{"id":1161,"date":"2013-11-26T16:43:03","date_gmt":"2013-11-26T15:43:03","guid":{"rendered":"http:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/?p=1161"},"modified":"2025-09-12T09:28:58","modified_gmt":"2025-09-12T07:28:58","slug":"transpalpebrale-orbitadekompression-durch-fettentfernung-bei-endokriner-orbitopathie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/transpalpebrale-orbitadekompression-durch-fettentfernung-bei-endokriner-orbitopathie\/","title":{"rendered":"Transpalpebrale Orbitadekompression durch Fettentfernung bei endokriner Orbitopathie"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong><a style=\"color: #008000;\" href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/fuer-aerztinnen-und-aerzte-fachwissen-und-vernetzung-rund-um-schilddruesenerkrankungen\/\">Zur\u00fcck zur Startseite: F\u00fcr \u00c4rztinnen und \u00c4rzte \u2013 Fachwissen und Vernetzung rund um Schilddr\u00fcsenerkrankungen<\/a><\/strong><\/span><\/p>\n<p>Der nachfolgende Text wurde freundlicherweise zur Verf\u00fcgung gestellt von <strong>Dr. Egon F. Eder<\/strong> (Facharzt f\u00fcr Plastische &amp; \u00c4sthetische Chirurgie, K\u00f6ln). Homepage: www.basedowsche-orbitopathie.de<!--more--><\/p>\n<h5>Einleitung: Endokrine Orbitopathie<\/h5>\n<p>Die endokrine Orbitopathie (EO) ist eine komplexe orbitale Erkrankung, der als Pathogenese wahrscheinlich ein autoimmuner Proze\u00df zu Grunde liegt. Die EO gilt heute als eigenst\u00e4ndiges Krankheitsbild und ist \u00fcberdurchschnittlich h\u00e4ufig mit einer immunogenen Hyperthyreose vergesellschaftet. Das Krankheitsbild entsteht durch lymphozyt\u00e4re Infiltrate, \u00d6dembildung und Proliferation des endoorbitalen Bindegewebes. Diese \u00c4nderungen manifestieren sich haupts\u00e4chlich in den extraokul\u00e4ren Muskeln und im retrobulb\u00e4ren Fettgewebe. Daneben k\u00f6nnen auch die Glandula lacrimalis sowie die Lidretraktoren betroffen sein.<\/p>\n<div style=\"background-color: #f8f9fa; border: 2px solid #6c757d; padding: 20px; border-radius: 0; color: #343a40; font-family: Arial, sans-serif;\">\n<h3 style=\"margin-top: 0;\">Wissensbaustein Morbus Basedow<\/h3>\n<p>Morbus Basedow ist eine Autoimmunerkrankung der Schilddr\u00fcse, die zu einer \u00dcberproduktion von Schilddr\u00fcsenhormonen f\u00fchrt. Es ist wichtig, die Symptome fr\u00fchzeitig zu erkennen und sich regelm\u00e4\u00dfig \u00e4rztlich untersuchen zu lassen, um m\u00f6gliche Komplikationen zu vermeiden. Weitere Informationen zu Diagnose, Behandlung und Therapie von Morbus Basedow finden Sie auf der zentralen Seite &#8222;<strong>Wie schlimm ist Morbus Basedow?<\/strong>&#8222;.<\/p>\n<p><a style=\"display: inline-block; background-color: #28a745; color: white; padding: 10px 20px; border-radius: 5px; text-decoration: none; font-weight: bold; text-align: center;\" href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/basedow\/\">Mehr erfahren<\/a><\/p>\n<\/div>\n<h5><\/h5>\n<h5>Graves und Basedow: Exophthalmus durch Vermehrung des peribulb\u00e4ren Gewebes<\/h5>\n<p>Die Grundlagen f\u00fcr das moderne Verst\u00e4ndnis dieses komplexen Krankheitsbildes sind zwei unabh\u00e4ngig voneinander publizierte Ver\u00f6ffentlichungen. Bereits im Jahre 1835 brachte R. J. Graves in seiner Publikation im \u201eLondon Medical and Surgical Journal\u201c die Symptome Tachykardie, Struma und Exophthalmus in einen kausalen Zusammenhang. Unabh\u00e4ngig von dieser wieder in Vergessenheit geratenen Arbeit beschrieb f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter der deutsche Arzt K. von Basedow aus Merseburg [5] ebenfalls den Zusammenhang von Tachykardie, Kropf und Exophthalmus. Er konstatierte zu Recht, da\u00df es sich beim Exophthalmus nicht um eine Schwellung des Augapfels handelte, sondern um eine Vermehrung des retroorbitalen Gewebes.<\/p>\n<h5>Endokrine Orbitopathie: Lymphozyt\u00e4re Infiltration peribulb\u00e4r<\/h5>\n<p>Die EO ist charakterisiert durch eine peribulb\u00e4re Infiltration mit Makrophagen, aktivierten T- und B-Zellen sowie vermehrt die Expression von HLA-DR und verschiedenen Adh\u00e4sionsmolek\u00fclen. Die lymphozyt\u00e4re Infiltration besteht zu einem gro\u00dfen Teil aus \u201eMemory-Zellen\u201c, die nach ihrer Aktivierung durch spezifische Antigene Lymphokine, Zytokine und Wachstumsfaktoren freisetzen. Dieser Proze\u00df wird als der Ausl\u00f6ser f\u00fcr die Aktivierung von Fibroblasten angesehen. Hierdurch kommt es zur Freisetzung von Glykosaminoglykanen sowie zur Proliferation des retrobulb\u00e4ren Binde-, Fett- und Muskelgewebes.