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Hashimoto-Thyreoiditis: Informationen zum Krankheitsbild

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine autoimmun bedingte, chronische Entzündung der Schilddrüse die zu einer Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) führt.

Definition und Ursachen der Hashimoto-Thyreoiditis

Die Schilddrüse befindet sich vorne am Hals. Sie liegt vor der Luftröhre, knapp unterhalb des Kehlkopfes. Von vorne betrachtet hat die Schilddrüse ungefähr die Form eines Schmetterlings. Obwohl sie mit 15 – 25 g ein Leichtgewicht ist, sind die von ihr produzierten Hormone echte Multitalente. Nahezu alle Organe werden durch die Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) beeinflusst.

Bei der Hashimoto-Thyreoiditis greift das Immunsystem die eigene Schilddrüse an.
Bei der Hashimoto-Thyreoiditis greift das Immunsystem die eigene Schilddrüse an.

Bei der Hashimoto-Thyreoiditis (Autoimmunthyreoiditis) handelt es sich um eine chronische Entzündung der Schilddrüse. Diese Entzündung wird allerdings nicht durch Viren oder Bakterien ausgelöst, sondern geht zurück auf eine Fehlsteuerung im Immunsystem. Die Abwehrzellen des Immunsystems richten sich dabei nicht wie normalerweise gegen körperfremde Eindringlinge, sondern greifen fälschlicherweise körpereigenes Gewebe an. Deswegen zählt man die Hashimoto-Thyreoiditis auch zu den Autoimmunerkrankungen. Hashimoto-Thyreoiditis: Informationen zum Krankheitsbild weiterlesen

Kostenloses E-Book zur Hashimoto-Thyreoiditis

Cover_3Nachdem ein Arzt die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis gestellt hat, gehen die meisten Schilddrüsenpatienten schon kurz nach Verlassen der Arztpraxis ins Internet, um dort nach Informationen zu suchen.

Angesichts der Vielzahl an mehr oder weniger seriösen Internetseiten und teilweise fragwürdigen Informationen fällt es vielen jedoch schwer sich einen ersten Überblick zu verschaffen.

Deshalb gibt es hier als Hilfestellung ein kurzes E-Book mit dem Titel “Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis … das sollten Sie wissen!” welches Sie sich kostenlos als PDF-Datei herunterladen können.

E-Book-Neuerscheinung: Besser leben mit der Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis

Das E-Book “Besser leben mit der Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis” bietet eine Vielzahl von Tipps wie sich mit Hilfe von Naturheilkunde und Alternativmedizin trotz Schilddrüsenhormontherapie weiter bestehende Beschwerden wirksam lindern lassen.

Besser leben mit der Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis: Die 100 besten Tipps aus Naturheilkunde und Alternativmedizin (Amazon-Partnerlink)

Das 62seitige E-Book ist für Hashimoto-Thyreoiditis-PatientInnen gedacht, die nach unkomplizierten Anleitungen suchen was sie selbst ergänzend zur Schilddrüsenhormontherapie für ihr Wohlbefinden tun können.

Die Ratschläge und Rezepte eignen sich deshalb bis auf ganz wenige Ausnahmen zur Selbstbehandlung. Sie beruhen in erster Linie auf dem Erfahrungswissen von SchilddrüsenpatientInnen wie es beispielsweise in der Selbsthilfegruppe vor Ort weitergegeben wird. Neben den bewährten Möglichkeiten der Naturheilkunde (Heilpflanzenkunde, Hydrotherapie) geht es auch um alternativmedizinische Behandlungen (Schüssler Salze, Homöopathie).

Selen beeinflusst Krankheitsverlauf bei der Hashimoto-Thyreoiditis positiv

Die Gabe von 200 µg Selen täglich kann die für die Hashimoto-Thyreoiditis typischen Antikörper senken und zu einer Besserung des Wohlbefindens beitragen

Wurde Selen früher wegen seiner Giftigkeit gefürchtet, steht es heute wie kein anderes Spurenelement im Blickpunkt medizinischen Interesses. Als Hauptbestandteil des Enzyms Glutathionperoxidase wirkt es antioxidativ, indem es durch freie Radikale entstandene schädliche Peroxide abbaut.

Wie wirkt sich Selen auf die Hashimoto-Thyreoiditis aus?

