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Schilddrüsenkrebs wird immer häufiger diagnostiziert

In der Online-Ausgabe der FAZ ist vor einigen Tagen ein sehr lesenswerter Artikel zum Thema Schilddrüsenkrebs erschienen (Titel: “Ruhig mal drinlassen”, Autor: Michael Brendler).

Mir hat insbesondere gut gefallen, dass sehr deutlich darauf hingewiesen wurde, dass das Leben ohne Schilddrüse keineswegs immer ohne Probleme verläuft. “Die künstlichen Hormone, die er nun ein Leben lang einnehmen muss, ersetzten die körpereigenen eher schlecht als recht. Der zuvor gesunde Mann fühlte sich nun müde und schlapp, die Muskeln brannten bei der kleinsten Anstrengung, der Darm spielte verrückt. „Dafür, dass mir versprochen wurde, man könne heute auch ohne Schilddrüse problemlos leben, fand ich das ganz schön langwierig“, klagt er. Fast drei Jahre lang litt er stark unter den Folgen.” Quelle: faz.net

Ich erlebe es durchaus häufiger, dass PatientInnen unnötig unter Zeitdruck gesetzt und vorschnell zu den üblichen Therapien gedrängt werden. Oft wird innerhalb von wenigen Wochen alles abgehandelt: Überweisung zum Nuklearmediziner, Diagnose “Verdacht auf Schilddrüsenkrebs”, Krankenhaus, Schilddrüsenoperation, Radioiodtherapie … und dann sitzen die PatientInnen wieder zu Hause und verstehen kaum was ihnen widerfahren ist.

Aktuelle Studie zum Einfluss von Vitamin D auf die Entstehung einer Hashimoto-Thyreoiditis

Der mögliche Zusammenhang zwischen einem Vitamin D-Mangel und der Entwicklung einer Hashimoto-Thyreoiditis ist unverändert Gegenstand der wissenschaftlichen Diskussion. Jetzt wurden die Ergebnisse einer Untersuchung veröffentlicht, an der insgesamt 218 griechische Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen teilgenommen haben. Diese Studie liefert weitere Hinweise darauf, dass eine Hashimoto-Thyreoiditis zum einen häufig mit einem Vitamin D-Mangel einhergeht und zum anderen, dass eine mehrmonatige Nahrungsergänzung mit einem Vitamin D-Präparat zu einer deutlichen Senkung der schilddrüsenspezifischen Autoantikörper führen kann.

Quelle: Mazokopakis, Papadomanolaki, Tsekouras u.a. “Is vitamin D related to pathogenesis and treatment of Hashimoto’s thyroiditis?” Hell J Nucl Med. 2015 Sep-Dec;18(3):222-7. full text free

Nährstofftherapie: Vitamin D

 

Schilddrüsenoperation bei einem Kind mit Morbus Basedow

In der Online-Ausgabe der Zeit wurde vor einigen Tagen ein Artikel veröffentlicht, den ich hier gern weiterempfehlen möchte. Es geht um ein 14jähriges Mädchen, welches wegen einer Morbus Basedow-Erkrankung an der Schilddrüse operiert wurde. Mit dem Text “Kinder im Krankenhaus. Jetzt musst du tapfer sein” ermöglicht der Autor Christian Heinrich den Eltern betroffener Kinder eine gute Einschätzung dessen was auf ihre Familie im Zusammenhang mit einer notwendigen Operation der Schilddrüse zukommt.

Nutzenbewertung Wirkstoff Lenvatinib

Der Wirkstoff Lenvatinib wird als Behandlungsmöglichkeit bei Patienten mit progressivem oder metastasiertem differenziertem Schilddrüsenkarzinom (papillares Karzinom/follikuläres Karzinom inkl. Hürthle-Zell-Karzinom) geprüft, welches nicht auf eine Radiojodtherapie angesprochen hat. Vom Gemeinsamen Bundesausschuss wurde am 01. Oktober 2015 dazu jetzt die Nutzenbewertung zum Wirkstoff Lenvatinib veröffentlicht. Der Text kann hier als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Surftipps bzgl. Hashimoto-Thyreoiditis

Paracelsus Magazin
Diagnostik und ganzheitliche Therapiekonzepte bei Hashimoto Thyreoiditis
Heft 3 / 2015
Link: http://www.paracelsus-magazin.de/alle-ausgaben/83-heft-032015/1376-diagnostik-und-ganzheitliche-therapiekonzepte-bei-hashimoto-thyreoiditis.html

Deutschlandfunk
Autoimmunerkrankungen –  Sanfte Medizin für die Schilddrüse
21.04.2015
Link: http://www.deutschlandfunk.de/autoimmunnerkrankungen-sanfte-medizin-fuer-die-schilddruese.709.de.html?dram%3Aarticle_id=317697