{"id":15354,"date":"2025-02-21T08:00:13","date_gmt":"2025-02-21T07:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/?p=15354"},"modified":"2025-08-05T09:00:14","modified_gmt":"2025-08-05T07:00:14","slug":"neue-untersuchungsmethode-bei-schilddruesentumoren-praezisere-krebsdiagnose-dank-3d-computertomographie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/neue-untersuchungsmethode-bei-schilddruesentumoren-praezisere-krebsdiagnose-dank-3d-computertomographie\/","title":{"rendered":"Neue Untersuchungsmethode bei Schilddr\u00fcsentumoren: Pr\u00e4zisere Krebsdiagnose dank 3D-Computertomographie"},"content":{"rendered":"<p><strong>Empa-Forschende haben eine neue 3D-Gewebeanalyse f\u00fcr Schilddr\u00fcsentumore entwickelt. Diese spezielle R\u00f6ntgenmethode erm\u00f6glicht mithilfe k\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) pr\u00e4zisere Diagnosen, ohne das entnommene Gewebe zu besch\u00e4digen. K\u00fcnftig k\u00f6nnte diese Untersuchungsmethode auch bei anderen Krebsarten eingesetzt werden und aufw\u00e4ndigere Verfahren durch einfachere bildgebende Methoden ersetzen.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">-Anzeige-<br \/>\n<script async src=\"https:\/\/pagead2.googlesyndication.com\/pagead\/js\/adsbygoogle.js?client=ca-pub-2860650483659473\" crossorigin=\"anonymous\"><\/script><br \/>\n<!-- SDG-2025-Display-Responsiv --><br \/>\n<ins class=\"adsbygoogle\" style=\"display: block;\" data-ad-client=\"ca-pub-2860650483659473\" data-ad-slot=\"5199025168\" data-ad-format=\"auto\" data-full-width-responsive=\"true\"><\/ins><br \/>\n<script>\n     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});\n<\/script><\/p>\n<p>F\u00fcr Pathologen ist die neue 3D-Gewebeanalyse von Schilddr\u00fcsentumoren noch ungewohnt. Anstatt das entnommene Gewebe wie bisher in d\u00fcnne Scheiben zu schneiden und diese unter dem Mikroskop zweidimensional zu betrachten, k\u00f6nnen sie jetzt die gesamte Gewebeprobe virtuell am Bildschirm untersuchen und beliebig drehen, um krankhafte Ver\u00e4nderungen zu identifizieren. M\u00f6glich gemacht hat dies die sogenannte nicht-invasive histopathologische 3D-Bildgebung. \u00abDas Besondere an dieser Methode ist, dass sie in kurzer Zeit komplette Biopsiebl\u00f6cke eines Tumors dreidimensional analysieren kann, ohne das Gewebe zu ver\u00e4ndern oder zu zerst\u00f6ren. Dadurch bleibt die Probe f\u00fcr weitere molekularbiologische Untersuchungen nutzbar\u00bb, sagt Robert Zboray, Gruppenleiter am Zentrum f\u00fcr R\u00f6ntgenanalytik der Empa, der diese Technologie entwickelt hat.<\/p>\n<h2>Personalisiert behandeln<\/h2>\n<p>Gemeinsam mit Pathologen der Universit\u00e4t Bern konnte Zboray nachweisen, dass seine neue Methode klinisch relevante Gewebemerkmale bei Schilddr\u00fcsentumoren erkennen kann. Die R\u00f6ntgenphasenkontrast-Micro-Computertomographie (Micro-CT) macht selbst kleinste Unterschiede in weichen Geweben sichtbar. Diese dreidimensionalen Bilder von Gewebeproben werden anschliessend mithilfe von maschinellem Lernen analysiert. Der Empa-Forscher hofft, dass Pathologen dadurch pr\u00e4zisiere Diagnosen und Prognose stellen k\u00f6nnen. Denn die gr\u00f6sste Herausforderung besteht darin, Patienten so individuell wie m\u00f6glich zu behandeln \u2013 also \u00dcbertherapien bei risikoarmen Tumoren zu vermeiden und gleichzeitig Patienten mit h\u00f6herem Risiko angemessen zu behandeln und zu \u00fcberwachen.<br \/>\nWeltweit sind etwa 300 Millionen Menschen von Schilddr\u00fcsenkrebs betroffen. Die Tumormerkmale unterscheiden sich jedoch h\u00e4ufig von Patient zu Patient. Diese messbaren biochemischen und molekularen Eigenschaften eines Tumors werden als Biomarker bezeichnet. Sie helfen, den Krebs fr\u00fchzeitig zu erkennen oder weisen darauf hin, wie aggressiv ein Tumor wachsen kann und auf welche Therapie er m\u00f6glicherweise ansprechen wird.<\/p>\n<div style=\"background-color: #f8f9fa; border: 2px solid #6c757d; padding: 20px; border-radius: 0; color: #343a40; font-family: Arial, sans-serif;\">\n<h3 style=\"margin-top: 0;\">Wissensbaustein Schilddr\u00fcsenkrebs<\/h3>\n<p>Schilddr\u00fcsenkrebs ist eine seltene, aber ernstzunehmende Erkrankung der Schilddr\u00fcse. Fr\u00fch erkannt, sind die Heilungschancen in vielen F\u00e4llen gut. Deshalb ist es wichtig, Symptome ernst zu nehmen und sich umfassend \u00fcber Diagnose- und Behandlungsm\u00f6glichkeiten zu informieren. Auf der zentralen Seite &#8222;<strong>Was tun bei Schilddr\u00fcsenkrebs?<\/strong>&#8220; finden Sie alle wichtigen Informationen rund um die Erkrankung, Therapieformen und Nachsorge.