{"id":34,"date":"2015-01-08T09:49:26","date_gmt":"2015-01-08T08:49:26","guid":{"rendered":"http:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/?p=34"},"modified":"2025-08-05T08:41:57","modified_gmt":"2025-08-05T06:41:57","slug":"zahl-der-schilddruesenkrebsfaelle-in-fukushima-steigt-weiter-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/zahl-der-schilddruesenkrebsfaelle-in-fukushima-steigt-weiter-an\/","title":{"rendered":"Zahl der Schilddr\u00fcsenkrebsf\u00e4lle in Fukushima steigt weiter an"},"content":{"rendered":"<p><strong>In Fukushima wurden die neuesten Daten der Schilddr\u00fcsen-Reihenuntersuchungen ver\u00f6ffentlicht. Sie deuten erstmals auf einen Anstieg der Neuerkrankungen von Schilddr\u00fcsenkrebs bei japanischen Kindern hin.<\/strong><\/p>\n<p>Im Rahmen des ersten &#8222;Screenings&#8220; wurde bereits bei 84 Kindern Schilddr\u00fcsenkrebs festgestellt, der zum Teil bereits Metastasen gebildet hatte. Bei ihnen mussten daraufhin Teile der Schilddr\u00fcsen operativ entfernt werden. Bei 24 weiteren Kindern liegen ebenfalls krebsverd\u00e4chtige Biopsie-Befunde vor. All diese F\u00e4lle wurden von den Beh\u00f6rden in Japan bislang auf den sogenannten &#8222;Screeningeffekt&#8220;geschoben. Damit bezeichnet man die Beobachtung, dass bei Reihenuntersuchungen Krankheitsf\u00e4lle gefunden werden, die klinisch noch keine Symptome gezeigt haben und erst zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt aufgefallen w\u00e4ren. <!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">-Anzeige-<br \/>\n<script async src=\"https:\/\/pagead2.googlesyndication.com\/pagead\/js\/adsbygoogle.js?client=ca-pub-2860650483659473\" crossorigin=\"anonymous\"><\/script><br \/>\n<!-- SDG-2025-Display-Responsiv --><br \/>\n<ins class=\"adsbygoogle\" style=\"display: block;\" data-ad-client=\"ca-pub-2860650483659473\" data-ad-slot=\"5199025168\" data-ad-format=\"auto\" data-full-width-responsive=\"true\"><\/ins><br \/>\n<script>\n     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});\n<\/script><\/p>\n<p>Jetzt liegen allerdings die ersten Zahlen der Nachuntersuchung von Kindern vor, die bereits im ersten Screening erfasst worden waren. Bislang wurden 60.505 Kinder nachuntersucht und bei 57,8% Knoten oder Zysten gefunden. Im Erst-Screening lag diese Rate noch bei 48,5%. In konkreten Zahlen bedeutet das, dass bei 12.967 Kindern, bei denen im ersten Screening noch keine Anomalien gefunden wurden, nun Zysten oder Knoten festgestellt &#8211; bei 127 von ihnen sogar so gro\u00dfe, dass eine weitere Abkl\u00e4rung dringend notwendig wurde.<\/p>\n<p>Auch bei 206 Kindern mit kleinen Zysten oder Knoten im Erst-Screening wurde in der Nachuntersuchung ein so rasches Wachstum festgestellt, dass weitergehende Diagnostik eingeleitet wurde. Aktuell wurde bei elf dieser Kinder eine Feinnadelbiopsie durchgef\u00fchrt, bei vier von ihnen besteht nun der akute Verdacht auf eine Krebserkrankung. Sollte sich bei diesen F\u00e4llen die Krebserkrankung best\u00e4tigen, lie\u00dfe sich das nicht mehr mit einem Screeningeffekt begr\u00fcnden, denn es w\u00fcrde sich um Neuerkrankungen handeln, die sich im Laufe der letzten beiden Jahren entwickelt h\u00e4tten.