Immer neue Hashimoto-Lifestyle-Diäten … es nervt!

Abgesehen davon, dass es zum möglichen Einfluss der Ernährung auf die Entstehung und den Krankheitsverlauf der Hashimoto-Thyreoiditis weitaus mehr offene Fragen als klar belegte Fakten gibt – ist es wirklich das worauf es ankommt, möglichst schlank und schön trotz Hashimoto-Thyreoiditis zu sein?

Für mich spielen solche Überlegungen jedenfalls weder im Hinblick auf mein persönliches Leben mit der Hashimoto-Thyreoiditis noch bei der Gestaltung von www.schilddruesenguide.de eine Rolle. Ich selbst wünsche mir für mich eine gute Lebensqualität, die es mir erlaubt die Dinge zu tun die ich gerne machen möchte. Und hier trage ich diejenigen Informationen zu Schilddrüsenerkrankungen zusammen, von denen ich denke, dass sie für andere SchilddrüsenpatientInnen nützlich sind damit sie auch möglichst beschwerdefrei ihr Leben mit Hashimoto-Thyreoiditis aktiv selbst gestalten können.

Einen meiner diesjährigen Glücksmomente sehen Sie beispielsweise links auf dem Foto. Über Ostern habe ich mit meinem Mann einen Städtetrip nach Apeldoorn in den Niederlanden gemacht. Als leidenschaftliche Hobbygärtnerin wollte ich den berühmten Paleisgarten Het Loo schon immer mal mit eigenen Augen sehen. Im angrenzenden Cafe haben wir uns dann das „Nachmittagsgedeck“ bestehend aus Kaffee, Pfefferminzlikör mit Sahnehaube, Macaron, Brownie und Sahnetörtchen geben lassen.

Die selbst ernannten Hashimoto-Ernährungsexperten schlagen bei dem Anblick wahrscheinlich gerade die Hände über dem Kopf zusammen – Alkohol, Koffein, Kohlehydrate, Fett, Zucker … Die Initiatorin von www.schilddruesenguide.de – dem unabhängigen Internetwegweiser zu Erkrankungen der Schilddrüse empfiehlt Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen hingegen von Zeit zu Zeit ausdrücklich sich immer wieder etwas Gutes zu tun und den Augenblick zu genießen. Ohne schlechtes Gewissen!

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Denn die Ernährung mag ein beachtenswertes Mosaiksteinchen sein, aber sie ist nach allem was man bisher weiß nicht der entscheidende Schlüssel zur Heilung der Hashimoto-Thyreoiditis – auch wenn die AutorInnen der Ernährungsratgeber und Diät-Bücher einem gern etwas anderes weismachen wollen. Warum sollte eine ausgewogene Mischkost auch ausgerechnet für Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen falsch sein? Außerdem ist es normal, dass man durch die sich daraus ergebene Schilddrüsenunterfunktion einige Pfunde zulegt. Na und? Dagegen hilft ein Schilddrüsenhormonpräparat in der richtigen Dosierung mit Sicherheit mehr als ein ach so ausgeklügeltes und strengstens eingehaltenes Ernährungsprotokoll.

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