{"id":3151,"date":"2017-01-16T09:00:50","date_gmt":"2017-01-16T08:00:50","guid":{"rendered":"http:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/?p=3151"},"modified":"2025-08-05T08:26:08","modified_gmt":"2025-08-05T06:26:08","slug":"universitaetsklinikum-frankfurt-erhaelt-schnellste-ultraschalltechnik-gegen-schilddruesenknoten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/universitaetsklinikum-frankfurt-erhaelt-schnellste-ultraschalltechnik-gegen-schilddruesenknoten\/","title":{"rendered":"Universit\u00e4tsklinikum Frankfurt erh\u00e4lt schnellste Ultraschalltechnik gegen Schilddr\u00fcsenknoten"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mit dem HIFU Beamotion k\u00f6nnen Schilddr\u00fcsenknoten jetzt in einer deutlich k\u00fcrzeren Behandlungszeit entfernt werden.<\/strong><\/p>\n<p>Am Universit\u00e4tsklinikum Frankfurt wurde am 5. Januar die neueste Generation der schonenden Ultraschalltechnologie f\u00fcr die Therapie von Schilddr\u00fcsenknoten installiert: HIFU Beamotion. Das Ger\u00e4t f\u00fcr hochintensiv fokussierten Ultraschall (HIFU) bietet Patienten den Vorteil einer sehr deutlich reduzierten Behandlungszeit: Sie verk\u00fcrzt sich um circa 70 Prozent.\u00a0 Mit dem HIFU Beamotion k\u00f6nnen sowohl gutartige als auch b\u00f6sartige Knoten entfernt werden, ohne dass die \u00c4rzte einen einzigen Schnitt im K\u00f6rper machen m\u00fcssen. Es wird nur das erkrankte Gewebe zerst\u00f6rt, w\u00e4hrend die Haut und die restliche Schilddr\u00fcse verschont bleiben und ihre normale Funktion behalten. Nach der Behandlung sind im Regelfall keine Schilddr\u00fcsenmedikamente mehr n\u00f6tig.\u00a0 <!--more--><\/p>\n<p><strong>Au\u00dfergew\u00f6hnliche Technik macht Behandlung besonders schonend und komfortabel.<\/strong><\/p>\n<p>Fast 20 Prozent der Deutschen haben einen oder mehrere Schilddr\u00fcsenknoten. Die dadurch verursachte Vergr\u00f6\u00dferung der Schilddr\u00fcse kann sich f\u00fcr die Betroffenen sehr unangenehm auswirken: Ein Gef\u00fchl wie bei einem Klo\u00df im Hals, ein unangenehmes Druckgef\u00fchl, Heiserkeit oder R\u00e4usperzwang k\u00f6nnen die Folge sein. Fr\u00fcher wurden die Knoten oft durch eine Operation entfernt. Das ist allerdings f\u00fcr die Patienten belastend und mit Risiken verbunden. Mit dem HIFU Beamotion k\u00f6nnen die Geschwulste sehr schonend behandelt werden. Es ist ein Verfahren der Thermoablation, bei dem erkranktes Gewebe durch Hitze beseitigt wird. Bei den meisten dieser Techniken wird daf\u00fcr eine Nadel in den K\u00f6rper eingef\u00fchrt. Das Besondere an der Ultraschallbehandlung ist, dass sie \u00fcberhaupt keinen Schnitt im K\u00f6rper des Patienten ben\u00f6tigt. Sie beseitigt den Knoten unter der Haut, ohne diese zu besch\u00e4digen. Hierbei werden Ultraschallwellen \u00e4hnlich wie Sonnenstrahlen durch eine Lupe auf einen pr\u00e4zisen Punkt innerhalb der Schilddr\u00fcse geb\u00fcndelt. Damit wird eine lokale Erw\u00e4rmung des Gewebes erreicht, ohne das umgebende Gewebe zu beeinflussen. Die Hitze zerst\u00f6rt die erkrankten