{"id":730,"date":"2013-11-26T12:12:25","date_gmt":"2013-11-26T11:12:25","guid":{"rendered":"http:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/?p=730"},"modified":"2025-09-12T09:26:44","modified_gmt":"2025-09-12T07:26:44","slug":"schilddruesenfunktionsstoerungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/schilddruesenfunktionsstoerungen\/","title":{"rendered":"Funktionsst\u00f6rungen der Schilddr\u00fcse"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong><a style=\"color: #008000;\" href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/fuer-aerztinnen-und-aerzte-fachwissen-und-vernetzung-rund-um-schilddruesenerkrankungen\/\">Zur\u00fcck zur Startseite: F\u00fcr \u00c4rztinnen und \u00c4rzte \u2013 Fachwissen und Vernetzung rund um Schilddr\u00fcsenerkrankungen<\/a><\/strong><\/span><\/p>\n<p>Der nachfolgende Text wurde freundlicherweise zur Verf\u00fcgung gestellt von <span style=\"color: #000000;\"><strong>Dr. Frank Callies<\/strong><\/span> (fr\u00fcher: Endokrinologikum Hannover, jetzt amedes experts Hannover).<\/p>\n<h2>1. Struma mit Euthyreose<\/h2>\n<p><strong>Definition:<\/strong><\/p>\n<p>Im allt\u00e4glichen Sprachgebrauch auch \u201eKropf\u201c genannt. Es handelt sich dabei um eine \u201enicht entz\u00fcndliche, nicht b\u00f6sartige (neoplastische) und nicht mit einer \u00dcberfunktion einhergehende (Euthyreose) Schilddr\u00fcsenvergr\u00f6\u00dferung. Hauptursache in Deutschland ist der Jodmangel (Jodmangelstruma). Eine aktuelle, bundesweit durchgef\u00fchrte Screening-Aktion mit Schilddr\u00fcsen-Ultraschalluntersuchungen, organisiert durch die Schilddr\u00fcseninitiative PAPILLON zeigt bei nahezu 100.000 der 18 -65 j\u00e4hrigen M\u00e4nnern und Frauen, dass mehr als 30% der untersuchten Personen einen pathologischen Schilddr\u00fcsenbefund wie eine Struma bzw. knotige Schilddr\u00fcsenver\u00e4nderungen haben. Keine der gescreenten Personen wusste von seiner Schilddr\u00fcsenerkrankung. Die auff\u00e4lligen Schilddr\u00fcsenbefunde nehmen altersabh\u00e4ngig zu. Eine Struma und\/oder Knoten bei Frauen mit 18 -30 Jahren werden in 14.7% der F\u00e4lle gefunden. Im Alter von 31 &#8211; 45 Jahren zeigen sich bereits 33.4% pathologische Befunde und in der Altersstufe von 46 &#8211; 65 Jahren kommt es zu einem signifikanten Anstieg pathologischer Schilddr\u00fcsenbefunde auf insgesamt 42%. Bei den M\u00e4nnern liegen pathologische Schilddr\u00fcsenbefunde bei 18 \u2013 30 J\u00e4hrigen bei 14.2%, bei 31 \u2013 35 J\u00e4hrigen bei 34.7% und im Alter von 46 &#8211; 65 Jahren erfolgt ein Anstieg pathologischer Schilddr\u00fcsenbefunde auf 55.2%. <!--more--><\/p>\n<p><strong>Folgen im Erwachsenenalter:<\/strong><\/p>\n<p>Entwicklung einer Schilddr\u00fcsen\u00fcberfunktion (Autonomie), Gefahr der jodinduzierten Schilddr\u00fcsen\u00fcberfunktion.<\/p>\n<p><strong>Diagnostik:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Patientengespr\u00e4ch<\/li>\n<li>k\u00f6rperliche Untersuchung<\/li>\n<li>Laboranalyse<\/li>\n<li>Schilddr\u00fcsensonographie<\/li>\n<li>ggf. quantitative Schilddr\u00fcsenszintigraphie.