Antikörper

(veraltete Bezeichnung MAK = mikrosomale Antikörper) Die TPO-AK greifen die Schilddrüsenperoxidase an. Dieses Enzym ist an der Bildung der Schilddrüsenhormone beteiligt. TPO-AK werden bei dem Verdacht auf Hashimoto-Thyreoiditis, bei einer echoarmen Sonografie, bei latenter oder manifester Hypothyreose und auch zur Abgrenzung einer immunoge nen von einer nicht-immunogenen Hypothyreose bestimmt. Normalbereich: kleiner 35 IU/ml. Bei einem erhöhten Wert liegt eine Hashimoto-Thyreoiditis vor. Die genaue Bedeutung der Antikörper im Krankheitsverlauf ist jedoch unklar – so scheint es keine Korrelation zwischen der Höhe der AK-Konzentrationen und der Krankheitsaktivität zu geben. Messbare Antikörper im Normalbereich: Umstritten ist, ob auch schilddrüsengesunde Personen gering erhöhte Antikörper haben können oder ob TPO-AK immer als Beweis für das Vorliegen einer Erkrankung zu werten sind.

Tg-AK = Thyreoglobulin-Antikörper

Die Tg-AK richten sich gegen das Thyreoglobulin. Dabei handelt es sich um ein an der Produktion und Speicherung von Schilddrüsenhormonen beteiligtes Protein. Bei Verdacht auf Hashimoto-Thyreoiditis werden die Tg-AK meist nur bestimmt, wenn die Messung der TPO-AK negativ war. Normalbereich: kleiner 100 U/ml. Bei einem erhöhten Wert liegt eine Hashimoto-Thyreoiditis vor.

TRAK = TSH-Rezeptor-Antikörper

Die TRAK docken an den eigentlich für das TSH vorgesehenen Rezeptoren an und blockieren diese dadurch, so dass sich das TSH dort nicht mehr verankern kann. Die Bestimmung der TRAK wird zur Abgrenzung einer immunogenen von einer nicht-immunogenen Hyperthyreose empfohlen. Normalbereich: kleiner 9 U/ml (TRAKhuman kleiner 1 UI/ml). Bei einem erhöhten Wert liegt ein Morbus Basedow vor.

Erklärung der Schilddrüsenlaborwerte Teil 1: Schilddrüsenhormonwerte

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Erklärung der Schilddrüsenlaborwerte, Teil 1: Schilddrüsenhormonwerte

Für die Beurteilung der Schilddrüsenfunktionslage sind die Hormonuntersuchungen (TSH, fT3, fT4) wichtig, während die Diagnose der autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen (Morbus Basedow, Hashimoto-Thyreoiditis) u. a. anhand der Antikörper (TPO-AK, Tg-AK, TRAK) gestellt wird.

Für eine medizinische Beurteilung dieser Laborwerte sind zuverlässige Entscheidungsgrenzen erforderlich. Sie sollen dem Arzt angeben, ob eine bestimmte Krankheit vorliegt oder ausgeschlossen werden kann (Ausschlussdiagnostik) und ob von einer Verbesserung beziehungsweise Verschlechterung einer Erkrankung auszugehen ist (Verlaufskontrolle). In der Medizin gibt es dazu sogenannte Normalbereiche, die eine Spanne von Werten umfassen, die bei rund 95 Prozent aller gesunden Untersuchten gefunden wurden. Die gemessenen Werte der einzelnen Hormone und Antikörper können nur in Abhängigkeit dieser Normalwerte korrekt beurteilt werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich diese Normwerte je nach Labor und verwendeter Messmethode unterscheiden können.

Schilddrüsenhormone

TRH = Thyreotropin Releasing Hormon

Das TRH ist ein Hormon, welches im Hypothalamus produziert wird. Es regt die Hypophyse an TSH freizusetzen. Die Bestimmung des TRH ist allerdings fast nie erforderlich. Normalbereich: 2,5 – 25 mU/l. Ein erhöhter Wert weist auf eine Schilddrüsenunterfunktion hin.