Bei der Hashimoto-Thyreoiditis ist das Spurenelement Selen auf zweifache Weise nützlich:

1. Das selenabhängige Enzym Jodthyronin-Dejodase ist für die Umwandlung des Schilddrüsenhormons T4 (Speicherform z. B. als Levothyroxinnatrium) in die stoffwechselaktive Form T3 zuständig.

2. Selen kann, fest an das Enzym Glutathionperoxidase gebunden, die spezifischen Antikörper (TPO-AK u. TG-AK) senken. Es wirkt dabei als Antioxidans (Radikalfänger) und verbessert die Funktionsfähigkeit des Immunsystems. Dieser Effekt wurde durch mehrere Studien belegt. Selen beeinflusst Krankheitsverlauf bei der Hashimoto-Thyreoiditis positiv weiterlesen

Das Spurenelement Selen vorsichtig dosieren!

Über Sinn und Zweck der zusätzlichen Einnahme des Spurenelements Selen bei der Hashimoto-Thyreoiditis wurde zwischenzeitlich schon viel geschrieben. Auch auf die jeweils aktuelle Studienlage zum Anwendungsgebiet von Selen bei Schilddrüsenerkrankungen ist bereits in etlichen Veröffentlichungen eingegangen worden. Dieser Artikel beschreibt im Gegensatz dazu ganz konkret was bei der Einnahme eines Selen-Präparates zu beachten ist.

Welches Selen-Präparat ist empfehlenswert?

Das Spurenelement Selen liegt in den unterschiedlichen Selen-Präparaten entweder als organische Verbindung (Selenmethionin, „Selenhefe“) oder als anorganische Verbindung (Natriumselenit) vor.

Bei längerfristiger Einnahme von Selen, insbesondere in höheren Dosierungen, gilt Natriumselenit als gesundheitlich unbedenklicher. Andererseits scheint es nach meiner Erfahrung so zu sein, dass Selenmethionin von SchilddrüsenpatientInnen oft besser vertragen wird.

Wie wird das Selen-Präparat richtig dosiert?

Der Tagesbedarf an Selen liegt nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung bei 30 bis 70 µg Selen pro Tag. Bei der unterstützenden Behandlung von Schilddrüsenkrankheiten wie der Hashimoto-Thyreoiditis werden allerdings deutlich höhere Dosierungen von 200 bis 300 µg Selen täglich eingesetzt. Von noch höheren Dosierungen ist ausdrücklich abzuraten!

Grundsätzlich ist es empfehlenswert die Selen-Einnahme einschleichend zu beginnen. beispielsweise

in der 1. Woche: einmal täglich 50 µg Selen

2. bis 4. Woche: 100 µg Selen pro Tag

5. bis 12. Woche: 200 µg Selen pro Tag

Das Spurenelement Selen sollte nicht dauerhaft, sondern immer nur kurmässig für 3 bis 6 Monate eingenommen werden.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Die Selen-Therapie ist im allgemeinen gut verträglich, aber es gibt auch Ausnahmen. So treten bei einigen SchilddrüsenpatientInnen als Folge der Selen-Einnahme Beschwerden auf, die für eine Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose) charakteristisch sind. Dazu gehören insbesondere Unruhezustände sowie Angst- und Panikattacken. In diesen Fällen sollte das Selen-Praparat nach Rücksprache mit dem Arzt niedriger dosiert oder ganz abgesetzt werden.

Unangenehmer Körpergeruch, trockene Haut, Haarausfall oder übelriechender Durchfall können auf eine Selen-Vergiftung hindeuten. Diese Gefahr besteht allerdings nicht bei den weiter oben genannten Dosierungen, sondern erst wenn viel zu große Mengen Selen (mehr als 750 µg Selen pro Tag) eingenommen werden.

Wann muss eine Untersuchung des Selen-Spiegels im Blut erfolgen?

Der Selen-Spiegel im Blut wird auch bei Schilddrüsenpatienten nur selten untersucht. Bei der empfohlenen dreimonatigen Einnahme von maximal 200 µg Selen täglich ist das auch nicht unbedingt notwendig. Der Selen-Spiegel wird eigentlich nur kontrolliert um eine mögliche Überversorgung mit dem Spurenelement Selen nach einer länger als sechs Monate durchgeführten Therapie mit einem hochdosierten Selen-Präparat auszuschliessen.