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Medikament\u00f6se Therapie:<\/strong><\/p>\n<p>Sekund\u00e4rprophylaxe: Nach Ausschlu\u00df einer Schilddr\u00fcsen\u00fcberfunktion besteht die Standardbehandlung aus Jod und Levothyroxin (T4). Diese meist als Kombinationspr\u00e4parate erh\u00e4ltlichen Medikamente wirken synergistisch: Levothyroxin f\u00fchrt zu einer R\u00fcckbildung der Vergr\u00f6\u00dferung (Hypertrophie) der Schilddr\u00fcse, Jod hemmt die weitere Zellvergr\u00f6\u00dferung (Hyperplasie). Grunds\u00e4tzlich sollte auch die Knotenstruma (Struma nodosa) konservativ behandelt werden. Bevorzugt wird, nach Ausschlu\u00df einer (kompensierten) Autonomie das Kombinationspr\u00e4parat mit variablem Levothyroxin und 150 \u00b5g Jod eingesetzt. Ziel ist also hierbei, das Entstehen weiterer Knoten zu verhindern und das nicht-knotige Schilddr\u00fcsengewebe zu verkleinern bzw. ein weiteres Wachstum zu verhindern. Eine laborchemische und sonographische Verlaufskontrolle ist begleitend durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Prim\u00e4rprophylaxe: Eine grunds\u00e4tzliche Strumaprophylaxe sollte bei Erwachsenen mit 150-200\u00b5g Jod\/Tag vorgenommen werden.<\/p>\n<h2>2. Schilddr\u00fcsen\u00fcberfunktionen (Hyperthyreosen)<\/h2>\n<p><strong>Definition:<\/strong><\/p>\n<p>Klinische und laborchemische Zeichen eines Hypermetabolismus infolge vermehrter Schilddr\u00fcsenhormonwirkung. Diese kann unterschiedlich zustande kommen. Prim\u00e4re Hyperthyreose: Krankheitsursache in der Schilddr\u00fcse; Sekund\u00e4re Hyperthyreose: Ursache auf Hypophysenebene, ferner durch exogene Schilddr\u00fcsenhormonzufuhr.<\/p>\n<p><strong>Einteilung und H\u00e4ufigkeiten:<\/strong><\/p>\n<p>Hyperthyreose bei funktioneller Schilddr\u00fcsenautonomie (25 &#8211; 35 %), oft duch Jodexzess hervorgerufen<\/p>\n<p><strong>Autoimmunthyreopathien:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Morbus Basedow 65 &#8211; 75 %<\/li>\n<li>Hashimoto-Thyreoiditis mit Hyperthyreose 2 %<\/li>\n<li>De Quervain-Thyreoiditis 1 %<\/li>\n<li>Strahlenthyreoiditis 1 %<\/li>\n<li>Karzinome 1 %<\/li>\n<li>TSH-produzierende Hypophysenadenome 1 %<\/li>\n<li>Paraneoplastische TSH-Bildung 0,1 %<\/li>\n<li>Hyperthyreosis factitia (durch exogene Schilddr\u00fcsenhormongabe) 1 %<\/li>\n<li>Schwangerschafts-Hyperthyreose 0,5 &#8211; 2,0 %<\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>2.1. Funktionelle Schilddr\u00fcsenautonomie<\/strong><\/h3>\n<p>Die Jodmangelstruma zeigt in Abh\u00e4ngigkeit von Strumaalter, -gr\u00f6\u00dfe und knotiger Umwandlung eine zunehmende Tendenz zur Entwicklung einer sogenannten funktionellen Autonomie. \u00c4ltere Patienten mit gro\u00dfer Knotenstruma zeigen in &gt;50% eine funktionelle Autonomie. Hierbei unterscheidet man eine latente \u00dcberfunktion (TSH-Wert supprimiert, die peripheren Hormonwerte fT3 und fT4 noch im Normbereich) von klinisch manifesten Formen (TSH supprimiert, fT3 und fT4 deutlich erh\u00f6ht). Zus\u00e4tzliche Gabe von jodhaltigen Medikamenten oder R\u00f6ntgenkontrastmitteln k\u00f6nnen die \u00dcberfunktion noch zus\u00e4tzlich verst\u00e4rken und den Patienten in Lebensgefahr bringen!