Schlagwort-Archiv: Schilddrüsenkrebs

Aktuelle Zahlen zu Schilddrüsenkrebs

Am 06. Dezember 2017 wurde vom Robert-Koch-Institut eine aktuelle Auswertung der fortlaufend zum Thema Schilddrüsenkrebs erhobenen Daten (Kapitel 3.24 Schilddrüse / Krebs in Deutschland) veröffentlicht.

Neu an Schilddrüsenkrebs erkrankten demnach fast dreimal so viele Frauen wie Männer (beispielsweise im Jahr 2014 rund 4.280 Frauen und 1.840 Männer). Am häufigsten von einer Neudiagnose betroffen sind Menschen im Lebensalter von 50 bis 55 Jahren. Als Risikofaktoren gelten insbesondere vorangegangene Strahlenbelastungen (Strahlentherapie, radioaktive Strahlung). Weitere Auslöser konnten indes noch nicht zweifelsfrei belegt werden.

Wird Schilddrüsenkrebs in der Schweiz überdiagnostiziert?

Schilddrüsenkrebs wird in der Schweiz immer häufiger diagnostiziert und operiert. Ein grosser Teil aller Schilddrüsenkrebsfälle scheint überdiagnostiziert und überbehandelt zu sein – so eine Studie der Universitätsklinik für Allgemeine Innere Medizin am Inselspital Bern, des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Lausanne und des Berner Instituts für Hausarztmedizin der Universität Bern.

Die Anzahl Schilddrüsenkrebsdiagnosen steigt in der Schweiz. Die wachsende Zahl ist am ehesten als Folge von zufällig oder durch Vorsorgeuntersuchungen entdeckte Schilddrüsenknoten zu erklären. Dabei werden oft kleine „Krebse“ gefunden, die aufgrund ihres relativ harmlosen Gewebetyps der betroffenen Person zu Lebzeiten keine Beschwerden bereiten würden. Viele dieser Personen werden möglicherweise überbehandelt. Das schlussfolgern Forschende des Inselspitals Bern, des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin (IUMSP) der Universität Lausanne und des Berner Instituts für Hausarztmedizin der Universität Bern (BIHAM). Wird Schilddrüsenkrebs in der Schweiz überdiagnostiziert? weiterlesen

Schilddrüsenkrebs: Genom-Analysen seltener Tumorarten bieten Ansatzpunkte für Therapie

Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF)
Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie e. V. (DGE)

Schilddrüsenkrebs gehört zu den selteneren Krebsarten. Die allermeisten Formen sind gut behandelbar und haben eine sehr gute Prognose. Einige seltenere Formen sind jedoch wesentlich aggressiver in ihrem Wachstum und sprechen oft nicht gut auf die Behandlung mit den bisher bekannten Therapien an. Aktuelle Forschungen zur Analyse des Genoms dieser Tumoren liefern jetzt neue Einsichten in die Krebsentstehung und bieten aus Sicht der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) Anhaltspunkte für neue Therapieansätze.

In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 7000 Menschen an einem bösartigen Tumor in der Schilddrüse. Experten vermuten, dass dieser Krebs sogar noch häufiger ist. „Rund 90 Prozent der Schilddrüsentumore stellen sogenannte differenzierte papilläre oder follikuläre Schilddrüsenkarzinome dar. Diese können durch eine Operation – meist in Kombination mit einer Behandlung mit radioaktivem Jod – sehr gut behandelt werden“, sagt Professor Dr. med. Matthias M. Weber, Leiter der Endokrinologie der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
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Schilddrüsenkarzinomregister

Die Schilddrüsenzentren in Würzburg, München und Augsburg bauen seit ungefähr zwei Jahren eine gemeinsame Datenbank, insbesondere zu den selteneren Formen von Schilddrüsenkrebs, auf. Dieses Schilddrüsenkarzinomregister finden Sie derzeit auf den Seiten des Universitätsklinikums Würzburg.