TSH = Thyreoidea Stimulating Hormon (Thyreotropin)

Das TSH wird von der Hypophyse produziert und regt die Schilddrüse zur Bildung der Schilddrüsenhormone T4 und T3 an. Die Bestimmung des TSH ist Basis jeder Schilddrüsenfunktionsdiagnostik. Normalbereich: 0,3 – 2,5 mU/l. Unter der Therapie mit Schilddrüsenhormonen wird eine Einstellung des TSH im Bereich 0,5 – 1,0 mU/l empfohlen. Erniedrigte Werte (kleiner als 0,1 – 0,3 mU/l): Die Schilddrüse produziert zu viele Hormone oder die von aussen zugeführte Schilddrüsenhormondosis ist zu hoch (hyperthyreosis factitia, iatrogene Hyperthyreose). Es liegt eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) vor. Ausnahme: Bei Einnahme eines T3-/T4-Kombinationspräparates oder auch durch TRAK kann das TSH verfälscht zu niedrig ausfallen ohne dass eine Hyperthyreose vorliegt. Erniedrigte Werte bedürfen einer weiteren Abklärung, so dass zusätzlich die Konzentrationen von fT3/fT4 bzw. bei der Erstdiagnostik Antikörper bestimmt werden müssen. Erhöhte Werte (grösser als 2,0 – 2,5 mU/l): Die Schilddrüse produziert zu wenige Hormone oder die von aussen zugeführte Schilddrüsenhormondosis ist zu niedrig. Es liegt eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) vor. Erhöhte Werte bedürfen einer weiteren Abklärung, so dass zusätzlich die Konzentrationen von fT3/fT4 bzw. bei der Erstdiagnostik Antikörper bestimmt werden müssen.

fT4 = Tetrajodthyronin od. Thyroxin

Unter einer Substitutionstherapie mit Schilddrüsenhormonen sollte die letzte Medikamenteneinnahme 24 Stunden zurückliegen, da ansonsten verfälscht zu hohe Werte gemessen werden. Normalbereich: 0,8 – 1,8 ng/dl (8 – 18 pg/ml) bzw. 10 – 23 pmol/l.

Unter einer Therapie mit Schilddrüsenhormonen legen einige Schilddrüsenexperten eine erweiterte obere Normbereichsgrenze (laborabhängig 2,5 bis 3,5 ng/dl) für das fT4 zugrunde. Dies beruht auf ärztlichem Erfahrungswissen, d.h. wissenschaftliche Studien dazu sind mir nicht bekannt.

Erhöhte Werte: Es liegt eine Schilddrüsenüberfunktion vor. Erniedrigte Werte: Es liegt eine Schilddrüsenunterfunktion vor.

fT3 = Trijodthyronin

Im Gegensatz zum fT4 ist das fT3 erst bei ausgeprägten Hypo- bzw. Hyperthyreosen erniedrigt bzw. erhöht, da der Körper die bedarfsgerechte Umwandlung je nach Bedarf steuern kann. Normalbereich: 2,0 – 4,5 pg/ml bzw. 5,4 – 12,3 pmol/l. Erhöhte Werte: Es liegt eine Schilddrüsenüberfunktion vor. Erniedrigte Werte: Es liegt eine Schilddrüsenunterfunktion vor. Bei länger andauernden schweren Erkrankungen kann das fT3 erniedrigt sein ohne dass eine Hypothyreose vorliegt (Low T3-Syndrom).

Hintergrundwissen: Bezüglich der Schilddrüsenhormone besteht grundsätzlich die Möglichkeit die Konzentrationen der freien Schilddrüsenhormone (fT3, fT4) oder die Gesamthormonkonzentrationen (T3, T4) zu bestimmen. Medizinisch sinnvoll ist nur die Bestimmung der freien Schilddrüsenhormone. Begründung: Der größte Teil der Schilddrüsenhormone ist an Bindungseiweiße wie das Thyreoglobulin, Transthyretin (Präalbumin) und Albumin gebunden. Nur ein sehr geringer Teil der Schilddrüsenhormone liegt ungebunden vor. Da aber ausschließlich die freien Schilddrüsenhormone wirksam sind, ist es sinnvoller diesen Teil zu messen, als die Gesamthormonkonzentrationen (gebundene + freie Hormone). Außerdem ist die Messgenauigkeit bei der Bestimmung der freien Hormone höher als bei der Bestimmung der gebundenen Hormone. Die Anzahl der Bindungseiweiße und damit der gebundenen Hormone kann beispielsweise durch die Einnahme von Östrogenen oder während einer Schwangerschaft erhöht sein. Dagegen hat die Bestimmung der freien Hormone den Vorteil, dass sie von Veränderungen der Bindungsproteine unabhängig ist.

Kalzitonin

Kalzitonin wird von den C-Zellen der Schilddrüse gebildet. Es reguliert den Kalziumhaushalt, indem es den Kalziumgehalt im Blut senkt. Bedeutsam ist es vor allem als Tumormarker für das medulläre Schilddrüsenkarzinom (C-Zell-Karzinom). Bei anderen Schilddrüsenerkrankungen ist die Bestimmung des Kalzitonin nicht notwendig. Ein erhöhter Wert kann durch einen Tumor verursacht werden, aber auch harmlose Ursachen haben.