<\/p>\n<p><strong>Symptome:<\/strong><\/p>\n<p>Die klinischen Symptome beider funktionellen Autonomie sind aufgrund der meist recht langsamen Entwicklung \u00e4u\u00dferst variabel. Die Stoffwechsellage ist zu beginn ausgeglichen (euthyreot) und kann sich sp\u00e4ter in eine vorlatente, bis zur latenten und manifesten Hyperthyreose entwickeln. Viele Patienten gew\u00f6hnen sich zudem aufgrund des langsamen Verlaufes an die Symptome. Auch die Manifestation in Bezug auf das Lebensalter spielt hinsichtlich der Klinik eine Rolle. In diesem Punkt unterscheidet sich die Hyperthyreose auf dem Boden einer funktionellen Autonomie deutlich von der auf dem Boden einer Autoimmunhyperthyreose. Bei der Immunhyperthyreose (=&gt; Morbus Basedow) sind die klinischen Symptome zeitlich meist relativ eng fassbar, w\u00e4hrend bei der funktionellen Autonomie aufgrund der langsamen Entwicklung der Beginn der Symptomatik oft nicht mehr erinnerlich ist.<\/p>\n<p>Herz-Kreislauf-System: Herzrasen (Tachykardie), Herzrhythmusst\u00f6rungen (z.B. Vorhofflimmern), Kurzatmigkeit, Schwellungen (\u00d6deme) an den unteren Extremit\u00e4ten, Blutdruckanstieg (hoher systolischer, niedriger diastolischer Wert) mit \u201eHerzpochen\u201c (Palpitation).<\/p>\n<p>Magen-Darm-Trakt: unklare Gewichtsabnahme, Gef\u00fchl der \u201eMagenverstimmung\u201c, Anstieg der ben\u00f6tigten Insulindosis bei Diabetikern.<\/p>\n<p>Haut: feucht-r\u00f6tliche Haut, Schwitzen, Haarausfall.<\/p>\n<p>Psyche: Unruhe, Reizbarkeit, Rastlosigkeit, Ungeduld, Schlaflosigkeit, H\u00e4ndezittern (Tremor) und emotionaler Labilit\u00e4t.<\/p>\n<p>Muskulatur: Muskelschw\u00e4che, Muskelabbau (Muskelatrophie).<\/p>\n<p>Skelettsystem: Osteoporose.<\/p>\n<p><strong>Diagnostik:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Patientengespr\u00e4ch<\/li>\n<li>k\u00f6rperliche Untersuchung<\/li>\n<li>Laboranalyse<\/li>\n<li>Schilddr\u00fcsensonographie<\/li>\n<li>quantitative Schilddr\u00fcsenszintigraphie<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Therapie:<\/strong><\/p>\n<p>Bei allen Formen der Hyperthyreose als Initialtherapie. Sie kann sofort nach Diagnosesicherung beginnen. Volle Wirkung aber oft erst nach 2-6 Wochen. Eine Schilddr\u00fcsenoperation ist indiziert bei hyperthyreoter Knotenstruma, gro\u00dfen autonomen Knoten (=hei\u00dfe Knoten), Raumforderung durch die Struma, v.a. B\u00f6sartigkeit (Malignit\u00e4t). Eine Radiojodtherapie bei allen Hyperthyreoseformen mit kleiner Struma, wenn ein rascher Erfolg angestrebt wird (z.B. Nebenwirkungen bei der medikament\u00f6sen Therapie, schwerwiegender Krankheitsverlauf, Begleiterkrankungen).<\/p>\n<h3><strong>2.2. Autoimmunthyreopathien<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Definition:<\/strong><\/p>\n<p>Morbus Basedow ist eine Autoimmunerkrankung mit folgenden m\u00f6glichen Manifestationen, die einzeln oder zusammen, gleichzeitig oder zeitlich versetzt auftreten k\u00f6nnen: Hyperthyreose, endokrine Orbitopathie. Ursachen sind genetische Pr\u00e4disposition, selektive Immunreaktion gegen Schilddr\u00fcse\/ Orbitagewebe, Bildung von Antik\u00f6rpern gegen den sogenannten TSH-Rezeptor, welcher durch Stimulation zu unkontrollierter Hormonbildung \/-freisetzung f\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>Symptome:<\/strong><\/p>\n<p>siehe \u201e2.1. Funktionelle Schilddr\u00fcsenautonomie\u201c.