{"id":7907,"date":"2020-04-09T10:07:19","date_gmt":"2020-04-09T08:07:19","guid":{"rendered":"http:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/?p=7907"},"modified":"2024-01-15T07:50:16","modified_gmt":"2024-01-15T06:50:16","slug":"coronavirus-covid-19-sars-cov-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/coronavirus-covid-19-sars-cov-2\/","title":{"rendered":"Coronavirus \/ COVID-19 \/ SARS-CoV-2"},"content":{"rendered":"<p>Am 27.01.20 wurde der erste Coronavirus-Fall in Stockdorf\/Bayern best\u00e4tigt. Die sofort eingeleiteten Quarant\u00e4ne-Ma\u00dfnahmen waren erfolgreich. Auch die beiden R\u00fcckholaktionen von Deutschen aus Wuhan\/Hubei (China) verliefen problemlos. Als am 25.02.20 Einzelheiten zum zweiten Coronavirus-Fall in Heinsberg\/Nordrhein-Westfalen bekannt wurden war klar, dass eine deutschlandweite Epidemie nicht mehr zu vermeiden sein w\u00fcrde.<\/p>\n<p><strong>Bisher sind 164.086 Menschen in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert. Bereits 6756 Deutsche sind an COVID-19 verstorben. <\/strong><\/p>\n<p>(Mehr zu den Infizierten, Toten und Geheilten in den einzelnen Bundesl\u00e4ndern finden Sie weiter unten im Text.)<\/p>\n<p>Die Dauer der Pandemie wird mit ein bis zwei Jahren eingesch\u00e4tzt &#8211; genau wei\u00df das gegenw\u00e4rtig aber niemand. Die erste Welle wird voraussichtlich bis mindestens 20.04.20 dauern.<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die Bundesregierung rechnet mit einem starken Ansteigen der Coronavirus-Infektionen in den n\u00e4chsten Wochen. Jetzt gilt es in den Krankenh\u00e4usern Platz f\u00fcr die davon betroffenen Menschen zu schaffen. Deshalb wurde beschlossen, dass ab dem 16.03.20 alle planbaren Eingriffe bis auf Weiteres verschoben werden. Dazu geh\u00f6ren auch Schilddr\u00fcsenoperationen!<\/span><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die Versorgung mit Schilddr\u00fcsenmedikamenten ist nicht gef\u00e4hrdet !!! Wir haben in Deutschland eine Vielzahl unterschiedlicher Hersteller die m\u00f6gliche Lieferengp\u00e4sse bei einzelnen Pr\u00e4paraten problemlos ausgleichen k\u00f6nnen. <\/span><\/p>\n<h3>Coronavirus-Epidemie eind\u00e4mmen und medizinische Versorgung aufrecht erhalten<\/h3>\n<p><strong>Von der Bundesregierung wurden bisher nachfolgende Ma\u00dfnahmen in die Wege geleitet, welche die Ausbreitung der Epidemie eind\u00e4mmen und die medizinische Versorgung aufrecht erhalten sollen. Als kritische Phase gelten die n\u00e4chsten vier bis sechs Wochen.<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Von den knapp 400 \u00f6rtlichen Gesundheits\u00e4mtern kann <strong>im Verdachts- oder Erkrankungsfall eine 14-t\u00e4gige Quarant\u00e4ne<\/strong> verh\u00e4ngt werden. Wer Freunden und\/oder Familie die Versorgung mit Lebensmitteln in einem solchen Fall nicht zumuten m\u00f6chte oder niemanden hat, sollte sich also vorsichtshalber einen entsprechenden Lebensmittelvorrat anlegen. Auch wer nur einmal w\u00f6chentlich statt t\u00e4glich einkauft mindert sein Infektionsrisiko!