Im Hinblick darauf ist auch interessant, dass die Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V. bereits vor einigen Wochen mitgeteilt hat, dass sich am 6. Oktober 2016 außerdem eine unabhängige Studiengruppe für “Seltene Tumore der Schilddrüse” in Marburg gegründet hat.

Zwei Treffer machen den Schilddrüsentumor

Das autonome Adenom ist die häufigste Variante gutartiger Tumore der Schilddrüse. Mutationen in zwei Genen sind für gut 70 Prozent von ihnen verantwortlich. Wissenschaftler der Uni Würzburg haben jetzt einen weiteren Auslöser identifiziert.

Hormone der Schilddrüse sind an der Steuerung vieler Funktionen des menschlichen Körpers beteiligt: Sie nehmen Einfluss auf den Zucker-, Fett- und Eiweißhaushalt, regeln die Körpertemperatur, den Herzschlag und den Kreislauf und vieles andere mehr. Beim Kind steuern sie zudem die Entwicklung von Gehirn und Nerven sowie das Knochenwachstum. Kein Wunder, dass eine Schilddrüsenüberfunktion sich bei den Betroffenen deutlich bemerkbar macht. Sie berichten häufig von einem anhaltenden Unruhezustand, einer ständigen Gereiztheit, Schlaflosigkeit, einem unerklärlichen Gewichtsverlust, vermehrtem Schwitzen und einem erhöhten Puls. Unbehandelt hat eine Schilddrüsenüberfunktion gravierende Folgen, vor allem eine erhöhte Sterblichkeit aufgrund von Herz-Kreislauf-Krankheiten. Zwei Treffer machen den Schilddrüsentumor weiterlesen

Schilddrüsenkrebs wird immer häufiger diagnostiziert

In der Online-Ausgabe der FAZ ist vor einigen Tagen ein sehr lesenswerter Artikel zum Thema → Schilddrüsenkrebs erschienen (Titel: “Ruhig mal drinlassen”, Autor: Michael Brendler).

Mir hat insbesondere gut gefallen, dass sehr deutlich darauf hingewiesen wurde, dass das Leben ohne Schilddrüse keineswegs immer ohne Probleme verläuft. “Die künstlichen Hormone, die er nun ein Leben lang einnehmen muss, ersetzten die körpereigenen eher schlecht als recht. Der zuvor gesunde Mann fühlte sich nun müde und schlapp, die Muskeln brannten bei der kleinsten Anstrengung, der Darm spielte verrückt. „Dafür, dass mir versprochen wurde, man könne heute auch ohne Schilddrüse problemlos leben, fand ich das ganz schön langwierig“, klagt er. Fast drei Jahre lang litt er stark unter den Folgen.” Quelle: faz.net

Ich erlebe es durchaus häufiger, dass PatientInnen unnötig unter Zeitdruck gesetzt und vorschnell zu den üblichen Therapien gedrängt werden. Oft wird innerhalb von wenigen Wochen alles abgehandelt: Überweisung zum Nuklearmediziner, Diagnose “Verdacht auf Schilddrüsenkrebs”, Krankenhaus, Schilddrüsenoperation, Radioiodtherapie … und dann sitzen die PatientInnen wieder zu Hause und verstehen kaum was ihnen widerfahren ist.

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Häufigkeit von Schilddrüsenknoten und Schilddrüsenkrebs

Knoten in der Schilddrüse kommen häufig vor, aber nur ein sehr kleiner Teil davon ist bösartig (Schilddrüsenkrebs).
Schilddrüsenknoten

Schilddrüsenknoten sind ein ausgesprochen häufiger Untersuchungsbefund. Aufgrund von verschiedenen in der Vergangenheit durchgeführten wissenschaftlichen Untersuchungen gehen Ärzte davon aus, dass rund 20 Prozent der Bevölkerung einen oder mehrere Knoten in der Schilddrüse haben. Deutschland hat aktuell ungefähr 80,7 Millionen Einwohner. Das bedeutet 16,1 Millionen Deutsche haben Schilddrüsenknoten. Die meisten allerdings ohne davon zu wissen.

