Schlagwort-Archiv: Jod

Wissenschaftler warnen: weit verbreiteter Jodmangel mindert die Intelligenz bei Kindern

Wissenschaftler befürchten, dass bis zu 50 Prozent aller Neugeborenen in Europa aufgrund eines Jodmangels nicht ihr volles kognitives Potenzial erreichen. Der Mikronährstoff Jod ist essentiell für die Entwicklung von Intelligenz bei Kindern und Jugendlichen. Mit der Krakauer Erklärung zu Jod (Krakow Declaration on Iodine) fordern Wissenschaftler des EU-finanzierten Projektes EUthyroid und mehrere Interessengruppen Entscheidungsträger in Europa auf jetzt politische Maßnahmen zu setzen, die dem weitverbreiteten Jodmangel entgegenwirken.

Unser Trinkwasser und unsere Nahrung liefern den wichtigen Mikronährstoff Jod, der für die Produktion von Schilddrüsenhormonen benötigt wird. Diese Botenstoffe regeln den Stoffwechsel im menschlichen Körper, fördern das körperliche Wachstum und die geistige Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Seit Jahrzehnten fordert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine regelmäßige Kontrolle der Jodversorgung in der Bevölkerung als einen wichtigen Schritt um den Jodmangel in Europa zu beseitigen.
Obwohl Österreich ein klassisches Jodmangelgebiet ist, fehlen aktuelle Daten zur Jodversorgung. Studien zwischen 1990 und 2004 zeigten eine abfallende Jodversorgung bei Schulkindern, möglicherweise weil sich die Ernährungsgewohnheiten ändern. Dennoch wurden seit über zehn Jahren keine weiteren Untersuchungen durchgeführt. Aber nur mit einer regelmässigen Überprüfung der Jodversorgung kann die gesetzliche Regelung der Jodierung von Speisesalz, die in Österreich seit 1963 gilt, an die sich ändernden Ernährungsgewohnheiten der österreichischen Bevölkerung angepasst werden. Wissenschaftler warnen: weit verbreiteter Jodmangel mindert die Intelligenz bei Kindern weiterlesen

Jod in der Schwangerschaft bedeutet Schutz für das Gehirn des Babys

Ein Mangel an Jod in der Schwangerschaft behindert die Gehirnentwicklung und führt zu lebenslangen Auswirkungen. Jodmangel gehört damit zu den gefährlichsten und am weitesten verbreiteten Problemen in der Schwangerschaft. Wissenschaftler haben festgestellt, dass bei einem Jodmangel in der Schwangerschaft ein schlechterer IQ noch im Alter von 5 bis 8 Jahren nachgewiesen werden kann, verglichen mit Kindern, deren Mütter in der Schwangerschaft keinen Jodmangel hatten. Jod in der Schwangerschaft bedeutet Schutz für das Gehirn des Babys weiterlesen

Rückblick auf den ersten deutschen Jod-Kongress

Der erste deutsche Jod-Kongress (Veranstaltungsflyer) fand bereits am 03. März 2018 in Düsseldorf statt. Veranstalter war die TISSO Naturprodukte GmbH.

Moderiert wurde die Veranstaltung von der Heilpraktikerin und Buchautorin Kyra Kauffmann.


Jod. Schlüssel zur Gesundheit.: Wiederentdeckung eines Heilmittels. Neue Power für Ihre Körperzellen. (Amazon-Partnerlink) Rückblick auf den ersten deutschen Jod-Kongress weiterlesen

Erste Schritte zur verbesserten Jodüberwachung der europäischen Bevölkerung

Europa wird intelligenter durch bessere Jodversorgung

In Europa könnten die negativen gesundheitlichen Folgen von Jodmangel, zu denen auch kognitive Probleme gehören, mit einer harmonisierten Überwachung der Jodversorgung überwunden werden.
Die Universitätsmedizin Greifswald stellt jetzt eine neuartige Infrastruktur zur Verfügung, um eine harmonisierte Überwachung der Jodzufuhr voranzutreiben. Mit dem EUthyroid-Netzwerk hat eine europaweite Initiative die Herausforderung angenommen, den Jodmangel zu reduzieren. Koordiniert von der Universitätsmedizin Greifswald und gefördert von der EU arbeiten Wissenschaftler aus 27 europäischen Ländern daran, Jodmangel und seine negativen gesundheitlichen Folgen zu überwinden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) behauptet, dass eine Überwachung der Jodaufnahme entscheidend für eine nachhaltige Verbesserung der Jodzufuhr in Europa ist. Erste Schritte zur verbesserten Jodüberwachung der europäischen Bevölkerung weiterlesen

Was versteht man unter dem Jodsättigungstest?