<\/li>\n<li>In den ersten Wochen wurden <strong>Schlie\u00dfungen von einzelnen Kinderg\u00e4rten, Schulen und Universit\u00e4ten<\/strong> nur dann angeordnet wenn dort Corona-F\u00e4lle aufgetreten sind. Am 13.03.20 haben nach und nach alle Bundesl\u00e4nder entschieden, dass dort die Bildungseinrichtungen ab dem 16.03.20, geschlossen werden. In einigen Bundesl\u00e4ndern gibt es Notdienste f\u00fcr Kinder die nicht von ihren Eltern betreut werden k\u00f6nnen oder auch Sonderregelungen f\u00fcr Abiturienten. Teilweise wird auf Fernunterricht umgestellt<\/li>\n<li>Das medizinische Personal beklagt das Fehlen von Atemmasken, Schutzanz\u00fcgen, Handschuhen und Schutzbrillen. Der Export medizinischer Schutzausr\u00fcstung ins Ausland wurde zwischenzeitlich verboten.<\/li>\n<li>Am 04.03.20 wurde eine Ausnahmeregelung bekannt gegeben die es ApothekerInnen gestattet H\u00e4ndedesinfektionsmittel selbst herzustellen.<\/li>\n<li>In einer Stellungnahme vom 08.03.20 hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zu einer <strong>Absage von Gro\u00dfveranstaltungen mit mehr als 1000 TeilnehmerInnen<\/strong> geraten. Seit dem 12.03.20 wird das bundesweit so umgesetzt.<\/li>\n<li>Vom 09.03.20 an ist bei Erk\u00e4ltungssymptomen (nicht bei Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus) eine Krankschreibung auch nach telefonischem Arztkontakt m\u00f6glich. Man muss also nicht mehr in die Arztpraxis gehen. Dadurch sollen die Arztpraxen entlastet werden.<\/li>\n<li>Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in einer Pressekonferenz am 12.03.20 zu einer <strong>Vermeidung aller nicht unbedingt n\u00f6tigen sozialen Kontakte und Aktivit\u00e4ten<\/strong> aufgerufen. Der sicherste Ort ist Zuhause!<\/li>\n<li>Die Bundesregierung ist dabei die Intensiv- und Beatmungskapazit\u00e4ten in den Krankenh\u00e4usern zu erh\u00f6hen. Beim Medizintechnikhersteller Dr\u00e4gerwerk wurden beispielsweise 10.000 Beatmungsger\u00e4te bestellt.<\/li>\n<li>13.03.20<b> Besuchsregelungen<\/b>: Immer mehr Krankenh\u00e4user und Altenpflegeeinrichtungen gehen dazu \u00fcber Besuche von au\u00dfen zu beschr\u00e4nken um die besonders gef\u00e4hrdeten Bev\u00f6lkerungsgruppen zu sch\u00fctzen.<\/li>\n<li>Rath\u00e4user, Museen, Schwimmb\u00e4der, Bibliotheken, Theater, Kinos usw. werden in immer mehr St\u00e4dten geschlossen. Vereinzelt gibt es zudem Empfehlungen \u00f6ffentliche Verkehrsmittel m\u00f6glichst\u00a0 nicht mehr zu nutzen. In anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern z.B. Italien, \u00d6sterreich und Frankreich werden auch die Gesch\u00e4fte (ausser Lebensmittelgesch\u00e4fte, Apotheken, Drogerien, Banken, Post und Tankstellen) sowie Caf\u00e9s und Restaurants geschlossen &#8211; das k\u00f6nnte eventuell auch in Deutschland so kommen.<\/li>\n<li>15.03.20 Bundesinnenminister Horst Seehofer hat mitgeteilt, dass die <strong>Grenzen<\/strong> nach \u00d6sterreich, Schweiz, Frankreich, D\u00e4nemark und Luxemburg ab 16.03.20 <strong>geschlossen<\/strong> werden. Polen und Tschechien haben ihrerseits die Grenzen zu uns geschlossen. Ausnahmen: Berufspendler, Warenverkehr<\/li>\n<li>16.03.20 Bundeskanzlerin Angela Merkel verk\u00fcndet in einer Pressekonferenz um 18.00 Uhr den <strong>Shutdown<\/strong> (Schlie\u00dfung \u00f6ffentlicher Einrichtungen und nicht lebensnotwendiger Gesch\u00e4fte). \u00d6sterreich, Spanien, Italien und Frankreich sind schon einen Schritt weiter &#8211; dort gilt zus\u00e4tzlich ein Lockdown (Ausgangssperre, d.h. man darf nur zur Arbeit, zum Arzt und Lebensmittel sowie Medikamente kaufen. Das kommt hier wahrscheinlich dann auch noch.