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Hashimoto-Enzephalopathie

Die Hashimoto-Enzephalopathie ist eine sehr seltene Ausbreitung der Hashimoto-Thyreoiditis auf Gehirn und Nervensystem. Neben Symptomen wie Verwirrtheit, Zittern, Schwindel, Unruhezuständen und Sprachstörungen kann es auch zu einer schlaganfallähnlichen Symptomatik kommen.

Gestern gab es im Rahmen der NDR-Fernsehreihe „Abenteuer Diagnose“ einen Beitrag zur Hashimoto-Enzephalopathie. Die Fallbeschreibung können Sie Link ist nicht mehr aktuell nachlesen und das 15minütige Sendungsvideo  Link ist nicht mehr aktuell ansehen.

Dieser Beitrag wurde am 09.05.17 aktualisiert.

→ Hashimoto-Enzephalopathie

Hashimoto-Enzephalopathie

In sehr seltenen Ausnahmefällen kommt es zu einer neurologischen Manifestation der Hashimoto-Thyreoiditis. Diese Ausbreitung auf Gehirn und Nervensystem wird auch als Hashimoto-Enzephalopathie bezeichnet.
Symptome der Hashimoto-Enzephalopathie

Hierbei treten Symptome wie Verwirrtheit, Depressionen, Zittern, Schwindel, Unruhezustände, Sprachstörungen, Halluzinationen und epileptische Anfälle auf. Bei einigen Betroffenen kommt es auch zu einer schlaganfallähnlichen Symptomatik.

Diagnose der Hashimoto-Enzephalopathie

Die Beschwerden treten unabhängig von der Schilddrüsenfunktionslage, also auch bei normalen Werten von TSH, fT3 und fT4 auf. Charakteristisch für dieses Krankheitsbild, welches noch weitgehend unbekannt ist, sind sehr hohe Konzentrationen von Schilddrüsenautoantikörpern. Auffällig sind außerdem oft Veränderungen im Elektroenzephalogramm (EEG, Aufzeichnung der Hirnströme).

Therapie der Hashimoto-Enzephalopathie

Behandelt wird die Hashimoto-Enzephalopathie mit TSH-suppressiver Thyroxintherapie, um das Autoimmungeschehen zu unterdrücken. Außerdem spricht diese Erkrankung in der Regel gut auf die Behandlung mit Kortison an, so dass sich die Beschwerden rasch zurückbilden.