{"id":1157,"date":"2024-07-18T09:15:56","date_gmt":"2024-07-18T07:15:56","guid":{"rendered":"http:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/?p=1157"},"modified":"2025-08-20T09:24:33","modified_gmt":"2025-08-20T07:24:33","slug":"grundlagen-der-therapie-mit-schilddruesenhormonen-teil2-therapiekontrolle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/grundlagen-der-therapie-mit-schilddruesenhormonen-teil2-therapiekontrolle\/","title":{"rendered":"Grundlagen der Therapie mit Schilddr\u00fcsenhormonen, Teil 2: Therapiekontrolle"},"content":{"rendered":"<p><strong>W\u00e4hrend der Behandlung mit Schilddr\u00fcsenhormonen kann es zu verschiedenen Problemen kommen, die unter Umst\u00e4nden eine Dosisanpassung oder eine Pr\u00e4paratewechsel erforderlich machen.<\/strong><!--more--><\/p>\n<aside class=\"info-box\" style=\"border: 1px solid #ccc; padding: 1em; background-color: #f9f9f9; margin: 1em 0 2em 0;\"><strong>Tipp:<\/strong> 3-teilige Serie zur <strong>Therapie mit Schilddr\u00fcsenhormonen<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/grundlagen-der-therapie-mit-schilddruesenhormonen-teil1-behandlungsbeginn\/\">Teil 1: Behandlungsbeginn<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/grundlagen-der-therapie-mit-schilddruesenhormonen-teil2-therapiekontrolle\/\">Teil 2: Therapiekontrolle<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/grundlagen-der-therapie-mit-schilddruesenhormonen-teil3-kombinationstherapie\/\">Teil 3: Kombinationstherapie<\/a><\/aside>\n<p>Viele Patientinnen mit Hashimoto-Thyreoiditis profitieren von gezielten N\u00e4hrstoffpr\u00e4paraten und speziellen Heilpflanzen. In meiner umfassenden \u00dcbersicht zu bew\u00e4hrten Produkten f\u00fcr Schilddr\u00fcsenpatientinnen finden Sie Empfehlungen, die den Krankheitsverlauf positiv unterst\u00fctzen k\u00f6nnen. Informieren Sie sich hier \u00fcber hochwertige Erg\u00e4nzungen und praktische Hilfsmittel. \u2192 <a href=\"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/hilfreiche-produkte-fuer-schilddruesenpatientinnen\/\">Zu den bew\u00e4hrten Produkten f\u00fcr Schilddr\u00fcsenpatientinnen<\/a><\/p>\n<h2>Kann es sein, dass die Schilddr\u00fcsenhormontherapie nicht richtig wirkt?<\/h2>\n<h3>Therapie schl\u00e4gt nicht an?<\/h3>\n<p>Wenn eine Behandlung mit Schilddr\u00fcsenhormonen nicht den gew\u00fcnschten Erfolg zeigt, vermuten \u00c4rztInnen oft vorschnell, dass die PatientInnen ihre Tabletten nicht regelm\u00e4\u00dfig einnehmen. Doch es kann auch andere Ursachen geben. So zeigte eine 2006 durchgef\u00fchrte Studie an der Universit\u00e4t Rom, dass Patienten mit einer Helicobacter pylori bedingten Gastritis einen bis zu 30% h\u00f6heren L-Thyroxin-Bedarf haben als magengesunde Schilddr\u00fcsenpatientInnen (M. Centanni, L. Gargano, G. Canettieri, N. Viceconti, A. Franchi, G. Delle Fave, B. Annibale: \u201eThyroxine in Goiter, Helicobacter pylori Infection, and Chronic Gastritis\u201c , N Engl J Med, 17(354): 1787 &#8211; 1795).<\/p>\n<h3>Trotz Therapie keine Besserung?