Aufklärungskampagne zu Symptomen von Schilddrüsenerkrankungen gestartet – Motto: „Es liegt nicht an Ihnen. Es ist Ihre Schilddrüse.”

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat heute seine Unterstützung der 9. Internationalen Woche der Schilddrüsengesundheit (ITAW) bekannt gegeben. Im Rahmen dieser Kampagne werden in der Woche vom 22. bis 28. Mai einige der weniger bekannten Aspekte von Schilddrüsenerkrankungen ins Rampenlicht gerückt. Die diesjährige ITAW-Kampagne „Es liegt nicht an Ihnen. Es ist Ihre Schilddrüse.“ unterstreicht die frappierenden Ähnlichkeiten zwischen den Symptomen von Schilddrüsenerkrankungen und den Auswirkungen der schnelllebigen Lebensweise von heute. Basis der Kampagne sind die Ergebnisse einer internationalen Umfrage im Auftrag von Merck in Zusammenarbeit mit der Thyroid Federation International (TFI). Sie zeigen, dass viele Frauen sich selbst und ihrer Lebensweise die Schuld für Symptome wie Gewichtsveränderungen, Reizbarkeit, Angst, Schlaflosigkeit und übermäßige Müdigkeit zuschreiben und ihnen nicht bewusst ist, dass eine Schilddrüsenerkrankung die Ursache hierfür sein könnte.

Von Schilddrüsenerkrankungen sind schätzungsweise 200 Millionen Menschen weltweit betroffen; in manchen Ländern bleiben sie bei nahezu 50 % der Bevölkerung unerkannt.1 Schilddrüsenerkrankungen sind bei Frauen 10 Mal häufiger als bei Männern.2 Im Alter von 60 Jahren leiden 17 % aller Frauen unter einer Schilddrüsenunterfunktion, der häufigsten Schilddrüsenerkrankung.3 Bleibt ein Ungleichgewicht bei den Schilddrüsenhormonen unerkannt und unbehandelt, kann es sich negativ auf die Gesundheit und das Wohlergehen der Betroffenen auswirken.4,5 Umso wichtiger ist es, dass ein allgemeines Bewusstsein für die Symptome vorhanden ist und sie, wenn sie erkannt werden, nicht ignoriert werden.
Die Umfrage wurde bei Frauen in sieben Ländern durchgeführt und hob hervor, dass Frauen dazu neigen, ihrer Lebensweise die Schuld für Symptome zu geben, die von einer Schilddrüsenerkrankung verursacht worden sein könnten.6 Fast die Hälfte der Teilnehmerinnen (49 %) sagte, dass sie ihre Lebensweise für ihre Ruhelosigkeit oder Schlafstörungen verantwortlich gemacht hatten, während 40 % ihre Niedergeschlagenheit, Angst und Müdigkeit ihren Lebensgewohnheiten zugeschrieben hatten.6 Dabei handelt es sich hierbei um gängige Symptome einer Schilddrüsenerkrankung. Diese Neigung, die Lebensgewohnheiten für Symptome verantwortlich zu machen, könnte durch folgende Tatsachen noch weiter verschärft werden: Fast ein Viertel (23 %) der Teilnehmerinnen konnte sich daran erinnern, einem Freund oder Angehörigen geraten zu haben, seine Niedergeschlagenheit, Angst und Müdigkeit als Teil des Lebens zu akzeptieren, und weitere 19 % hatten die Betroffenen dazu angehalten, die tagtägliche Müdigkeit oder Trägheit hinzunehmen.6

Ashok Bhaseen, Präsident der TFI, sagte: „Die Ergebnisse der Umfrage unterstreichen einen wichtigen Grund, warum Millionen von Menschen durch das Leben gehen, ohne diagnostiziert oder wegen einer Schilddrüsenerkrankung behandelt zu werden und eine schlechte Lebensqualität auf sich nehmen müssen. Eine Schilddrüsenerkrankung kann der Verursacher hinter den Symptomen sein, die viele von uns der geschäftigen Lebensweise von heute zuschreiben. Wir hoffen, dass dies mehr Menschen ermutigen wird, sich an ihren Arzt zu wenden, anstatt ihre Symptome als normalen Teil ihres alltäglichen Lebens abzutun.“

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Die Kampagne „Es liegt nicht an Ihnen. Es ist Ihre Schilddrüse.“ will Menschen helfen, zu erkennen, dass sie sich fälschlicherweise selbst die Schuld für ihre Symptome geben könnten. Niedrige Schilddrüsenhormonspiegel (Hypothyreose) äußern sich beispielsweise in Symptomen wie Verstopfung, mangelnde Motivation, mangelnde Konzentrationsfähigkeit, Depression oder Gewichtszunahme.7 Zu den Symptomen von zu hohen Schilddrüsenhormonspiegeln (Hyperthyreose) zählen Gewichtsverlust und Reizbarkeit.8,9 Sowohl Hypothyreose als auch Hyperthyreose können zu Angst, Menstruationsproblemen und Schlafstörungen führen.7,8

