{"id":5510,"date":"2019-04-01T13:48:35","date_gmt":"2019-04-01T11:48:35","guid":{"rendered":"http:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/?p=5510"},"modified":"2025-08-05T09:05:17","modified_gmt":"2025-08-05T07:05:17","slug":"schilddruesenkrebs-hervorragende-heilungschancen-dank-nuklearmedizinischer-expertise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/schilddruesenkrebs-hervorragende-heilungschancen-dank-nuklearmedizinischer-expertise\/","title":{"rendered":"Schilddr\u00fcsenkrebs \u2013 Hervorragende Heilungschancen dank nuklearmedizinischer Expertise"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die F\u00e4lle von b\u00f6sartigem Schilddr\u00fcsenkrebs steigen, neuen Studien zufolge, in Industriel\u00e4ndern stark an \u2013 dies insbesondere bei Frauen. Neben Tumoren der Brust wird sich das Schilddr\u00fcsenkarzinom demnach in den kommenden Jahren zu den Krebserkrankungen mit den h\u00f6chsten Neuentstehungsraten entwickeln. Die beste Heilungsrate verspricht eine Kombination aus Operation plus anschlie\u00dfender nuklearmedizinischer Radioiodtherapie. Sie verschafft den Patienten in der Regel eine normale Lebenserwartung. Die Radioiodtherapie ist in Deutschland zudem eine Kassenleistung.<\/strong> <!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">-Anzeige-<br \/>\n<script async src=\"https:\/\/pagead2.googlesyndication.com\/pagead\/js\/adsbygoogle.js?client=ca-pub-2860650483659473\" crossorigin=\"anonymous\"><\/script><br \/>\n<!-- SDG-2025-Display-Responsiv --><br \/>\n<ins class=\"adsbygoogle\" style=\"display: block;\" data-ad-client=\"ca-pub-2860650483659473\" data-ad-slot=\"5199025168\" data-ad-format=\"auto\" data-full-width-responsive=\"true\"><\/ins><br \/>\n<script>\n     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});\n<\/script><\/p>\n<p>Wie ein Autorenteam um die Epidemiologin Hannah Weir in der Fachzeitschrift \u201eCancer\u201c berichtete, werden bis zum Jahr 2020 Erkrankungen wie Lungen-, Brust-, Geb\u00e4rmutter- und Schilddr\u00fcsenkrebs bei Frauen in den USA den gr\u00f6\u00dften Anstieg von Neuerkrankungen verzeichnen. Diese Prognose entspricht dem Trend, der sich auch in Deutschland seit einigen Jahren abzeichnet: So wurden im Jahr 2014 hierzulande 4.200 Frauen registriert, die neu am Schilddr\u00fcsenkarzinom erkrankten, w\u00e4hrend es im Jahr 2000 \u201enur\u201c 2.700 waren. Welche Ursachen die Zunahme hat, ist bisher nicht vollst\u00e4ndig gekl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Knotige Ver\u00e4nderungen der Schilddr\u00fcse finden sich bei etwa einem Viertel der bundesdeutschen Bev\u00f6lkerung. Die gro\u00dfe Mehrzahl dieser Schilddr\u00fcsenknoten ist jedoch gutartig. Bei der Untersuchung der Schilddr\u00fcse hilft eine Kombination aus Ultraschall, der nuklearmedizinischen Schilddr\u00fcsen-Szintigraphie sowie gegebenenfalls einer Feinnadelpunktion, um fr\u00fchzeitig b\u00f6sartige Knoten zu erkennen. Hat sich Schilddr\u00fcsenkrebs gebildet, muss der Schilddr\u00fcsentumor \u2013 und damit auch die gesamte Schilddr\u00fcse \u2013 operativ entfernt werden. Dies soll aber so schonend geschehen, dass weder eine Verletzung der Stimmbandnerven noch eine Sch\u00e4digung der direkt neben der Schilddr\u00fcse liegenden Nebenschilddr\u00fcsen drohen. Daher kann auch nach einer solchen Operation eine geringe Menge Restschilddr\u00fcsengewebe zur\u00fcckbleiben. Es ist dann die Aufgabe der risikoarmen, nuklearmedizinischen Radioiodtherapie, das verbliebene Schilddr\u00fcsengewebe und darin eventuell noch enthaltene Tumorzellen sowie m\u00f6gliche fr\u00fche Absiedlungen von Schilddr\u00fcsenkarzinomzellen komplett zu beseitigen. Dies ist m\u00f6glich, weil die Schilddr\u00fcse als einziges Organ des menschlichen K\u00f6rpers die F\u00e4higkeit hat, Iod in ihren Zellen anzureichern. Die Radioiodtherapie macht sich diese Eigenschaft zu Nutze: Dem Patienten wird in Form einer Kapsel