<\/h3>\n<p>Kommt es auch nach monatelanger Einnahme von Schilddr\u00fcsenhormonpr\u00e4paraten zu keiner deutlichen Besserung der Krankheitssymptome, kann dies an einer Umwandlungsst\u00f6rung liegen, d. h. der K\u00f6rper ist nicht ausreichend in der Lage das stoffwechselaktive Hormon T3 aus T4 herzustellen. Bez\u00fcglich der Blutwerte kann sich eine solche Umwandlungsst\u00f6rung an einem fT4-Wert an der Obergrenze, aber einem fT3-Wert noch im unteren Normalbereich zeigen. Versuchsweise k\u00f6nnen zus\u00e4tzlich 200 \u00b5g Selen t\u00e4glich eingenommen werden. F\u00fcr die Umwandlung des Schilddr\u00fcsenhormons T4 in die stoffwechselaktive Form T3 ist das Enzym Jodthyronin-Dejodase zust\u00e4ndig, welches von Selen abh\u00e4ngig ist. Bleiben trotzdem weiterhin Beschwerden vorhanden, besteht die M\u00f6glichkeit ein Kombinationspr\u00e4parat, welches T3 und T4 enth\u00e4lt, einzunehmen. Selbstverst\u00e4ndlich sollte auch andere Ursachen f\u00fcr die Beschwerden ausgeschlossen werden!<\/p>\n<h3>Normale Blutwerte, aber trotzdem Unterfunktionssymptome?<\/h3>\n<p>H\u00e4ufig bestehen trotz im Normalbereich liegender Schilddr\u00fcsenwerte weiter Beschwerden, die auf eine noch bestehende Schilddr\u00fcsenunterfunktion hindeuten. Analog zu der bereits erl\u00e4uterten Organhyperthyreose kann es auch eine Organ-Hypothyreose geben. In diesem Fall k\u00f6nnen weitere Tests wie der ZULEWSKI-Score oder die Temperaturmessmethode nach BARNES wertvolle Hinweise zur Beurteilung der Stoffwechsellage liefern.<\/p>\n<h2>Woran kann es liegen, dass mit meinen Schilddr\u00fcsenwerten etwas nicht stimmt?<\/h2>\n<h3>TSH-Wert ver\u00e4ndert sich nicht?<\/h3>\n<p>Das TSH ist ein sehr tr\u00e4ger Parameter und reagiert nur sehr langsam auf die von au\u00dfen zugef\u00fchrten Schilddr\u00fcsenhormone. Bei einer Untersuchung wurde festgestellt, dass sich die Schilddr\u00fcsenhormonwerte bereits wenige Tage nach Therapiebeginn normalisieren, w\u00e4hrend die Normalisierung des TSH mehrere Wochen dauern kann (B. Bakker, M. J. Kempers, J. J. De Vijlder, D. A. Van Tijn, B. M. Wiedijk, M. Van Bruggen, T. Vulsma: \u201eDynamics of the plasma concentrations of TSH, FT4 and T3 following thyroxine supplementation in congenital hypothyroidism\u201c, Clin Endoc 2002, 4(57): 529 &#8211; 537). Nach einer Dosis\u00e4nderung sollte deshalb grunds\u00e4tzlich eine Zeitspanne von ungef\u00e4hr 6 Wochen abgewartet werden, bis die Blutwerte erneut kontrolliert werden. Bleibt das TSH auch danach zu hoch, reicht die zugef\u00fchrte Menge an Schilddr\u00fcsenhormonen noch nicht aus und die Dosis muss weiter erh\u00f6ht werden.<\/p>\n<h3>Supprimiertes (erniedrigtes) TSH, normale fT3- und fT4-Werte?<\/h3>\n<p>Ein Ph\u00e4nomen, welches von vielen Betroffenen berichtet wird, ist das erstmals bei Suppression des TSH eine deutliche Besserung eintritt. Trotz des erniedrigten TSH befinden sich die freien Schilddr\u00fcsenhormone deutlich unterhalb der Normbereichsobergrenzen und es treten keinerlei \u00dcberfunktionssymptome auf. Laut Ansicht der meisten \u00c4rztInnen besteht bei einem supprimiertem TSH und normwertigem fT3\/fT4 aber bereits eine latente Hyperthyreose, die das Herzinfarkt- und Osteoporose-Risiko erh\u00f6ht und deshalb unbedingt vermieden werden muss. Diese Einsch\u00e4tzung f\u00fchrt dazu, dass sie das Befinden der PatientInnen ignorieren und auf einer Dosis-Reduktion beharren. Es ist allerdings nicht zweifelsfrei nachgewiesen, dass ein supprimierter TSH immer zwingend zu unerw\u00fcnschten Effekten am Knochensystem oder am Herzen f\u00fchrt. Wenn durch eine Hashimoto-Thyreoiditis das Zentrale Nervensystem in Mitleidenschaft