<\/p>\n<p>Die EO gilt heute als eigenst\u00e4ndiges Krankheitsbild, das bei 40 % aller Hyperthyreosen auftritt. Es besteht grunds\u00e4tzlich keine Korrelation zwischen Schweregrad der endokrinen Augensymptomatik und dem Ausma\u00df der thyreoten Funktionsst\u00f6rung. Laut verschiedener epidemiologischer Studien leiden in Deutschland zirka 400.000 Patienten an einer Immunhyperthyreose (IHT); dabei manifestiert sich bei 160.000 Patienten eine EO. Somit besteht bei etwa 0,5 % der deutschen Bev\u00f6lkerung eine IHT und bei 0,2 % eine EO. F\u00fcr eine genetische Pr\u00e4disposition spricht eine nachgewiesene famili\u00e4re Veranlagung sowie die H\u00e4ufung der Krankheit bei Menschen mit den Gewebsantigenen HLA-B8 und HLA-DR3. Das weibliche Geschlecht erkrankt f\u00fcnfmal h\u00e4ufiger als das m\u00e4nnliche. Auch exogene Faktoren wie Virusinfekte, Jodbelastung und Rauchen sowie psychischer Stre\u00df scheinen eine bedeutsame Rolle in der Entwicklung der EO zu spielen. Der zeitliche Zusammenhang zwischen IHT und EO ist starken Schwankungen unterworfen. In etwa 20 % der F\u00e4lle tritt die EO w\u00e4hrend der akuten Krankheitsphase der IHT auf, w\u00e4hrend sich die EO in den verbleibenden 40 % erst nach der Behandlung der IHT zeigt.<\/p>\n<h5>Klassifikation der EO: Sechs Stadien (nach der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Endokrinologie)<\/h5>\n<p>Stadium 1: nicht infiltrative Lidsymptomatik<\/p>\n<ul>\n<li>Dalrymple-Zeichen (Oberlidretraktion)<\/li>\n<li>Graefe-Zeichen (zur\u00fcckbleibendes Oberlid bei Blicksenkung)<\/li>\n<li>Stellwag-Zeichen (seltener Lidschlag)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Stadium 2: infiltrative Lidsymptomatik<\/p>\n<ul>\n<li>Lidschwellung, spontaner Tr\u00e4nenfluss<\/li>\n<li>Chemosis, Keratitis, Konjunktivitis<\/li>\n<li>Photophobie (Lichtempfindlichkeit)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Stadium 3: Protusio Bulbi<\/p>\n<ul>\n<li>mit oder ohne Lidschwellung<\/li>\n<li>pathologische Hertel-Werte<\/li>\n<\/ul>\n<p>Stadium 4: Augenmotilit\u00e4tsst\u00f6rungen<\/p>\n<ul>\n<li>Diplopie<\/li>\n<li>M\u00f6bius-Zeichen (Konvergenzschw\u00e4che)<\/li>\n<li>Strabismus<\/li>\n<\/ul>\n<p>Stadium 5: Hornhautaffektionen durch Lagophtalmus<\/p>\n<ul>\n<li>Hornhauterosion (extrem schmerzhaft)<\/li>\n<li>Hornhautulzeration (kaum schmerzhaft)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Stadium 6: Visusminderung bis Erblindung<\/p>\n<p>(durch Kompression des N. Opticus und Zentralvenenstrase\/Thrombose)<\/p>\n<p>Die erste praktisch verwendbare und \u00fcberschaubare Klassifikation der EO wurde 1969 von S.C. Werner erstellt [26]. Die aktuellste und brauchbarste Klassifikation wurde von der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Endokrinologie erarbeitet. Sie ist im Prinzip eine detailliertere Version der Wernerschen Klassifikation und reicht \u2013 wie aus Tabelle 1 ersichtlich \u2013 von leichten Lidsymptomen (Stadium 1) bis zur Erblindung (Stadium 6).<\/p>\n<h5>Der Exophthalmus und seine Folgen<\/h5>\n<p>1. Durch das zunehmende Volumen von Muskel und Fett sowie die Venen und Lymphstau wird der Bulbus in ventraler Richtung um 10 &#8211; 15 mm disloziert.<\/p>\n<p>2. Der N. opticus wird vom Bulbus in ventraler Richtung gestreckt. Der Nerv hat keine Elastizit\u00e4t und steht somit schon in Prim\u00e4rposition bei EO unter Druck. Bei den Bewegungen des Bulbus erh\u00f6ht sich diese Spannung auf den N. Opticus noch mehr.<\/p>\n<p>3. Die hyperthrophen und fibrosierenden extraokul\u00e4ren Muskeln haben schon ihre Elastizit\u00e4t eingeb\u00fc\u00dft. Durch weitere Streckung (f\u00fcr 10 bis 15 mm) wird ihre Beweglichkeit noch erheblich eingeschr\u00e4nkt. Es kommt zu einer indirekten Verk\u00fcrzung der Muskeln um 5 bis 10 Millimeter; die Folgen sind Augenmobilit\u00e4tsst\u00f6rungen (Diplopie, Strabismus).<\/p>\n<p>4. Das intraorbitale Fett bewegt sich, bedingt durch den intraorbitalen Druck, in ventraler Richtung. Das Septum orbitale w\u00f6lbt sich am Ober- und Unterlid nach ventral. Dadurch entsteht eine leichte Druckentlastung in der Orbita. Bei einem harten, unelastischen Septum orbitale ist diese M\u00f6glichkeit weniger vorhanden.<\/p>\n<p>5. Der N. opticus ist von der Dura mater umschlungen und mit ihrem zweiten Teil ist die Dura mater am Periost der Orbita (Periorbita) fixiert. \u00dcber den N. opticus erfolgt auch eine starke Traktion an der Dura mater. Dies wiederum verursacht den retrobulb\u00e4ren Druck und Brennen und den Kopfschmerz.<\/p>\n<p>6. Der hypertrophe und fibrosierte M. levator palpebrae zieht \u00fcber seine Aponeurose das Oberlid nach kranial. Der sympatische innervierte M\u00fcllersche Muskel ist ebenfalls hypertroph und steht unter erh\u00f6hter Kontraktion. Die Proptosis vergr\u00f6\u00dfert zus\u00e4tzlich die Lidreaktion.<\/p>\n<p>7. Die Retraktoren am Unterlid sind fibrotisch ver\u00e4ndert und verk\u00fcrzt. Durch die zus\u00e4tzliche Tension des M. rectus inferior, an dem die Retraktoren fixiert sind, entsteht die Unterlidptosis, die durch die Proptosis noch verst\u00e4rkt wird.<\/p>\n<p>8. Durch die Retraktion des Ober- und Unterlides entsteht eine Lidspaltenvergr\u00f6\u00dferung, die bei ausgepr\u00e4gten Ver\u00e4nderungen zum Lagophthalmus f\u00fchren kann. Bei Unf\u00e4higkeit zum Lidschlu\u00df \u2013 vor allem nachts \u2013 entstehen Konjunktivits, Chemosis, Keratitis und Sklera-Ulzerationen.