{"id":4009,"date":"2018-06-18T09:00:09","date_gmt":"2018-06-18T07:00:09","guid":{"rendered":"http:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/?p=4009"},"modified":"2025-08-05T09:05:47","modified_gmt":"2025-08-05T07:05:47","slug":"innovatives-wissenschaftsprojekt-soll-neue-therapieformen-fuer-das-papillaere-schilddruesenkarzinom-ermoeglichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/innovatives-wissenschaftsprojekt-soll-neue-therapieformen-fuer-das-papillaere-schilddruesenkarzinom-ermoeglichen\/","title":{"rendered":"Innovatives Wissenschaftsprojekt soll neue Therapieformen f\u00fcr das papill\u00e4re Schilddr\u00fcsenkarzinom erm\u00f6glichen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Deutsche Krebshilfe f\u00f6rdert Forschungsprojekt von Univ.-Prof. Dr. Rajalingam von der Universit\u00e4tsmedizin Mainz<\/strong><\/p>\n<p>In Deutschland erkranken j\u00e4hrlich etwa 7000 Menschen an einem b\u00f6sartigen Tumor in der Schilddr\u00fcse. Das papill\u00e4re Schilddr\u00fcsenkarzinom ist die am h\u00e4ufigsten auftretende Form dieser Krebserkrankung. Frauen sind \u00f6fter betroffen als M\u00e4nner. In einem neuen Forschungsprojekt wollen Wissenschaftler der Universit\u00e4tsmedizin Mainz die Beschaffenheit der krankhaften Ver\u00e4nderungen (im Fachjargon Pathophysiologie) beim papill\u00e4ren Schilddr\u00fcsenkarzinom ergr\u00fcnden. Konkret wollen sie Muster identifizieren, die typisch f\u00fcr diese Krebserkrankung sind. Diese Muster wollen die Forscher nutzen, um neue diagnostische Biomarker und neue therapeutische Ans\u00e4tze zu entwickeln. Die Deutsche Krebshilfe f\u00f6rdert dieses Forschungsprojekt f\u00fcr die Dauer von drei Jahren mit etwa 370.000 Euro.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">-Anzeige-<br \/>\n<script async src=\"https:\/\/pagead2.googlesyndication.com\/pagead\/js\/adsbygoogle.js?client=ca-pub-2860650483659473\" crossorigin=\"anonymous\"><\/script><br \/>\n<!-- SDG-2025-Display-Responsiv --><br \/>\n<ins class=\"adsbygoogle\" style=\"display: block;\" data-ad-client=\"ca-pub-2860650483659473\" data-ad-slot=\"5199025168\" data-ad-format=\"auto\" data-full-width-responsive=\"true\"><\/ins><br \/>\n<script>\n     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});\n<\/script><\/p>\n<p>Die Anzahl von Neuerkrankungen beim papill\u00e4ren Schilddr\u00fcsenkarzinom hat sich in den letzten Jahren verdreifacht. Generell gelten Schilddr\u00fcsenkarzinome zwar als gut behandelbar, dennoch starben laut Robert Koch Institut im Jahr 2015 in Deutschland 716 Patienten. Dabei wurde jedoch keine Differenzierung in die verschiedenen Schilddr\u00fcsenkarzinomtypen vorgenommen.<\/p>\n<p>F\u00fcr das papill\u00e4re Schilddr\u00fcsenkarzinom sind mittlerweile verschiedene Varianten beschrieben worden, deren Wachstumsverhalten eine gro\u00dfe Variabilit\u00e4t aufweist. Die zugrunde liegenden Genver\u00e4nderungen sind bislang noch wenig erforscht. Daher will die Arbeitsgruppe von Univ.-Prof. Dr. Rajalingam (Heisenberg Professor und Fellow des Gutenberg Forschungskollegs) eine Sammlung von Gewebekulturen dieser Tumoren anlegen, die die Identifizierung typischer Muster f\u00fcr die Varianten des papill\u00e4ren Schilddr\u00fcsenkarzinoms vorantreiben soll. Das soll in enger Zusammenarbeit mit Univ.-Prof. Dr. Thomas Musholt, Leiter der Sektion Endokrine Chirurgie der Klinik f\u00fcr Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, und mit Univ.-Prof. Dr. Wilfried Roth, Direktor des Instituts f\u00fcr Pathologie, erfolgen.<\/p>\n<p>Konkret ist geplant, ein standardisiertes Verfahren zu erarbeiten, mit dem sich hochwertige dreidimensionale Tumorgewebekulturen herstellen lassen. Hierzu wollen die Wissenschaftler das von mindestens 20 Patienten entnommene Tumorgewebe verwenden. \u201eDadurch wird eine bislang einzigartige Sammlung von prim\u00e4rem Tumorgewebe entstehen, die uns eine weitreichende Analyse erm\u00f6glicht\u201c, ist Prof. Rajalingam \u00fcberzeugt. \u201eDas sollte uns in die Lage versetzen, die im Tumormaterial ver\u00e4nderten Zellen zur Testung von Medikamenten zu verwenden.