Der Jodsättigungstest wurde von dem amerikanischen Ärzteteam Dr. Guy Abraham und Dr. David Brownstein entwickelt. Die PatientInnen erhalten dabei eine hochdosierte Jodgabe – entweder in Tablettenform (Iodoral®,  Optimax Corporation) oder als Lugol’sche Lösung (5 % elementares Jod, 10 % Kaliumjodid). Danach müssen sie über 24 Stunden ihren Urin sammeln. Wird bei der anschließenden Laboranalyse festgestellt, dass weniger als 90 % des verabreichten Jods wieder ausgeschieden wurden, liegt ein Jodmangel vor. In dem Fall wird über einen längeren Zeitraum mit hochdosiertem Jod weiterbehandelt. Was versteht man unter dem Jodsättigungstest? weiterlesen

Aktueller Artikel zur Bedeutung von Jod, Selen, Vitamin D und Gluten bei Hashimoto-Thyreoiditis

Lesenswerter, englischsprachiger Fachtext zum potentiell negativen Einfluß von Jod auf den Krankheitsverlauf bei der Hashimoto-Thyreoiditis, den positiven Effekten von Selen und Vitamin D sowie der derzeit weiterhin ungeklärten Rolle von Gluten. Also allesamt Themen, die derzeit von etlichen Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen diskutiert werden.

Michael I. Liontiris, Elias E. Mazokopakis “A concise review of Hashimoto thyroiditis (HT) and the importance of iodine, selenium, vitamin D and gluten on the autoimmunity and dietary management of HT patients.Points that need more investigation”, veröffentlicht  am 20. April 2017 auf www.nuclemed.gr. Fulltext free (PDF-Version)

Jodgehalt in Biomilch und –milchprodukten?

Die Veröffentlichung der nachfolgenden Pressemitteilung des Arbeitskreises Jodmangel e. V. liegt schon einige Monate zurück. Die durchaus lesenswerten Erläuterungen stammen von Prof. Dr. Friedrich Schöne (Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft).

Auch wenn die Intention des Arbeitskreises Jodmangel e.V. selbstverständlich eine andere ist – etliche Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen bevorzugen insbesondere aufgrund des geringeren Jodgehalts Biomilch sowie Biomilchprodukte.

“Ökologisch hergestellte Lebensmittel sind schon lange nicht mehr nur ein Trend, sie haben sich als fester Bestandteil der Ernährung vieler Menschen etabliert. Die Verbraucher versprechen sich von den Bioprodukten oft, dass Tiere und Umwelt besser behandelt werden. Außerdem wollen sie damit zu einer gesünderen Ernährung beitragen. Allerdings enthalten Biomilch und Biomilchprodukte zum Beispiel einen geringeren Anteil an Jod und Selen. Wie ist das möglich?

Jodgehalt in Biomilch und –milchprodukten? weiterlesen

Arbeitskreis Jodmangel e.V.

Der Arbeitskreis Jodmangel gibt regelmäßig eine Informationsschrift zum Thema Jodmangelprophylaxe heraus. Vor wenigen Tagen am 18. Oktober 2016 ist die diesjährige Herbst-Ausgabe erschienen. Das 4-seitige PDF “Jodversorgung aktuell” bietet – sicher nicht zuletzt aufgrund der Aussagen zur Hashimoto-Thyreoiditis – Diskussionsstoff.

Der umstrittene Arbeitskreis Jodmangel war übrigens auch Thema im Rahmen des am 20. Oktober 2016 auf Zeit Online veröffentlichten Artikels “Lobbyismus: So entlarven sie jeden Tarnverein”. Arbeitskreis Jodmangel e.V. weiterlesen

Jodtabletten-Debatte in NRW: Endokrinologen raten, Jod nur nach behördlicher Anordnung einzunehmen

Wenn bei einer Reaktorkatastrophe radioaktives Jod freigesetzt worden ist, bieten Jodtabletten einen gewissen Schutz. Denn hochdosiertes Jod in Form von Kaliumjodid-Tabletten blockiert die Schilddrüse und reduziert damit das Risiko für Schilddrüsenkrebs. Dosierung und Zeitpunkt der Einnahme müssen aber exakt nach Vorgaben der Behörden erfolgen. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) rät anlässlich der Jodtabletten-Debatte in Nordrhein-Westfalen von einer „vorsorglichen“ Eigenmedikation dringend ab. Jodtabletten-Debatte in NRW: Endokrinologen raten, Jod nur nach behördlicher Anordnung einzunehmen weiterlesen

Untersuchung zur Verwendung von Jodsalz in Lebensmitteln

29.02.16 Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft: Bekanntmachung Nummer 08/16/31 über die Durchführung eines Forschungsvorhabens im Bereich gesundheitlicher Verbraucherschutz → Thema: „Repräsentative Markterhebung zur Verwendung von Jodsalz in handwerklich und industriell hergestellten Lebensmitteln“ (Veröffentlichung im Bundesanzeiger vom 11.03.2016). Die Links waren bei der Überprüfung am 05.07.18 leider nicht mehr erreichbar.