Schlagwort-Archiv: Vitamin D

Hashimoto-Thyreoiditis: Studie zu kognitiven Beeinträchtigungen durch Vitamin D-Mangel

Kognitive Beeinträchtigungen wie beispielsweise Konzentrations- und Gedächtnisstörungen werden bei Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen häufiger festgestellt. Da niedrige Vitamin D-Spiegel bei schilddrüsengesunden Menschen als mögliche Ursache dafür gelten, haben einige chinesische Forscher den Zusammenhang von Vitamin D und verminderter Denkleistung jetzt explizit bei PatientInnen mit Hashimoto-Thyreoiditis untersucht.

Bei 55 der 194 untersuchten Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen wurden dabei Konzentrations- und Gedächtnisstörungen festgestellt. Diese hatten im Vergleich zu den Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen ohne kognitive Beeinträchtigungen wesentlich niedrigere Vitamin D-Spiegel. Die Ergebnisse dieser Studie deuten also auf einen wichtigen Zusammenhang zwischen der Vitamin D-Versorgung und kognitiven Beeinträchtigungen bei PatientInnen mit Hashimoto-Thyreoiditis hin.

Quelle: Jun Xu, Xiang-yun Zhu,  Hui Sun u.a “Low vitamin D levels are associated with cognitive impairment in patients with Hashimoto thyroiditis”, Fulltext free

Aktueller Artikel zur Bedeutung von Jod, Selen, Vitamin D und Gluten bei Hashimoto-Thyreoiditis

Lesenswerter, englischsprachiger Fachtext zum potentiell negativen Einfluß von Jod auf den Krankheitsverlauf bei der Hashimoto-Thyreoiditis, den positiven Effekten von Selen und Vitamin D sowie der derzeit weiterhin ungeklärten Rolle von Gluten. Also allesamt Themen, die derzeit von etlichen Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen diskutiert werden.

Michael I. Liontiris, Elias E. Mazokopakis “A concise review of Hashimoto thyroiditis (HT) and the importance of iodine, selenium, vitamin D and gluten on the autoimmunity and dietary management of HT patients.Points that need more investigation”, veröffentlicht  am 20. April 2017 auf www.nuclemed.gr. Fulltext free (PDF-Version)

Aktuelle Studie zum Einfluss von Vitamin D auf die Entstehung einer Hashimoto-Thyreoiditis

Der mögliche Zusammenhang zwischen einem → Vitamin D-Mangel und der Entwicklung einer Hashimoto-Thyreoiditis ist unverändert Gegenstand der wissenschaftlichen Diskussion. Jetzt wurden die Ergebnisse einer Untersuchung veröffentlicht, an der insgesamt 218 griechische Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen teilgenommen haben. Diese Studie liefert weitere Hinweise darauf, dass eine Hashimoto-Thyreoiditis zum einen häufig mit einem Vitamin D-Mangel einhergeht und zum anderen, dass eine mehrmonatige Nahrungsergänzung mit einem Vitamin D-Präparat zu einer deutlichen Senkung der schilddrüsenspezifischen Autoantikörper führen kann.

Quelle: Mazokopakis, Papadomanolaki, Tsekouras u.a. “Is vitamin D related to pathogenesis and treatment of Hashimoto’s thyroiditis?” Hell J Nucl Med. 2015 Sep-Dec;18(3):222-7. Fulltext free

Nährstofftherapie: Vitamin D

Eine Unterfunktion der Schilddrüse geht oft mit einem niedrigen Vitamin D-Spiegel einher. Umgekehrt gibt es auch einen Zusammenhang zwischen einem hohen Vitamin D-Spiegel und einem niedrigen TSH-Wert.

Vitamin D (Cholecalciferol) kann der menschliche Körper mit Hilfe von ultraviolettem Licht (UV-B-Strahlung) in der Haut selbst bilden. Es ist eigentlich kein Vitamin, sondern es hat die Funktion eines Prohormons und wird über eine Zwischenstufe zu dem Hormon Calcitriol umgewandelt. Vitamin D spielt eine wesentliche Rolle bei der Regulierung des Blut-Calcium-Spiegels und beim Knochenaufbau. Ausserdem wird diskutiert, dass ein Vitamin-D-Mangel auch das Risiko und die Ausprägung zahlreicher chronischer Krankheiten (Krebserkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Infektionskrankheiten, kardiovaskulärer Krankheiten) erhöhen kann. Nährstofftherapie: Vitamin D weiterlesen