Kurzmitteilungen

Hashimoto-Thyreoiditis: Studie zu kognitiven Beeinträchtigungen durch Vitamin D-Mangel

Kognitive Beeinträchtigungen wie beispielsweise Konzentrations- und Gedächtnisstörungen werden bei Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen häufiger festgestellt. Da niedrige Vitamin D-Spiegel bei schilddrüsengesunden Menschen als mögliche Ursache dafür gelten, haben einige chinesische Forscher den Zusammenhang von Vitamin D und verminderter Denkleistung jetzt explizit bei PatientInnen mit Hashimoto-Thyreoiditis untersucht.

Bei 55 der 194 untersuchten Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen wurden dabei Konzentrations- und Gedächtnisstörungen festgestellt. Diese hatten im Vergleich zu den Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen ohne kognitive Beeinträchtigungen wesentlich niedrigere Vitamin D-Spiegel. Die Ergebnisse dieser Studie deuten also auf einen wichtigen Zusammenhang zwischen der Vitamin D-Versorgung und kognitiven Beeinträchtigungen bei PatientInnen mit Hashimoto-Thyreoiditis hin.

Quelle: Jun Xu, Xiang-yun Zhu,  Hui Sun u.a “Low vitamin D levels are associated with cognitive impairment in patients with Hashimoto thyroiditis”, Fulltext free

Feedback – Veranstaltungshinweise für SchilddrüsenpatientInnen

Hallo liebe BesucherInnen von www.schilddruesenguide.de,

auf vielfachen Wunsch finden Sie die Veranstaltungshinweise für SchilddrüsenpatientInnen jetzt wieder in der rechten Seitenleiste. Die Links führen entweder zur Mitteilung in der Lokalpresse oder zur Homepage des jeweiligen Veranstalters. Dort finden Sie dann weiterführende Informationen.

Danke für Ihr Feedback!

Nicole Wobker

Feedback: E-Books zur Hashimoto-Thyreoiditis jetzt auch für den Tolino-E-Book-Reader

Hallo liebe BesucherInnen von www.schilddruesenguide.de,

weil das zuletzt häufiger per E-Mail von Ihnen angeregt wurde gibt es meine E-Books zur Hashimoto-Thyreoiditis demnächst nicht mehr nur für den Kindle- sondern auch für den Tolino-E-Book-Reader.

Die E-Books sind damit neben amazon.de auch über die Online-Shops von buecher.de, ebook.de, hugendubel.de, mayersche.de, osiander.de, thalia.de und weltbild.de erhältlich.

Die jeweiligen Direktlinks finden Sie dann hier

Danke für Ihr Feedback!

Nicole Wobker

Was ist TIRADS?

TIRADS ist die Abkürzung für “Thyroid imaging reporting and database System”. Das ist ein 2009 eingeführtes, standardisiertes Verfahren* zur Beurteilung von Schilddrüsenknoten.

  • Tirads 1: Normale, gesunde Schilddrüse
  • Tirads 2: Benigner (gutartiger) Befund
  • Tirads 3: Wahrscheinlich benigner Befund
  • Tirads 4: Auffällig / Verdächtig
  • Tirads 5: Wahrscheinlich zu> 80 % maligner (bösartiger) Befund
  • Tirads 6: Gesicherter maligner Befund (Schilddrüsenkarzinom)

* Horvath E. u.a. “An Ultrasonogram Reporting System for Thyroid Nodules Stratifying Cancer Risk for Clinical Management”, Fulltext free

Studie zu den Folgen mütterlicher Schilddrüsenfehlfunktionen für die Kinder

Es gibt eine interessante Auswertung der Daten von zwischen 1989 und 2013 geborenen dänischen  Kinder im Hinblick auf die Auswirkungen mütterlicher Schilddrüsenerkrankungen.

Die Untersuchung legt nahe, dass Kinder, die von Frauen mit einem Morbus Basedow oder einer Hashimoto-Thyreoiditis geboren wurden, im Kindes- und Jugendalter eine übermäßige Krankheitsanfälligkeit aufweisen. Das Risiko beispielsweise einen Typ-1-Diabetes zu entwickeln war dabei für die Kinder Morbus Basedow-kranker Mütter besonders hoch. Ob dies ursächlich auf mütterliche Schilddrüsenantikörper, die Behandlung mit Schilddrüsenhemmern (Thyreostatika) oder die erbliche Veranlagung zurückzuführen ist, muss allerdings noch in weiteren Studien geklärt werden.

Quelle: Line Riis Jølving u.a. “Chronic diseases in the children of women with maternal thyroid dysfunction: a nationwide cohort study”, Fulltext free.

Referenzwerte für die Jodzufuhr

Wieviel Microgramm Jod pro Tag von welcher Altersgruppe aufgenommen werden sollten ist unter Wissenschaftlern umstritten. Insbesondere bei den Zufuhrempfehlungen für Neugeborene, (Klein-)Kinder und Jugendliche handelt es sich mehr oder weniger um Schätzwerte.

Literatur:

Neues zu Teprotumumab – Wirkstoff zur Behandlung der Endokrinen Orbitopathie beim Morbus Basedow

Kurz der Hinweis auf den aktuellen Blog-Beitrag “Anhaltende Besserung einer Endokrinen Orbitopathie 1 Jahr nach Therapie-Ende mit dem IGF-1-Rezeptorantikörper Teprotumumab” (Autor: Prof. Dr. Helmut Schatz).

Prof. Dr. George Kahaly bietet übrigens im Rahmen der Endokrinologischen Ambulanz der Universitätsmedizin Mainz eine Spezialsprechstunde für die Endokrine Orbitopathie an.

Siehe dazu auch
→ 05.05.17 Möglicherweise Medikament zur Behandlung des Exophthalmus beim Morbus Basedow entdeckt.
Smith T., Kahaly G.J. u.a. “Teprotumumab for Thyroid-Associated Ophthalmopathy”, https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1614949

Fragwürdige Berichterstattung zur Hashimoto-Thyreoiditis

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist zunehmend häufiger ein Thema in den Boulevardmedien – auch in unserem Nachbarland Österreich. Am 18.09.18 erschien beispielsweise im Kurier (österreichische Tageszeitung) der Artikel Hashimoto: Die neue Volkskrankheit. Dieser hat nicht nur in unserem Nachbarland für Kopfschütteln gesorgt. Klare Worte gab es hingegen vom Präsidenten der Österreichischen Schilddrüsengesellschaft Dr. Wolfgang Zechmann (Leserbrief). Vielen Dank dafür!

 

Geplante Einführung einer geänderten Formulierung von Euthyrox® auch in Deutschland

Am 26. Juli 2018 wurde von der Merck KGaA die Pressemitteilung “Merck erhält die Empfehlung zur Zulassung für die neue Formulierung von Euthyrox® in 21 EU-Ländern” veröffentlicht.

Einige Monate zuvor, am 19. April 2018, fand eine Sitzung des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zur “Geplanten Einführung einer geänderten Formulierung von Levothyroxin-Tabletten” statt, deren Protokoll unter dem Link nachzulesen ist.

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Rezepturänderung von Levothyrox®