{"id":3752,"date":"2018-01-25T10:44:28","date_gmt":"2018-01-25T09:44:28","guid":{"rendered":"http:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/?p=3752"},"modified":"2025-07-31T11:50:43","modified_gmt":"2025-07-31T09:50:43","slug":"schilddruesenkrankheiten-sind-frauenkrankheiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/schilddruesenkrankheiten-sind-frauenkrankheiten\/","title":{"rendered":"Schilddr\u00fcsenkrankheiten sind Frauenkrankheiten &#8211; Leidet deshalb die Behandlungsqualit\u00e4t?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Frauen werden eher als M\u00e4nner f\u00fcr psychisch krank gehalten. Ihre Beschwerden werden nicht selten herabgew\u00fcrdigt und weniger ernst genommen. Das wirkt sich leider auch auf die eigentlich erforderliche Diagnostik und die Behandlungsqualit\u00e4t von schilddr\u00fcsenkranken Frauen aus.<\/strong><!--more--><\/p>\n<div class=\"frauen-teaser\" style=\"border: 1px solid #ccc; padding: 15px; margin: 20px 0; background-color: #f9f9f9;\"><strong><span style=\"color: #008000;\">&#x1f340;<\/span>Schilddr\u00fcse und Frau &#8211; alles was Sie zu dem Thema wissen m\u00fcssen<\/strong><br \/>\nDie Schilddr\u00fcse ist eng mit dem weiblichen Hormonhaushalt verkn\u00fcpft: Pubert\u00e4t, Zyklus, Verh\u00fctung, Kinderwunsch, Schwangerschaft, Stillzeit, Wochenbettdepression, postpartale Thyreoiditis und Wechseljahre &#8211; f\u00fcr uns Frauen sind hormonelle Probleme immer auch ein Wechselbad der Gef\u00fchle.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/spezial-schilddruese-frauen\/\">Jetzt mehr dar\u00fcber erfahren!<\/a><\/div>\n<p>Vielleicht haben Sie schon einmal irgendwo gelesen, dass Frauen beispielsweise an einer Hashimoto-Thyreoiditis zehnmal h\u00e4ufiger erkranken als M\u00e4nner. Und genau diese Tatsache ist mitverantwortlich daf\u00fcr, dass Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen sehr h\u00e4ufig medizinisch ausgesprochen schlecht betreut werden. Denn auch heutzutage werden Frauen immer noch sehr viel eher als M\u00e4nner f\u00fcr psychisch labil, wenig belastbar, schmerzempfindlich und wehleidig gehalten. In Kombination mit den oft unklaren und nicht immer eindeutigen Beschwerden einer Schilddr\u00fcsenfehlfunktion liegt die vorschnelle Vorverurteilung durch \u00c4rztinnen auf der Hand (&#8222;Von der Erkrankung der Schilddr\u00fcse kommen Ihre Beschwerden nicht und im Zweifelsfall m\u00fcssen wir auch mal an psychosomatische Ursachen denken.&#8220;). H\u00e4ufig ein Irrtum, der dazu f\u00fchrt, dass die notwendige Behandlung unterbleibt und Leidenswege von Schilddr\u00fcsenpatientInnen unn\u00f6tig verl\u00e4ngert werden.<\/p>\n<p><strong>Hormonelle Umbruchphasen werden dabei h\u00e4ufig als Ausrede genutzt und zur Erkl\u00e4rung herangezogen. Es gibt scheinbar immer einen harmlosen und vermeintlich nicht behandlungsbed\u00fcrftigen Grund daf\u00fcr, warum es Frauen nicht gut geht.<\/strong><\/p>\n<p>Im Hinblick darauf spielen zum Beispiel die \u00fcblichen Erkl\u00e4rungsmuster f\u00fcr vermeintlich typische Frauenbeschwerden eine Rolle. Erst ist es die Pubert\u00e4t weiblicher Sensibelchen, dann haben Frauen wegen einer Schwangerschaft &#8222;nah am Wasser gebaut&#8220;, es folgt die \u00dcberforderung der jungen Mutter, dann Probleme aufgrund der Doppelbelastung von Familie und Beruf, wahlweise das Empty-Nest-Syndrom oder Depressionen wegen Kinderlosigkeit, die Wechseljahre und schlie\u00dflich Altersbeschwerden.