Schlagwort-Archiv: Hannover

Schilddrüsenspezialisten – Postleitzahlengebiet 3 – Bielefeld, Braunschweig, Fulda, Gießen, Göttingen, Hannover, Herford, Hildesheim, Kassel, Lübbecke, Magdeburg, Minden, Paderborn

Schilddrüsensprechstunden:

  • Universitätsklinikum Gießen und Marburg (Schilddrüsensprechstunde)

Schilddrüsenzentren:

Schilddrüsenchirurgie:

    • Klinikum Bielefeld. Von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie als Kompetenzzentrum für Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie zertifiziert.
    • Diakoniekrankenhaus Henriettenstiftung Hannover. Von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie als Kompetenzzentrum für Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie zertifiziert.
    • Universitätsklinikum Marburg. Von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie als Kompetenzzentrum für Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie zertifiziert.
    • KRH Klinikum Robert Koch (Gehrden). Von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie als Kompetenzzentrum für Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie zertifiziert.

Radioiodtherapiezentren:

  • Klinik für Nuklearmedizin, Klinikum Fulda
  • Klinikum für Nuklearmedizin, Justus-Liebig-Universität Gießen
  • Abteilung für Nuklearmedizin, Universität Göttingen
  • Nuklearmedizinische Klinik Diakoniekrankenhaus Henriettenstiftung Hannover
  • Klinik für Nuklearmedizin, Medizinische Hochschule Hannover
  • Nuklearmedizinische Klinik, Klinikum Herford
  • Nuklearmedizin Klinikum Kassel
  • Klinik für Nuklearmedizin, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
  • Brüderkrankenhaus St. Josef (Paderborn)

Presseinformation – Schilddrüsennetz Hannover – Schon 500 Hashimoto-Thyreoiditis-Patienten haben Farbe bekannt

Therapiedefizite bei Betroffenen der autoimmunen Schilddrüsenentzündung noch immer ein Tabuthema

Hannover, 21.01.2010. Wenn die Schilddrüsenunterfunktion mit Schilddrüsenhormonpräparaten ausgeglichen wird, fühlen sich an einer Hashimoto-Thyreoiditis erkrankte Patienten wieder rundum wohl. Dass diese gängige Arztmeinung oft trotz Therapie vorhandene Krankheitssymptome schlicht ignoriert zeigt die von Betroffenen initiierte Aktion “Farbe bekennen”.

Bei Hashimoto-Thyreoiditis-Patienten kommt es häufig auch unabhängig von der medikamentösen Behandlung und Schilddrüsenwerten im Normalbereich zu deutlichen Einschränkungen der Lebensqualität. Hauptgrund dafür ist, dass lediglich die bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf eintretende Schilddrüsenunterfunktion ausgeglichen, nicht aber die zugrunde liegende Autoimmunerkrankung medizinisch behandelt werden kann.

Von den bisher über 500 Teilnehmern an der Aktion “Farbe bekennen” beklagen zwei Drittel, dass sie trotz Behandlung mit einem Schilddrüsenhormonpräparat durch Müdigkeit, Antriebsarmut und Erschöpfung in ihrer Lebensqualität eingeschränkt sind. Darüber hinaus leidet rund die Hälfte aller teilnehmenden Hashimoto-Patienten nach eigenen Angaben unter Muskel- und Gelenkschmerzen. Mehr als jeder Dritte der erfassten Hashimoto-Thyreoiditis-Erkrankten ist außerdem von Konzentrations- und Gedächtnisproblemen betroffen. Auch Herz-Kreislauf-Probleme treten häufig auf.