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzliche Symptome (nicht obligat): Augensymptome (\u201ehervorstehende Aug\u00e4pfel\u201c, zusammen mit Lidschwellung und Augenmuskell\u00e4hmungen als sog. \u201eEndokrine Orbitopathie\u201c bekannt), meist in 50% der F\u00e4lle vorhanden. Tritt oft gleichzeitig oder kurz nach der Manifestation auf, manchmal aber auch schon vorher. Schwellung \u00fcber dem Schienbein (pr\u00e4tibiales \u00d6dem). Trommelschlegelfinger (Akropachie).<\/p>\n<p><strong>Diagnostik:<\/strong><\/p>\n<p>siehe \u201e2.1. Funktionelle Schilddr\u00fcsenautonomie\u201c. In der Laboranalyse sind die Erh\u00f6hung der sogenannten Schilddr\u00fcsenantik\u00f6rper (TPO-Antik\u00f6rper, TRAK-Antik\u00f6rper) h\u00e4ufig wegweisend.<\/p>\n<p><strong>Therapie:<\/strong><\/p>\n<p>Es stehen drei Verfahren zur Verf\u00fcgung: medikament\u00f6se Therapie, Radiojodtherapie, chirurgische Therapie. Alle drei Behandlungsmethoden sind letztendlich symptomatisch, da sie den urs\u00e4chlichen Immunprozess nicht beseitigen. Sie erreichen verschieden schnell das Ziel einer Euthyreose. Die Dauer der medikament\u00f6sen Therapie dauert \u00fcblicherweise ein Jahr. Im Gegensatz zu anderen L\u00e4ndern, insbesondere den USA, wird in Deutschland die Immunhyperthyreose traditionell mit Medikamenten behandelt. Dabei wird ein Niedrig-Dosis-Konzept verfolgt. Unter der rein medikament\u00f6sen Therapie l\u00e4sst sich in 40% der F\u00e4lle eine Remission erreicht. Aufgrund der h\u00e4ufig gleichzeitig bestehenden Endokrinen Orbitopathie ist h\u00e4ufig eine zus\u00e4tzliche Betreuung durch einen Augenarzt erforderlich.<\/p>\n<h2>3. Schilddr\u00fcsenunterfunktionen (Hypothyreosen)<\/h2>\n<p><strong>Definition:<\/strong><\/p>\n<p>Mangelnde Versorgung der K\u00f6rperzellen mit Schilddr\u00fcsenhormonen, in der Mehrzahl der F\u00e4lle fehlende oder unzureichende Produktion der Schilddr\u00fcsenhormone: prim\u00e4re Hypothyreose. Bei St\u00f6rungen auf Hirnanhangsdr\u00fcsen\/Hypothalamusebene: sekund\u00e4re Hypothyreose. Auch hier gibt es flie\u00dfende \u00dcberg\u00e4nge von der pr\u00e4latenten \u00fcber die latente zur manifesten Form. Das hypothyreote Koma ist eine extrem seltene Erkrankung, die bei lange bestehender, unbehandelter Hypothyreose, bei der zus\u00e4tzlich noch weitere Erkrankungen hinzukommen, auftreten kann. Ursache der Hypothyreose ist- abgesehen von der angeborenen Form- mit Abstand am h\u00e4ufigsten die Autoimmunthyreoiditis vom Typ Hashimoto. Danach folgen Ursachen wie fehlende\/unzureichende Hormonersatztherapie nach Schilddr\u00fcsenoperation\/Radiojodtherapie oder falsch dosierte\/nicht kontrollierte medikament\u00f6se Behandlung einer Hyperthyreose.