Die Wahrscheinlichkeit einen Knoten in der Schilddrüse zu entwickeln nimmt mit steigendem Lebensalter zu. Von den älteren Menschen (Lebensalter > 65 Jahre) hat allgemeinen Schätzungen zufolge sogar jeder Dritte einen Schilddrüsenknoten. Im Hinblick darauf spielt auch eine entscheidende Rolle, dass die Jodversorgung in Deutschland früher schlechter war und Jodmangel als eine wesentliche Ursache von Schilddrüsenknoten angesehen wird.

Schilddrüsenkrebs

Die Zahl der jährlichen Krebs-Neuerkrankungen liegt deutschlandweit insgesamt bei ungefähr 425.000. Nur ein kleiner Bruchteil davon entfällt auf Schilddrüsenkrebs. Schilddrüsenkarzinome zählen zu den seltenen Krebserkrankungen. Neu an Schilddrüsenkrebs erkranken pro Jahr rund 5300 Personen.

Im Hinblick darauf ist wichtig, dass Frauen deutlich häufiger von Schilddrüsenkrebs betroffen sind als Männer. Ganz konkret: Von den oben genannten 5300 neu diagnostizierten Schilddrüsenkrebs-PatientInnen sind 3650 Frauen und 1650 Männer.

Außerdem ist zu erwähnen, dass die Anzahl der Schilddrüsenkrebserkrankungen in den vergangenen Jahren zugenommen hat. Über die Ursachen für diesen Anstieg sind sich die Wissenschaftler allerdings nicht einig. Oftmals wird dies einfach auf eine verbesserte Diagnostik zurückgeführt.

Quellen:

  • H. Völzke, J. Ludemann u.a. “The prevalence of undiagnosed thyroid disorders in a previously iodine-deficient area.” Thyroid 2003; 13: 803–10)
  • Zentrum für Krebsregisterdaten, Robert Koch-Institut, Schilddrüse – C73. Einzelkapitel aus “Krebs in Deutschland 2009/2010)

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Behandlungsmöglichkeiten bei Schilddrüsenkrebs

Eine Krebsbehandlung hat das vorrangige Ziel den Tumor sowie die eventuell vorhandenen Metastasen vollständig zu entfernen und so eine Heilung zu ermöglichen. Wenn dieses Ziel aufgrund eines fortgeschrittenen Erkrankungsstadiums nicht mehr erreicht werden kann, wird versucht das Tumorwachstum zu stoppen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Schilddrüsenoperation

Bei Schilddrüsenkrebserkrankungen wird als erstes fast immer die gesamte Schilddrüse chirurgisch entfernt. Eine Ausnahme stellt nur das differenzierte, papilläre Mikrokarzinom mit einer Größe unter einem Zentimeter dar – hier wird manchmal nur der betroffene Schilddrüsenlappen entnommen.

Radiojodtherapie

Das weitere Vorgehen ist anschliessend davon abhängig welche Form von Schilddrüsenkrebs vorliegt. Bei den differenzierten Schilddrüsenkarzinomen (follikulär, papillär) wird im Anschluß an die Schilddrüsenoperation eine Radiojodtherapie durchgeführt. Der Erfolg der Radioiodtherapie wird danach regelmässig kontrolliert. Dies geschieht beispielsweise durch Nachweis des Tumormarkers Thyreoglobulin, eine Ganzkörperszintigrafie oder eine Positronenemissionstomographie. Diese Nachsorgetermine sollten unbedingt eingehalten werden. Beim C-Zell-Karzinom wird im Anschluß an die Schilddrüsenoperation keine Radiojodtherapie durchgeführt, da die C-Zellen nicht am Jodstoffwechsel teilnehmen. Dies gilt auch für die undifferenzierten Karzinomzellen des anaplastischen Karzinoms, so dass auch hier eine Radiojodtherapie nicht zielführend ist.

