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Verhängnisvolle, psychische Fehldiagnosen bei SchilddrüsenpatientInnen

Es ist unverändert an der Tagesordnung, dass ÄrztInnen anstelle einer Schilddrüsenerkrankung ein chronisches Erschöpfungssyndrom, einen Burnout, eine Depression oder eine Angststörung diagnostizieren.

PatientInnen die es wagen die ärztliche Einschätzung anzuzweifeln haben im Hinblick darauf allerdings meist schlechte Karten. Die vermeintlich uneinsichtige Gegenwehr gilt eher noch als Beweis für die psychische Erkrankung.

Aber was ist, wenn betroffene PatientInnen allen Grund haben sich zu wehren – eben weil die Diagnose schlichtweg falsch ist und statt der Psyche die Schilddrüse krank ist? Verhängnisvolle, psychische Fehldiagnosen bei SchilddrüsenpatientInnen weiterlesen

Schilddrüsenkrankheiten sind Frauenkrankheiten

Vielleicht haben Sie schon einmal irgendwo gelesen, dass Frauen beispielsweise an einer Hashimoto-Thyreoiditis zehnmal häufiger erkranken als Männer. Und genau diese Tatsache ist mitverantwortlich dafür, dass Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen sehr häufig medizinisch ausgesprochen schlecht betreut werden.

Auch heutzutage werden Frauen immer noch sehr viel eher als Männer für psychisch labil, wenig belastbar, schmerzempfindlich und wehleidig gehalten. In Kombination mit den oft unklaren und nicht immer eindeutigen Beschwerden einer Schilddrüsenfehlfunktion liegt die vorschnelle Vorverurteilung durch Ärztinnen auf der Hand “Von der Erkrankung der Schilddrüse kommen Ihre Beschwerden nicht und … im Zweifelsfall müssen wir auch mal an psychosomatische Ursachen denken.” Häufig ein Irrtum, der dazu führt, dass die notwendige Behandlung unterbleibt und Leidenswege von SchilddrüsenpatientInnen unnötig verlängert werden. Schilddrüsenkrankheiten sind Frauenkrankheiten weiterlesen

Eine kranke Schilddrüse stört den Seelenfrieden

Quelle: pixabay.com / User: sasint / Titel: back-1822702_960_720 /  Lizenz: CCO

Wer an einer Unterfunktion der Schilddrüse leidet ist oft ängstlich und unruhig. Er schläft abends nicht mehr gut ein und nachts nicht mehr durch. Müdigkeit, Lustlosigkeit und trübsinnige Gedanken beeinträchtigen die Alltagsbewältigung.

Wenn sich SchilddrüsenpatientInnen an mich wenden, weil sie erst vor kurzem die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis erhalten haben fallen mir vor allem Zurückhaltung und Verunsicherung auf. Meist dauert es eine ganze Zeit bis wir miteinander offen ins Gespräch kommen und mein Gegenüber darüber reden kann, was ihm wirklich wichtig ist.

Und das ist in den meisten Fällen der Schatten der sich durch eine bis dato unbehandelte Schilddrüsenunterfunktion auf die Seele legt. In dieser Phase weiß am Anfang eigentlich niemand so richtig was mit ihm los ist. Das schürt Selbstzweifel und macht Angst. Eine kranke Schilddrüse stört den Seelenfrieden weiterlesen

Wie macht sich eine Hashimoto-Thyreoiditis bemerkbar?

In der letzten Zeit gab es,  insbesondere in Boulevardzeitungen, vermehrt Medienberichte über die Hashimoto-Thyreoiditis. Das hat dazu geführt, dass sich immer mehr Frauen fragen, ob die Ursache für störendes Übergewicht oder ungewollte Kinderlosigkeit bei ihnen vielleicht auch eine Hashimoto-Thyreoiditis sein könnte.