<\/li>\n<li>17.03.20 Das Robert-Koch-Institut \u00e4ndert die Einsch\u00e4tzung bzgl. des Erkrankungsrisikos von &#8222;m\u00e4\u00dfig&#8220; auf &#8222;hoch&#8220;. Als Grund werden die steigenden Fallzahlen angegeben.<\/li>\n<li>Es gibt Bem\u00fchungen Engp\u00e4ssen beim medizinischen Personal entgegen zu wirken. Pensionierte \u00c4rzte werden zur\u00fcckgeholt, Medizinstudenten in h\u00f6heren Semestern sollen unterst\u00fctzen, die Bundeswehr mit ihrem Sanit\u00e4tsdienst hilft usw.<\/li>\n<li>Die europ\u00e4ischen Staats- und Regierungschefs haben ein <strong>Einreiseverbot<\/strong> f\u00fcr Nicht-EU-Buerger<strong> in die Europ\u00e4ische<\/strong> <strong>Union<\/strong> beschlossen.<\/li>\n<li><strong>Krankenhaus<\/strong>&#8211;<strong>Notfallplan<\/strong> von Bund und L\u00e4ndern: &#8222;Durch Aus- und Umr\u00fcsten von Rehabilitationseinrichtungen, Hotels oder gr\u00f6\u00dferen Hallen k\u00f6nnen f\u00fcr die zahlreichen leichteren Behandlungsverl\u00e4ufe zus\u00e4tzliche Kapazit\u00e4ten aufgebaut werden&#8220;.<\/li>\n<li>20.03.20 Erste Bundesl\u00e4nder wollen <strong>Ausgangsbeschr\u00e4nkungen<\/strong> durchsetzen: Bayern, Saarland \u2026 weitere werden vermutlich folgen.<\/li>\n<li>22.03.20 Bund und L\u00e4nder haben weitere Ma\u00dfnahmen beschlossen um die sozialen Kontakte zu minimeren und die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Die einzelnen Punkte im Wortlaut:<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen au\u00dferhalb der Angeh\u00f6rigen des eigenen Hausstands auf ein absolut n\u00f6tiges Minimum zu reduzieren.<br \/>\n<em>II. In der \u00d6ffentlichkeit ist, wo immer m\u00f6glich, zu anderen als den unter I. genannten Personen ein Mindestabstand von mindestens 1,5 m einzuhalten.<\/em><br \/>\n<em>III. Der Aufenthalt im \u00f6ffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angeh\u00f6rigen des eigenen Hausstands gestattet.<\/em><br \/>\n<em>IV. Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Eink\u00e4ufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Pr\u00fcfungen, Hilfe f\u00fcr andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige T\u00e4tigkeiten bleiben selbstverst\u00e4ndlich weiter m\u00f6glich. <\/em><br \/>\n<em>V. Gruppen feiernder Menschen auf \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel. Verst\u00f6\u00dfe gegen die Kontakt-Beschr\u00e4nkungen sollen von den <\/em><em>Ordnungsbeh\u00f6rden und der Polizei \u00fcberwacht und bei Zuwiderhandlungen sanktioniert werden.<\/em><br \/>\n<em>VI. Gastronomiebetriebe werden geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmef\u00e4higer Speisen f\u00fcr den Verzehr zu Hause.<\/em><br \/>\n<em>VII. Dienstleistungsbetriebe im Bereich der K\u00f6rperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und \u00e4hnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine k\u00f6rperliche N\u00e4he unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben weiter m\u00f6glich.