<\/p>\n<p>Das eigentliche Problem sind allerdings \u00c4rztInnen, die sich mit Schilddr\u00fcsenkrankheiten wie der Hashimoto-Thyreoiditis schlicht und ergreifend nicht gut genug auskennen. Es reicht eben nicht aus einmal im Jahr den TSH-Wert zu bestimmen und alle f\u00fcnf Jahre eine Schilddr\u00fcsensonografie zu machen. Eine Schilddr\u00fcsenhormontherapie und eine Einstellung des TSH im Normalbereich garantiert keine Beschwerdefreiheit. Trotz Behandlung auftretende Krankheitssymptome sind folgerichtig nicht automatisch psychosomatisch bedingt.<\/p>\n<p><strong>Das Vertrauensverh\u00e4ltnis zwischen \u00c4rztInnen und PatientInnen ist leider manchmal nicht so gegeben wie es f\u00fcr eine offene Kommunikation wirklich notwendig w\u00e4re.<\/strong><\/p>\n<p>Wichtig w\u00e4re es, den Frauen einfach mal zuzuh\u00f6ren und sich anschlie\u00dfend die M\u00fche zu machen sorgf\u00e4ltig nach den Ursachen f\u00fcr den Symptomkomplex zu forschen. K\u00f6nnte trotz vermeintlich normaler Schilddr\u00fcsenwerte nicht doch noch eine Schilddr\u00fcsenunterfunktion (Hypothyreose) vorliegen? Dann ist das Naheliegendste oft das Richtige &#8211;\u00a0 die verbesserungsw\u00fcrdige Einstellung mit dem Schilddr\u00fcsenhormonpr\u00e4parat zu optimieren. Frauen erwarten keine\/n perfekte\/n \u00c4rztin\/Arzt, aber jemanden der sie ernst nimmt und der sich k\u00fcmmert. Und oft ist Ehrlichkeit der beste Weg. Warum nicht einfach sagen wie es ist &#8222;Die Schilddr\u00fcsenwerte sind eigentlich in Ordnung. Trotzdem kann es sein, dass eine Ver\u00e4nderung der Dosis Ihre Beschwerden lindert. Wenn Sie einverstanden sind, dann probieren wir das aus?&#8220;.<\/p>\n<p>Die Realit\u00e4t sieht allerdings anders aus &#8211; auch weil viele Frauen ihr Verhalten l\u00e4ngst angepasst haben. Mit dem viel zitierten Vertrauensverh\u00e4ltnis zwischen \u00c4rztInnen und PatientInnen ist es leider oft nicht allzu weit her. Anstatt von Schlafst\u00f6rungen, Weinerlichkeit, Appetitlosigkeit, Verstopfung und Gewichtszunahme zu sprechen erw\u00e4hnen die Schilddr\u00fcsenpatientInnen &#8222;aus Angst in der Psychoecke zu landen&#8220; lieber nur anhaltende Magen-Darm-Probleme. Das macht es allerdings auch den \u00c4rztInnen ungleich schwieriger die richtige Diagnose zu stellen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Neuerscheinung 23. Dezember 2023<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-12663 alignleft\" src=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Buchcover-DHT-F.jpg\" alt=\"\" width=\"116\" height=\"184\" \/>Nicole Wobker:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/amzn.to\/3GWSXTS\"><strong>Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis bei M\u00e4dchen und Frauen<\/strong><\/a> (Amazon-Partnerlink)<\/p>\n<p>In diesem E-Book erfahren M\u00e4dchen und Frauen nicht nur alles Wichtige \u00fcber Ursachen, Symptome, Schilddr\u00fcsenwerte und Therapie der Hashimoto-Thyreoiditis, sondern besonderes Augenmerk wurde auf die weiblichen Aspekte (Pubert\u00e4t, Zyklusst\u00f6rungen, Kinderwunsch, Schwangerschaft und Wechseljahre) dieser untersch\u00e4tzten Schilddr\u00fcsenerkrankung gelegt.<\/p>\n<hr \/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frauen werden eher als M\u00e4nner f\u00fcr psychisch krank gehalten. 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