Bestrahlung

Beim anaplastischen Schilddrüsenkarzinom wird im Anschluss an die Schilddrüsenoperation eine Bestrahlung durchgeführt wenn der Tumor noch auf die Schilddrüse begrenzt ist. Beim differenzierten Schilddrüsenkarzinom wird nur dann bestrahlt, wenn Tumorreste weder operativ vollständig entfernt noch mittels Radioiodtherapie beseitigt werden können. Die Wirksamkeit der Strahlentherapie beim medullären Schilddrüsenkarzinom ist nicht erwiesen.

Chemotherapie

„Bei diffuser, progredienter Metastasierung kann im Einzelfall in Abstimmung mit einem Zentrum eine Mono- oder Kombinationschemotherapie oder auch eine Radiochemotherapie verabreicht werden. Bei Patienten mit diffusen Metastasen eines papillären oder follikulären Karzinoms, kann bei fehlender Radio-Iod-Speicherung eine Mono-Therapie mit Doxorubicin in Einzelfällen indiziert sein. Der Effekt anderer Substanzen (Cisplatin, Carboplatin, Etopo­sid) ist deutlich geringer. Ein lebensverlängernder Effekt durch eine Chemotherapie ist allerdings bisher nicht belegt. Bei Patienten mit diffuser Metastasierung eines anaplastischen Karzinoms kommt der Chemotherapie größere Bedeutung zu. Hier hat sich die Kombination von Doxorubicin + Cisplatin bzw. Etoposid der alleinigen Verabreichung von Doxorubicin als überlegen erwiesen (Ansprechraten um 30-50%).“ (Quelle: Dr. Arlt „Behandlungsgrundsätze Schilddrüsenkarzinom – Therapie von Fernmetastasen, www.drarlt.de)

Hormontherapie

Durch die operative Entfernung der Schilddrüse ist keine körpereigene Schilddrüsenhormonproduktion mehr möglich. Nach der erfolgreichen Behandlung der Schilddrüsenkrebserkrankung muss deshalb lebenslang ein Schilddrüsenhormonpräparat eingenommen werden. Im Hinblick darauf wird heutzutage meist ein TSH-Zielwert unter 0,1 mU/l angestrebt. Die früher standardmässig empfohlene TSH-suppressive Einstellung gilt heute nur noch für wenige Hochrisikopatienten.

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Heilungschancen bei Schilddrüsenkrebs

Von einem Arzt die Diagnose “Krebs” mitgeteilt zu bekommen, ist für Patienten immer ein Schock. Ein Schicksalsschlag, der sie und ihre Angehörigen völlig unvorbereitet trifft. Mit “Krebs” verbinden sie Angst vor starken Schmerzen, vor langem Siechtum und vor qualvollem Sterben. ABER Schilddrüsenkrebs ist oft anders.

Schilddrüsenkrebs hat fast immer ausgezeichnete Heilungschancen. Die notwendigen Untersuchungen sind weder unangenehm, noch schmerzhaft oder gefährlich. Die erforderlichen Behandlungsschritte sind in den meisten Fällen wenig beeinträchtigend und gut auszuhalten. Schilddrüsenkrebs ist eine Herausforderung, die sehr oft erfolgreich gemeistert werden kann!

Für Schilddrüsenkrebs gilt aber auch wie für alle anderen Krebserkrankungen auch der Grundsatz: Je früher der Krebs diagnostiziert und therapiert wird, desto besser sind die Heilungschancen! Ein rechtzeitig erkannter Schilddrüsenkrebs hat in den meisten Fällen sehr gute Heilungschancen. Die genauen Heilungschancen sind neben dem Erkrankungsstadium, bei Schilddrüsenkrebserkrankungen aber auch wesentlich abhängig von der Krebsart.