Erklärung der Schilddrüsenlaborwerte Teil 2: Schilddrüsenautoantikörper

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Allgemeines zur Nährstofftherapie

Mit diesem Text soll der Erfahrung zahlreicher Schilddrüsenerkrankter Rechnung getragen werden, die unter schwerwiegenden, lang anhaltenden oder immer wiederkehrenden Nährstoffmängeln leiden. Auch wenn die Wirksamkeit einzelner Vitamine oder Mineralstoffe bisher nicht immer zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte: Aufgrund des geringen Nebenwirkungspotentials ist gegen eine kurmässige, zeitlich begrenzte Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln als begleitende Therapie nichts einzuwenden. Von einer leichtfertigen Dauereinnahme dieser Vitamine und Mineralstoffe in höheren Dosierungen ist aber abzuraten, da es auch zu unerwünschten Wirkungen auf die Schilddrüsenfunktion kommen kann. Im Zweifelsfall sollte ein Arzt konsultiert werden, der in den meisten Fällen durch Blutuntersuchungen einen Mangel feststellen bzw. ausschließen und die Nährstofftherapie entsprechend überwachen kann. Leider müssen die Kosten dafür oftmals privat getragen werden.

Wichtige Nährstoffe für Schilddrüsenpatienten
  • Antioxidantien wie Selen, Zink und die Vitamine A, C, E
  • Magnesium und Calcium
  • das Spurenelement Eisen
  • das Sonnenvitamin Vitamin D
  • die Vitamine des B-Komplex
  • Bromelain, Coenzym Q10, Omega-3-Fettsäuren, L-Carnitin und Aminosäuren
Wer braucht Nahrungsergänzungsmittel?

Der Sinn oder Unsinn von Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) wird seit längerer Zeit kontrovers und oft nur wenig sachlich diskutiert. Die Meinungen diesbezüglich reichen von „unverzichtbar“ bis zu „überflüssig“. Es gibt zahlreiche Untersuchungen zu diesem Thema, die aber keinen eindeutigen Trend belegen, sondern mal die eine und mal die andere Sichtweise stützen.

Unter anderem von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt es allgemeine Empfehlungen zum Tagesbedarf an Vitaminen und Mineralstoffen. Diese Empfehlungen wurden 2003 überarbeitet und sind für gesunde Personen ohne besondere Belastungen gedacht. Ob ein erhöhter Bedarf besteht, der über die normale Ernährung nicht gedeckt werden kann, ist aber unter anderem von Faktoren wie Ernährungsgewohnheiten, Stressbelastung, Alter, Gesundheitszustand und Geschlecht abhängig. Diese Nährstofftabellen bieten also nicht mehr als grobe Anhaltspunkte.

Bei chronischen Erkrankungen zu denen auch fast alle Schilddrüsenkrankheiten zählen ist eine ausgewogene Ernährung allein oft nicht mehr ausreichend, um den Körper mit allen benötigten Vitalstoffen zu versorgen. Dann ist die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln empfehlenswert. Für Hashimoto- oder Basedow-Betroffene ist in diesem Zusammenhang allerdings problematisch, dass viele der in der Apotheke frei verkäuflichen Multimineralstoffkomplexe Jod enthalten und deshalb ungeeignet sind.

Studien, welche den Nutzen von Nahrungsergänzungsprodukten speziell bei Schilddrüsenpatienten untersucht haben, gibt es allerdings nur sehr wenige. In drei voneinander unabhängigen Untersuchungen wurden jedoch die positiven Wirkungen des Spurenelements Selen auf den der Hashimoto-Thyreoiditis zugrundeliegenden Autoimmunprozess nachgewiesen. Außerdem gibt es zum Einfluss von Zink auf den Schilddrüsenstoffwechsel und das Immunsystem einige Untersuchungen. Bislang konnte jedoch noch nicht zweifelsfrei geklärt werden, ob auch eine Dauereinnahme in höheren Dosierungen gesundheitlich unbedenklich ist. Desweiteren wurde der Magnesiumhaushalt mehrfach in wissenschaftlichen Studien in Bezug auf Schilddrüsenkrankheiten betrachtet. Vielversprechende Ergebnisse gibt es inbesondere bei der Behandlung von im Zusammenhang mit Erkrankungen der Schilddrüse auftretendem Bluthochdruck und Tachykardien mit hochdosiertem Magnesium. Interessant ist zudem der mehrfach von Schilddrüsenspezialisten geäußerte Behandlungsansatz Hyperthyreosen mit der Substanz L-Carnitin zu therapieren. L-Carnitin hemmt die Schilddrüsenhormonwirkung an den verschiedenen Organen.