<\/p>\n<p>9. Es kommt zu einem direkten Druck auf den N. opticus durch die verdickten Muskeln.<\/p>\n<p>10. H\u00e4ufig besteht ein erh\u00f6hter Augeninnendruck.<\/p>\n<p>11. Es kommt zu einer starken Schwellung der Ober- und Unterlider durch Fettprolaps.<\/p>\n<p>12. Der N. opticus \u00fcbt eine Traktion auf den Discus opticus aus. Diese pathologischen Ver\u00e4nderungen und deren nachteilige funktionelle Auswirkungen zu mindern, ist das Ziel der transpalpebralen Dekompression durch Fettentfernung nach Olivari.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1162\" src=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_1-300x180.jpg\" alt=\"EO_1\" width=\"300\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_1-300x180.jpg 300w, https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_1.jpg 412w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1163\" src=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_2-300x180.jpg\" alt=\"EO_2\" width=\"300\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_2-300x180.jpg 300w, https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_2.jpg 412w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Obere\u00a0Abbildung: Der Exophthalmus und seine Folgen. In: Olivari, N. et al.: Endokrine Orbitopathie. Chirurgische Therapie, transpalpebrale Dekompression durch Fettentfernung. Kaden, Heidelberg 2001 \/\u00a0Untere Abbildung: Zustand nach Fettresektion. In: Olivari, N., et al.: Endokrine Orbitopathie, Chirurgische Therapie, transpalpebrale Dekommpression durch Fettentfernung. Kaden, Heidelberg 2001<\/p>\n<h5>Transpalpebrale Dekompression durch Fettentfernung nach Olivari<\/h5>\n<p>Im Jahre 1983 wurde durch N. Olivari die erste transpalpebrale Orbitadekompression durch Fettentfernung vorgenommen. Sowohl die Operation als auch der postoperative Verlauf gestaltete sich komplikationslos und zur gro\u00dfen Zufriedenheit der Patientin. Aufgrund des guten Operationsergebnisses wurde die damalige Lehrmeinung in Bezug auf die chirurgische Therapie der EO von N. Olivari neu \u00fcberdacht. Die m\u00e4\u00dfigen Erfolge der konservativen Therapie und die risikoreichen chirurgischen Dekompressionen boten bei 90 % der Patienten keine nennenswerte Symptomverbesserung und konnten nur in seltenen F\u00e4llen einen progressiven Visusverlust vermeiden. Bisherige operative Methoden hatten nur eine Entlastung des retrobulb\u00e4ren Druckes angestrebt und daf\u00fcr das einzig gesunde Gewebe der Orbita \u2013 die nicht betroffenen kn\u00f6chernen Strukturen \u2013 geopfert. Im Gegensatz hierzu konzentriert sich die transpalpebrale Dekompression nach Olivari auf das pathologische Gewebe. Nach neuesten Erkenntnissen beinhaltet das gesamte retrobulb\u00e4re Fett ein Schilddr\u00fcsen-Antigen und viele inflammatorische Substanzen, die eine pathologische Wirkung auf die Umgebung besitzen. Die transpalpebrale Dekompression ist daher nicht nur eine rein mechanische Entlastung der komprimierten orbitalen Strukturen, sondern bedeutet auch eine erhebliche Minderung (um zirka 40 %) des erkrankten Gewebes.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1164\" src=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_3-300x179.jpg\" alt=\"EO_3\" width=\"300\" height=\"179\" srcset=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_3-300x179.jpg 300w, https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_3.jpg 413w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>R\u00fcckbildung der Proptosis mit entferntem pathologischen Fettgewebe<\/p>\n<h5>Folgen der Dekompression durch Fettexstirpation<\/h5>\n<p>Nach der Fettexstirpation aus allen vier Quadranten und einem kleinen Anteil aus dem kaudalen Teil des Konus ergibt sich eine Reihe g\u00fcnstiger Effekte:<\/p>\n<p>1. Der Bulbus wird in dorsaler Richtung (zur\u00fcck-) verlagert.<\/p>\n<p>2. Der N. opticus wird entlastet und nimmt eine entspannte Position ein. Er kann den Bulbusbewegungen leicht folgen.<\/p>\n<p>3. S\u00e4mtliche Muskeln werden entspannt und dadurch wird die Augenmotilit\u00e4t gebessert.<\/p>\n<p>4. Die Traktion des N. opticus auf die Dura mater ist aufgehoben, so da\u00df auch der retrobulb\u00e4re Druck und das \u201eBrennen\u201c sowie die Kopfschmerzen postoperativ schnell verschwinden.<\/p>\n<p>5. Die Schwellung der Ober- und Unterlider ist nach der Fettentfernung beseitigt.<\/p>\n<p>6. Der erh\u00f6hte Augeninnendruck wird normalisiert oder vermindert.<\/p>\n<p>7. Die Spannung auf den Discus opticus ist aufgehoben.