<\/p>\n<p>&#8222;Zwar ist es noch zu fr\u00fch, die langfristigen gesundheitlichen Folgen der Atomkatastrophe absch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, doch diese ersten Untersuchungsergebnisse sind besorgniserregend&#8220;, erkl\u00e4rt der stellvertretende IPPNW-Vorsitzende Dr. Alex Rosen. \u201eBislang liegt nur ein Bruchteil der Ergebnisse der Nachuntersuchungen vor. Basierend auf den Erfahrungen aus Tschernobyl werde die Zahl der Schilddr\u00fcsenkrebserkrankungen noch \u00fcber viele Jahre ansteigen.\u201c Gem\u00e4\u00df den Zahlen der Vereinten Nationen sei von mehr als 1.000 Schilddr\u00fcsenkrebsf\u00e4llen als Folge der Atomkatastrophe auszugehen, wobei die tats\u00e4chlich zu erwartende Zahl vermutlich noch um ein vielfaches h\u00f6her liegt, da sich die UN in ihren Berechnungen auf verzerrte Annahmen st\u00fctzte.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">-Anzeige-<br \/>\n<script async src=\"https:\/\/pagead2.googlesyndication.com\/pagead\/js\/adsbygoogle.js?client=ca-pub-2860650483659473\" crossorigin=\"anonymous\"><\/script><br \/>\n<!-- SDG-2025-Display-Responsiv --><br \/>\n<ins class=\"adsbygoogle\" style=\"display: block;\" data-ad-client=\"ca-pub-2860650483659473\" data-ad-slot=\"5199025168\" data-ad-format=\"auto\" data-full-width-responsive=\"true\"><\/ins><br \/>\n<script>\n     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});\n<\/script><\/p>\n<p>Gleichzeitig stellt Schilddr\u00fcsenkrebs nur einen kleinen Teil der gesundheitlichen Folgen der radioaktiven Kontamination der Bev\u00f6lkerung dar: erh\u00f6hte Raten an Leuk\u00e4mien, Lymphomen, soliden Tumoren, Herz-Kreislauferkrankungen, hormonellen, neurologischen und psychiatrischen St\u00f6rungen werden aufgrund fr\u00fcherer Erfahrungen mit Atomungl\u00fccken erwartet. Hinzu kommen die nicht unerheblichen psychosozialen Auswirkungen durch die Traumatisierung und das Gef\u00fchl, von den Beh\u00f6rden get\u00e4uscht und allein gelassen zu werden.<\/p>\n<p>Die Menschen in Fukushima und den anderen verstrahlten Regionen in Japan ben\u00f6tigen dringend eine umfassende medizinische Beratung und ein auf ihre Bed\u00fcrfnisse zugeschnittenes und transparentes Angebot an Vorsorgeuntersuchungen, mit dem Krankheiten fr\u00fchzeitig erkannt und behandelt werden k\u00f6nnen und auf dessen Ergebnisse die Patienten Zugriff haben. All das ist in Japan derzeit nicht gew\u00e4hrleistet. Die deutsche IPPNW-Sektion appelliert an die Verantwortlichen, die n\u00f6tigen Ma\u00dfnahmen in die Wege zu leiten, um weiteren gesundheitlichen Schaden von den betroffenen Menschen abzuwenden.<\/p>\n<p>Quelle: ippnw.de\u00a0<span style=\"color: #ff0000;\">Direktlink wurde gel\u00f6scht, da die Seite am 05.07.18 nicht erreichbar war.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Fukushima wurden die neuesten Daten der Schilddr\u00fcsen-Reihenuntersuchungen ver\u00f6ffentlicht. Sie deuten erstmals auf einen Anstieg der Neuerkrankungen von Schilddr\u00fcsenkrebs bei japanischen Kindern hin. Im Rahmen des ersten &#8222;Screenings&#8220; wurde bereits bei 84 Kindern Schilddr\u00fcsenkrebs festgestellt, der zum Teil bereits Metastasen gebildet hatte. 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