{"id":777,"date":"2012-06-08T12:37:37","date_gmt":"2012-06-08T10:37:37","guid":{"rendered":"http:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/?p=777"},"modified":"2025-07-11T13:06:16","modified_gmt":"2025-07-11T11:06:16","slug":"einfluss-der-ernaehrung-auf-krankheiten-der-schilddruese","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/einfluss-der-ernaehrung-auf-krankheiten-der-schilddruese\/","title":{"rendered":"Einflu\u00df der Ern\u00e4hrung auf Krankheiten der Schilddr\u00fcse"},"content":{"rendered":"<div style=\"background-color: #f0f9f6; border-left: 5px solid #2e7d32; padding: 15px 20px; margin-bottom: 25px; font-family: Arial, sans-serif;\">\n<p><strong style=\"font-size: 16px;\">Hinweis zur Aktualit\u00e4t:<\/strong><\/p>\n<p style=\"margin: 10px 0 0 0;\">Dieser Beitrag behandelt einen spezifischen Aspekt der Ern\u00e4hrung bei Schilddr\u00fcsenerkrankungen. Bitte beachten Sie, dass er urspr\u00fcnglich \u00e4lteren Datums ist und nicht mehr in allen Punkten dem aktuellen Wissensstand entsprechen k\u00f6nnte. Eine laufend aktualisierte und sehr umfassende \u00dcbersicht zu Ern\u00e4hrung, Mikron\u00e4hrstoffen &amp; Co. finden Sie hier:<\/p>\n<p style=\"margin: 10px 0 0 0;\"><a style=\"color: #2e7d32; font-weight: bold;\" href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/schilddruese-ernaehrung\/\">Zur zentralen Themenseite \u201eSchilddr\u00fcse &amp; Ern\u00e4hrung\u201c<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p>\u00dcber den m\u00f6glichen Einfluss der Ern\u00e4hrung auf Krankheiten der Schilddr\u00fcse wird seit einigen Jahren heftig diskutiert. Inzwischen ist man sich sicher, dass sich einige Schilddr\u00fcsenerkrankungen auch durch den Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel g\u00fcnstig beeinflussen lassen. Aber auch Nahrungserg\u00e4nzungsmittel spielen eine Rolle &#8211; sie sollten in hohen Dosierungen deshalb erst nach R\u00fccksprache mit einem Arzt oder Apotheker eingenommen werden..<!--more--><\/p>\n<h2><strong>Alkohol und Kaffee sollten nur in Ma\u00dfen genossen werden!<\/strong><\/h2>\n<p>Beim Morbus Basedow und bei der Hashimoto-Thyreoiditis sollten <strong>stark jodhaltige Lebensmittel<\/strong> (Algen, Sushi) auf jeden Fall gemieden werden. Ob der Verzicht auf Jodsalz notwendig ist bleibt umstritten. Das wird von einigen wenigen Schilddr\u00fcsenspezialisten empfohlen &#8211; die meisten Schilddr\u00fcsen\u00e4rzte halten den Verzehr von Jodsalz allerdings f\u00fcr unbedenklich.<\/p>\n<p><strong>Isoflavon-haltige Getreide (Soja, Hirse)<\/strong> und <strong>thiocyanit-haltige Gem\u00fcse (Blumenkohl, Wei\u00dfkohl, Kohlrabi, Wirsing, Rosenkohl)<\/strong> sollten bei einer Unterfunktion der Schilddr\u00fcse (Hypothyreose) nur in Ma\u00dfen genossen werden, weil sie t\u00e4glich genossen die Schilddr\u00fcsenhormonproduktion hemmen k\u00f6nnen. Dadurch w\u00fcrde die Schilddr\u00fcsenunterfunktion verschlimmert.<\/p>\n<p>Bei der autoimmunen Schilddr\u00fcsenentz\u00fcndung Hashimoto-Thyreoiditis kommt es gelegentlich zu einer Beteiligung der Leber. Da <strong>Alkohol<\/strong> \u00fcber die Leber abgebaut wird, sollte darauf weitgehend verzichtet werden. Beim Morbus Basedow k\u00f6nnen auch die verordneten Medikamente zu Lebersch\u00e4den f\u00fchren, so dass hier ebenfalls Zur\u00fcckhaltung im Hinblick auf den Verzehr alkoholischer Getr\u00e4nke ge\u00fcbt werden sollte.<\/p>\n<p>Bei einer \u00dcberfunktion der Schilddr\u00fcse (Morbus Basedow, Hyperthyreose, Hashitoxikose) sollte beispielsweise auf <strong>Kaffee<\/strong>\u00a0weitgehend verzichtet werden, weil das darin enthaltene Koffein zus\u00e4tzlich anregend wirkt und die vorhandenen Symptome (innere Unruhe, Nervosit\u00e4t, Zittern, Schlafst\u00f6rungen) verschlimmern kann.<\/p>\n<h2><strong>Vorsicht bei Einnahme jodhaltiger N\u00e4hrstoffpr\u00e4parate!<\/strong><\/h2>\n<p>Beim Morbus Basedow und bei der Hashimoto-Thyreoiditis muss ausdr\u00fccklich vor einer leichtfertigen Einnahme von Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln gewarnt werden. Insbesondere das in Multivitaminpr\u00e4paraten enthaltene Sammelsurium unterschiedlichster Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe kann den empfindlichen Schilddr\u00fcsenhormonstoffwechsel st\u00f6ren.<\/p>\n<p>Sehr viele dieser Pr\u00e4parate enthalten zudem zwischen 50 und 200 \u00b5g <strong>Jod<\/strong>. Zusammen mit dem Jodgehalt der normalen Lebensmittel sowie dem h\u00e4ufig bei der Herstellung von Speisen verwendetem Jodsalz kann das sehr schnell zu viel werden und zu entsprechenden Problemen f\u00fchren. Zur Erinnerung: Der Tagesbedarf bei schilddr\u00fcsengesunden Menschen liegt bei lediglich 1 &#8211; 2 \u00b5g Jod pro Kilogramm K\u00f6rpergewicht.<\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dfere Mengen an <strong>Vitamin A<\/strong> hemmen au\u00dferdem die Schilddr\u00fcsenhormonproduktion. Eines der Bindungsproteine f\u00fcr Schilddr\u00fcsenhormone, das Transthyretin, transportiert auch Abk\u00f6mmlinge des Vitamin A. Theoretisch sind bei extremer Zufuhr deshalb unerw\u00fcnschte Wirkungen denkbar. Da das Hauptbindungseiweiss Thyreoglobulin durch Vitamin A nicht beeinflusst wird, sind massive Nebenwirkungen bei Dosierungen im Bereich des Tagesbedarfs aber eher unwahrscheinlich. Hochdosierte Vitamin A-Pr\u00e4parate sollten aber erst nach R\u00fccksprache mit dem behandelnden Arzt eingenommen werden.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus werden, immer mal wieder, weitere Wechselwirkungen mit den verschiedenen N\u00e4hrstoffen (z. B. <strong>Vitamin E<\/strong> soll in hohen Dosen eine Schilddr\u00fcsenunterfunktion ausl\u00f6sen k\u00f6nnen) diskutiert, aber diesbez\u00fcglich gibt es keinerlei wirklich verl\u00e4ssliche Untersuchungen oder gar Beweise.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Dieser Artikel wurde am 03.07.19 aktualisiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hinweis zur Aktualit\u00e4t: Dieser Beitrag behandelt einen spezifischen Aspekt der Ern\u00e4hrung bei Schilddr\u00fcsenerkrankungen. 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