<\/em><br \/>\n<em>VIII. In allen Betrieben und insbesondere solchen mit Publikumsverkehr ist es wichtig, die Hygienevorschriften einzuhalten und wirksame Schutzma\u00dfnahmen f\u00fcr Mitarbeiter und Besucher umzusetzen. <\/em><br \/>\n<em>IX. Diese Ma\u00dfnahmen sollen eine Geltungsdauer von mindestens zwei Wochen haben.<\/em><\/p>\n<p>Quelle: bundesregierung.de<\/p>\n<ul>\n<li>31.03.20 Nachdem in \u00d6sterreich ab morgen eine <strong>Maskenpflicht<\/strong> f\u00fcr Supermarktbesucher gilt, wird auch hierzulande verst\u00e4rkt \u00fcber die Sinnhaftigkeit einer solchen Ma\u00dfnahme nachgedacht. Obwohl professionelle <strong>FFP3<\/strong>&#8211;<strong>Atemschutzmasken<\/strong> mit Ventil auch f\u00fcr den normalen B\u00fcrger besser w\u00e4ren, wird angesichts des Mangels an Schutzausr\u00fcstung momentan dazu geraten f\u00fcr sich selbst nur eine einfachere OP-Maske\/Mund-Nasen-Maske online zu bestellen. Die h\u00f6herwertigeren FFP3-Atemschutzmasken mit Ventil sollen \u00c4rztInnen, Pflegern und Krankenschwestern vorbehalten bleiben die in direktem Kontakt zu Corona-PatientInnen stehen und f\u00fcr die die Infektionsgefahr entsprechend h\u00f6her ist. Wichtig: Mit einem improvisierten\/gebastelten\/gen\u00e4hten Mund-Nasen-Schutz oder den einfachen OP-Masken sch\u00fctzen Sie andere falls Sie selbst erkrankt sein sollten. Um sich selbst vor einer Infektion zu sch\u00fctzen reichen diese nicht aus!<\/li>\n<li>Ab 27.04.20 gilt deutschlandweit eine Maskenpflicht im Einzelhandel, im \u00f6ffentlichen Nahverkehr und in Arztpraxen.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>Eine Bitte an alle J\u00fcngeren &#8230;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7992 alignleft\" src=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Coronavirus.png\" alt=\"\" width=\"301\" height=\"202\" \/>Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene infizieren sich genauso h\u00e4ufig wie ihre Eltern oder Gro\u00dfeltern mit dem Coronavirus. Sie haben aber oft \u00fcberhaupt keine oder nur sehr schwache Krankheitssymptome. Doch auch wer sich selbst nicht krank f\u00fchlt, kann andere Menschen anstecken und das Coronavirus weiterverbreiten.<\/p>\n<p>Vielleicht steht hinter ihnen an der Kasse eine Frau die an Brustkrebs erkrankt ist, eventuell ist auf der Party ein Freund der Asthma hat &#8211; f\u00fcr diese Menschen kann eine Infektion mit dem Coronavirus t\u00f6dlich sein. Genauso wie f\u00fcr Ihre Gro\u00dfeltern die unter Herzproblemen oder Diabetes leiden.<\/p>\n<p>\u2026 verzichten Sie einige Wochen darauf ihre Freunde zu treffen. Danke!<\/p>\n<hr \/>\n<h3>Vorbeugende Ma\u00dfnahmen &#8211; eine Infektion mit dem Coronavirus verhindern<\/h3>\n<ol>\n<li><strong>H\u00e4ufiges und gr\u00fcndliches H\u00e4ndewaschen mit Seife!<\/strong> Alternativ zwischendurch ein H\u00e4ndedesinfektionsgel benutzen.<\/li>\n<li>Aufs H\u00e4ndesch\u00fctteln verzichten. <strong>Zu Personen mit Grippesymptomen ein bis zwei Meter Abstand halten<\/strong>.<\/li>\n<li><strong>Ber\u00fchrungen des Gesichts (Augen reiben, Mund abwischen usw.) mit den H\u00e4nden<\/strong> <strong>vermeiden<\/strong>.