{"id":3313,"date":"2017-09-14T07:00:01","date_gmt":"2017-09-14T05:00:01","guid":{"rendered":"http:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/?p=3313"},"modified":"2025-08-05T08:23:33","modified_gmt":"2025-08-05T06:23:33","slug":"schilddruesenerkrankungen-mit-homoeopathie-begleiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/schilddruesenerkrankungen-mit-homoeopathie-begleiten\/","title":{"rendered":"Schilddr\u00fcsenerkrankungen mit Hom\u00f6opathie begleiten"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die unterst\u00fctzende Behandlung von Krankheiten der Schilddr\u00fcse mit hom\u00f6opathischen Mittel ersetzt nicht die Schilddr\u00fcsenhormontherapie.<\/strong><\/p>\n<p>Erkrankungen der Schilddr\u00fcse treten immer h\u00e4ufiger auf. Insbesondere Frauen sind davon betroffen. In Deutschland nehmen Sch\u00e4tzungen zufolge rund 4,1 Millionen Menschen Schilddr\u00fcsenhormone ein. H\u00e4ufig sind die Patienten ihr Leben lang darauf angewiesen. Mit Klassischer Hom\u00f6opathie k\u00f6nnen erfahrene Therapeuten hier unterst\u00fctzend behandeln. Sie k\u00f6nnen helfen, die Symptome zu reduzieren und den h\u00e4ufig zugrundeliegenden Autoimmunprozess zu beeinflussen. Darauf weist der Verband Klassischer Hom\u00f6opathen Deutschlands e.V. (VKHD) hin. <!--more--><\/p>\n<p>Die Schilddr\u00fcse ist ein kleines Organ, aber mit gro\u00dfen Aufgaben. Sie produziert die beiden Hormone T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin), die aus Aminos\u00e4uren durch das Anlagern von Jod gebildet werden. Diese Schilddr\u00fcsenhormone sind f\u00fcr den reibungslosen Ablauf einer ganzen Reihe von wichtigen K\u00f6rperfunktionen verantwortlich. So regeln oder beeinflussen sie den Energieverbrauch, die K\u00f6rperw\u00e4rme, den Mineralstoff- und Wasserhaushalt, den Kreislauf und die Magen-Darm-Funktion, den Schlaf, die Aktivit\u00e4t von Nerven und Muskeln, aber auch das seelische Wohlbefinden und die Fruchtbarkeit sowie das L\u00e4ngenwachstum und die geistige Entwicklung, insbesondere von Kindern.<\/p>\n<p><strong>Wenn das System gest\u00f6rt ist<\/strong><br \/>\nGibt die Schilddr\u00fcse \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum zu viele oder zu wenige Hormone an den K\u00f6rper ab, beeintr\u00e4chtigt dies den gesamten Organismus. Eine Schilddr\u00fcsenunterfunktion tritt am h\u00e4ufigsten in Form der chronischen, autoimmunbedingten Hashimoto-Thyreoiditis auf. Bevor sie diagnostiziert wird, verl\u00e4uft sie oft \u00fcber Jahre symptomarm. Der schleichende Entz\u00fcndungsprozess zerst\u00f6rt letztendlich die Schilddr\u00fcse und es kommt zu einer Schilddr\u00fcsenunterfunktion bis hin zu totaler Funktionslosigkeit. Die Ursachen sind noch nicht abschlie\u00dfend wissenschaftlich erforscht. Auf jeden Fall nimmt die Zahl der erkrankten Patienten in den letzten Jahren stark zu. Die konventionelle Therapie besteht darin, so lange abzuwarten, bis eine dauerhafte Gabe von Schilddr\u00fcsenhormonen erforderlich wird. Diese Substitution muss bis ans Lebensende erfolgen. Eine weitere Form der Autoimmunerkrankung ist der Morbus Basedow. Hierbei kommt es im Gegensatz zur Hashimoto Thyreoiditis zu einer Schilddr\u00fcsen\u00fcberfunktion und oft zu einer Vergr\u00f6\u00dferung der Schilddr\u00fcse. Je nach Schwere der Erkrankung kommen hierbei die Gabe von hemmenden Medikamenten, eine Radiojodtherapie oder eine teilweise Entfernung der Schilddr\u00fcse als schulmedizinische Therapie zur Anwendung.