Selen beeinflusst Krankheitsverlauf bei der Hashimoto-Thyreoiditis positiv

Dieser Artikel wurde zuletzt am 11.04.19 aktualisiert.

Die Gabe von 200 µg Selen täglich kann die für die → Hashimoto-Thyreoiditis typischen Antikörper senken und zu einer Besserung des Wohlbefindens beitragen

Wurde Selen früher wegen seiner Giftigkeit gefürchtet, steht es heute wie kein anderes Spurenelement im Blickpunkt medizinischen Interesses. Als Hauptbestandteil des Enzyms Glutathionperoxidase wirkt es antioxidativ, indem es durch freie Radikale entstandene schädliche Peroxide abbaut.

Wie wirkt sich Selen auf die Hashimoto-Thyreoiditis aus?

Bei der Hashimoto-Thyreoiditis ist das Spurenelement Selen auf zweifache Weise nützlich:

1. Das selenabhängige Enzym Jodthyronin-Dejodase ist für die Umwandlung des Schilddrüsenhormons T4 (Speicherform z. B. als Levothyroxinnatrium) in die stoffwechselaktive Form T3 zuständig.

2. Selen kann, fest an das Enzym Glutathionperoxidase gebunden, die spezifischen Antikörper (TPO-AK u. TG-AK) senken. Es wirkt dabei als Antioxidans (Radikalfänger) und verbessert die Funktionsfähigkeit des Immunsystems. Dieser Effekt wurde durch mehrere Studien belegt. Continue reading “Selen beeinflusst Krankheitsverlauf bei der Hashimoto-Thyreoiditis positiv”