{"id":2977,"date":"2016-06-30T15:34:44","date_gmt":"2016-06-30T13:34:44","guid":{"rendered":"http:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/?p=2977"},"modified":"2025-08-05T08:34:52","modified_gmt":"2025-08-05T06:34:52","slug":"haeufig-verkannt-schilddruesenentzuendung-nach-der-entbindung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/haeufig-verkannt-schilddruesenentzuendung-nach-der-entbindung\/","title":{"rendered":"H\u00e4ufig verkannt: Schilddr\u00fcsenentz\u00fcndung nach der Entbindung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Anhaltende Ersch\u00f6pfung und depressive Verstimmung nach der Geburt \u2013 nicht nur an den \u201eBaby-Blues\u201c denken.<\/strong><\/p>\n<p>Fast jede zw\u00f6lfte Mutter entwickelt wenige Wochen nach der Entbindung eine Schilddr\u00fcsenentz\u00fcndung. Grund f\u00fcr die Postpartum-Thyreoiditis, wie der Fachausdruck lautet, ist die hormonelle Stresssituation, der die m\u00fctterliche Schilddr\u00fcse w\u00e4hrend der Schwangerschaft ausgesetzt ist. Die Erkrankung \u00e4u\u00dfert sich durch M\u00fcdigkeit, Schlaflosigkeit, Gereiztheit, Nervosit\u00e4t und depressive Verstimmung. \u201eDas wird oft schnell abgetan und als Baby-Blues fehlinterpretiert\u201c, erkl\u00e4rt Professor Dr. med. Matthias Schmidt vom Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner e. V (BDN). Ein Bluttest kl\u00e4rt, ob eine Schilddr\u00fcsenentz\u00fcndung nach der Geburt vorliegt. <!--more--><\/p>\n<p>Eine Postpartum-Thyreoiditis entwickelt sich in einem Zeitraum von etwa vier bis 24 Wochen nach der Entbindung. \u201eDie Erkrankung macht keine Schmerzen, weshalb man sie auch \u201astille\u2018 Schilddr\u00fcsenentz\u00fcndung nennt\u201c, erl\u00e4utert BDN-Experte Schmidt, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik f\u00fcr Nuklearmedizin am Universit\u00e4tsklinikum K\u00f6ln. Besonders gef\u00e4hrdet sind Frauen, die bei denen schon vor oder w\u00e4hrend der Schwangerschaft erh\u00f6hte Schilddr\u00fcsen-Antik\u00f6rper \u2013 sogenannte TPO-Antik\u00f6rper \u2013 festgestellt wurden, Frauen mit einer Neigung zu Hashimoto oder Morbus Basedow und Diabetespatientinnen. \u201eBei ihnen kann es nach der Schwangerschaft, die ja eine Art Stress-Test f\u00fcr die m\u00fctterliche Schilddr\u00fcse darstellt, zu einer hormonellen Entgleisung kommen\u201c, f\u00fchrt der Nuklearmediziner aus.<\/p>\n<div class=\"frauen-teaser\" style=\"border: 1px solid #ccc; padding: 15px; margin: 20px 0; background-color: #f9f9f9;\"><strong><span style=\"color: #008000;\">&#x1f340;<\/span>Schilddr\u00fcse und Frau &#8211; alles was Sie zu dem Thema wissen m\u00fcssen<\/strong><br \/>\nDie Schilddr\u00fcse ist eng mit dem weiblichen Hormonhaushalt verkn\u00fcpft: Pubert\u00e4t, Zyklus, Verh\u00fctung, Kinderwunsch, Schwangerschaft, Stillzeit, Wochenbettdepression, postpartale Thyreoiditis und Wechseljahre &#8211; f\u00fcr uns Frauen sind hormonelle Probleme immer auch ein Wechselbad der Gef\u00fchle.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/spezial-schilddruese-frauen\/\">Jetzt mehr dar\u00fcber erfahren!<\/a><\/div>\n<p>Oft verl\u00e4uft die Erkrankung in verschiedenen Phasen. Dabei kommt es zun\u00e4chst zu einer Schilddr\u00fcsen\u00fcberfunktion mit Zittern, Nervosit\u00e4t, beschleunigtem Herzschlag und verst\u00e4rktem Schwitzen. \u201eBei stark ausgepr\u00e4gten Beschwerden hilft die vor\u00fcbergehende Einnahme von Betablockern, wenige Wochen sind meist ausreichend\u201c, berichtet Schmidt. Daran schlie\u00dft sich h\u00e4ufig eine Phase der Schilddr\u00fcsenunterfunktion an \u2013 in dieser Zeit leiden die jungen M\u00fctter vor allem an M\u00fcdigkeit und Antriebsarmut. \u201eEs kann sich aber auch nur entweder \u00dcber- oder Unterfunktion einstellen\u201c, so Schmidt. Bei der H\u00e4lfte der Frauen normalisiert sich die Erkrankung nach einem Jahr von ganz allein. \u201eH\u00e4lt die Unterfunktion weiter an, steht mit Levothyroxin ein bew\u00e4hrtes Medikament in Tablettenform zur Behandlung der Schilddr\u00fcsenunterfunktion zur Verf\u00fcgung\u201c, sagt Schmidt.<\/p>\n<p>Obwohl die \u201eWochenbett-Schilddr\u00fcsenentz\u00fcndung\u201c ein relativ h\u00e4ufiges Ph\u00e4nomen ist, wird sie nicht selten verkannt. \u201eDas liegt daran, dass eine Wochenbettdepression sich oft ganz \u00e4hnlich \u00e4u\u00dfert oder die Frauen dem vorschnellen Urteil unterliegen, mit der neuen Belastungssituation nicht zurecht zu kommen\u201c, so Schmidt. Deshalb r\u00e4t der BDN-Experte betroffenen Frauen, bei solchen Beschwerden eben auch an eine Postpartum-Thyreoiditis zu denken. \u201eAm besten den behandelnden Gyn\u00e4kologen, den Hausarzt oder die Hebamme darauf ansprechen\u201c, meint Schmidt. \u201eEin Bluttest gibt Aufschluss, ob eine Schilddr\u00fcsenentz\u00fcndung nach der Entbindung vorliegt.\u201c<\/p>\n<p>Quelle: www.bdn-online.de <span style=\"color: #000000;\">Direktlink zur Pressemitteilung funktionierte bei der \u00dcberpr\u00fcfung am 05.07.18 nicht mehr.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anhaltende Ersch\u00f6pfung und depressive Verstimmung nach der Geburt \u2013 nicht nur an den \u201eBaby-Blues\u201c denken. Fast jede zw\u00f6lfte Mutter entwickelt wenige Wochen nach der Entbindung eine Schilddr\u00fcsenentz\u00fcndung. 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