{"id":2175,"date":"2015-11-23T09:58:19","date_gmt":"2015-11-23T08:58:19","guid":{"rendered":"http:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/?p=2175"},"modified":"2025-08-05T09:08:17","modified_gmt":"2025-08-05T07:08:17","slug":"fortschritte-durch-neue-medikamente-in-der-therapie-von-fortgeschrittenem-schilddruesenkrebs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/fortschritte-durch-neue-medikamente-in-der-therapie-von-fortgeschrittenem-schilddruesenkrebs\/","title":{"rendered":"Fortschritte durch neue Medikamente in der Therapie von fortgeschrittenem Schilddr\u00fcsenkrebs"},"content":{"rendered":"<p><strong>Schilddr\u00fcsenknoten sind in Deutschland h\u00e4ufig. Etwa jeder vierte Erwachsene ist betroffen. Auch wenn b\u00f6sartige Ver\u00e4nderungen selten sind, m\u00fcssen die Knoten abgekl\u00e4rt werden, um Krebs auszuschlie\u00dfen. Je nach Art des Krebses schlie\u00dft sich nach der Operation eine Radiojod-Therapie an, die allerdings nicht f\u00fcr jede Form des Schilddr\u00fcsenkrebses in Frage kommt. Mit neuen Wirkstoffen, den Tyrosinkinase-Hemmern, haben \u00c4rzte nun Medikamente, um den Krebs aufzuhalten.<\/strong><\/p>\n<p>Wie diese neuen Medikamente wirken und welche Nebenwirkungen auftreten k\u00f6nnen, diskutierten Experten auf der 34. Arbeitstagung der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft Endokrinologie (CAEK) und 45. Jahrestagung der Sektion Schilddr\u00fcse der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Endokrinologie (DGE) vom 19. bis 21. November 2015 in Mainz. <!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">-Anzeige-<br \/>\n<script async src=\"https:\/\/pagead2.googlesyndication.com\/pagead\/js\/adsbygoogle.js?client=ca-pub-2860650483659473\" crossorigin=\"anonymous\"><\/script><br \/>\n<!-- SDG-2025-Display-Responsiv --><br \/>\n<ins class=\"adsbygoogle\" style=\"display: block;\" data-ad-client=\"ca-pub-2860650483659473\" data-ad-slot=\"5199025168\" data-ad-format=\"auto\" data-full-width-responsive=\"true\"><\/ins><br \/>\n<script>\n     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});\n<\/script><\/p>\n<p>Nur in wenigen F\u00e4llen sind Knoten, die sich in der Schilddr\u00fcse bilden, b\u00f6sartig. \u201eJeden im Ultraschall oder der Szintigraphie verd\u00e4chtigen Knoten m\u00fcssen wir untersuchen, damit ein Schilddr\u00fcsenkarzinom rechtzeitig erkannt wird\u201c, sagt Professor Dr. med. Matthias M. Weber, Mediensprecher der DGE und Leiter des Endokrinen und Neuroendokrinen Tumorzentrums der Universit\u00e4tsmedizin Mainz. Der Schilddr\u00fcsenkrebs geh\u00f6rt zu den selteneren und in der Regel gut behandelbaren Krebsformen. Pro Jahr diagnostizieren \u00c4rzte bei etwa 7200 Menschen ein Schilddr\u00fcsenkarzinom. Rechtzeitig erkannt, seien die Heilungschancen sehr gut, so der Experte der DGE.<\/p>\n<p>Am h\u00e4ufigsten sind die sogenannten differenzierten Schilddr\u00fcsenkarzinome. Sie k\u00f6nnen nach Operation der Schilddr\u00fcse mit einer Radiojodtherapie behandelt werden. \u201eMit ihr zerst\u00f6ren wir die nach der Operation verbliebenen Krebszellen und erreichen auch eventuell im K\u00f6rper ausgetretenen Tumorzellen, also die Metastasen\u201c, erkl\u00e4rt Professor Weber. Damit erreichen Mediziner vor allem beim differenzierten Schilddr\u00fcsenkarzinom eine hohe Heilungschance. Anders als diese Schilddr\u00fcsenkarzinome kann das medull\u00e4re Schilddr\u00fcsenkarzinom, das oft auf einen Gendefekt zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, nicht mit einer Radiojodtherapie behandelt werden. Prof. Dr. med. Thomas J. Musholt, Leiter der Endokrinen Chirurgie an der Universit\u00e4tsmedizin der Johannes Gutenberg-Universit\u00e4t Mainz erkl\u00e4rt: \u201eBei diesem auch C-Zell Karzinom genannten Tumor entfernen wir das krankhafte Gewebe ebenfalls operativ. Da die C-Zellen jedoch kein Jod speichern, ist eine nachfolgende Radiojodtherapie nicht sinnvoll.\u201c Eine klassische Chemotherapie, die bei anderen Krebserkrankungen h\u00e4ufig helfe, wirke bei diesem Schilddr\u00fcsenkrebs meist nicht, so der Experte.