Wohlfühlgewicht (nicht) in Sicht

SalattellerTheoretisch ist alles ganz einfach. Während einer Schilddrüsenunterfunktion läuft der gesamte Stoffwechsel auf Sparflamme und man nimmt an Gewicht zu. Durch die Therapie mit Schilddrüsenhormonen normalisiert sich der Stoffwechsel und man verliert die in Unterfunktion zugenommenen Pfunde. Schön wär’s!!! Schade nur, dass das so einfach nicht funktioniert …

Was also tun, wenn das Hüftgold nicht auf wundersame Weise dahinschmilzt?

Um trotz Schilddrüsenerkrankung erfolgreich abzunehmen, werden zwei Dinge empfohlen

1. Sport, weil dadurch die schilddrüsenunterfunktionsbedingte, metabolische Verlangsamung des Stoffwechsels ausgeglichen wird. Geeignet sind besonders Ausdauersportarten wie Spazieren gehen, Joggen, Radfahren oder Schwimmen. Bereits durch täglich 30 bis 60 Minuten Bewegung wird einer Insulinresistenz entgegengewirkt.

2. Eine niedrig glykämische Ernährung, die auf Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Weißmehlprodukte, Süßigkeiten, Nachspeisen und gesüßte Getränke verzichtet und stattdessen aus fettarmen Eiweißprodukten sowie Obst und Gemüse besteht. Dadurch werden Blutzuckerspitzen, ein Anstieg der Insulinausschüttung und eine damit vernundene vermehrte Umwandlung von Kohlehydraten in Körperfett vermieden.

Galt also bislang der Grundsatz „Fett macht fett“ und wurde zur Gewichtsreduktion entsprechend eine möglichst fett- und eiweißarme Ernährung empfohlen, so wird aktuell der Verzicht auf Kohlehydrate propagiert. Hintergrundidee ist, dass es durch den häufigen Verzehr größerer Mengen Kohlehydrate zu dauerhaft erhöhtem Blutzucker und damit auch Insulin kommt. Hohe Konzentrationen an Insulin im Blut hemmen aber den Fettabbau. Aus diesem Grund bleiben herkömmliche, d. h. fettreduzierte und kohlenhydratreiche Diäten bei schilddrüsenkranken Personen oft so erfolglos.

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Der Begriff Kohlehydrate ist dabei nur eine andere Bezeichnung für Zucker. Je nach Anteil der Zuckerbausteine unterscheidet man zwischen Einfach-, Zweifach- und Vielfachzucker. Einfachzucker (Monosaccharide) sind z. B. der im Obst enthaltene Fruchtzucker oder Traubenzucker. Zu den Zweifachzuckern (Disaccharide) gehören der Malzzucker wie er im Bier vorkommt, Milchzucker oder Haushaltszucker. Vielfachzucker (Polysaccharide) sind beispielsweise pflanzliche Stärken wie sie sich in Kartoffeln, Reis oder Getreide befinden oder tierische Stärke. Kohlehydrate sind eine für den Körper sehr leicht zugängliche Energiequelle. Sie können in schnell resorbierbare Kohlehydrate (z. B. Süßigkeiten) und langsam resorbierbare Kohlehydrate (z. B. Vollkornbrot) unterteilt werden. Schnell resorbierbare Kohlehydrate führen zu einem raschen Blutzuckeranstieg. Steigt der Blutzuckerspiegel im Blut an, reagiert die Bauchspeicheldrüse daraufhin mit der Produktion von Insulin. Insulin ist entscheidend an der Verwertung des Blutzuckers beteiligt. Langsam resorbierbare Kohlehydrate erhöhen den Blutzuckerspiegel weniger schlagartig, so dass eine geringere Menge Insulin ausgeschüttet wird. Ein Teil der Kohlehydrate gelangt über das Blut in die Körperzellen, wo sie mittels Enzymen direkt in Energie umgewandelt und verbraucht werden (Glykolyse). Bei einem Überangebot an Kohlehydraten wird ein weiterer Teil in Form von Glykogen insbesondere in der Leber und in der Muskulatur gespeichert. Bei körperlicher Anstrengung werden diese Speicher zur schnellen Energiegewinnung geleert. Wenn darüber hinaus noch weitere Kohlehydrate übrig sind werden sie vom Körper in Fett umgewandelt und dann in den Körperfettdepots gespeichert.

Um trotz bestehender Schilddrüsenerkrankung dauerhaft abzunehmen, sollte also auf schnell resorbierbare Kohlehydrate wie weißer Reis, Kartoffeln, Pommes frites, Nudeln, Pizza, Weißbrot, Brötchen, Cornflakes, Kuchen, Kekse, Kartoffelchips, Süßigkeiten und Limonaden verzichtet werden. :-( Erlaubt sind stattdessen Obst und Gemüse, Milchprodukte, mageres Fleisch oder Fisch und Vollkornerzeugnisse. Eine dauerhafte Gewichtsabnahme ist aber nicht allein durch die Umstellung der Ernährung sondern nur durch zusätzlichen, regelmässigen Sport zu erzielen! Und dafür sollte man sich einigermaßen “Gesund & Fit” fühlen, was ja längst nicht bei allen Schilddrüsenkranken selbstverständlich ist.

Es müssen auch nicht immer gleich 30 kg Gewichtsabnahme und Kleidergröße 36 sein!

Jedes Kilogramm weniger ist ein Schritt hin zum Wohlfühlgewicht.

Probieren Sie es mit einem kleinen 3-Tage-Programm aus und verändern Sie zunächst nur Ihren Feierabend.

Gönnen Sie sich am späten Nachmittag eine Stunde Bewegung (zügiges Spazierengehen, Fahrradfahren) und nehmen Sie zwei Stunden danach ein kohlehydratarmes und eiweissreiches Abendessen ein.

Beispielsweise

1. Tag: Gemischter Blattsalat mit Putenbruststreifen

2. Tag: Pellkartoffeln mit Kräuterquark

3. Tag: Tomaten-Thunfisch-Salat mit Joghurtdressing

Viel Erfolg!

Neu ist diese Idee übrigens nicht, sondern sie wurde bereits umgesetzt als

Low-Carb, Logi-Methode, Glyx-Diät, Montignac-Methode

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