<\/p>\n<h5>Pr\u00e4operative Vorbereitung und Aufkl\u00e4rung des Patienten<\/h5>\n<p>Da die EO fast immer im Zusammenhang mit einer Immunhyperthyreose auftritt, haben alle Patienten schon einen langen Leidensweg und zahlreiche Besuche bei \u00c4rzten verschiedenster Fachrichtungen hinter sich. Der Weg bis zur Euthyreose alleine kann eine sehr komplizierte Angelegenheit sein. Hierbei ist der Patient wegen des vielf\u00e4ltigen Beschwerdebildes der EO verschiedensten therapeutischen Konzepten ausgesetzt, meistens mit nicht zufriedenstellenden Ergebnissen. Es ist verst\u00e4ndlich, da\u00df diese Patienten sehr verunsichert und ungeduldig sind. F\u00fcr ein Beratungsgespr\u00e4ch mu\u00df man sich daher viel Zeit nehmen und eine sorgf\u00e4ltige Anamnese erheben. Besonders wichtig ist es, da\u00df sich der Patient in einem euthyreoten Zustand befindet. Eine Ausnahme hiervon bildet lediglich ein maligner Exophthalmus. Die Dauer der Erkrankung hat einen direkten Einflu\u00df auf das postoperativ zu erwartende Ergebnis. Je l\u00e4nger die Erkrankung bestand, desto gr\u00f6\u00dfer ist die Wahrscheinlichkeit, da\u00df die inflammatorische Phase in eine chronische Fibrosierung der betroffenen Strukturen \u00fcbergegangen ist. Dies kann die Operation erheblich erschweren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1165\" src=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_4-300x179.jpg\" alt=\"EO_4\" width=\"300\" height=\"179\" srcset=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_4-300x179.jpg 300w, https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_4.jpg 413w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bestimmung der Hertelwerte<\/p>\n<p>Der Patient mu\u00df augen\u00e4rztlicherseits gr\u00fcndlichst untersucht werden. Besonders die Feststellung der aktuellen Hertel-Werte ist notwendig, so da\u00df postoperativ eine Objektivierung des R\u00fcckganges der Protrusio m\u00f6glich ist. Ein CT oder MRT ist ebenfalls dringend erforderlich, da hierdurch der Grad der Ver\u00e4nderung an den extraokul\u00e4ren Muskeln und dem Fettk\u00f6rper festgestellt werden kann. Gleichzeitig m\u00fcssen Gef\u00e4\u00dfanomalien, Tumore oder starke Bulbusdeformit\u00e4ten, wie bei einer starken Myopie, pr\u00e4operativ ausgeschlossen werden. Es darf keine Blutgerinnungsst\u00f6rung vorliegen. Durch eine akute Nachblutung best\u00fcnde die Gefahr der Visusminderung oder \u2013 im schlimmsten Fall \u2013 der Erblindung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1166\" src=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_5-300x179.jpg\" alt=\"EO_5\" width=\"300\" height=\"179\" srcset=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_5-300x179.jpg 300w, https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_5.jpg 414w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>CT oder MR gibt wertvolle Information f\u00fcr die pr\u00e4operative Vorbereitung<\/p>\n<h5>Chirurgische Technik<\/h5>\n<p>Die transpalpebrale Dekompression durch Fettentfernung wird in Vollnarkose durchgef\u00fchrt. Es werden ein oder beide Augen \u2013 je nach Absprache \u2013 operiert. Die Operationen k\u00f6nnen ambulant oder station\u00e4r durchgef\u00fchrt werden, antiphlogistische Unterst\u00fctzung mit Dexamethason ist pr\u00e4 und postoperativ empfehlenswert.<\/p>\n<h5>Transpalpebraler Zugang am Oberlid<\/h5>\n<p>Zun\u00e4chst erfolgt das Anzeichnen der Schnittf\u00fchrung am Oberlid. Die Inzision sollte etwa 8 &#8211; 10 mm oberhalb der Lidkante liegen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1167\" src=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_6-300x179.jpg\" alt=\"EO_6\" width=\"300\" height=\"179\" srcset=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_6-300x179.jpg 300w, https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_6.jpg 414w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Anzeichnen der Schnittf\u00fchrung etwa 8 \u2013 10 mm oberhalb der Lidkante<\/p>\n<p>Danach wird die Haut mit 0,5 % Scandicain, kombiniert mit 1\/200.000 Adrenalin, infiltriert. Es lohnt sich, die vasokonstriktorische Wirkung des Adrenalins abzuwarten (etwa 10 &#8211; 15 Minuten). Nach der Hautinzision wird der M. orbicularis oculi quer gespalten, so da\u00df sich der Raum oberhalb der Aponeurose des M. levator palpebrae darstellt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_7.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1168\" src=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_7-300x180.jpg\" alt=\"EO_7\" width=\"300\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_7-300x180.jpg 300w, https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_7.jpg 412w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zugang zum Septum orbitale<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend wird das Septum orbitale im medialen Anteil gespalten. Meistens prolabiert das vermehrte Fettgewebe nach der Spaltung des Septums von alleine. Mit einem stumpfen Instrument sollte man das Fettgewebskonglomerat stumpf vom Periost sowie dem M. Rectus medialis trennen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_8.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1169\" src=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_8-300x180.jpg\" alt=\"EO_8\" width=\"300\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_8-300x180.jpg 300w, https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_8.jpg 412w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mobilisierung des Fettdepots oben medial<\/p>\n<p>Unter Schonung des M. Obliquus superior wird das Fett zur Apex verfolgt. Nach sorgf\u00e4ltiger Blutstillung mit einer feinen bipolaren Pinzette werden die zu entfernenden Anteile en bloc reseziert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_9.