Zellen des Schilddr\u00fcsenknotens, die danach vom K\u00f6rper selbstst\u00e4ndig abgebaut werden. Mit dem HIFU Beamotion kann dieses Verfahren nun viel schneller durchgef\u00fchrt werden. Verantwortlich daf\u00fcr ist eine minimale Rotation des Behandlungskopfs. Dadurch deckt der Strahl des Ultraschalls eine gr\u00f6\u00dfere Fl\u00e4che ab \u2013 mit durchschlagendem Erfolg: Bei einem beispielsweise f\u00fcnf Milliliter gro\u00dfen Knoten wird nur noch circa eine Viertelstunde Behandlungszeit ben\u00f6tig, w\u00e4hrend man daf\u00fcr mit den bisherigen Ger\u00e4ten fast eine Stunde brauchte. Das macht die Behandlung f\u00fcr die Patienten deutlich komfortabler.<\/p>\n<p><strong>Das richtige Verfahren f\u00fcr jeden Patienten<\/strong><\/p>\n<p>Die Klinik f\u00fcr Nuklearmedizin am Universit\u00e4tsklinikum Frankfurt hat das HIFU-Verfahren international etabliert. Im Jahr 2014 hatte sie die erste Ultraschallbehandlung von Schilddr\u00fcsenknoten in Deutschland durchgef\u00fchrt. Die Therapie ist eine von verschiedenen Varianten der Thermoablation von Schilddr\u00fcsengewebe, die als Alternative zur Schilddr\u00fcsenoperation an diesem Standort angeboten werden. Das Universit\u00e4tsklinikum nimmt auch international eine F\u00fchrungsposition bei der Weiterentwicklung und dem Einsatz der Technologie ein. So hat das Frankfurter \u00c4rzteteam unter der Leitung von PD Dr. H\u00fcdayi Korkusuz und Prof. Frank Gr\u00fcnwald das \u201eFrankfurter Protokoll\u201c zur optimalen Durchf\u00fchrung der HIFU-Therapie entwickelt. Mittlerweile nutzen verschiedene Zentren weltweit das Protokoll zur Behandlung. Neben der Ultraschallbehandlung bietet das Universit\u00e4tsklinikum auch die Radiojodtherapie, die Mikrowellen- und die Radiofrequenzablation an. Um die Verfahren weiterzuentwickeln, die Expertise weiterzugeben und Patienten \u00fcber Alternativen zur Schilddr\u00fcsenoperation zu informieren, wurde 2014 das Deutsche Zentrum f\u00fcr Thermoablation von Schilddr\u00fcsenknoten (www.dzta.de) gegr\u00fcndet. Die Institution hat das Ziel, die Thermoablation von Schilddr\u00fcsenknoten in Deutschland zu optimieren und den \u00e4rztlichen Austausch \u00fcber Erfahrungen mit den verschiedenen thermoablativen Verfahren zu f\u00f6rdern. \u00c4rzte k\u00f6nnen dort auch ihre Kenntnisse der Thermoablation von Schilddr\u00fcsenknoten pr\u00fcfen und zertifizieren lassen. Damit sichert das DZTA eine hohe Behandlungsqualit\u00e4t \u00fcber den Standort Frankfurt hinaus.<\/p>\n<p>Quelle: kgu.de\u00a0(<span style=\"color: #ff0000;\">Link war am 14.09.23 nicht mehr erreichbar und wurde gel\u00f6scht<\/span>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem HIFU Beamotion k\u00f6nnen Schilddr\u00fcsenknoten jetzt in einer deutlich k\u00fcrzeren Behandlungszeit entfernt werden. Am Universit\u00e4tsklinikum Frankfurt wurde am 5. Januar die neueste Generation der schonenden Ultraschalltechnologie f\u00fcr die Therapie von Schilddr\u00fcsenknoten installiert: HIFU Beamotion. 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