Kurzmitteilungen

Studie zu den Folgen mütterlicher Schilddrüsenfehlfunktionen für die Kinder

Es gibt eine interessante Auswertung der Daten von zwischen 1989 und 2013 geborenen dänischen  Kinder im Hinblick auf die Auswirkungen mütterlicher Schilddrüsenerkrankungen.

Die Untersuchung legt nahe, dass Kinder, die von Frauen mit einem Morbus Basedow oder einer Hashimoto-Thyreoiditis geboren wurden, im Kindes- und Jugendalter eine übermäßige Krankheitsanfälligkeit aufweisen. Das Risiko beispielsweise einen Typ-1-Diabetes zu entwickeln war dabei für die Kinder Morbus Basedow-kranker Mütter besonders hoch. Ob dies ursächlich auf mütterliche Schilddrüsenantikörper, die Behandlung mit Schilddrüsenhemmern (Thyreostatika) oder die erbliche Veranlagung zurückzuführen ist, muss allerdings noch in weiteren Studien geklärt werden.

Quelle: Line Riis Jølving u.a. “Chronic diseases in the children of women with maternal thyroid dysfunction: a nationwide cohort study”, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6167124 (Full text free)

Neues zu Teprotumumab – Wirkstoff zur Behandlung der Endokrinen Orbitopathie beim Morbus Basedow

Kurz der Hinweis auf den aktuellen Blog-Beitrag “Anhaltende Besserung einer Endokrinen Orbitopathie 1 Jahr nach Therapie-Ende mit dem IGF-1-Rezeptorantikörper Teprotumumab” (Autor: Prof. Dr. Helmut Schatz).

Prof. Dr. George Kahaly bietet übrigens im Rahmen der Endokrinologischen Ambulanz der Universitätsmedizin Mainz eine Spezialsprechstunde für die Endokrine Orbitopathie an.

Siehe dazu auch
→ 05.05.17  Möglicherweise Medikament zur Behandlung des Exophthalmus beim Morbus Basedow entdeckt.
– Smith T., Kahaly G.J. u.a. “Teprotumumab for Thyroid-Associated Ophthalmopathy”, https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1614949

Fragwürdige Berichterstattung zur Hashimoto-Thyreoiditis

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist zunehmend häufiger ein Thema in den Boulevardmedien – auch in unserem Nachbarland Österreich. Am 18.09.18 erschien beispielsweise im Kurier (österreichische Tageszeitung) der Artikel Hashimoto: Die neue Volkskrankheit. Dieser hat nicht nur in unserem Nachbarland für Kopfschütteln gesorgt. Klare Worte gab es hingegen vom Präsidenten der Österreichischen Schilddrüsengesellschaft Dr. Wolfgang Zechmann (Leserbrief). Vielen Dank dafür!

 

Früherkennung von Nachblutungen nach chirurgischen Eingriffen an der Schilddrüse

Es gibt eine Patent-Anmeldung für einen “Nachblutungsdetektor” (Bezeichnung: ISAR-M THYRO®, Hersteller: ISAR-M GmbH Medical Technology) der voraussichtlich 2019 auf den Markt gebracht wird. Weitere Informationen dazu auf der oben verlinkten Herstellerseite oder unter PCT/EP2011/056113 (WIPO = World Intellectual Property Organization).

Nachblutungen in den ersten Stunden nach einer Schilddrüsenoperationen sind zwar selten – aufgrund der möglichen Auswirkungen aber gefürchtet. Charakteristische Symptome die darauf hindeuten können sind Blutergüsse, Schwellungen, Druckgefühl und Atemnot.

Universität Bielefeld: Teilnehmerinnen für Studie gesucht

Teilnehmerinnen für eine Studie zum Thema „Versorgungserfahrungen von Frauen mit Schilddrüsenerkrankungen – eine qualitative Untersuchung zu Erfahrungen in der medizinischen Versorgung von Frauen mit Hypothyreose“ gesucht.

Sie sind weiblich und haben eine Schilddrüsenunterfunktion? Wie lange hat es bei Ihnen gedauert, bis Sie den richtigen Arzt gefunden haben? Worüber haben Sie sich geärgert? Was hat Ihnen besonders gefallen? Wir, die Betroffenen, haben alle schon viel erlebt – langsam ist es an der Zeit, dieses wissenschaftlich zu hinterfragen und möglichst viele Erfahrungen und Geschichten von Frauen mit Schilddrüsenunterfunktion herauszustellen und zu analysieren, damit unsere Versorgung verbessert werden kann! Je mehr Frauen sich beteiligen, desto überzeugender kann das Ergebnis präsentiert werden.

Direktlink zur Umfrage (Teilnahmeschluss: 27. Juni 2018)

Ein Forschungsprojekt im Rahmen der Masterarbeit von Annika Diana Strauß, B.Sc. Gesundheits- und Krankenpflegerin, Masterstudentin Public Health, Fakultät für Gesundheitswissenschaften an der Universität Bielefeld- Kontakt: annika.strauss[at]uni-bielefeld.de

Löschung der Facebook-Seite

Vom Europäischen Gerichtshof ist am 05. Juni 2018 entschieden worden, dass die Betreiber von Facebook-Seiten gemeinsam mit Facebook für die Verarbeitung der personenbezogenen Daten der BesucherInnen verantwortlich sind. Da die daraus folgenden Verpflichtungen im Hinblick auf den Datenschutz der BesucherInnen für mich nicht leistbar sind, wurde die Facebook-Seite von www.schilddruesenguide.de geschlossen.

Umfrage zur Ernährung von SchilddrüsenpatientInnen

Ich möchte heute kurz noch die Ergebnisse der letzten Umfrage nachreichen.  Die Ernährung ist unverändert das Hauptthema sowohl bei den in diesem Jahr neu erschienenen Schilddrüsenbüchern, als auch bei den Veröffentlichungen von Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen beispielsweise in persönlichen Weblogs und Facebook-Gruppen.  Umfrage zur Ernährung von SchilddrüsenpatientInnen weiterlesen

Alexa-Ranking der 20 bekanntesten deutschsprachigen Schilddrüsenseiten

Seit Jahren unangefochten an der Spitze liegt das für Hashimoto-und Basedow-PatientInnen eingerichtete Internetforum von Dr. Leveke Brakebusch und Prof. Dr. Armin E. Heufelder. Herzlichen Glückwunsch!

1. ht-mb.de (Rank 219,219)
2. forum-schilddruese.de (Rank 1,034,788)
3. schilddruesenguide.de (Rank 1,450,844)
4. hashimotothyreoiditis.de (Rank 1,641,633)
5. jodmangel.de (Rank 2,126,172)
6. hashimoto-info.de (Rank 2,761,984)
7. kit-online.org (Rank 3,046,066)
8. sd-krebs.de (Rank 3,183,789)
9. morbusbasedow.de (Rank 3,355,979)
10. schilddruese-augsburg.de (Rank 3,764,175)
11. thyreopathie.de (Rank 4,396,577)
12. infoline-schilddruese.de (Rank 6,362,212)
13. schilddruesenzentrum-koeln.de (Rank 7,016,326)
14. Schilddruesenliga.de (Rank 10,205,894)
15. schilddruese.de (Rank 10,542,740)
16. hashimoto-deutschland.de (Rank 15,467,980)

Nicht gelistet sind aktuell die-schmetterlinge.de, prophylaxe-transparenz.de, jod-kritik.de und schilddruesenspezialisten.de.

(Stand 29.01.18, 9.00 Uhr)