\u201c Dar\u00fcber hinaus sei zu erwarten, dass sich mittels Proteom- und Genomanalysen des Tumormaterials im Vergleich zu gesundem Gewebe tumor- und metastasenspezifische Ver\u00e4nderungen sowie neue Biomarker und Therapiem\u00f6glichkeiten entdecken lassen.<\/p>\n<div style=\"background-color: #f8f9fa; border: 2px solid #6c757d; padding: 20px; border-radius: 0; color: #343a40; font-family: Arial, sans-serif;\">\n<h3 style=\"margin-top: 0;\">Wissensbaustein Schilddr\u00fcsenkrebs<\/h3>\n<p>Schilddr\u00fcsenkrebs ist eine seltene, aber ernstzunehmende Erkrankung der Schilddr\u00fcse. Fr\u00fch erkannt, sind die Heilungschancen in vielen F\u00e4llen gut. Deshalb ist es wichtig, Symptome ernst zu nehmen und sich umfassend \u00fcber Diagnose- und Behandlungsm\u00f6glichkeiten zu informieren. Auf der zentralen Seite &#8222;<strong>Was tun bei Schilddr\u00fcsenkrebs?<\/strong>&#8220; finden Sie alle wichtigen Informationen rund um die Erkrankung, Therapieformen und Nachsorge.<\/p>\n<p><a style=\"display: inline-block; background-color: #28a745; color: white; padding: 10px 20px; border-radius: 5px; text-decoration: none; font-weight: bold; text-align: center;\" href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/schilddruesenkrebs\/\">Mehr erfahren<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDurch den Vergleich von gesundem Gewebe mit Tumorgewebe erhoffen wir uns, neue Mutationen zu entdecken, die eine wesentliche Rolle in der Krankheitsentstehung und im weiteren Krankheitsverlauf spielen. Daher wird uns dieser innovative Forschungsansatz wertvolle neue Einblicke in die Struktur und den Aufbau der verschiedenen Varianten des papill\u00e4ren Schilddr\u00fcsenkarzinoms geben und die Entwicklung neuer Therapieans\u00e4tze vorantreiben\u201c, so Prof. Rajalingam. Die Krebsentstehung ist ein mehrstufiger Prozess. Vor diesem Hintergrund erm\u00f6glicht eine genaue Charakterisierung der mutierten oder deregulierten Proteine ein besseres Verst\u00e4ndnis der Vorg\u00e4nge, die der Transformation einer gesunden K\u00f6rperzelle in eine Tumorzelle zugrunde liegen.<\/p>\n<p>\u201eDieses Forschungsprojekt nutzt in herausragender Weise die interdisziplin\u00e4ren Strukturen, die sich am Standort bieten. Professor Rajalingam wird unter anderem Krebsmediziner unseres universit\u00e4ren Centrums f\u00fcr Tumorerkrankungen (UCT) und unsere exzellenten Pathologen einbinden. Daher sind nach meinem Daf\u00fcrhalten beste Voraussetzungen gegeben, um wegweisende Ergebnisse zu erzielen\u201c, unterstreicht der Wissenschaftliche Vorstand der Universit\u00e4tsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Ulrich F\u00f6rstermann.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.unimedizin-mainz.de\/presse\/pressemitteilungen\/aktuellemitteilungen\/newsdetail\/article\/innovatives-wissenschaftsprojekt-soll-neue-therapieformen-fuer-das-papillaere-schilddruesenkarzinom-ermoeglichen.html?type=98\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">unimedizin-mainz.de<\/a> (<span style=\"color: #ff0000;\">Link gepr\u00fcft am 14.09.23<\/span>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutsche Krebshilfe f\u00f6rdert Forschungsprojekt von Univ.-Prof. Dr. Rajalingam von der Universit\u00e4tsmedizin Mainz In Deutschland erkranken j\u00e4hrlich etwa 7000 Menschen an einem b\u00f6sartigen Tumor in der Schilddr\u00fcse. Das papill\u00e4re Schilddr\u00fcsenkarzinom ist die am h\u00e4ufigsten auftretende Form dieser Krebserkrankung. Frauen sind \u00f6fter betroffen als M\u00e4nner. 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