Heilungschancen differenzierte Karzinome

Die Heilungschancen sind sehr gut. Sie betragen bei den beiden häufigsten Schilddrüsenkrebsarten, den differenzierten Karzinomen (papillär, follikulär) 80 bis 90 Prozent. Das papilläre Schilddrüsenkarzinom wächst eher langsam und streut nur selten in die umliegenden Lymphknoten. Erst in einem sehr späteren Stadium kommt es zu einer Ausbreitung über den Blutweg und der Ausbildung von Fernmetastasen. Beim follikulären Schilddrüsenkarzinom kommt es etwas häufiger und innerhalb eines kürzeren Zeitraums zu einer Entwicklung von Tochtergeschwülsten, beispielsweise in der Lunge und / oder in den Knochen.

Heilungschancen beim C-Zell-Karzinom

Medulläre Schilddrüsenkarzinome wachsen meist nur langsam. Allerdings kommt es oftmals zur Streuung, insbesondere in die Lymphdrüsen des Halses. In einem fortgeschrittenen Stadium kommt es auch zur Metastasierung in weiteren Organen (Lunge, Leber, Knochen). Ist der Tumor noch auf die Schilddrüse begrenzt, sind die Heilungschancen mit 80 bis 90 Prozent sehr gut. Ansonsten liegen sie bei 60 bis 70 Prozent.

Heilungschancen anaplastischer Karzinome

Das ausgesprochen seltene undifferenzierte Karzinom (anaplastisch) hat leider eine schlechte Prognose. Es ist eine sehr aggressive Tumorart, die sehr schnell wächst und früh Tochtergeschwülste in der Lunge, der Leber, den Knochen und dem Gehirn bildet. Deshalb liegen die Heilungschancen leider unter 10 Prozent.

→ Weiterführende Informationen zum Thema erhalten Sie in der Kategorie “Schilddrüsenkrebs

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Ursachen von Schilddrüsenknoten und Schilddrüsenkrebs

Ursachen von → Schilddrüsenknoten

Die Ursachen für Schilddrüsenknoten konnten bislang noch nicht restlos geklärt werden. Fest steht jedoch, dass es eine Abhängigkeit von der Aufnahme des Spurenelementes Jod gibt. In Gegenden mit einer guten Jodversorgung treten Schilddrüsenknoten seltener auf als in einem Jodmangelgebiet.

Als mögliche Ursachen für Schilddrüsenknoten gelten

  • Unterversorgung mit dem Spurenelement Jod
  • höheres Lebensalter (über 45 Jahre)
  • genetische Veränderungen
Ursachen von → Schilddrüsenkrebs

Die Ursachen für das Entstehen der undifferenzierten (anaplastischen) und differenzierten (follikuären, papillären) Karzinome sind bisher nicht eindeutig bekannt.

Als mögliche Risikofaktoren gelten

  • Bestrahlungen des Halses im Kindes- und Jugendalter
  • länger bestehende Schilddrüsenvergrößerungen mit Bildung kalter Schilddrüsenknoten
  • radioaktive Strahlung: Gesichert ist, dass es nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl als Folge der freiwerdenden Radioaktivität zu einem gehäuften Auftreten von Schilddrüsenkrebserkrankungen bei Kindern in der Ukraine und in Weissrussland gekommen ist (C. Reiners: “Die Folgen von Tschernobyl“, Dt. Ges. f. Nuk.med). Nach Angaben des Institut national de la santé et de la recherche médicale (INSERM) haben auch die von Frankreich durchgeführten Atomwaffentests in Französisch Polynesien (Südsee) zu einer Zunahme der Schilddrüsenkrebserkrankungen bei den Inselbewohnern geführt, so dass radioaktive Strahlung inzwischen als eine mögliche Ursache von Schilddrüsenkrebs belegt wurde. Auch als Folge der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki stiegen in den betroffenen Gebieten die Erkrankungsraten an.
  • Beim medullären C-Zell-Karzinom kann eine genetische Veranlagung, d.h. eine Veränderung im Erbgut (Mutation des Chromosom 10) eine Rolle spielen.

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