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Neuer Kehlkopfschrittmacher lindert Atemnot bei gelähmten Stimmbändern

Am Würzburger Universitätsklinikum wurde im Oktober dieses Jahres erstmals einer Patientin erfolgreich ein Kehlkopfschrittmacher eingepflanzt. Von der neuen Technologie erhoffen sich vor allem viele Schilddrüsen-operierte eine bessere Atemluftversorgung. Für die Implantation des Systems hat der Würzburger HNO-Experte Prof. Rudolf Hagen als Weltneuheit ein Verfahren entwickelt, bei dem die Schrittmacherelektrode durch ein Endoskop in den Kehlkopf eingeführt werden kann.

Atmen, Schlucken, Sprechen – die zwei im Kehlkopf untergebrachten Stimmbänder sind an essentiellen Körperfunktionen beteiligt. Werden die sie versorgenden Nerven – die so genannten Rekurrenznerven geschädigt, kann es zu einer Lähmung der Stimmbänder kommen. Hervorgerufen werden solche Nervenschäden zum Beispiel durch Virusinfektionen, Hals- und Brustraumverletzungen oder durch Tumore. Aber auch bei Eingriffen an der Schilddrüse, die weltweit jährlich zu Tausenden durchgeführt werden, kann es zu einer Schädigung des Stimmbandnerven kommen, da der Nerv in unmittelbarer Nachbarschaft zur Drüse verläuft. Sind beide Stimmbänder gelähmt, können die Betroffenen durch die dann fast geschlossene Stimmritze meist nur noch schwer atmen. Neuer Kehlkopfschrittmacher lindert Atemnot bei gelähmten Stimmbändern weiterlesen