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1170\" src=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_9-300x180.jpg\" alt=\"EO_9\" width=\"300\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_9-300x180.jpg 300w, https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_9.jpg 412w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Blockweise Resektion des Fettgewebes oben medial<\/p>\n<p>Im extrakonalen Bereich darf das Fett \u201een bloc\u201c exzidiert werden, beim intrakonalen dagegen w\u00e4re dies \u00e4u\u00dferst gef\u00e4hrlich, da sich in dem zwischen Rectusmuskeln und Anulus Zinni retrobulb\u00e4r liegenden Konus viele wichtige anatomische Strukturen wie N. opticus, Ganglion ciliare sowie verschiedene Blutgef\u00e4\u00dfe befinden, die verletzt werden k\u00f6nnten. Stattdessen wird die den Konus umgebende zarte Bindegewebsh\u00fclle inzidiert, wonach sich das konale Fett in den zuvor \u201eger\u00e4umten\u201c extrakonalen Raum ausbreitet und der konale Raum entlastet wird, so da\u00df der Bulbus zur\u00fccksinken kann. 1 ccm an resezierten Fettgewebe entspricht in etwa 1 mm R\u00fcckbildung der Protrusio. Im Durchschnitt wird zirka 6 ccm Fettgewebe entfernt. Eine Resektion von 3 ccm oder weniger resezierter Fettmenge bringt keine nennenswerte postoperativen Ergebnisse. Besondere Vorsicht erfordert die Pr\u00e4paration im mittleren Bereich. Hier befinden sich der supraorbitale Nerv und die A. und V. supraorbitalis. Diese Strukturen m\u00fcssen geschont werden. Bereits die Anwendung eines Retraktors, der den N. Supraorbitalis an den Rand der Orbita dr\u00fcckt, kann zu einer monatelangen Sensibilit\u00e4tsst\u00f6rung an der Stirn f\u00fchren. Im lateralen oberen Bereich der Orbita befindet sich nur eine geringe Menge von Fettgewebe, die klinisch unbedeutsam ist. Hier ist besonders auf die Tr\u00e4nendr\u00fcse und den N. Lacrimalis zu achten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_10.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1171\" src=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_10-300x180.jpg\" alt=\"EO_10\" width=\"300\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_10-300x180.jpg 300w, https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_10.jpg 412w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Tr\u00e4nendr\u00fcse unter der Spitze der Bipolarpinzette<\/p>\n<p>Eine sorgf\u00e4ltige Blutstillung und ein ausgiebiges Sp\u00fclen mit einer antibiotischen L\u00f6sung sind sinnvoll. In die gut sichtbaren extraokul\u00e4ren Muskeln werden jeweils 2,5 mg Dexamethason injiziert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1172\" src=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_11-300x180.jpg\" alt=\"EO_11\" width=\"300\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_11-300x180.jpg 300w, https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_11.jpg 412w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Interoperative Applikation der Fortekortinl\u00f6sung im M. rectus medialis<\/p>\n<p>Bei einer vorhandenen Oberlidretraktion erfolgt zus\u00e4tzlich eine Spaltung des M. levator palpebrae sowie eine Durchtrennung des M\u00fcllerschen Muskels. Zur autologen Rekonstruktion und Verl\u00e4ngerung bef\u00fcrworten wir als Interponat Temporalisfaszie anstelle von Fascia lata. Die Struktur der Temporalisfaszie ist wesentlich feiner als die der Fascia lata. Auch der Hebedefekt im temporalen Bereich ist aus \u00e4sthetischen Gr\u00fcnden wesentlich akzeptabler. Als Fremdmaterial hat sich Gore-Tex bew\u00e4hrt. Die L\u00e4nge des Interponates mu\u00df mindestens f\u00fcnf mal so lang sein wie die gew\u00fcnschte Verl\u00e4ngerung. Um z. B. eine Verl\u00e4ngerung von 2 mm zu erzielen, mu\u00df ein 10 mm langes Interponat verwendet werden). Das Septum orbitale und der M. orbicularis oculi werden mit 6,0 Vicryl-Einzelknopf-F\u00e4den verschlossen; die Haut wird mit einem 5,0 Nylon-Faden intrakutan gen\u00e4ht.<\/p>\n<h5>Transpalpebraler Zugang am Unterlid<\/h5>\n<p>Nach der Infiltration des Unterlides mit der oben genannten Scandicain\/Adrenalin-L\u00f6sung erfolgt die Schnittf\u00fchrung etwa 3 &#8211; 4 mm kaudal der Unterlidkante.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_12.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1173\" src=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_12-300x180.jpg\" alt=\"EO_12\" width=\"300\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_12-300x180.jpg 300w, https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_12.jpg 412w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Tiefer gelegte Schnittf\u00fchrung beugt der Entropienbildung vor<\/p>\n<p>Ein schmaler Rand des M. Orbicularis oculi (weniger als 5 mm) kann sp\u00e4ter wegen einer m\u00f6glichen Fibrosierung die Ursache eines Entropiums sein. Nach der Spaltung des Septum orbiculare wird nach dem gleichen Prinzip wie am Oberlid aus allen drei Kompartimenten blockweise extrakonales Fett reseziert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_13.