Barbara’s Erfahrungsbericht Hashimoto-Thyreoiditis

Diese Beschwerden waren für mich der Anlaß einen Arzt aufzusuchen: Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Gewichtszunahme, Zyklusstörungen

Meine Diagnosen: Struma nodosa, Hashimoto-Thyreoiditis, HPU

Ich sitze heute hier und denke mir: Warum sind Ärzte so? Warum werden die Symptome der Patienten ignoriert oder als nur psychisch weg geschoben? Und vor allem: Warum werden sie weg geschoben auch wenn sie tatsächlich mal psychisch sein sollten? Wie wäre mein Leben verlaufen, wenn Hashimoto früher behandelt worden wäre? Aber ich sollte von vorne erzählen:

Wahrscheinlich habe ich Hashimoto seit meiner Pubertät. Die ganzen Symptome waren da, allerdings noch nicht so ausgeprägt. Das Zunehmen konnte man durch Hungern noch regulieren. Die Müdigkeit und die Konzentrationsschwäche wurden als pubertäres Problem abgetan und ich musste mir anhören: „Stell’ dich nicht so an und reiß dich zusammen!“ – Also riss ich mich zusammen. Um meinen Körper ordentlich zu versorgen wuchs und wuchs meine Schilddrüse stetig. Bei Blutentnahmen wurde nur der TSH kontrolliert und der war immer in der Norm (alter Wert bis 4,5). Werte selber habe ich nie bekommen und in Unwissenheit auch nie gefordert. Ich habe dem Arzt vertraut und ihm geglaubt dass alles in Ordnung ist und dass die Probleme einzig und allein an mir liegen. So wurde ich dann doch dicker, unbeweglicher weil mir die „Knochen“ weh taten und auch schwieriger für meine Umwelt und für mich. Ich konnte mich selbst und vor allem meinen Körper nicht leiden. Trotzdem habe ich weiterhin versucht mich zusammenzureißen. Barbara’s Erfahrungsbericht Hashimoto-Thyreoiditis weiterlesen

Hashimoto-Thyreoiditis: Einschränkungen der Lebensqualität

Zahlreiche Hashimoto-Thyreoiditis-Betroffene leiden trotz Schilddrüsenhormontherapie dauerhaft unter quälenden Krankheitssymptomen.

Wenn Sie sich bereits Aussagen wie „Nehmen Sie Ihre Hormone und dann ist alles gut!?“ oder „Ihre Werte sind in Ordnung, kommen Sie in einem Jahr zur Kontrolle.“ von Ihrem behandelnden Arzt anhören mussten, obwohl Sie alles andere als beschwerdefrei sind, dann geht es Ihnen wie sehr vielen Betroffenen der autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen. Es wäre zwar sehr schön, wenn es denn immer so einfach wäre, wie viele Ärzte es ihren Patienten bei der Diagnose erzählen. Aber die Realität sieht später leider oft ganz anders aus. Ein Teil der Hashimoto-Thyreoiditis- und auch Morbus-Basedow-Erkrankten (genaue Zahlen sind nicht bekannt) leidet trotz einer durch die Behandlung mit Schilddrüsenhormonpräparaten euthyreoten Stoffwechsellage an anhaltenden Beschwerden wie ausgeprägten Lokalsymptomen, einem Grippegefühl, Muskel- und Gelenkschmerzen, Erschöpfungszuständen und Konzentrationsstörungen. Ein weiteres Problem ist die ungewollte Kinderlosigkeit von Frauen mit einer autoimmunen Schilddrüsenerkrankung. Obwohl dieser Umstand, wie nachfolgende Aussagen und Studien verdeutlichen, Schilddrüsenexperten längst bekannt ist – warum dies so ist, konnte bislang nicht eindeutig geklärt werden. Vermutet wird ein Zusammenhang mit dem überaktiven Immunsystem bzw. den oft sehr stark erhöhten Antikörpern, über deren genaue Auswirkungen nur wenig bekannt ist.

Da aber selbst ausgewiesene Schilddrüsenexperten mangels wissenschaftlicher Forschung nur über ein sehr begrenztes Wissen diesbezüglich verfügen ist es verständlich, dass weniger spezialisierte Ärzte aus Unkenntnis heraus Betroffenen der autoimmunen Schilddrüsenerkrankung eine psychosomatische Erkrankung unterstellen. Hashimoto-Thyreoiditis: Einschränkungen der Lebensqualität weiterlesen

Immunthyreoiditis Hashimoto Update 2011

Der nachfolgende Text wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Prof. Dr. Armin E. Heufelder (Innere Medizin – Endokrinologie – Diabetologie – Rheumatologie).