<\/li>\n<li>Beim husten und niesen ein Taschentuch benutzen oder wenn keins griffbereit ist in die Armbeuge husten und niesen. Taschent\u00fccher sollten immer nur einmal benutzt und dann in einen geschlossenen M\u00fclleimer entsorgt werden.<\/li>\n<li>Ein Mundschutz sch\u00fctzt andere, falls Sie selbst erkrankt sein sollten. F\u00fcr Personen mit ernsthaften Vorerkrankungen (Asthma, chron. Bronchitis, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Krebs, Aids) bei denen es nach den bisherigen Erfahrungen zu schwereren Krankheitsverl\u00e4ufen kommt, kann das Tragen eines Mundschutzes ebenfalls sinnvoll sein.<\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die meisten Schilddr\u00fcsenpatientInnen geh\u00f6ren nicht zu den besonders betroffenen Risikogruppen! F\u00fcr Menschen mit Schilddr\u00fcsenknoten, Schilddr\u00fcsenunterfunktion, Hashimoto-Thyreoiditis, Schilddr\u00fcsen\u00fcberfunktion und Morbus Basedow besteht nach derzeitigem Kenntnisstand kein erh\u00f6htes Erkrankungsrisiko oder das Risiko von einem schweren Krankheitsverlauf betroffen zu sein.\u00a0Schilddr\u00fcsenkrebspatientInnen bei denen der Krebs metastasiert hat und\/oder die sich einer Chemotherapie unterziehen m\u00fcssen (das sind nur sehr wenige) sollten hingegen sehr vorsichtig sein und die empfohlenen Schutzma\u00dfnahmen besonders sorgf\u00e4ltig einhalten.<\/span><\/p>\n<h3>Krankheitssymptome, die durch das Coronavirus ausgel\u00f6st werden k\u00f6nnen<\/h3>\n<p>Von der Ansteckung bis zum Erkrankungsbeginn dauert es durchschnittlich 5 Tage (seltener auch bis zu 14 Tage). Die Erkrankungsdauer wird mit zwei bis drei Wochen angegeben.<\/p>\n<p>Wichtige Leitsymptome:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Fieber\u00a0<\/strong><\/li>\n<li><strong>Husten<\/strong><\/li>\n<li><strong>Luftnot<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>M\u00f6gliche weitere Symptome:<\/p>\n<ul>\n<li>Schnupfen<\/li>\n<li>Frieren (Sch\u00fcttelfrost)<\/li>\n<li>Kopf- und Gliederschmerzen<\/li>\n<li>Appetitverlust, \u00dcbelkeit, Erbrechen<\/li>\n<li>Durchfall, Gewichtsabnahme<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Vorgehen bei Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus<\/h3>\n<p>Selbstbehandlung: Im Internet kursieren Meldungen, dass die Einnahme von Ibuprofen bei einer Infektion mit dem Coronavirus die Sterblichkeitsrate erh\u00f6ht. Der Virologe Christian Drosten hat diesbez\u00fcglich auf die nicht vorhandene Datenlage verwiesen, d.h. es gibt seiner Ansicht nach keinen Hinweis darauf, dass das so ist. (Quelle: NDR Podcast vom 17.03.20).<\/p>\n<ul>\n<li>Zu den \u00fcblichen Praxis\u00f6ffnungszeiten: Den Hausarzt telefonisch kontaktieren und das weitere Vorgehen besprechen.<\/li>\n<li>Abends, Nachts und am Wochenende: Den \u00e4rztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117 anrufen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Getestet werden momentan nur Personen, die in einem Risikogebiet waren und\/oder Kontakt mit einer nachgewiesenerma\u00dfen am Coronavirus erkrankten Person hatten!