radioaktives Iod-131 verabreicht, welches vom verbliebenen Gewebe der Schilddr\u00fcse bzw. von den befallenen Zellen gespeichert wird und diese so zerst\u00f6rt. Die therapeutisch wirksamen \u03b2-Strahlen im Gewebe haben dabei nur eine Reichweite von wenigen Millimetern, so dass das gesunde Umgebungsgewebe und die anderen Organe geschont werden. Andere Organe wie Speicheldr\u00fcsen, Magenschleimhaut, Nieren oder Blase sind lediglich an der Ausscheidung der Radioaktivit\u00e4t beteiligt und erhalten eine nur geringe Strahlung, so dass die Radioiodtherapie im Vergleich zu anderen onkologischen Therapien \u00e4u\u00dferst nebenwirkungsarm ist.<\/p>\n<p>Diese Kombination aus Operation plus einer sich daran anschlie\u00dfenden Radioiodtherapie er\u00f6ffnet sehr gute Heilungschancen bei Schilddr\u00fcsenkrebs. Derart behandelt, d\u00fcrfen die Patienten mit einer normalen Lebenserwartung rechnen \u2013 das zeigen aktuelle Daten \u00fcber einen Beobachtungszeitraum von drei\u00dfig Jahren, die u.a. am Universit\u00e4tsklinikum W\u00fcrzburg gesammelt wurden. Der Krebs kehrt nur bei weniger als f\u00fcnf Prozent der Patienten zur\u00fcck. Damit erreichen die Patienten eine Lebenserwartung, die mit der gesunder Menschen vergleichbar ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">-Anzeige-<br \/>\n<script async src=\"https:\/\/pagead2.googlesyndication.com\/pagead\/js\/adsbygoogle.js?client=ca-pub-2860650483659473\" crossorigin=\"anonymous\"><\/script><br \/>\n<!-- SDG-2025-Display-Responsiv --><br \/>\n<ins class=\"adsbygoogle\" style=\"display: block;\" data-ad-client=\"ca-pub-2860650483659473\" data-ad-slot=\"5199025168\" data-ad-format=\"auto\" data-full-width-responsive=\"true\"><\/ins><br \/>\n<script>\n     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});\n<\/script><\/p>\n<p>Die nuklearmedizinische Radioiodtherapie wird bereits seit den 1940er Jahren angewendet und ist eine Kassenleistung. Die Radioiodtherapie gilt als nebenwirkungsarm und auch in der langj\u00e4hrigen Verlaufsbeobachtung als sicher. In Deutschland existierten im Jahr 2018 etwa 100 Therapieeinrichtungen, in denen in diesem Jahr etwa 50.000 Behandlungen bei gut und b\u00f6sartigen Schilddr\u00fcsenerkrankungen durchgef\u00fchrt wurden.<\/p>\n<p>Schilddr\u00fcsenkrebs bildet ein Schwerpunktthema auf der 57. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Nuklearmedizin. Die Tagung findet vom 3. bis 6. April 2019 in Bremen statt. Die Kombination aus Kongress \u2013 f\u00fcr den national und international renommierte Referenten gewonnen werden konnten \u2013 und einem interaktiven Fortbildungsprogramm sowie der in Deutschland gr\u00f6\u00dften, branchenspezifischen Industrieausstellung bietet eine ideale Plattform f\u00fcr wissenschaftlichen Austausch und Weiterbildung. Damit z\u00e4hlt die NuklearMedizin 2019 zu den international bedeutendsten und gr\u00f6\u00dften Tagungen f\u00fcr Nuklearmedizin. In diesem Jahr werden rund 2.000 Teilnehmer \u2013 darunter Mediziner, Naturwissenschaftler und medizinisch-technisches Personal \u2013 erwartet.<\/p>\n<p>S\u00e4mtliche Informationen zur NuklearMedizin 2019 finden Sie auf der Kongresshomepage http:\/\/nukmed19.nuklearmedizin.de. Dort ist auch die Presseakkreditierung zum Kongress m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/idw-online.de\/de\/news713009\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">idw-online.de<\/a> (<span style=\"color: #ff0000;\">Link gepr\u00fcft am 14.09.23<\/span>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die F\u00e4lle von b\u00f6sartigem Schilddr\u00fcsenkrebs steigen, neuen Studien zufolge, in Industriel\u00e4ndern stark an \u2013 dies insbesondere bei Frauen. Neben Tumoren der Brust wird sich das Schilddr\u00fcsenkarzinom demnach in den kommenden Jahren zu den Krebserkrankungen mit den h\u00f6chsten Neuentstehungsraten entwickeln. 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