<\/p>\n<p><strong>Schilddr\u00fcsenerkrankungen: lange unerkannt<\/strong><br \/>\nClementina Rabuffetti, hom\u00f6opathisch arbeitende Heilpraktikerin aus Berlin, berichtet aus ihrer Praxis, dass Schilddr\u00fcsenerkrankungen h\u00e4ufig lange unerkannt bleiben. \u201eViele Menschen mit einer Schilddr\u00fcsenunterfunktion f\u00fchlen sich gar nicht krank. Sie berichten eher beil\u00e4ufig von Beschwerden wie Gewichtsver\u00e4nderungen, M\u00fcdigkeit, Haut-\/Haar-Ver\u00e4nderungen, Konzentrationsst\u00f6rungen, K\u00e4lteintoleranz, Menstruationsst\u00f6rungen oder Verstopfung. H\u00e4ufig beobachte ich, dass neben einer erblichen Anlage auch schwierige Lebensumst\u00e4nde Ausl\u00f6ser f\u00fcr die gest\u00f6rte Schilddr\u00fcsenfunktion sein k\u00f6nnen, z.B. Dauerstress, Kummer, Schlafmangel oder auch Angst.\u201c Als Mitursache werden wissenschaftlich auch der Einfluss von Umweltbelastungen, schwere Viruserkrankungen wie die G\u00fcrtelrose oder eine \u00fcberm\u00e4\u00dfige Jodzufuhr diskutiert.<\/p>\n<p><strong>Die Erkrankung an den Wurzeln packen<\/strong><br \/>\n\u201ePatienten mit behandlungsbed\u00fcrftiger Schilddr\u00fcsenunterfunktion werden schulmedizinisch mit Hormonen behandelt. Manche kommen ganz gut damit zurecht, bei anderen dauert es l\u00e4nger, bis sie richtig eingestellt sind. Der Autoimmunprozess wird dadurch aber nicht beeinflusst und die von der Unterfunktion ausgel\u00f6sten Beschwerden verschwinden oft auch nicht vollst\u00e4ndig. Als Hom\u00f6opathin suche ich nach Wegen, wie ich die Lebensqualit\u00e4t der Patienten verbessern kann und zu den Wurzeln der Erkrankung vorsto\u00dfe\u201c, sagt Rabuffetti. \u201eDie Gabe von Schilddr\u00fcsenhormonen oder die Entfernung der Schilddr\u00fcse stoppen zwar die \u00dcber- oder Unterfunktion, aber die tiefer liegende Erkrankung bleibt unbehandelt. Die klassische Hom\u00f6opathie bietet in meinen Augen eine gute Erg\u00e4nzung, weil sie nicht nur die Schilddr\u00fcse, sondern auch den Autoimmunprozess im Fokus hat\u201c, so Rabuffetti.<\/p>\n<p><strong>Keine hom\u00f6opathische Selbstmedikation bei Schilddr\u00fcsenerkrankungen<\/strong><br \/>\n\u201eHom\u00f6opathen schauen sich den ganzen Menschen an und behandeln die individuellen Beschwerden und Symptome der Kranken\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Birgit Weyel, zust\u00e4ndig f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeitsarbeit im Verband Klassischer Hom\u00f6opathen Deutschlands e.V. (VKHD). \u201eDas braucht im Regelfall Zeit, eine entsprechende Ausbildung und ist auch nicht mit der Gabe eines einzigen Mittels getan. Der VKHD r\u00e4t deshalb ausdr\u00fccklich von Selbstbehandlungen mit Hom\u00f6opathie bei Schilddr\u00fcsenerkrankungen ab. Bei chronischen Erkrankungen wie Schilddr\u00fcsenst\u00f6rungen m\u00fcssen erfahrene und gut ausgebildete Hom\u00f6opathen die Behandlung begleiten\u201c, betont Weyel die Position des Verbandes.