gezogen wird, wie dies bei der Hashimoto-Enzephalopathie der Fall ist, wird eine TSH-suppressive Einstellung mit Levothyroxin sogar empfohlen, um den Autoimmunprozess m\u00f6glichst zu hemmen. Auch PatientInnen mit Schilddr\u00fcsenkrebs werden lebenslang mit TSH-unterdr\u00fcckenden Levothyroxindosen behandelt. Und in beiden F\u00e4llen kommt es auch nicht zwangsl\u00e4ufig zu Sch\u00e4digungen am Herzen oder einer verminderten Knochendichte. Es gibt inzwischen zahlreiche Studien, die den Effekt TSH-suppressiver Langzeittherapie mit Schilddr\u00fcsenhormonen auf die Knochendichte untersuchten, und best\u00e4tigen, dass unter TSH-suppressiver Langzeittherapie mit Levothyroxin kein signifikanter Knochenmasseverlust zu bef\u00fcrchten ist (D. C. Bauer, M. C. Nevitt, B. Ettinger, K. L. Stone: \u201eLow thyreotropin levels are not associated with bone loss in older woman\u201c J Clin Endoc a Metab 1997, 9(82): 2931 &#8211; 2936). F\u00fcr einen supprimierten TSH-Wert bei empfundener euthyreoter Stoffwechsellage wurden bereits verschiedene Erkl\u00e4rungsmodelle entwickelt. In Einzelf\u00e4llen kann eine zellul\u00e4re Schilddr\u00fcsenhormonresistenz vorliegen. Dieser Erkl\u00e4rungsansatz \u00e4hnelt der von WAWRZYN beschriebenen Organhyperthyreose bzw. hier Organhypothyreose. LOWE argumentiert, dass oftmals erst TSH-suppressive Substitutionstherapien mit deutlich positiven Wirkungen auf die Cholesterinwerte einhergehen. Das niedrigere TSH w\u00fcrde damit sogar zu einem verminderten Arteriosklerose-Risiko beitragen. Auch die im Rahmen der Schilddr\u00fcsenunterfunktion oft begleitend auftretenden Muskel- und Gelenkschmerzen sprechen nach seiner Erfahrung h\u00e4ufig erst dann auf die Therapie mit Levothyroxin an, wenn das TSH bereits erniedrigt ist. Diese Beobachtungen h\u00e4ngen nach LOWE mit einer zellul\u00e4ren Schilddr\u00fcsenhormonresistenz zusammen, bei der trotz normaler Blutwerte eine Unterversorgung mit Schilddr\u00fcsenhormonen in einzelnen Organen bestehen kann. Ein anderes Erkl\u00e4rungsmodell besch\u00e4ftigt sich mit den bei der Hashimoto-Thyreoiditis selten vorkommenden TRAK. Sie k\u00f6nnen den TSH dauerhaft senken, so dass es zu einem abweichendem Verh\u00e4ltnis von TSH und den Schilddr\u00fcsenhormonen kommt. Bei Untersuchungen von 45 PatientInnen mit Morbus Basedow fanden BROKKEN u. a. heraus, dass die TSH-Rezeptor-Antik\u00f6rper die TSH-Produktion an der Hypophyse dauerhaft unterdr\u00fccken, d. h. auch noch Monate nachdem durch thyreostatische Behandlung die Konzentrationen der freien Hormone in den Normalbereich gedr\u00fcckt worden waren, blieb das TSH unver\u00e4ndert supprimiert. Das TSH wird in diesem Fall innerhalb der Hypophyse direkt an den TSH-Rezeptor gebunden. Es erfolgt keine R\u00fcckkopplung \u00fcber die Konzentrationen der freien Hormone T3 und T4 (L. J. Brokken, W. M. Wiersinga, M. F. Prummel: \u201cThyrotropin receptor autoantibodies are associated with continued thyrotropin suppression in treated euthyroid Graves&#8216; disease patients\u201d, J Clin Endoc a Metab 2003, 9(88): 4135 \u2013 4138).<\/p>\n<h3>Normales TSH und fT3, aber ein fT4 oberhalb der Norm?