Wunsch nach weniger Gewicht – Abnehmtipps für SchilddrüsenpatientInnen

Genauso wie sehr viele schilddrüsengesunde Menschen haben auch etliche SchilddrüsenpatientInnen für 2018 den Vorsatz gefasst einige Kilogramm an Körpergewicht abzunehmen. Mit Schilddrüsenerkrankung wird die Gewichtsreduktion allerdings nicht einfacher sondern gestaltet sich oftmals sogar deutlich schwieriger.

Weniger Kohlehydrate und stattdessen mehr Proteine in der täglichen Ernährung

Meist heißt es “Weniger essen und mehr Sport machen!” Dieser Grundsatz ist sicher auch für stark übergewichtige, schilddrüsenkranke Menschen vom Ansatz her richtig. Erfahrungen zeigen aber, dass die Reduktion von Weißmehlprodukten, Zucker und Obst für SchilddrüsenpatientInnen oftmals der entscheidende Erfolgsfaktor im Hinblick auf eine erfolgreiche Gewichtsabnahme ist. Nicht die Größe der Mahlzeiten ist das worauf es ankommt, sondern entscheidend ist was gegessen wird.

Bewegung in den Alltag integrieren

Regelmäßige Bewegung ist indes wichtig und richtig – nicht zuletzt um den Stoffwechsel in Gang zu bringen. Außerdem ist der Grundumsatz eines trainierten, muskulösen Körpers höher, d.h. er verbraucht auch im Ruhezustand mehr Kalorien. Aber am Vorsatz ab sofort täglich eine Stunde noch vor der Arbeit joggen zu gehen werden die meisten scheitern. Erfolgsversprechender ist es

  • statt den Fahrstuhl häufiger die Treppe zu nehmen,
  • in der Mittagspause einen Spaziergang zu machen,
  • die Brötchen am Wochenende nicht mit dem Auto sondern mit dem Fahrrad zu holen,
  • sich mit der Freundin mal nicht im Cafe sondern im Schwimmbad zu treffen und
  • die im Frühjahr anstehende Gartenarbeit als Chance zum kostenlosen Krafttraining an der frischen Luft zu nutzen.

Essen, wenn man Hunger hat

Nicht “Fünf Mahlzeiten am Tag!” sind wichtig, sondern wieder ein Gefühl dafür zu bekommen, was man wann und in welcher Menge essen kann um leistungsfähig zu bleiben und ein Gewicht zu erreichen mit dem man selbst sich wohlfühlt.

Wann hatten Sie das letzte Mal wirklich Hunger?

Viele Menschen essen beispielsweise morgens direkt nach dem Aufstehen, weil sie das eben immer so machen – egal, ob sie hungrig sind oder nach einem üppigen Abendessen am Vortag vielleicht noch gar nicht wieder etwas brauchen. Andere versuchen so wenig wie möglich zu essen und haben eigentlich immer Hunger bis sie dann eine Heißhungerattacke haben und sehr viel mehr essen als gut für sie ist. Und manche essen Lebensmittel die sie eigentlich überhaupt nicht mögen, von denen sie aber glauben dass sie gesund sind.

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