Schlagwort-Archiv: Multikinase-Inhibitoren

Fortschritte durch neue Medikamente in der Therapie von fortgeschrittenem Schilddrüsenkrebs

Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

Schilddrüsenknoten sind in Deutschland häufig. Etwa jeder vierte Erwachsene ist betroffen. Auch wenn bösartige Veränderungen selten sind, müssen die Knoten abgeklärt werden, um Krebs auszuschließen. Je nach Art des Krebses schließt sich nach der Operation eine Radiojod-Therapie an, die allerdings nicht für jede Form des Schilddrüsenkrebses in Frage kommt. Mit neuen Wirkstoffen, den Tyrosinkinase-Hemmern, haben Ärzte nun Medikamente, um den Krebs aufzuhalten.

Wie diese neuen Medikamente wirken und welche Nebenwirkungen auftreten können, diskutierten Experten auf der 34. Arbeitstagung der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft Endokrinologie (CAEK) und 45. Jahrestagung der Sektion Schilddrüse der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) vom 19. bis 21. November 2015 in Mainz. Fortschritte durch neue Medikamente in der Therapie von fortgeschrittenem Schilddrüsenkrebs weiterlesen

Ergebnisse der Therapie mit Lenvima® (Wirkstoff: Lenvatinib) bei fortgeschrittenem Schilddrüsenkarzinom

Eisai Co., Ltd. präsentierte auf dem European Cancer Congress 2015 neue Ergebnisse zur Verlängerung des Gesamtüberlebens unter der Therapie mit Lenvima® (Wirkstoff: Lenvatinib) bei fortgeschrittenem Schilddrüsenkarzinom.

Über Lenvima® (Wirkstoff: Lenvatinib) 

Lenvima® erhielt im Mai 2015 von der Europäischen Kommission die Zulassung zur Behandlung erwachsener Patienten mit progressivem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem, differenziertem (papillärem, follikulärem, Hürthle-Zell-) Schilddrüsenkarzinom, das nicht auf eine Radiojodtherapie angesprochen hat.

Lenvima® wurde zur Behandlung des refraktären Schilddrüsenkarzinoms in den USA und Japan zugelassen, in der Schweiz, Südkorea, Kanada, Singapur, Russland, Australien und Brasilien wurde die Zulassung beantragt. Lenvatinib erhielt in verschiedenen Ländern den Status eines “Arzneimittels für seltene Erkrankungen” (Orphan Drug), so z.B. in Japan für die Behandlung des Schilddrüsenkarzinoms, in den USA für die Behandlung des follikulären, medullären, anaplastischen und metastasierten oder lokal fortgeschrittenen papillären Schilddrüsenkarzinoms und in Europa für die Behandlung des follikulären und des papillären Schilddrüsenkarzinoms. Ergebnisse der Therapie mit Lenvima® (Wirkstoff: Lenvatinib) bei fortgeschrittenem Schilddrüsenkarzinom weiterlesen

Schilddrüsenkrebs – Wenn Radiojod nicht mehr wirkt, helfen neue Medikamente

Ein differenzierter Schilddrüsenkrebs, bei dem die Tumorzellen dem normalen Schilddrüsengewebe noch ähneln, lässt sich meist durch Operation und Radiojod heilen. Manche Schilddrüsenkrebszellen nehmen das Radiojod jedoch nicht auf. Wenn der Krebs sich dann ausbreitet, können neue Wirkstoffe wie der Multikinase-Hemmer Lenvatinib die Erkrankung erneut kontrollieren. Wie diese neuen Medikamente die Aktivität von Signalmolekülen und dadurch das Wachstum von Tumorzellen bremsen, wann die Therapie indiziert ist und welche Nebenwirkungen auftreten können, erläutern Experten auf der Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) am 18. März 2015 in Lübeck.
In Deutschland diagnostizieren Ärzte pro Jahr bei etwa 7 200 Menschen Schilddrüsenkrebs. „Bei den meisten Patienten werden die Tumoren rechtzeitig bemerkt, sodass die Heilungschancen exzellent sind“, berichtet Professor Dr. Dr. med. Dagmar Führer, Direktorin der Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen am Universitätsklinikum Essen. Todesfälle sind insgesamt selten. Im Jahr 2010 starben etwa 700 Menschen an Schilddrüsenkrebs.

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