<\/strong><\/p>\n<p>Risikogebiete sind (Stand 13.03.20, Quelle: Robert-Koch-Institut): <strong>Italien, <\/strong><strong>Iran, <\/strong><strong>China (<\/strong>Provinz Hubei), <strong>S\u00fcdkorea (<\/strong>Provinz Gyeongsangbuk-do), <strong>Frankreich (<\/strong>Region Grand Est), <strong>\u00d6sterreich (<\/strong>Bundesland Tirol), <strong>Spanien (<\/strong>Madrid) und <strong>Deutschland<\/strong> (Kreis Heinsberg).<\/p>\n<h3>Coronavirus-Erkrankungen (Todesf\u00e4lle) in Deutschland<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Coronavirus-Danke.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-8092 size-medium\" src=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Coronavirus-Danke-300x123.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"123\" srcset=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Coronavirus-Danke-300x123.png 300w, https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Coronavirus-Danke.png 511w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die meisten Krankheitsverl\u00e4ufe (4 von 5) sind leicht &#8211; die betroffenen PatientInnen werden wieder gesund! Momentan kann allerdings noch nicht abschlie\u00dfend beurteilt werden, ob nicht auch bei leichterem Erkrankungsgeschehen Langzeitsch\u00e4den an der Lunge auftreten k\u00f6nnen. Auch die Frage, ob eine durchgemachte Infektion immer zur Antik\u00f6rperbildung f\u00fchrt ist ungekl\u00e4rt. Es gibt einige wenige Berichte \u00fcber Zweitinfektionen.<\/p>\n<p>M\u00e4nner sind mit 57 % etwas h\u00e4ufiger als Frauen (43 %) betroffen. Ab einem Alter von etwa 50 steigt\u00a0 &#8211; insbesondere bei Vorliegen von Vorerkrankungen &#8211; das Risiko eines schwereren Krankheitsverlaufs. Auch Raucher erkranken h\u00e4ufiger als Nichtraucher.<\/p>\n<p>Einige der Coronavirus-Infizierten erkranken so schwer, dass sie im Krankenhaus (15 %) und zeitweilig sogar intensivmedizinisch (5 %) betreut werden m\u00fcssen. Viele m\u00fcssen dann k\u00fcnstlich beatmet werden.<\/p>\n<p>Deutschlandweit gibt es 28.000 Betten auf Intensivstationen die im Durchschnitt zu 80 Prozent belegt sind. Theoretisch stehen also 5600 Intensivbetten f\u00fcr Coronavirus-Erkrankte zur Verf\u00fcgung. Wenn sehr viele Menschen gleichzeitig krank werden, dann reichen diese Kapazit\u00e4ten nicht f\u00fcr alle aus.<\/p>\n<p>Es wird davon ausgegangen, dass sich 60 &#8211; 70 % der Bev\u00f6lkerung in Deutschland in den n\u00e4chsten ein bis zwei Jahren mit dem Coronavirus infizieren. Diese &#8222;Durchseuchung&#8220; wird dann nach Aussage von Lothar Heinz Wieler (Tierarzt, Pr\u00e4sident Robert-Koch-Institut) dann zu einer &#8222;Herdenimmunisierung&#8220; f\u00fchren.<\/p>\n<p>Aktuell gibt es weder eine Impfung noch eine zielgerichtete Therapie gegen das Coronavirus!<\/p>\n<p>Es wird fieberhaft an einem m\u00f6glichen Impfstoff geforscht. Bis es soweit ist und s\u00e4mtliche Tests abgeschlossen sind, kann es allerdings mehrere Monate dauern. Und dann muss das Mittel auch erst noch in gro\u00dfem Stil hergestellt werden, d.h. die Produktion von 83 Millionen Impfdosen d\u00fcrfte weitere Monate dauern.<\/p>\n<p>Die Sterblichkeitsrate wird momentan mit 1,5 bis 3,5 % angegeben.<\/p>\n<p><strong>Wie viele Menschen sind in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert?<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Coronavirus-Fallzahlen-Deutschland-Entwicklung-M\u00e4rz-2020.