Einführung

Die Immunthyreoiditis Hashimoto gilt gemeinhin immer noch als Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, deren Pathogenese in Dunkeln liegt und deren Verlauf nicht beeinflusst werden kann. Nach gängiger Praxis wird den betroffenen Patienten daher mitgeteilt, dass eine Behandlungsnotwendigkeit nur dann bestehe, wenn sich eine Hypothyreose abzeichne. In diesem Fall ließen sich die Beschwerden durch die Einnahme von L-Thyroxin beheben. Sonstige Behandlungsoptionen bestünden nicht und seien auch nicht erforderlich. Wird (mit oder ohne Substitution von Schilddrüsenhormonen) biochemisch eine normale Schilddrüsenfunktion festgestellt, geben dennoch weiter bestehende Symptome, Beschwerden und Befindensstörungen meist Rätsel auf und werden dann oft psychosomatischen Ursachen zugeordnet. „Die Beschwerden der Patientin sind nicht durch eine Hypothyreose zu erklären und damit nicht der Schilddrüse zuzuordnen“, so oder ähnlich lautet das immer wiederkehrende Fazit in Arztbriefen, auch von Fachärzten und spezialisierten Thyreologen. Die betroffenen Patienten bleiben mit ihren Beschwerden in einer frustrierenden Situation zurück: obwohl sie sich krank fühlen, kann die moderne Medizin an ihnen nichts Auffälliges finden und ihnen keine wirksame (und schon gar keine kausal orientierte) Behandlungsoption anbieten. Sie fühlen sich nicht zu Unrecht fehldiagnostiziert, nicht verstanden und nicht ernst genommen.

Diese unbefriedigende Situation hat in unserem Zentrum im Jahre 1998 ein Projekt begründet, in dem seitdem die Symptome und Beschwerden aller unserer Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis (HT) detailliert erfasst werden, ebenso wie das Ansprechen auf verschiedene Behandlungsprotokolle. Mittlerweile umfasst die Datenbasis über 5680 Frauen und Männer mit biochemisch und sonographisch dokumentierter Immunthyreoiditis. Dieser Fundus an anamnestischen, klinischen, biochemischen und bildgebenden Daten erlaubt es, das Krankheitsbild der HT und ihrer assoziierten Komorbiditäten genauer zu charakterisieren und damit zu einer der Pathophysiologie und unseren Patienten besser gerecht werdenden Versorgungsform zu gelangen. Immunthyreoiditis Hashimoto Update 2011 weiterlesen

Das eBook “Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis” ist ab heute bei Amazon erhältlich

Das eBook “Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis – Ratgeber für PatientInnen mit einer Unterfunktion der Schilddrüse” ist für SchilddrüsenpatientInnen gedacht bei denen erst vor kurzem eine Hashimoto-Thyreoiditis, eine Autoimmunthyreoiditis oder ganz allgemein eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert wurde und die jetzt wissen möchten, was es damit so auf sich hat und was diese Erkrankung für ihr weiteres Leben bedeutet.

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Susanne’s Erfahrungsbericht Hashimoto-Thyreoiditis

Der nachfolgende Text wurde am 23.01.17 aktualisiert!

Ich möchte mich sehr herzlich bei Nicole bedanken, weil sie diesen Bericht hier auf der Homepage veröffentlicht. Alles was ich hier aufgeschrieben habe, sind meine eigenen subjektiven Erfahrungen. Sie sollen Mut machen, nicht an Hashimoto zu verzweifeln. Es gibt für jedes Problem eine Lösung. Was nicht passend ist, müssen wir eben für uns passend machen. Ich musste lernen, mein Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen und diese Erfahrungen möchte ich gern an Euch weitergeben. Solltet Ihr Fragen etc. zu meinem Bericht haben, könnt Ihr Euch gern unter [Anm.: E-Mail-Adresse ist nicht mehr aktuell] mit mir in Verbindung setzen. Susanne’s Erfahrungsbericht Hashimoto-Thyreoiditis weiterlesen