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Reizstromtherapie bei Muskelschmerzen und Muskelschwäche (TENS/EMS)

Was ist eine Reizstromtherapie?

Bei der Reizstromtherapie werden elektrische Gleich- oder Wechselströme zur Behandlung von Muskelschmerzen und/oder zum Muskelaufbau eingesetzt. Zwei häufig angewandte Varianten von Reizstromtherapie sind TENS und EMS. TENS steht für Transkutane Elektrische Nerven-Stimulation. EMS bedeutet Elektrische Muskel-Stimulation.

Wie funktioniert die Reizstromtherapie?

Mittels auf die Haut aufgeklebter Elektroden werden elektrische Impulse übertragen. Um den Kontaktwiderstand zwischen Haut und Elektroden zu verringern wird auf die Elektroden vorher ein Gel aufgebracht.

Bei der Reizstromtherapie kommen unterschiedliche Wirkprinzipien zum Tragen:

1. Die schmerzleitenden Nerven können die Schmerzimpulse nicht mehr an das Gehirn weiterleiten (Gate-Control-Theory).

2. Die Endorphin-Ausschüttung wird angeregt (Endorphine = körpereigene Schmerzmittel).

3. Es wird eine Muskelkontraktion ausgelöst, d.h. der Muskel wird „trainiert“.

Wann wird die Reizstromtherapie eingesetzt?

Ein Versuch lohnt sich insbesondere bei allen chronischen Schmerzsyndromen, deren Ursache entweder nicht eindeutig auszumachen oder aber nicht beeinflussbar ist. TENS/EMS ist auch für die Langzeitanwendung und insbesondere für die Selbstbehandlung zuhause geeignet.

Welche Erfahrungen habe ich mit der Reizstromtherapie gemacht?

Meine persönlichen Erfahrungen mit der Anwendung von TENS/EMS sind ausgesprochen positiv!

Trotz guter Einstellung mit Schilddrüsenhormonen und Ausgleich von Nährstoffmängeln litt ich lange unter teilweise sehr starken Muskelschmerzen insbesondere in den Oberschenkeln. Deshalb hatte ich mir zunächst das TENS-Gerät von Dittmann gekauft. Dieses ist in der Anwendung sehr einfach und für die Selbstbehandlung von Muskelschmerzen gut geeignet.

Weil ich neben Muskelschmerzen aber auch noch Probleme mit Muskelschwäche hatte, habe ich mir später noch das TENS/EMS-Gerät von Sanitas gekauft. Dieses ermöglicht, wie der Name schon sagt nicht nur TENS-Anwendungen, sondern auch EMS-Behandlungen und hat zudem noch eine Massagefunktion.

Nach der mehrwöchigen, regelmässigen Anwendung (ein- bis zweimal täglich jeweils 30 Minuten erst TENS und dann EMS) war ich beschwerdefrei. Wenn die Beschwerden jetzt wieder auftreten, reichen meist wenige Anwendungen, um die Muskelprobleme wieder in den Griff zu kriegen.

Wie teuer ist die Reizstromtherapie?

Teilweise kann man sich ein TENS- und/oder EMS-Gerät in der Apotheke ausleihen. Die Kosten dafür sind unterschiedlich, betragen aber meist mindestens 15,00 EUR für vier Wochen. Da der Anschaffungspreis für ein Gerät mit vier oder acht Elektroden oft nur bei circa 30,00 EUR liegt, ist der Kauf eines eigenen Gerätes langfristig günstiger. Einige Krankenversicherungen sollen, abhängig von der vorliegenden Erkrankung, auch den Anschaffungspreis erstatten.

Das TENS-Gerät von Dittmann ist gut und besonders leicht zu bedienen.

Leider gilt für alle Geräte, dass die Haltbarkeit der Elektroden beschränkt ist, d.h. nach einigen Wochen haften die Elektroden nicht mehr so gut, so dass die elektrischen Impulse nicht mehr richtig übertragen werden und die Wirkung nachlässt.

Dafür gibt es zwar Kontaktgele zum Aufsprühen, aber irgendwann müssen eben doch neue Elektroden her. Die Elektroden für das Sanitas-Gerät bekommt man häufig etwas günstiger als die Elektroden für das Dittmann-Gerät, d.h. 8 Stück für 15,00 EUR anstatt 4 Stück für 10,00 EUR.

Insgesamt ist das TENS/EMS-Gerät von Sanitas aus meiner Sicht empfehlenswerter – vor allem weil es sehr viel mehr Auswahlmöglichkeiten bietet.

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