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-8160 alignnone\" src=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Coronavirus-Fallzahlen-Deutschland-Entwicklung-M\u00e4rz-2020.png\" alt=\"\" width=\"570\" height=\"338\" srcset=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Coronavirus-Fallzahlen-Deutschland-Entwicklung-M\u00e4rz-2020.png 570w, https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Coronavirus-Fallzahlen-Deutschland-Entwicklung-M\u00e4rz-2020-300x178.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 570px) 100vw, 570px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Aktuelle Fallzahlen:<\/p>\n<ul>\n<li>01.04.20: 67.366 \/ <span style=\"color: #0000ff;\">73.217 <span style=\"color: #000000;\">\/ <span style=\"color: #008000;\">70.818<\/span><\/span><\/span><\/li>\n<li>08.04.20: 103.228 \/ <span style=\"color: #0000ff;\">107.663<\/span> \/ <span style=\"color: #008000;\">102.793<\/span><\/li>\n<li>15.04.20: 127.584 \/ <span style=\"color: #0000ff;\">132.210<\/span> \/ <span style=\"color: #008000;\">128.556<\/span><\/li>\n<li>21.04.20: 143.457 \/ <span style=\"color: #0000ff;\">147.065<\/span> \/ <span style=\"color: #008000;\">143.152\u00a0<\/span><\/li>\n<li>28.04.20: 156.337 \/ <span style=\"color: #0000ff;\">158.758<\/span> \/ <span style=\"color: #008000;\">156.229<\/span><\/li>\n<li>05.05.20: 163.860 \/ <span style=\"color: #0000ff;\">166.152<\/span> \/ <span style=\"color: #008000;\">164.086<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Bislang werden in Deutschland 6756 Todesf\u00e4lle auf eine Coronavirus-Infektion zur\u00fcckgef\u00fchrt. Au\u00dferdem sind 4 Deutsche im Urlaub im Ausland verstorben.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Quellen: Robert-Koch-Institut, <span style=\"color: #0000ff;\">Johns Hopkins University<span style=\"color: #004000;\">, <span style=\"color: #008000;\">Ministerien der 16 Bundesl\u00e4nder<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 23px;\">Kritische Anmerkungen<\/span><\/p>\n<p>Es ist erstaunlich, dass das Robert-Koch-Institut nicht wenigstens einmal t\u00e4glich zuverl\u00e4ssig die Fallzahlen aktualisiert. Mal werden nur gepr\u00fcfte Daten ver\u00f6ffentlicht, dann alle die elektronisch \u00fcbermittelt wurden. Mal ist die Stichzeit 8.00 Uhr morgens, dann 0.00 Uhr nachts. Vergleichbarkeit = Fehlanzeige! Und das bei einem derart &#8211; wie hei\u00dft es doch momentan immer &#8211; &#8222;dynamischen Geschehen&#8220;. Funktionieren die <strong>Meldewege<\/strong> nicht? Die Zahlen sind in dem Moment in dem sie online gestellt werden doch schon l\u00e4ngst veraltet.<\/p>\n<p>Dabei wurde wochenlang (am 27.01.20 im ZDF Morgenmagazin) von den Verantwortlichen &#8211; allen voran RKI-Pr\u00e4sident Lothar Heinz Wieler und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn &#8211; betont, dass wir ausgesprochen gut vorbereitet sind und Deutschland \u00fcber eins der besten Gesundheitssysteme der Welt verf\u00fcgt.\u00a0Das Schlimmste aber ist, dass die drohende Gefahr \u00fcberhaupt nicht gesehen wurde. Fr\u00fchzeitig mahnende Stimmen, beispielsweise der Virologe Alexander Kekule, wurden nicht geh\u00f6rt oder sogar verspottet. Unverst\u00e4ndlich auch die \u00dcberheblichkeit gegen\u00fcber schwer betroffenen L\u00e4ndern wie China oder Italien.