Erste Anzeichen für eine Hashimoto-Thyreoiditis

Die Hashimoto-Thyreoiditis äußert sich zunächst mit eher unspezifischen Beschwerden.  Man fühlt sich häufiger müde und leidet unter Antriebslosigkeit. Manchmal treten auch leichte Schwindelgefühle auf. Die Haut ist vielleicht etwas trockener als gewohnt, die Haare sehen irgendwie strohig aus und die Fingernägel brechen schneller als gewöhnlich ab. Wie macht sich eine Hashimoto-Thyreoiditis bemerkbar? weiterlesen

Endokrines Psychosyndrom

– Leseprobe –

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist keine psychische Erkrankung!
Bei der Hashimoto-Thyreoiditis handelt es sich um eine weit verbreitete Autoimmunkrankheit. Schätzungen zufolge sind jede zehnte Frau und jeder einhundertste Mann davon betroffen. Bei dieser autoimmun bedingten Erkrankung greift das gestörte Immunsystem irrtümlicherweise die eigene Schilddrüse an. Die unangenehme Folge dieser immunologischen Fehlsteuerung ist eine chronische Entzündung der Schilddrüse bis hin zu einer vollständigen Zerstörung dieses lebenswichtigen Organs.

Die Hashimoto-Thyreoiditis entwickelt sich schleichend, das heisst langsam und über einen sehr langen Zeitraum hinweg. Was wiederrum bedeutet, erst bei fortgeschrittener Erkrankung kommt es dazu, dass die Schilddrüse nicht mehr richtig funktioniert. Die geschädigte Schilddrüse kann nur noch wenige oder sogar überhaupt keine Schilddrüsenhormone mehr produzieren. Diese Restmenge an körpereigenen Schilddrüsenhormonen reicht aber oft nicht mehr aus um den Körper ausreichend zu versorgen. Es kommt zu einem teilweise erheblichen Mangel an Schilddrüsenhormonen. Dieser Zustand wird auch als Schilddrüsenunterfunktion oder Hypothyreose (griech. hypo = unzureichend, lat. glandula thyreoidea = Schilddrüse) bezeichnet.

Damit einher gehen vielfältige und nicht selten auch sehr ausgeprägte Beschwerden. Neben körperlichen Symptomen wie Gewichtszunahme, Frieren, Verstopfung, Muskelschwäche und Gelenkschmerzen kann es auch zu psychischen Auffälligkeiten kommen. Endokrines Psychosyndrom weiterlesen

Hashimoto-Thyreoiditis: Die Auswirkungen auf die Psyche sind extrem belastend!

Eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose, Mangel an Schilddrüsenhormonen) führt sehr häufig zu psychischen Symptomen. Durch die Einnahme eines Schilddrüsenhormonpräparates kann aber in der Regel eine Normalisierung des Befindens erreicht werden.

Ständige Unruhe, quälende Schlafstörungen, ausgeprägte Schreckhaftigkeit, grundlose Ängste bis hin zu Panikattacken – diese unangenehmen Auswirkungen einer Unterfunktion der Schilddrüse können die Lebensqualität der betroffenen Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen ausgesprochen stark einschränken.

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist keine psychische Erkrankung.

Auch wenn die im Zusammenhang mit der Hashimoto-Thyreoiditis auftretenden psychischen Symptome nicht selten mit psychischen Erkrankungen wie einem Burnout oder einer Depression verwechselt werden – meist handelt es sich dabei um leichtfertige Fehldiagnosen. Hashimoto-Thyreoiditis: Die Auswirkungen auf die Psyche sind extrem belastend! weiterlesen

Sara’s Erfahrungsbericht I: In meinem Leben spielt Hashimoto kaum noch eine Rolle!

Es gab eine Zeit, da hätte ich nie gedacht, dass ich das einmal so schreiben würde. Oder dass ich einfach wieder ganz normal leben und alles das machen kann, was ich machen will. Denn jahrelang hat die Hashimoto-Thyreoiditis mein Leben bestimmt. Es hat sich wirklich alles nur um diese autoimmune Entzündung der Schilddrüse und die daraus resultierende Schilddrüsenunterfunktion gedreht.