<\/p>\n<p><strong>Symptome:<\/strong><\/p>\n<p>Aufgrund des schleichenden Verlaufes entwickeln sich die Symptome der Hypothyreose meist sehr langsam und f\u00fcr die Betroffenen anfangs kaum wahrnehmbar. Die Auspr\u00e4gung der klinischen Befunde ist auch abh\u00e4ngig vom Lebensalter und von m\u00f6glichen Begleiterkrankungen. Da es das typische klinische Erstmanifestationszeichen nicht gibt, ist es wichtig, bei entsprechenden Hinweiszeichen an die M\u00f6glichkeit einer beginnenden Unterfunktion zu denken und durch eine entsprechende Laboranalyse zu verifizieren oder auszuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Herz-Kreislauf-System: verlangsamter Herzschlag (Bradykardie), niedriger Blutdruck, aber auch paradoxer Blutdruckanstieg, Herzschw\u00e4che (Herzinsuffizienz) , selten Herzbeutelwasser (Perikarderguss).<\/p>\n<p>Magen-Darm-Trakt: Obstipation, Appetitlosigkeit.<\/p>\n<p>Haut: k\u00fchl, gelblich-blasse Haut, Wassereinlagerungen, Augenlidschwellungen, trockene und stumpfe Haare, Haarausfall, br\u00fcchige Fingern\u00e4gel.<\/p>\n<p>Psyche: M\u00fcdigkeit, Abgeschlagenheit, Leistungsabfall, Antriebsarmut, Konzentrationsst\u00f6rungen, depressive Verstimmung, Anzeichen von Demenz, Schwerh\u00f6rigkeit.<\/p>\n<p>Muskulatur: Muskelschw\u00e4che, Muskelabbau (Muskelatrophie).<\/p>\n<p>Skelettsystem: Osteoporose.<\/p>\n<p>Sexualorgane: Zyklusst\u00f6rungen, unerf\u00fcllter Kinderwunsch (Infertilit\u00e4t), Libidoverlust, Impotenz beim Mann.<\/p>\n<p><strong>Diagnostik:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Patientengespr\u00e4ch<\/li>\n<li>k\u00f6rperliche Untersuchung<\/li>\n<li>Laboranalyse<\/li>\n<li>Schilddr\u00fcsensonographie<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Therapie:<\/strong><\/p>\n<p>Meist ist die Substitutionstherapie mit Hormonen lebenslang ohne Unterbrechung durchzuf\u00fchren. Die Hormonersatztherapie erfolgt mit k\u00fcnstlich erzeugtem (synthetischem) Schilddr\u00fcsenhormon. Ziel ist der bedarfsgerechte Ausgleich. Reines Levothyroxin wird bevorzugt. Levothyroxin (=T4) wird im Organismus bedarfsgerecht zu T3 konvertiert. Dieser Vorgang findet kontinuierlich statt, so dass bei einer t\u00e4glichen Einzeldosis von T4 konstante T3-Konzentrationen im Serum erreicht werden. Die R\u00fcckbildung der Symptomatik und die Normalisierung der Schilddr\u00fcsenhormonparameter erfolgt meistens parallel. Die Dosierung sollte nicht nach einem starren Schema bis zu einer Enddosis durchgef\u00fchrt werden, sondern es ist wichtig, das klinische Erscheinungsbild und die Tolerierung der Dosierung mit zu ber\u00fccksichtigen. Nur so wird eine individuelle, optimale Situation erreicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur\u00fcck zur Startseite: F\u00fcr \u00c4rztinnen und \u00c4rzte \u2013 Fachwissen und Vernetzung rund um Schilddr\u00fcsenerkrankungen Der nachfolgende Text wurde freundlicherweise zur Verf\u00fcgung gestellt von Dr. Frank Callies (fr\u00fcher: Endokrinologikum Hannover, jetzt amedes experts Hannover). 1. Struma mit Euthyreose Definition: Im allt\u00e4glichen Sprachgebrauch auch \u201eKropf\u201c genannt. 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