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1174\" src=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_13-300x195.jpg\" alt=\"EO_13\" width=\"300\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_13-300x195.jpg 300w, https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_13.jpg 412w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Blockweise Fettresektion unten lateral<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend wird die zarte Bindegewebsh\u00fclle des Konalfettes lateral und medial des M. rectus inferior inzidiert. Hierdurch prolabiert das \u00fcbersch\u00fcssige konale Fett hervor und f\u00fcllt die teilweise entleerten extrakonalen R\u00e4ume aus. Dies f\u00fchrt zu einer wesentlichen Entlastung und zur Reduktion der Proptosis. Eine radikale Resektion des intrakonalen Fettgewebes ist sehr gef\u00e4hrlich und nicht indiziert. Bestrahltes Fettgewebe reagiert wegen der bestehenden Fibrose sehr schlecht auf dieses Man\u00f6ver. Dementsprechend ist auch die R\u00fcckbildung der Proptosis geringer. In die dargestellte extraokul\u00e4re Muskulatur wird wiederum gezielt jeweils 2,5 mg Dexamethason injiziert. Nach penibler Blutstillung und Sp\u00fclung mit einer Antibiotikal\u00f6sung wird das Septum orbitale sowie der M. Orbicularis oculi und die Haut wie oben erw\u00e4hnt verschlossen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_14.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1175\" src=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_14-300x195.jpg\" alt=\"EO_14\" width=\"300\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_14-300x195.jpg 300w, https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_14.jpg 412w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Intrakutaner Wundverschlu\u00df bei Beendigung der Operation<\/p>\n<p>Liegt eine Unterlidretraktion vor, m\u00fcssen die Retraktoren bis zur Bindehaut gespalten werden. Zus\u00e4tzlich wird ein etwa 2 x 1 cm gro\u00dfes schalenf\u00f6rmiges Knorpeltransplantat von der Ohrmuschel mit 6,0 Vicryl-Einzelknopfn\u00e4hten fixiert.<\/p>\n<h5>Postoperative Behandlung, Ergebnisse und Komplikationen<\/h5>\n<p>Postoperative Behandlung<\/p>\n<p>Am 1. postoperativen Tag bekommt der Patient nochmals 250 mg Dexamethason. Mehrmals t\u00e4glich werden Inflanegent-Augentropfen appliziert. Das operierte Auge sollte besonders die ersten drei bis vier Tage gek\u00fchlt werden. Es ist charakteristisch, da\u00df der postoperative Verlauf absolut schmerzfrei ist. Treten persistierende Schmerzen auf, wird eine operative Revision erforderlich. Die Hautf\u00e4den werden am 6. Tag gezogen. Nach 10 Tagen bildet sich die Schwellung allm\u00e4hlich zur\u00fcck. Bis das Endergebnis beurteilt werden kann, dauert es jedoch mindestens 3 bis 5 Monate. In den ersten postoperativen Wochen klagen die Patienten \u00f6fter \u00fcber \u201everschwommenes Sehen\u201d oder wechselhafte Diplopie. Diese Erscheinungen sind jedoch reversibel.<\/p>\n<p>Postoperative Ergebnisse<\/p>\n<p>Die h\u00e4ufigsten Symptome eines unter der EO leidenden Patienten sind Protrusio bulbi, Visusminderung, Diplopie, retrobulb\u00e4rer Druck, Kopfschmerzen, Photophobie und Lidschwellungen. 511 Patienten wurden drei Jahre nach der Operation in der Abteilung f\u00fcr Plastische Chirurgie in Wesseling untersucht. Einzelne Patienten werden statistisch bewertet und zu einem langfristigen Ergebnis zusammengefa\u00dft.<\/p>\n<p>Protrusio<\/p>\n<p>Bei 511 Patienten betrug die pr\u00e4operative Protrusio durchschnittlich 22,3 mm. Postoperativ sank der Durchschnittswert auf 16 mm. Die Protrusio ist bereits nach Abschlu\u00df der Operation deutlich und sichtbar verringert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_15.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1176\" src=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_15-300x195.jpg\" alt=\"EO_15\" width=\"300\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_15-300x195.jpg 300w, https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_15.jpg 412w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>R\u00fcckbildung der Proptosis unmittelbar postoperativ<\/p>\n<p>Durch die postoperative Schwellung ist die Protrusio in den ersten 3 bis 12 Wochen zu objektivieren. Durchschnittlich wurden aus der Orbita 6,2 cm3 entfernt. Nach der statistischen Auswertung zeigt sich eine Relation zwischen R\u00fcckbildung der Protrusio und der Menge des entfernten Fettes. Das Verh\u00e4ltnis kann mit 1:1 (1 mm R\u00fcckgang pro 1 cm3 entferntes Fett) angegeben werden. Hier handelt es sich lediglich um das Ergebnis der statistischen Auswertung, w\u00e4hrend die individuellen Untersuchungen eine Diskrepanz der Relation 1:1 gezeigt hat. Dauer der Erkrankung (mehr als 5 Jahre) und sehr ausgepr\u00e4gte Muskelverdickung spielen hierbei eine wesentliche Rolle.