Mit der Aktion “Farbe bekennen” wollen die betroffenen Patienten jetzt auf ihre schwierige Situation aufmerksam machen. Weitere Informationen dazu finden Sie im Internet unter http://www.schilddruesenguide.de/Farbe_bekennen.php

Für Rückfragen:
Schilddrüsennetz Hannover Dipl.-Päd. Nicole Rolfsmeier – redaktionell Verantwortliche Homepage: www.schilddruesenguide.de E-Mail: info@schilddruesenguide.de

Über das Schilddrüsennetz Hannover: Das seit März 2005 bestehende Schilddrüsennetz Hannover ist ein von Schilddrüsenspezialisten und schilddrüsenkranken Patienten ehrenamtlich gemeinsam erarbeitetes Informationsangebot im Internet. Das Ziel dieser Initiative ist es, die wenig beachteten und oft unterschätzten Erkrankungen der Schilddrüse stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken.

Abdruck kostenfrei erlaubt. Belegexemplar erbeten.


Nicole Rolfsmeier: Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis (Amazon-Partnerlink). Ausführlicher Patientenratgeber mit allen wichtigen Informationen zum Krankheitsbild Hashimoto-Thyreoiditis.

Presseinformation – Schilddrüsennetz Hannover – Hashimoto-Thyreoiditis-Patienten bekennen Farbe

Therapiedefizite bei Betroffenen der autoimmunen Schilddrüsenentzündung noch immer ein Tabuthema

Hannover, 02.06.2009. Wenn die Schilddrüsenerkrankung medikamentös gut eingestellt ist, fühlen sich Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis wieder rundum wohl. Dass diese gängige Arztmeinung oft trotz Therapie vorhandene Krankheitssymptome schlicht ignoriert zeigt die von Betroffenen initiierte Aktion “Farbe bekennen”.

Bei Hashimoto-Thyreoiditis-Patienten kommt es häufig auch unabhängig von der Behandlung mit einem Schilddrüsenhormonpräparat und Schilddrüsenwerten im Normalbereich zu deutlichen Einschränkungen der Lebensqualität. Hauptgrund dafür ist, dass lediglich die bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf eintretende Schilddrüsenunterfunktion ausgeglichen, nicht aber die zugrundeliegende Autoimmunerkrankung medizinisch behandelt werden kann.

Mit der Aktion “Farbe bekennen” wollen die betroffenen Patienten jetzt auf ihre schwierige Situation aufmerksam machen. Weitere Informationen dazu finden Sie im Internet unter http://www.schilddruesenguide.de/Farbe_bekennen.php

Für Rückfragen:
Schilddrüsennetz Hannover Dipl.-Päd. Nicole Rolfsmeier – redaktionell Verantwortliche Homepage: www.schilddruesenguide.de E-Mail: info@schilddruesenguide.de

Über das Schilddrüsennetz Hannover:
Das seit März 2005 bestehende Schilddrüsennetz Hannover ist ein von Schilddrüsenspezialisten und schilddrüsenkranken Patienten ehrenamtlich gemeinsam erarbeitetes Informationsangebot im Internet. Das Ziel dieser Initiative ist es, die wenig beachteten und oft unterschätzten Erkrankungen der Schilddrüse stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken.

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30 Jahre Nuklearmedizin in der Henriettenstiftung

Prof. Dr. med. Jochen Dressler geht in den Ruhestand

Alle haben mal klein angefangen, auch die Nuklearmedizin in der Henriettenstiftung.

Quellen im Archiv des Diakoniekrankenhauses weisen das Jahr 1965 als Beginn aus: Der Chefarzt der Radiologie, Dr. med. Wolfram Haacke, beginnt als einer der ersten in Niedersachsen, mit radioaktiven Stoffen zu diagnostizieren und therapieren. Sein Nachfolger Dr. Ivan Genow macht weiter und fördert den Ausbau der Abteilung. Und 1979 steht für das Management der Henriettenstiftung fest: Wir brauchen einen Chefarzt für die Nuklearmedizin und eine eigene bettenführende Abteilung. 30 Jahre Nuklearmedizin in der Henriettenstiftung weiterlesen

Radioiodtherapie: Wissenswertes für Patienten

Der nachfolgende Text wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Prof. Dr. Jochen Dressler (früher: Nuklearmedizinische Klinik der Henriettenstiftung Hannover, jetzt: im Ruhestand).