Was sind Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente?

Ganz allgemein wird zwischen Vitaminen sowie Mineralstoffen und Spurenelementen unterschieden.

Vitamine sind essentielle Stoffe, die mit der Nahrung zugeführt werden müssen und die für die Gesunderhaltung des Körpers lebensnotwendig sind. Grundsätzlich unterscheidet man fettlösliche und wasserlösliche Vitamine. Fettlöslich sind die Vitamine A, D, E und K, welche im Fettgewebe des Körpers gespeichert und deshalb auch überdosiert werden können. Wasserlöslich sind die Vitamine des B-Komplexes und Vitamin C, die mit Ausnahme des Vitamins B 12 nicht im Körper gespeichert werden können und deshalb täglich neu aufgenommen werden müssen. Nicht benötigte Überschüsse an wasserlöslichen Vitaminen werden mit dem Urin ausgeschieden.

Mineralstoffe sind anorganische Salze, die ebenfalls ständig über die Ernährung aufgenommen werden müssen und für den Aufbau von Körpersubstanzen unverzichtbar sind. Bei den Mineralstoffen differenziert man zwischen Mengenelementen (Calcium, Chlorid, Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphor und Schwefel) und Spurenelementen (Chrom, Eisen, Fluorid, Jod, Kobalt, Kupfer, Mangan, Molybdän, Selen und Zink). Da Spurenelemente nur in sehr geringen Mengen im Körper vorhanden sind und größere Mengen Schaden anrichten können, sollte eine Überdosierung unbedingt vermieden werden. Sinnvoll ist eine kurmäßige Einnahme über wenige Monate und keine Daueranwendung. Das Spurenelement Eisen sollte, besonders in höheren Dosierungen, nur bei einem mittels Blutuntersuchung festgestellten Mangel und nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden.

Außer Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen gibt es weitere Substanzen mit gesundheitsfördernden Eigenschaften. Dazu zählen beispielsweise Enzyme, Aminosäuren oder auch Fettsäuren.

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Die Hashimoto-Thyreoiditis ist keine Bagatellerkrankung

Die Hashimoto-Thyreoiditis gilt bei vielen Ärzten als harmlose Bagatellerkrankung oder Befindlichkeitsstörung, die keine oder kaum Beschwerden verursacht und die beobachtet, aber nicht unbedingt behandelt werden muss. Oft ist sie tatsächlich nur ein Zufallsbefund bei einer umfangreicheren Routineuntersuchung, manchmal wird die Hashimoto-Thyreoiditis aber auch erst nach einem jahrelangen Leidensweg mit unzähligen Fehldiagnosen entdeckt.

Im Hinblick darauf ist es ein Skandal, wie unzureichend die Kenntnisse von niedergelassenen Ärzten über diese recht häufig auftretende Erkrankung sind. Häufig bedeutet in diesem Fall, dass bis zu 13 % der Bevölkerung positive Schilddrüsenautoantikörper aufweisen. Positive Schilddrüsenautoantikörper sind neben einem auffälligen Sonogramm und veränderten Schilddrüsenhormonwerten (TSH, fT3, fT4) ein entscheidender Hinweis auf das Vorliegen einer Hashimoto-Thyreoiditis.

Fest steht, die Hashimoto-Thyreoiditis ist keine Befindlichkeitsstörung, die man vernachlässigen kann, sondern eine chronische Erkrankung, die einer konsequenten und individuell angepassten Behandlung bedarf. Durch diese Schilddrüsenerkrankung vielleicht sogar dauerhaft in der Lebensqualität beeinträchtigt zu sein ist weder Ausdruck einer übertriebenen Wehleidigkeit noch Zeichen für eine Willensschwäche. Die Hashimoto-Thyreoiditis ist keine psychosomatische Erkrankung!

In etlichen Fällen ist vermutlich die viel zu spät einsetzende Behandlung die Hauptursache dafür, dass nicht mehr alle Symptome voll reversibel sind. Erschwerend kommt hinzu, dass nur die Schilddrüsenunterfunktion ausgeglichen, nicht aber die der Hashimoto-Thyreoiditis zugrunde liegende Autoimmunerkrankung, die auch Beschwerden verursacht, behandelt werden kann.