<\/h3>\n<p>Dies ist bei Einnahme eines reinen T4-Pr\u00e4parates nichts Ungew\u00f6hnliches und bei normwertigen fT3-Werten auch nicht als Schilddr\u00fcsen\u00fcberfunktion fehl zu deuten. Zum anderen kann es daran liegen, dass das Schilddr\u00fcsenhormonpr\u00e4parat erst kurz vor der Blutabnahme eingenommen wurde. Bei morgendlicher Blutabnahme zur Kontrolle einer L-Thyroxin-Substitution sollte die Einnahme des Schilddr\u00fcsenmedikaments 24 Stunden zur\u00fcckliegen, da es ansonsten kurz nach Einnahme des Medikaments zu erh\u00f6hten Werten kommen kann. Bei einer Studie wurde die Wirkung einer einmaligen L-Thyroxin-Dosis von 150 \u00b5g auf die Serumkonzentrationen von TSH, fT3, T3, fT4 und T4 untersucht. Drei Stunden nach der Einnahme wurden dabei die h\u00f6chsten Konzentrationen an Schilddr\u00fcsenhormonen gemessen. Die TSH-Konzentration war zu diesem Zeitpunkt am niedrigsten (A. Carpi, M. G. Toni, C. De Gaudio: \u201eEffect of a single dose of L-thyroxine (150 \u00b5g) on serum thyroid hormone and TSH concentrations in clinically euthyroid goitrous Patients\u201c, Thyroidol 1992: 69 &#8211; 73).<\/p>\n<h3>Normales TSH, fT3 und fT4 \u00fcber der Norm?<\/h3>\n<p>Bei der sogenannten Schilddr\u00fcsenhormonresistenz handelt es sich um einen angeborenen Defekt des Schilddr\u00fcsenhormonrezeptors. Dies f\u00fchrt dazu, dass die Schilddr\u00fcsenhormone an den K\u00f6rperzellen der verschiedenen Organe nicht richtig wirken k\u00f6nnen. Deshalb sind sehr hohe Mengen an Schilddr\u00fcsenhormonen erforderlich, um eine ausreichende Versorgung aller Gewebe sicherzustellen. Diese Erkrankung ist vielen \u00c4rzten weitgehend unbekannt und auch schwierig zu diagnostizieren. Die Krankheitssymptome k\u00f6nnen sowohl einer Schilddr\u00fcsenunterfunktion als auch einer Schilddr\u00fcsen\u00fcberfunktion \u00e4hneln. Die Schilddr\u00fcse ist meist vergr\u00f6\u00dfert. Das TSH liegt dabei fast immer im Normalbereich, w\u00e4hrend die Schilddr\u00fcsenhormonkonzentrationen oberhalb der Norm liegen, so dass die \u00c4rzte eher auf eine versteckte Schilddr\u00fcsen\u00fcberfunktion hin, also mit Thyreostatika behandeln.<\/p>\n<h3>Supprimiertes TSH, fT3 und fT4 erh\u00f6ht?<\/h3>\n<p>Dieser Laborbefund deutet auf eine Schilddr\u00fcsen\u00fcberfunktion hin, die auch durch eine \u00dcberdosierung von Levothyroxinnatrium entstehen kann. Dies wird als Hyperthyreosis factitia oder auch iatrogene Hyperthyreose bezeichnet. Wenn \u00dcberfunktionssymptome bestehen (was meist erst bei erh\u00f6htem fT3 der Fall ist), muss die Schilddr\u00fcsenhormondosis umgehend reduziert werden.<\/p>\n<h2>Worauf sollte ich beim Wechsel des Pr\u00e4parats achten?<\/h2>\n<h3>Wirksamkeit von Generika?<\/h3>\n<p>Bei den mit Abstand am h\u00e4ufigsten verwendeten Schilddr\u00fcsenhormonpr\u00e4paraten handelt es sich um Monopr\u00e4parate, die Levothyroxinnatrium (T4) als alleinigen Wirkstoff enthalten. Einige g\u00e4ngige Medikamente sind Eferox\u00ae, Euthyrox\u00ae oder L-Thyroxin Henning\u00ae. Auch wenn in allen diesen Medikamenten der gleiche Wirkstoff enthalten ist, k\u00f6nnen sie sich aufgrund der Zusatzstoffe dennoch in ihrer Bioverf\u00fcgbarkeit und Vertr\u00e4glichkeit unterscheiden. Bei einer Studie an 60 Patienten wurde untersucht, ob sich L-Thyroxin Henning\u00ae und Eferox\u00ae hinsichtlich ihrer Wirksamkeit unterscheiden. Ergebnis: Bereits ab dem ersten Einnahmetag von L-Thyroxin Henning\u00ae war der fT4-Spiegel im Vergleich zu Eferox\u00ae deutlich h\u00f6her. Auch der TSH-Spiegel sank signifikant st\u00e4rker ab (A. Krehan, M. Dittmar, A. Hoppen, K. Lichtwald, G. J. Kahaly: \u201eRandomisierte, doppelblinde Crossover-Studie zur Bioverf\u00fcgbarkeit von Levothyroxin\u201c, Med Klin 2002, 9(97): 522 \u2013 527).