<\/p>\n<p><a style=\"display: inline-block; background-color: #28a745; color: white; padding: 10px 20px; border-radius: 5px; text-decoration: none; font-weight: bold; text-align: center;\" href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/schilddruesenkrebs\/\">Mehr erfahren<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Gewebe aus der Vergangenheit untersuchen<\/h2>\n<p>Ein grosser Vorteil der 3D-Analyse ist, dass sie auch Tumormerkmale in den tieferen Gewebeschichten erfasst, die bei herk\u00f6mmlichen Methoden eventuell \u00fcbersehen werden. \u00abWenn eingekapselte Schilddr\u00fcsentumore aggressiv und schnell wachsen, brechen sie oft ins umliegende gesunde Gewebe ein und dringen sogar in Blutgef\u00e4sse ein. Solche Gef\u00e4sseinbr\u00fcche sind deshalb h\u00e4ufig ein Hinweis auf B\u00f6sartigkeit und Schweregrad des Tumors\u00bb, erkl\u00e4rt Zboray. Eine fr\u00fchzeitige und genauere Diagnose erm\u00f6glicht es \u00c4rzten, schneller und gezielter zu handeln und so die Prognose der Patienten zu verbessern.<br \/>\nIn Zusammenarbeit mit der Universit\u00e4t und dem Inselspital Bern hat Zboray und sein Team eine Schilddr\u00fcsentumorprobe eines k\u00fcrzlich verstorbenen Patienten untersucht. Dieser Patient war 2011 wegen eines als gutartig eingestuften Tumors hospitalisiert worden, der sp\u00e4ter in b\u00f6sartiger Form erneut auftrat. \u00abMit der klassischen Schnittanalyse wurden Kapseleinbr\u00fcche tief im Gewebe \u00fcbersehen, die wir mit unserer Methode nachtr\u00e4glich identifizieren konnten\u00bb, so Zboray. Basierend auf dieser Erkenntnis wird nun eine Retrospektivstudie solcher Rezidivf\u00e4lle durchgef\u00fchrt, bei der europaweit Proben von Patienten untersucht werden, die trotz anf\u00e4nglich harmloser Befunde sp\u00e4ter schwerwiegende Tumore entwickelten. Dank der grossz\u00fcgigen Unterst\u00fctzung der Mirto Stiftung, der Spendenstiftung Bank Vontobel, der Stiftung f\u00fcr Forschung in Tumordiagnostik und Pr\u00e4vention, der Dr. Hans Altsch\u00fcler Stiftung sowie vier weiterer Stiftungen kann die Studie durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">-Anzeige-<br \/>\n<script async src=\"https:\/\/pagead2.googlesyndication.com\/pagead\/js\/adsbygoogle.js?client=ca-pub-2860650483659473\" crossorigin=\"anonymous\"><\/script><br \/>\n<!-- SDG-2025-Display-Responsiv --><br \/>\n<ins class=\"adsbygoogle\" style=\"display: block;\" data-ad-client=\"ca-pub-2860650483659473\" data-ad-slot=\"5199025168\" data-ad-format=\"auto\" data-full-width-responsive=\"true\"><\/ins><br \/>\n<script>\n     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});\n<\/script><\/p>\n<h2>Eine ideale Erg\u00e4nzung<\/h2>\n<p>Die neue 3D-Gewebeanalyse l\u00e4sst sich laut Robert Zboray nahtlos in den klinischen Arbeitsablauf integrieren und erg\u00e4nzt die herk\u00f6mmliche Schnittanalyse optimal. \u00abIm medizinischen Alltag sind etablierte Verfahren fest verankert. Unsere Technologie soll diese Prozesse nicht st\u00f6ren, sondern einen zus\u00e4tzlichen Nutzen bieten.\u00bb Die Entwicklung neuer Technologien f\u00fcr die personalisierte Medizin ist auch das Ziel von \u00abPersonalized Health and Related Technologies\u00bb (PHRT), ein strategischer Forschungsschwerpunkt der Institutionen des ETH-Bereichs, in den das Projekt eingebettet ist.<br \/>\nDie Technologie scheint auch f\u00fcr weitere Tumorarten wie Prostatakrebs oder Lungenkrebs vielversprechend zu sein. Dank F\u00f6rderung durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) kann Zboray nun seine dreidimensionale Histologietechnik bei der Metastasenbildung von Darmkrebs testen. Zudem m\u00f6chte er aufw\u00e4ndige molekulare Analysen durch einfachere bildgebende Verfahren ersetzen. \u00abWenn es uns gelingt, die molekularen \u00abFingerabdr\u00fccke\u00bb der krankhaft ver\u00e4nderten Zellfunktionen in den Tumorgeweben mit bildgebenden Texturmerkmalen im Mikrometerbereich zu korrelieren, k\u00f6nnten wir unsere Technologie in Zukunft direkt mit den zu Grunde liegenden genetischen Ver\u00e4nderungen verkn\u00fcpfen\u00bb, formuliert Zboray seine Vision.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/idw-online.de\/de\/news847769\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">idw-online.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Empa-Forschende haben eine neue 3D-Gewebeanalyse f\u00fcr Schilddr\u00fcsentumore entwickelt. Diese spezielle R\u00f6ntgenmethode erm\u00f6glicht mithilfe k\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) pr\u00e4zisere Diagnosen, ohne das entnommene Gewebe zu besch\u00e4digen. 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