<\/p>\n<p>Visusminderung<\/p>\n<p>Unter den behandelten Patienten war kein Fall der Visusminderung oder sogar Erblindung zu verzeichnen. Sehr h\u00e4ufig klagten Patienten im zweiten bis dritten Monat \u00fcber \u201everschwommenes Sehen\u201c.Dieses Symptom tritt jedoch nur vor\u00fcbergehend auf.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_16.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1177\" src=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_16-300x189.jpg\" alt=\"EO_16\" width=\"300\" height=\"189\" srcset=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_16-300x189.jpg 300w, https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_16.jpg 413w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Diplopie<\/p>\n<p>72 % der Patienten wiesen pr\u00e4operativ verschieden stark ausgepr\u00e4gte Diplopie auf. Die Diplopie wurde in Prim\u00e4rposition sowie in beiden horizontalen und vertikalen Winkeln diagnostiziert. Bei 64 % der Patienten war die Diplopie etwa nach drei Monaten r\u00fcckl\u00e4ufig. Bei 17 % der Patienten besserte sich der Zustand \u2013 die Doppelbilder traten in der prim\u00e4ren Position nicht mehr auf. Bei horizontalen und vertikalen Augenbewegungen k\u00f6nnen diese aber bis zu einem bestimmten Grade noch persistieren. Meist kommen diese Patienten im t\u00e4glichen Leben zurecht, so da\u00df keine weiteren Ma\u00dfnahmen zu Korrektur erforderlich sind. 19 % der Patienten hatten keine \u00c4nderungen nach der Operation registriert. 143 Patienten hatten keine Doppelbilder vor der OP. 4% hatten Doppelbilder entwickelt, die auch \u00fcber sieben Monate hinaus persistieren. Nach einem Jahr war hier eine operative Korrektur des Strabismus erforderlich.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_17.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1178\" src=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_17-300x189.jpg\" alt=\"EO_17\" width=\"300\" height=\"189\" srcset=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_17-300x189.jpg 300w, https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_17.jpg 413w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Retrobulb\u00e4rer Druck und Kopfschmerzen<\/p>\n<p>Beide Symptome \u2013 retrobulb\u00e4rer Druck und Kopfschmerzen \u2013 gelten als die intensivsten Symptome der EO. Sie sind auf die Verlagerung des Bulbus nach ventral zur\u00fcckzuf\u00fchren. Damit entsteht eine Traktion des N. opticus auf die Dura mater, die den Nerv umh\u00fcllt. Lediglich 1 bis 2 % der Patienten hat postoperativ keine \u00c4nderungen bez\u00fcglich der beiden Symptome angegeben (lange Anamnese, starke Muskelverdickung).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_18.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1179\" src=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_18-300x194.jpg\" alt=\"EO_18\" width=\"300\" height=\"194\" srcset=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_18-300x194.jpg 300w, https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_18.jpg 411w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_19.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1180\" src=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_19-300x196.jpg\" alt=\"EO_19\" width=\"300\" height=\"196\" srcset=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_19-300x196.jpg 300w, https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_19.jpg 411w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Photophobie<\/p>\n<p>Die Photophobie entsteht durch Exposition der Sklera. Sie ist immer ein Anzeichen des inkompletten Lidverschlusses. Bei lediglich 16 % der Patienten hat sich postoperativ keine \u00c4nderung gezeigt. Erg\u00e4nzende Lidoperationen waren erforderlich, um einen kompletten Lidverschlu\u00df zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_20.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1181\" src=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_20-300x195.jpg\" alt=\"EO_20\" width=\"300\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_20-300x195.jpg 300w, https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_20.jpg 412w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Lidschwellung<\/p>\n<p>Die \u201eLidschwellung\u201c ist im Falle einer EO selten eine Schwellung im wahren Sinne des Wortes, meist handelt es sich hierbei um eine Fetthernie. Diese ist logischerweise nach Fettresektion entweder vollkommen beseitigt oder mindestens stark reduziert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_21.