Die Umfrage unterstrich, warum es so schwierig sein kann, eine Schilddrüsenerkrankung zu erkennen. Symptome wie mangelnde Konzentrationsfähigkeit (29,6 %), Schwierigkeiten, schwanger zu werden (30 %), sowie Darmträgheit und Verstopfung (29 %) wurden von den Teilnehmerinnen meist nicht mit Schilddrüsenerkrankungen in Verbindung gebracht.6 Ein Grund, warum Schilddrüsenerkrankungen so schwer zu erkennen sind, besteht darin, dass die in der Schilddrüse produzierten Hormone zur Regulierung vieler verschiedener Körperfunktionen beitragen. Die Symptome können daher vielfältig sein; sie sind weder spezifisch noch einzigartig.10

Simon Sturge, Chief Operating Officer im Biopharma-Geschäft von Merck, sagte: „Merck beteiligt sich zum neunten Mal in Folge gemeinsam mit der TFI an der Internationalen Woche der Schilddrüsengesundheit. Gemeinsam wollen wir dafür sorgen, dass die Menschen über die erforderlichen Informationen verfügen, um Schilddrüsenerkrankungen zu erkennen und ihren Arzt aufzusuchen, anstatt sich selbst die Schuld zu geben und sich mit ihrem Befinden abzugeben. Mithilfe eines einfachen Bluttests lässt sich überprüfen, ob die Schilddrüse normal funktioniert oder nicht.“

Materialien zur Kampagne können über die Kampagnen-Website unter www.thyroidaware.com abgerufen werden. Hierzu gehören eine Broschüre und ein interaktives Quiz, die Missverständnisse über die Symptome von Schilddrüsenerkrankungen thematisieren. Zudem werden Informationen bereitgestellt, mit deren Hilfe Menschen erkennen können, ob sie möglicherweise unnötig leiden.

Bei der ITAW handelt es sich um eine etablierte und geschätzte globale Aufklärungskampagne, die von vielen Schilddrüsenvereinigungen wie der American Thyroid Association (ATA), European Thyroid Association (ETA) und der Chinese Society of Endocrinology (CSE) unterstützt wird. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der ITAW www.thyroidaware.com.

Literatur
1. Thyroid Foundation of Canada. About thyroid disease. Abrufbar unter http://www.thyroid.ca/thyroid_disease.php. Letzter Abruf im März 2017
2. NHS Choices. Overactive thyroid. Abrufbar unter http://www.nhs.uk/conditions/Thyroid-over-active/Pages/Introduction.aspx. Letzter Abruf im März 2017
3. All Thyroid. Thyroid Problems over 50. Abrufbar unter http://www.allthyroid.org/disorders/aging/over50.html.
Letzter Abruf im März 2017
4. EndocrineWeb. Hypothyroidism: Too little thyroid hormone. Abrufbar unter https://www.endocrineweb.com/conditions/thyroid/hypothyroidism-too-little-thyroid-hormone. Letzter Abruf im März 2017
5. American Thyroid Association. Clinical thyroidology for the public – Hyperthyroidism. Abrufbar unter http://www.thyroid.org/wp-content/uploads/publications/ctfp/volume7/issue8/ct_public_v78_5_6.pdf. Letzter Abruf im März 2017
6. Censuswide. Umfrage zur Bekanntheit von Schilddrüsenerkrankungen – beauftragt von Merck. Januar 2017.
7. Thyroid UK. Signs & Symptoms of Hypothyroidism. 2013. Abrufbar unter http://www.thyroiduk.org.uk/tuk/about_the_thyroid/hypothyroidism_signs_symptoms.html. Letzter Abruf im März 2017
8. Thyroid UK. Signs and Symptoms of Hyperthyroidism. 2010. Abrufbar unter http://www.thyroiduk.org.uk/tuk/about_the_thyroid/hyperthyroidism_signs_symptoms.html.Letzter Abruf im März 2017
9. British Thyroid Foundation. Psychological Symptoms & Thyroid Disorders. Abrufbar unter http://www.btf-thyroid.org/information/leaflets/37-psychological-symptoms-guide.
Letzter Abruf im März 2017
10. American Thyroid Association. Hyperthyroidism. Abrufbar unter http://www.thyroid.org/wp-content/uploads/patients/brochures/ata-hyperthyroidism-brochure.pdf.
Letzter Abruf im März 2017
11. American Thyroid Association. Hypothyroidism. Abrufbar unter http://www.thyroid.org/wp-content/uploads/patients/brochures/Hypo_brochure.pdf.
Letzter Abruf im März 2017
12. Khan A, Khan MM, Akhtar S. Thyroid disorders, etiology and prevalence. J Med Sci 2002;2:89–94. Abrufbar unter http://www.scialert.net/fulltext/?doi=jms.2002.89.94&org=11.
Letzter Abruf im März 2017

Quelle: merck.de