Trotz Schilddrüsenerkrankung – Sich Wohlfühlen bei der Sommerhitze!

Die Schilddrüsenfunktion wird durch äußere Temperaturreize beeinflusst. Schilddrüsenkranke haben bei deutlichen Temperaturschwankungen oder extremer Kälte bzw. Hitze deshalb oft Anpassungsschwierigkeiten (verstärkte Wetterfühligkeit). Meist lassen diese Beschwerden bereits nach wenigen Tagen von allein nach, gelegentlich muss aber auch die Schilddrüsenhormondosis angepasst (erhöht oder gesenkt) werden.

10 Tipps für einen unbeschwerten Sommer:

  1. Morgendliche Kniegüsse nach Sebastian Kneipp bringen den Kreislauf in Schwung. Begonnen wird immer mit der herzfernen Seite, d.h. in diesem Fall dem rechten Bein. Dazu den kalten Wasserstrahl an der Außenseite des Beins vom Fuß bis zum Knie hinaufführen und dann an der Innenseite des Beins wieder hinab. Zum Schluss die Fußsohle kurz abgießen. Dann folgt das linke Bein.
  2. Ausreichend trinken. Mindestens 2 – 3 Liter pro Tag. Beispielsweise Mineralwasser, Apfelsaftschorle oder Pfefferminztee. Auf Kaffee, süße Limonaden bzw. Cola-Getränke und Alkohol eher verzichten.
  3. Abwechslungsreiche, leichte Sommerküche mit viel frischem Obst und Rohkost genießen.
  4. Wohnung gut lüften. Am besten in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend, wenn die Temperaturen am niedrigsten sind. Tagsüber die Fenster schließen und die Wohnung abdunkeln.
  5. Bequeme, luftig geschnittene Kleidung aus Naturfasern in hellen Farben wählen.
  6. Aktivitäten (Einkäufe, Sport) nach Möglichkeit in die kühlen Morgen- oder Abendstunden verlagern.
  7. Den Kreislauf belastende Faktoren vorausschauend vermeiden. Das sind neben Hitze insbesondere langes Stehen, Stress, schlechte Luft und Flüssigkeitsmangel.
  8. Nicht eiskalt, sondern lauwarm duschen. Bei Kälte ziehen sich die Blutgefäße in der Haut zusammen und der Körper kann Wärme schlechter abgeben. Dadurch schwitzt er kurze Zeit später verstärkt.
  9. Kurzfristig den Salzkonsum etwas erhöhen, weil durch das vermehrte Schwitzen viel Natrium verloren wird. Gefahr von Muskelkrämpfen!
  10. Bei Wassereinlagerungen natriumreiche Lebensmittel eher reduzieren und eine kaliumreiche Ernährung bevorzugen. Die Beine häufiger hochlegen. Ausschwemmend wirken Teezubereitungen aus Brennnessel, Löwenzahn und Birkenblättern.

Grundsätzlich gilt, dass eine Überfunktion der Schilddrüse oftmals eine verstärkte Wärmeempfindlichkeit nach sich zieht während eine Schilddrüsenunterfunktion zu einer ausgeprägten Kälteempfindlichkeit führt. Aber trotzdem haben nicht nur hyperthyreote sondern auch zahlreiche hypothyreote Patienten, meist aufgrund von Herz-Kreislauf-Störungen (Schwindelgefühle, Ohnmacht), Probleme sich an die sommerlichen Temperaturen anzupassen. Relativ häufig treten auch Wassereinlagerungen im Bereich der Hände und Füße auf. Außerdem kann es sowohl zu Erschöpfung als auch Unruhe (Angstgefühle, Panikattacken) kommen.

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