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1182\" src=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_21-300x195.jpg\" alt=\"EO_21\" width=\"300\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_21-300x195.jpg 300w, https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_21.jpg 412w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Komplikationen<\/p>\n<p>Die Komplikationsrate ist nach der transpalpebralen Dekompression relativ gering. Einige Male kam es postoperativ zu Nachblutungen. Rasch zunehmende Protrusio kombiniert mit starken Schmerzen ist ein sehr ernst zu nehmendes Zeichen. Sofortige operative Revision ist in diesen F\u00e4llen angesagt. Mehrere Stunden andauernden Drucks durch ein H\u00e4matom kann zur Erblindung oder zu starker Beeintr\u00e4chtigung der Sehkraft f\u00fchren. Infektionen sind zun\u00e4chst selten, aber ebenso ein alarmierender Zustand. Schwellung mit pochenden Schmerzen sind Grund genug f\u00fcr eine OP-Revision. Als Gegenma\u00dfnahme haben die Sp\u00fclung mit Antibiotika und die passive Drainage mit einer Silikon-Lasche sowie i. v. Gabe der Antibiotika in beiden F\u00e4llen zur kompletten Genesung ohne unerw\u00fcnschte Folgen gef\u00fchrt. Eine relativ harmlose und meistens vor\u00fcbergehende Komplikation ist die Parese des N. Supertrochlearis mit darauf folgenden Sensibilit\u00e4tsst\u00f6rungen im Stirnbereich. Interoperative Kompression des Nervs am Rande der Orbita mit den Retraktionshaken ist die Ursache hierf\u00fcr. Nach langj\u00e4hrigem Weiterverfolgen hat sich bei der Bewertung der gesamten Resultate best\u00e4tigt, da\u00df die transpalpebrale Dekompression ein sehr zuverl\u00e4ssiges therapeutisches Konzept zur Behandlung der EO darstellt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_22.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1183\" src=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_22-300x180.jpg\" alt=\"EO_22\" width=\"300\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_22-300x180.jpg 300w, https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_22.jpg 412w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_23.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1184\" src=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_23-300x180.jpg\" alt=\"EO_23\" width=\"300\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_23-300x180.jpg 300w, https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_23.jpg 412w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Obere Abbildung: Patientin, 24 Jahre alt, Anamnese 3 Jahre, Hertelwerte: 26 rechts, 25 links<\/p>\n<p>Untere Abbildung: Ein Jahr nach der Operation, Hertelwerte: 18 rechts, 18 links, beschwerdefrei<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_24.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1185\" src=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_24-300x149.jpg\" alt=\"EO_24\" width=\"300\" height=\"149\" srcset=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_24-300x149.jpg 300w, https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_24.jpg 412w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_25.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1186\" src=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_25-300x151.jpg\" alt=\"EO_25\" width=\"300\" height=\"151\" srcset=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_25-300x151.jpg 300w, https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/EO_25.jpg 413w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Obere Abbildung: Patientin, 49 Jahre alt, Anamnese 1 Jahr, Hertelwerte: 24 rechts, 23 links<\/p>\n<p>Untere Abbildung: 1,5 Jahre nach der Operation, Hertelwerte: 18 rechts, 18 links, beschwerdefrei<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-10118\" src=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/SDG-Tipp.png\" alt=\"Schilddr\u00fcse SDG-Tipp Leseempfehlung\" width=\"112\" height=\"48\" \/><\/p>\n<p>\u2192 <a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/spezial-behandlung-der-endokrinen-orbitopathie-augenbeteiligung-beim-morbus-basedow\/\">Behandlung der Endokrinen Orbitopathie (Augenbeteiligung) beim Morbus Basedow<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur\u00fcck zur Startseite: F\u00fcr \u00c4rztinnen und \u00c4rzte \u2013 Fachwissen und Vernetzung rund um Schilddr\u00fcsenerkrankungen Der nachfolgende Text wurde freundlicherweise zur Verf\u00fcgung gestellt von Dr. Egon F. Eder (Facharzt f\u00fcr Plastische &amp; \u00c4sthetische Chirurgie, K\u00f6ln). Homepage: www.basedowsche-orbitopathie.de<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_metis_text_type":"standard","_metis_text_length":24415,"_post_count":0,"footnotes":""},"categories":[33],"tags":[38,53],"class_list":["post-1161","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-morbus-basedow","tag-endokrine-orbitopathie","tag-gastartikel"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1161","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1161"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1161\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1161"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1161"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1161"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}