<\/p>\n<h3>Erneut Symptome nach Pr\u00e4paratewechsel?<\/h3>\n<p>Aufgrund wirtschaftlicher Zw\u00e4nge verordnen \u00c4rzte verst\u00e4rkt Generika, also im Vergleich zum Originalmedikament preisg\u00fcnstige Alternativen. Sollten Sie auf Anraten Ihres Arztes Ihr Schilddr\u00fcsenhormonpr\u00e4parat gewechselt haben und jetzt das Wiederauftreten von Krankheitssymptomen bemerken, kann das daran liegen, dass Ihr neues Pr\u00e4parat trotz gleichen Inhaltsstoffes weniger stark wirkt. M\u00f6gliche L\u00f6sungen: Sie wechseln zum alten Schilddr\u00fcsenhormonmedikament zur\u00fcck oder mit Hilfe von aktuellen Laborwerten erh\u00f6hen Sie die Dosis des neuen Medikaments.<\/p>\n<h2>Weshalb habe ich immer mal wieder Krankheitssymptome?<\/h2>\n<h3>Nach langer Symptomfreiheit wieder Beschwerden?<\/h3>\n<p>Schilddr\u00fcsenerkrankungen wie die Hashimoto-Thyreoiditis schreiten auch unter der Therapie mit Schilddr\u00fcsenhormonen weiter fort. Es wird funktionsf\u00e4higes Schilddr\u00fcsengewebe zerst\u00f6rt, wodurch immer weniger k\u00f6rpereigene Schilddr\u00fcsenhormone produziert werden. Die bisher zugef\u00fchrte Menge an Schilddr\u00fcsenhormonen reicht eventuell nicht mehr aus, um den aktuellen Bedarf zu decken. Also neue Blutwerte bestimmen lassen und die Hormondosis ggf. nach oben anpassen.<\/p>\n<h3>Jahreszeitabh\u00e4ngige Beschwerden?<\/h3>\n<p>Es wird von einigen Betroffenen berichtet, dass sich ihr Schilddr\u00fcsenhormonbedarf im Verlauf eines Jahres dahingehend \u00e4ndert, dass sie im Winter etwas mehr Schilddr\u00fcsenhormone ben\u00f6tigen und im Sommer etwas weniger. Es ist schon l\u00e4nger bekannt, dass die Hypophysent\u00e4tigkeit und damit auch die Aktivit\u00e4t der Schilddr\u00fcse durch \u00e4u\u00dfere Faktoren wie Licht, W\u00e4rme und Sonneneinstrahlung beeinflusst wird. Vermutlich kommen diese jahreszeitlichen Schwankungen durch Wechselwirkungen zwischen Melatonin und der Schilddr\u00fcsenfunktion zustande. Die genauen Zusammenh\u00e4nge sind jedoch noch nicht erforscht.<\/p>\n<h3>Zyklusabh\u00e4ngige Beschwerden?<\/h3>\n<p>Wenn es unter gleichbleibender Schilddr\u00fcsenhormondosis zu in regelm\u00e4\u00dfigen Zeitabst\u00e4nden wiederkehrenden Beschwerden kommt, sind vermutlich St\u00f6rungen der Sexualhormone urs\u00e4chlich daf\u00fcr verantwortlich. Beispielsweise ein Progesteronmangel kann Symptome verursachen, die Unterfunktionsbeschwerden sehr \u00e4hnlich sind und deshalb als Hypothyreose fehlgedeutet werden k\u00f6nnen. Es kann aufschlussreich sein die auftretenden Beschwerden circa 3 Monate in den Zykluskalender einzutragen, regelm\u00e4\u00dfig morgens die Basaltemperatur zu messen und eine Temperaturkurve zu f\u00fchren. Bei der Gyn\u00e4kologin um eine Laborbestimmung der weiblichen Hormone zu bitten und m\u00f6gliche, organische Ursachen abkl\u00e4ren lassen.<\/p>\n<h3>Unterfunktionssymptome in der Schwangerschaft?