{"id":89,"date":"2013-12-04T12:27:59","date_gmt":"2013-12-04T11:27:59","guid":{"rendered":"http:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/?p=89"},"modified":"2025-08-05T08:47:23","modified_gmt":"2025-08-05T06:47:23","slug":"klinik-fuer-nuklearmedizin-des-universitaetsklinikums-bonn-will-schilddruesen-hotline-einrichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/klinik-fuer-nuklearmedizin-des-universitaetsklinikums-bonn-will-schilddruesen-hotline-einrichten\/","title":{"rendered":"Klinik f\u00fcr Nuklearmedizin des Universit\u00e4tsklinikums Bonn will Schilddr\u00fcsen-Hotline einrichten"},"content":{"rendered":"<p>Prof. Dr. Markus Essler ist neuer Direktor der Klinik f\u00fcr Nuklearmedizin des Universit\u00e4tsklinikums Bonn. Der 45-j\u00e4hrige Nachfolger von Hans-J\u00fcrgen Biersack \u00fcbernimmt die Leitung des etwa 40-k\u00f6pfigen Teams. Er will die Klinik als gr\u00f6\u00dftes Schilddr\u00fcsenzentrum der Region etablieren. Prof. Essler war zuvor Oberarzt am Klinikum rechts der Isar der TU M\u00fcnchen. Seine akademische Ausbildung f\u00fchrte den neuen Chefarzt zwei Jahre an das Sanford Burnham Medical Research Institute \/ San Diego (USA). Bereits dort entwickelte er neue, ganz spezifischen Krebstherapien. <!--more--><\/p>\n<p>Schilddr\u00fcsenerkrankungen sind schwer zu diagnostizieren, denn die vielf\u00e4ltigen Symptome lassen oft keine direkten R\u00fcckschl\u00fcsse auf das kleine Organ als Krankheitsursache zu. Prof. Essler will die Klink f\u00fcr Nuklearmedizin als gr\u00f6\u00dftes Schilddr\u00fcsenzentrum der Region etablieren. Dazu strebt er die interdisziplin\u00e4re Zusammenarbeit unter anderem mit der Endokrinologie, Onkologie, Chirurgie und Pathologie an, um so die Kompetenz des gesamten Klinikums zu b\u00fcndeln. \u201eNat\u00fcrlich werden wir auch mit den niedergelassenen Kollegen und den \u00fcbrigen Bonner Kliniken eng zusammenarbeiten\u201c, sagt Prof. Essler. Ziel ist, die Patientenversorgung zu verbessern. \u201eWir wollen ein individuelles Vorgehen f\u00fcr jeden Patienten und alle Experten anh\u00f6ren\u201c, beschreibt der neue Chefarzt seine Motivation. Als erste Anlaufstelle wird eine \u201eSchilddr\u00fcsen-Hotline\u201c eingerichtet, die den Patienten direkt ohne Umwege an den richtigen Behandler vermittelt.<\/p>\n<p><strong>\u201eDer Zentrumsgedanke ist mir wichtig\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Im Rahmen der Behandlung von Patienten mit Schilddr\u00fcsenkrebs will Prof. Essler die Zusammenarbeit mit dem Centrum f\u00fcr integrierte Onkologie (CIO) Bonn verst\u00e4rken. Zudem kooperiert die Klinik f\u00fcr Nuklearmedizin bereits in der Tumordiagnostik eng mit der Radiologischen Klinik am Bonner Universit\u00e4tsklinikum, mit dem Ziel Tumoren m\u00f6glichst in einem erheblich fr\u00fcheren Stadium zu entdecken. Diesen Bereich will Prof. Essler ausbauen und setzt besonders in der Hirntumor-Diagnostik auf eine st\u00e4rkere Zusammenarbeit mit Neurologie und Neurochirurgie.<\/p>\n<p><strong>Radioaktive Marker gegen Krebs<\/strong><\/p>\n<p>Die Klinik f\u00fcr Nuklearmedizin ist eins der gr\u00f6\u00dften Zentren in Deutschland f\u00fcr die Radiopeptidsynthese bei Neuroendokrinen Tumoren und die Selektive Interne Radiotherapie (SIRT) bei Leberkrebs mit insgesamt 250 Patienten pro Jahr. Beiden Therapien ist gemeinsam, dass eine radioaktive Substanz mittels eines Tr\u00e4gers gezielt im Tumorgewebe angereichert wird. \u201e\u201eDeshalb k\u00f6nnen wir so gezielt die Tumore zerst\u00f6ren, ohne Sch\u00e4digung des Nachbargewebes und ganz wenig Nebenwirkungen\u201c, erkl\u00e4rt Prof. Essler.<\/p>\n<p><strong>Auf der Suche nach Peptiden, die den Tumor orten<\/strong><\/p>\n<p>Auf der Suche nach weiteren sanften, aber effektiven Krebstherapien gilt das wissenschaftliche Interesse von Prof. Essler vor allem radioaktiven Alpha-Strahlern. So geht er der Frage nach, wie diese sehr toxischen Substanzen mit kurzer Reichweite gezielt im Tumor angereichert werden k\u00f6nnen. Und das bereits mit Erfolg: Am Klinikum rechts der Isar der TU M\u00fcnchen kam k\u00fcrzlich eine gezielte Therapie bei Harnblasenkrebs zum Einsatz. Gekoppelt an ein Tr\u00e4germolek\u00fcl, hier ein Antik\u00f6rper, wird der Alphastrahler in die Harnblase gesp\u00fclt. Der Antik\u00f6rper dockt nach dem \u201eSchl\u00fcssel-Schloss-Prinzip\u201c an die Tumorzelle an, die dann vom Alphastrahler gezielt zerst\u00f6rt wird. \u201eSo kann eine Entfernung der Harnblase verhindert werden. Das ist sehr hilfreich f\u00fcr die Patienten, die sonst zum Pflegefall w\u00fcrden\u201c, sagt der neue Chefarzt, der solche spezifischen Krebstherapien in Bonn vermehrt einf\u00fchren will.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.idw-online.de\/de\/news563500\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">idw-online.de\u00a0<\/a>(<span style=\"color: #ff0000;\">Link gepr\u00fcft am 13.09.23<\/span>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prof. Dr. Markus Essler ist neuer Direktor der Klinik f\u00fcr Nuklearmedizin des Universit\u00e4tsklinikums Bonn. Der 45-j\u00e4hrige Nachfolger von Hans-J\u00fcrgen Biersack \u00fcbernimmt die Leitung des etwa 40-k\u00f6pfigen Teams. Er will die Klinik als gr\u00f6\u00dftes Schilddr\u00fcsenzentrum der Region etablieren. 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