Nicht weil ich mich da hineingesteigert oder unbedingt hätte krank sein wollen. Ich hasse es, wenn die Hashimoto-Thyreoiditis als Modekrankheit dargestellt wird und es fast als “in” gilt auch eine Autoimmunthyreoiditis zu haben! Ich hätte gut und gerne auf das alles verzichten können, was jetzt hoffentlich dauerhaft hinter mir liegt. Wirklich sicher bin ich mir nicht. Sara’s Erfahrungsbericht I: In meinem Leben spielt Hashimoto kaum noch eine Rolle! weiterlesen

Hashimoto-Thyreoiditis … gute Werte, aber kein Wohlbefinden?

Wann immer über das Krankheitsbild Hashimoto-Thyreoiditis berichtet wird, es findet sich garantiert ein “Schilddrüsenexperte” oder noch schlimmer ein Vertreter  der Schilddrüsenselbsthilfe der die Auffassung vertritt, dass die Hashimoto-Thyreoiditis eine absolut harmlose und ohne Probleme zu behandelnde Schilddrüsenerkrankung ist. Aber das stimmt so einfach nicht, sondern die Realität sieht vollkommen anders aus! Hashimoto-Thyreoiditis … gute Werte, aber kein Wohlbefinden? weiterlesen

Hashimoto-Thyreoiditis: Informationen zum Krankheitsbild

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine autoimmun bedingte, chronische Entzündung der Schilddrüse die zu einer Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) führt.

Definition und Ursachen der Hashimoto-Thyreoiditis

Die Schilddrüse befindet sich vorne am Hals. Sie liegt vor der Luftröhre, knapp unterhalb des Kehlkopfes. Von vorne betrachtet hat die Schilddrüse ungefähr die Form eines Schmetterlings. Obwohl sie mit 15 – 25 g ein Leichtgewicht ist, sind die von ihr produzierten Hormone echte Multitalente. Nahezu alle Organe werden durch die Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) beeinflusst.

Bei der Hashimoto-Thyreoiditis greift das Immunsystem die eigene Schilddrüse an.
Bei der Hashimoto-Thyreoiditis greift das Immunsystem die eigene Schilddrüse an.

Bei der Hashimoto-Thyreoiditis (Autoimmunthyreoiditis) handelt es sich um eine chronische Entzündung der Schilddrüse. Diese Entzündung wird allerdings nicht durch Viren oder Bakterien ausgelöst, sondern geht zurück auf eine Fehlsteuerung im Immunsystem. Die Abwehrzellen des Immunsystems richten sich dabei nicht wie normalerweise gegen körperfremde Eindringlinge, sondern greifen fälschlicherweise körpereigenes Gewebe an. Deswegen zählt man die Hashimoto-Thyreoiditis auch zu den Autoimmunerkrankungen. Hashimoto-Thyreoiditis: Informationen zum Krankheitsbild weiterlesen

Selen beeinflusst Krankheitsverlauf bei der Hashimoto-Thyreoiditis positiv

Die Gabe von 200 µg Selen täglich kann die für die Hashimoto-Thyreoiditis typischen Antikörper senken und zu einer Besserung des Wohlbefindens beitragen

Wurde Selen früher wegen seiner Giftigkeit gefürchtet, steht es heute wie kein anderes Spurenelement im Blickpunkt medizinischen Interesses. Als Hauptbestandteil des Enzyms Glutathionperoxidase wirkt es antioxidativ, indem es durch freie Radikale entstandene schädliche Peroxide abbaut.

Wie wirkt sich Selen auf die Hashimoto-Thyreoiditis aus?

Bei der Hashimoto-Thyreoiditis ist das Spurenelement Selen auf zweifache Weise nützlich:

1. Das selenabhängige Enzym Jodthyronin-Dejodase ist für die Umwandlung des Schilddrüsenhormons T4 (Speicherform z. B. als Levothyroxinnatrium) in die stoffwechselaktive Form T3 zuständig.

2. Selen kann, fest an das Enzym Glutathionperoxidase gebunden, die spezifischen Antikörper (TPO-AK u. TG-AK) senken. Es wirkt dabei als Antioxidans (Radikalfänger) und verbessert die Funktionsfähigkeit des Immunsystems. Dieser Effekt wurde durch mehrere Studien belegt. Selen beeinflusst Krankheitsverlauf bei der Hashimoto-Thyreoiditis positiv weiterlesen