1. Was ist eine Radioiodbehandlung?

Radioiod, chemisches Kurzzeichen I-131, ist eine radioaktive Form des Iod, welches vom Körper genauso aufgenommen wird wie das natürliche in der Nahrung vorkommende Spurenelement. Bei der sogenannten Radioiodtherapie (Abkürzung: RIT) wird das Iod-Isotop I-131 einmalig in Form einer Kapsel oder als Flüssigkeit eingenommen. Es wird im Magen rasch ins Blut resorbiert und gelangt damit in das Zielorgan Schilddrüse, wo es an der Hormonsynthese teilnimmt:. Nach etwa 24 Stunden hat die Schilddrüse – je nach Funktionszustand – etwa 50% des eingenommenen radioaktiven Jod gespeichert, der Rest wird weit überwiegend über die Nieren innerhalb weniger Tage ausgeschieden. Das instabile Radionuklid Iod-131 zerfällt mit einer Halbwertzeit von 8 Tagen unter Aussendung von Beta-Strahlen, die eine Reichweite von nur 1 – 2 mm haben und damit ausschließlich im Schilddrüsengewebe wirken können. In sehr geringem Umfang liegt auch eine Gammastrahlung vor, die sich von der Körperoberfläche her mit entsprechenden Geräten gut nachweisen lässt, z.B. bei der Szintigraphie oder beim Radioiodtest. Radioiod ist damit ein „strahlendes“ Medikament mit großer Wirkung auf die Schilddrüse. Radioiodtherapie: Wissenswertes für Patienten weiterlesen

Presseinformation – Schilddrüsennetz Hannover – Hinter Frühjahrsmüdigkeit verbirgt sich oft eine Fehlfunktion der Schilddrüse

Hannover, 23.04.2009. Bei anhaltender Müdigkeit, Antriebsarmut und Erschöpfung sollte man auch an eine mögliche Funktionsstörung der Schilddrüse denken und zeitnah einen Arzt aufsuchen um die Beschwerden abklären zu lassen.

Die Schilddrüse befindet sich vorne am Hals. Sie liegt vor der Luftröhre, knapp unterhalb des Kehlkopfes. Von vorne betrachtet hat die Schilddrüse ungefähr die Form eines Schmetterlings. Obwohl sie mit 15 – 25 g ein Leichtgewicht ist, sind die von ihr produzierten Hormone echte Multitalente. Nahezu alle Organe werden durch die beiden Schilddrüsenhormone Thyroxin und Trijodthyronin beeinflusst.

Um richtig funktionieren zu können benötigt die gesunde Schilddrüse Jod. Dieses Spurenelement ist der wichtigste Baustein für die Schilddrüsenhormone. Aber auch wenn eine ausreichende Jodzufuhr gewährleistet ist kann es zu Problemen mit der Schilddrüse kommen. Sehr häufig liegt dann eine Hashimoto-Thyreoiditis vor. Dabei handelt es sich um eine meist schleichend verlaufende, autoimmun bedingte Schilddrüsenentzündung. Heutzutage ist die Hashimoto-Thyreoiditis der häufigste Grund für eine Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose).

Die Hypothyreose kann zu zahlreichen Beschwerden wie Müdigkeit, Schwindelgefühlen, Frieren, Verstopfung und Gewichtszunahme führen. Bei einem Teil der Hashimoto-Thyreoiditis-Erkrankten kommen weitere Beeinträchtigungen hinzu die durch den zugrundeliegenden Autoimmunprozess verursacht werden. Dazu gehören beispielsweise grippeähnliche Symptome, Lymphknotenschwellungen sowie Muskel- und Gelenkschmerzen.

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist nicht heilbar. Behandelt wird mit der lebenslangen Gabe von Schilddrüsenhormonen. Ergänzend dazu können sich eine jodarme Ernährungsweise und die regelmäßige Einnahme eines Selenpräparates positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken.