<\/h3>\n<p>Der Schilddr\u00fcsenhormonbedarf steigt in der Schwangerschaft an. F\u00fcr bereits schilddr\u00fcsenerkrankte und substitutionspflichtige Schwangere bedeutet dies, dass sie im Verlauf der Schwangerschaft eine h\u00f6here Dosis ihres Schilddr\u00fcsenhormonmedikaments ben\u00f6tigen. Oft ist gegen Ende der Schwangerschaft eine bis zu 50 % h\u00f6here Dosis zur Beibehaltung einer euthyreoten Stoffwechsellage erforderlich (E. K. Alexander, E. Marqusee, J. Lawrence, P. Jarolim, G. A. Fischer, P. R. Larsen: \u201eTiming and magnitude of increases in levothyroxine requirements during pregnancy in women with hypothyroidism\u201d, N Engl J Med 2004, 351: 241 \u2013 249).<\/p>\n<h3>\u00dcberfunktionssymptome in den Wechseljahren?<\/h3>\n<p>Es gibt sehr enge Wechselbeziehungen zwischen den \u00d6strogenen und den Schilddr\u00fcsenhormonen. So sinkt mit Nachlassen der k\u00f6rpereigenen Produktion von \u00d6strogenen die Anzahl der Bindungseiwei\u00dfe, wodurch pl\u00f6tzlich weniger Schilddr\u00fcsenhormone gebunden und dadurch st\u00e4rker in den Organen freigesetzt werden. Es kann zu den Symptomen einer Schilddr\u00fcsen\u00fcberfunktion kommen. Aktuelle Blutwerte bestimmen lassen und die Hormondosis ggf. nach unten anpassen.<\/p>\n<div style=\"background-color: #ffe6f0; border-left: 6px solid #e91e63; padding: 16px; margin: 20px 0; font-family: sans-serif;\">\n<p>Jetzt Medikamente online bestellen bei der Partner-Apotheke von www.schilddruesenguide.de! F\u00fcr Ihren Einkauf \u00fcber den Affiliate-Link <a style=\"color: #e91e63; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" href=\"https:\/\/www.awin1.com\/awclick.php?gid=371784&amp;mid=14485&amp;awinaffid=579973&amp;linkid=2490754&amp;clickref=\" rel=\"sponsored\">DocMorris \u2013 Europas gr\u00f6\u00dfte Versandapotheke<\/a> erhalte ich eine Provision, die dazu beitr\u00e4gt, Ihnen dieses umfangreiche Informationsangebot hier kostenfrei zur Verf\u00fcgung stellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/div>\n<hr \/>\n<p>Dieser Artikel wurde zuletzt am 10. Juli 2025 aktualisiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend der Behandlung mit Schilddr\u00fcsenhormonen kann es zu verschiedenen Problemen kommen, die unter Umst\u00e4nden eine Dosisanpassung oder eine Pr\u00e4paratewechsel erforderlich machen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_metis_text_type":"standard","_metis_text_length":15208,"_post_count":0,"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[106,699,701,1670,1668,1669,702,176,119,25,1671,48],"class_list":["post-1157","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-schilddruese-allgemein","tag-106","tag-behandlung-mit-schilddruesenhormonen","tag-dosisanpassung","tag-generika","tag-montaszyklus","tag-pms","tag-praeparatewechsel","tag-schilddruesenhormontherapie","tag-schilddruesentherapie","tag-schwangerschaft","tag-supprimiertes-tsh","tag-wechseljahre"],"public_identification_id":"d1d489ace161467ca1427375db40fdab","private_identification_id":"8bfb173431654de1b69ed63d901b3974","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1157","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1157"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1157\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1157"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1157"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schilddruesenguide.de\/thyreoiditis\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1157"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}