<\/p>\n<div style=\"background-color: #f8f9fa; border: 2px solid #6c757d; padding: 20px; border-radius: 0; color: #343a40; font-family: Arial, sans-serif;\">\n<h3 style=\"margin-top: 0;\">Wissensbaustein Schilddr\u00fcsenkrebs<\/h3>\n<p>Schilddr\u00fcsenkrebs ist eine seltene, aber ernstzunehmende Erkrankung der Schilddr\u00fcse. Fr\u00fch erkannt, sind die Heilungschancen in vielen F\u00e4llen gut. Deshalb ist es wichtig, Symptome ernst zu nehmen und sich umfassend \u00fcber Diagnose- und Behandlungsm\u00f6glichkeiten zu informieren. Auf der zentralen Seite &#8222;<strong>Was tun bei Schilddr\u00fcsenkrebs?<\/strong>&#8220; finden Sie alle wichtigen Informationen rund um die Erkrankung, Therapieformen und Nachsorge.<\/p>\n<p><a style=\"display: inline-block; background-color: #28a745; color: white; padding: 10px 20px; border-radius: 5px; text-decoration: none; font-weight: bold; text-align: center;\" href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/schilddruesenkrebs\/\">Mehr erfahren<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber auch bei den urspr\u00fcnglich gut auf die Radiojodtherapie ansprechenden Tumorformen kann es im Verlauf der Erkrankung zu einem Wirkungsverlust dieser Therapie kommen, sodass f\u00fcr diese sogenannten Radiojodrefrakt\u00e4ren Patienten ebenso wie f\u00fcr Patienten mit medull\u00e4rem Schilddr\u00fcsenkrebs dringend neue Therapieoptionen ben\u00f6tigt werden. Mit der Entwicklung von sogenannten Tyrosinkinase-Inhibitoren, die sowohl im Tumor als auch in der Tumorumgebung Wachstumssignale ausschalten, haben die \u00c4rzte nun neue Behandlungsm\u00f6glichkeiten. So kann mit den beiden neuen Substanzen Sorafenib und Lenvatinib das sogenannte progressionsfreie \u00dcberleben, das hei\u00dft der Zeitraum, in dem eine definierte Tumorl\u00e4sion nicht w\u00e4chst, bei Patienten mit Radiojod-refrakt\u00e4rem Schilddr\u00fcsenkrebs deutlich um 6 bis 14 Monate verl\u00e4ngert werden. Eine \u00e4hnlich gute Wirksamkeit konnte auch beim fortgeschrittenen medull\u00e4ren Schilddr\u00fcsenkrebs mit zwei weiteren neuen Substanzen Vandetanib und Cabozantinib gefunden werden. \u201eWir k\u00f6nnen nun auch die Patienten, denen die Operation und die Radiojodtherapie nicht helfen kann, wirkungsvoll behandeln\u201c, sagt Professor Musholt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">-Anzeige-<br \/>\n<script async src=\"https:\/\/pagead2.googlesyndication.com\/pagead\/js\/adsbygoogle.js?client=ca-pub-2860650483659473\" crossorigin=\"anonymous\"><\/script><br \/>\n<!-- SDG-2025-Display-Responsiv --><br \/>\n<ins class=\"adsbygoogle\" style=\"display: block;\" data-ad-client=\"ca-pub-2860650483659473\" data-ad-slot=\"5199025168\" data-ad-format=\"auto\" data-full-width-responsive=\"true\"><\/ins><br \/>\n<script>\n     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});\n<\/script><\/p>\n<p>Die Therapie mit Tyrosinkinase-Inhibitoren kann jedoch eine Reihe von Nebenwirkungen hervorrufen: Bluthochdruck, Durchf\u00e4lle, Ersch\u00f6pfung, Appetitlosigkeit, \u00dcbelkeit und Gewichtsabnahme sind h\u00e4ufig, und zum Teil schwellen H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe an. Diese Nebenwirkungen lassen sich jedoch beherrschen. Hier sind Endokrinologen mit onkologischem Schwerpunkt gefragt, betonen die beiden Experten aus Mainz.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/idw-online.de\/de\/news641947\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">idw-online.de<\/a> (Link gepr\u00fcft am 13.09.23)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schilddr\u00fcsenknoten sind in Deutschland h\u00e4ufig. Etwa jeder vierte Erwachsene ist betroffen. Auch wenn b\u00f6sartige Ver\u00e4nderungen selten sind, m\u00fcssen die Knoten abgekl\u00e4rt werden, um Krebs auszuschlie\u00dfen. Je nach Art des Krebses schlie\u00dft sich nach der Operation eine Radiojod-Therapie an, die allerdings nicht f\u00fcr jede Form des Schilddr\u00fcsenkrebses in Frage kommt. 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