<\/p>\n<p><strong>Individuelle Mittelwahl<\/strong><br \/>\nDie Berliner Hom\u00f6opathin Rabuffetti best\u00e4tigt dies und erkl\u00e4rt: \u201eDrei Menschen, die unter Morbus Basedow leiden, werden von mir mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit drei verschiedene hom\u00f6opathische Mittel erhalten. Eine Patientin erkrankte z.B. nach dem pl\u00f6tzlichen unerwarteten Tod ihres Freundes. Die andere kann keine auffallende Ursache nennen, sie lebt aber im Dauerstress, hat drei Jobs, zwei Kinder und kommt nie zu Ruhe. Die dritte Betroffene hat ihre krebskranke Mutter lange gepflegt und sich total verausgabt. Die Umst\u00e4nde muss ich bei der Wahl des richtigen Mittels jeweils ber\u00fccksichtigen. Hom\u00f6opathen \u00fcberpr\u00fcfen im Laufe der Behandlung regelm\u00e4\u00dfig, wie sich die Symptome entwickeln und ob das hom\u00f6opathische Mittel beibehalten werden kann oder ein Folgemittel angezeigt ist. Bei Schilddr\u00fcsenerkrankungen ist h\u00e4ufig eine Reihenfolge von Mitteln n\u00f6tig, um der Grundst\u00f6rung den Boden zu entziehen. Auch die Dosierung der Arzneien muss jeweils bedacht werden\u201c, so Rabuffetti. Sie erg\u00e4nzt noch, dass sie auch die jeweilige Krankengeschichte und Familienanamnese ber\u00fccksichtigt, um den Boden, auf dem die Krankheit sich entwickelt, mitzubehandeln.<\/p>\n<p><strong>Lebensstil\u00e4nderungen sind nicht selten notwendig<\/strong><br \/>\n\u201eNeben der hom\u00f6opathischen Behandlung mache ich den Patienten auch deutlich, dass sie einfache Ern\u00e4hrungsregeln beachten m\u00fcssen\u201c, f\u00fchrt Rabuffetti aus. \u201eBei einer \u00dcberfunktion der Schilddr\u00fcse m\u00fcssen sie beispielsweise die Jodaufnahme strikt reduzieren. Ich thematisiere auch Lebensstil\u00e4nderungen: ausreichend k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t, Reduktion von \u00dcbergewicht, mit dem Rauchen aufh\u00f6ren etc. F\u00fcr manche Patienten ist es auch wichtig, den eigenen Rhythmus wiederzufinden, die Zeiten der Aktivit\u00e4t und die Zeiten der Ruhe zu trennen, den Schlaf wiederzuentdecken. Andere m\u00fcssen lernen, nach eigenen und nicht fremden Regeln zu leben\u201c, so Rabuffetti. Sie zieht das Fazit: \u201eIch erlebe es immer wieder, dass eine von der Hom\u00f6opathie begleitete Schilddr\u00fcsenerkrankung den Patienten neue\u00a0 Perspektiven er\u00f6ffnen kann: in Richtung Gesundheit, Lebensqualit\u00e4t und Freude. Das macht meine Arbeit f\u00fcr mich so erf\u00fcllend.\u201c<\/p>\n<p>Quelle: vkhd.de<span style=\"color: #ff0000;\"> Direktlink zur Pressemitteilung funktionierte bei der \u00dcberpr\u00fcfung am 06.07.18 leider nicht mehr.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die unterst\u00fctzende Behandlung von Krankheiten der Schilddr\u00fcse mit hom\u00f6opathischen Mittel ersetzt nicht die Schilddr\u00fcsenhormontherapie. Erkrankungen der Schilddr\u00fcse treten immer h\u00e4ufiger auf. Insbesondere Frauen sind davon betroffen. In Deutschland nehmen Sch\u00e4tzungen zufolge rund 4,1 Millionen Menschen Schilddr\u00fcsenhormone ein. 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