<\/p>\n<p>Und jetzt?<\/p>\n<p>Wir stehen in Deutschland unver\u00e4ndert noch ganz am Anfang der weltweiten <strong>Coronavirus-Pandemie<\/strong>. In den n\u00e4chsten zwei bis drei Wochen wird eine Erkrankungswelle \u00fcber uns hinwegrollen die einem Tsunami gleichen d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Die Vorbereitungen daf\u00fcr laufen auf Hochtouren. Wir sind nicht vorbereitet, sondern wir sind dabei uns vorzubereiten. Das ist ein Unterschied!<\/p>\n<p>Beispielsweise (am 18.03.20 getwittert von Jens Spahn) wurde bekannt, dass endlich 10 Millionen Atemmasken an Krankenh\u00e4user und \u00c4rzte verteilt werden. Das ist allerdings nicht mehr als ein Tropfen auf den hei\u00dfen Stein. Wir haben in Deutschland ungef\u00e4hr 400.000 \u00c4rzte sowie 1.100.000 Krankenschwestern, Pfleger und Rettungssanit\u00e4ter. Hinzu kommt eine Vielzahl an Arzthelferinnen und Reinigungspersonal. Diese Menge reicht &#8211; wenn es ernst wird &#8211; nur f\u00fcr wenige Tage.<\/p>\n<p>Wobei ein Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung nach der <strong>Verharmlosungsstrategie<\/strong> der vergangenen Wochen den Ernst der Lage offensichtlich noch immer nicht erkannt hat. Die Schulkinder spielen auf der Stra\u00dfe und freuen sich \u00fcber die verl\u00e4ngerten Osterferien. Die jungen M\u00fctter, die f\u00fcr die Betreuung ihrer Kindergartenkinder zuhause bleiben, treffen sich endlich mal wieder mit ihren Freundinnen. Jugendliche und junge Erwachsene veranstalten Corona-Partys weil der Virus &#8222;alkoholsensibel&#8220; ist. Die Rentner sitzen wie gewohnt nebeneinander auf der Parkbank. Und die Mittelaltrigen? Die Frauen stehen eng an eng in der Warteschlange an der Supermarktkasse und die M\u00e4nner dr\u00e4ngeln sich im Baumarkt.<\/p>\n<p>Und nicht zuletzt: Warum wird eigentlich immer so betont, wenn ein am Coronavirus Verstorbener \u00fcber 75 Jahre alt war und Vorerkrankungen hatte? Sollen wir schon auf die <strong>Triage<\/strong> (franz. trier = aussuchen) vorbereitet werden, die uns allen droht wenn viele gleichzeitig krank werden und die Ressourcen nicht ausreichen? Wer jung ist, keine Vorerkrankungen hat und dessen Heilungschancen hoch ist wird bevorzugt behandelt.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>SDG-Tipp: <a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/coronavirus-covid-19-und-schilddruesenerkrankungen-hashimoto-thyreoiditis-morbus-basedow\/\">Coronavirus, COVID-19 und Schilddr\u00fcsenerkrankungen (Hashimoto-Thyreoiditis, Morbus Basedow)<\/a> &#8230; eine \u00dcbersicht aller bisher zu diesem Thema auf www.schilddruesenguide.de ver\u00f6ffentlichten Artikel<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>Die letzte Aktualisierung war am 05.05.20.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 27.01.20 wurde der erste Coronavirus-Fall in Stockdorf\/Bayern best\u00e4tigt. Die sofort eingeleiteten Quarant\u00e4ne-Ma\u00dfnahmen waren erfolgreich. Auch die beiden R\u00fcckholaktionen von Deutschen aus Wuhan\/Hubei (China) verliefen problemlos. 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