Für Rückfragen:
Schilddrüsennetz Hannover Dipl.-Päd. Nicole Rolfsmeier – redaktionell Verantwortliche Homepage: www.schilddruesenguide.de E-Mail: info@schilddruesenguide.de

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Presseinformation – Schilddrüsennetz Hannover – Medizinische Versorgung schilddrüsenkranker Patienten unzureichend

Gemeinsamer Forderungskatalog der Schilddrüsenselbsthilfe zeigt Schwachstellen auf und beschreibt Lösungsansätze

Hannover, 13.05.2008. Rund 30 Selbsthilfeinitiativen in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben in den vergangenen Wochen einen umfangreichen Forderungskatalog entwickelt um auf die schwierige Situation von zahlreichen Schilddrüsenkranken aufmerksam zu machen. Das Augenmerk richtet sich dabei besonders auf die Probleme der Morbus Basedow- und Hashimoto-Thyreoiditis-Erkrankten. Mehr als 10% der Bevölkerung leiden unter einer dieser beiden autoimmunen Schilddrüsenentzündungen, deren Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen oft unterschätzt werden.

Neben mehr Verständnis für die spezifischen Probleme schilddrüsenkranker Patienten und die längst überfällige Anerkennung der Variationsbreite von Schilddrüsenerkrankungen, geht es den engagierten Selbsthilfegruppen auch um eine bessere Aus- und Fortbildung der Ärzte sowie die Gewährleistung aller notwendigen Diagnoseverfahren und Therapiemöglichkeiten.

Aktuell sind weder der Morbus Basedow noch die Hashimoto-Thyreoiditis heilbar. Umso wichtiger ist es, dass unnötig lange Leidenswege aufgrund einer erst spät gestellten Diagnose oder durch fehlerhafte bzw. unzureichende Therapie vermieden werden. Mit dem Forderungskatalog wollen die beteiligten Selbsthilfeinitiativen ihren Teil zur Optimierung der medizinischen Versorgung schilddrüsenkranker Patienten beitragen.

Eine Textversion des Forderungskataloges sowie eine Liste aller unterstützenden Selbsthilfeprojekte ist unter www.schilddruesenguide.de/forderungen.html online einsehbar.

Für Rückfragen:
Schilddrüsennetz Hannover Dipl.-Päd. Nicole Rolfsmeier – redaktionell Verantwortliche Homepage: www.schilddruesenguide.de E-Mail: info@schilddruesenguide.de

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Presseinformation – Schilddrüsennetz Hannover – Hashimoto-Thyreoiditis. Ein Fehler im Immunsystem mit schwerwiegenden Folgen für die schilddrüsenkranken Patienten.

Hannover, 24.11.2006. Obwohl die Schilddrüse mit 15 – 25 g ein Leichtgewicht ist, sind die von ihr produzierten Hormone echte Multitalente. Die Funktion nahezu aller Organe wird durch die Schilddrüsenhormone Thyroxin und Trijodthyronin entscheidend beeinflusst. Wenn die Schilddrüse als Folge einer Hashimoto-Thyreoiditis zerstört wird, versiegt diese lebenswichtige Hormonproduktion allmählich. Das hat erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit der schilddrüsenkranken Patienten.

Ursache dieser Autoimmunerkrankung ist ein Fehler im Immunsystem, dessen Abwehrzellen fälschlicherweise körpereigenes Gewebe angreifen und eine chronische Entzündung der Schilddrüse auslösen. Zum Krankheitsausbruch kommt es wenn das Immunsystem durch eine Schwangerschaft, chronische Infektionen oder eine übermäßige Jodaufnahme aus dem Gleichgewicht gerät.

Anfangs durchleiden die Patienten oft eine Phase der Schilddrüsenüberfunktion mit Symptomen wie Herzrasen, Schwitzen, Unruhe, Reizbarkeit, Zittern, Durchfall und Gewichtsabnahme. Je mehr Schilddrüsengewebe dann im weiteren Krankheitsverlauf durch die Entzündung zerstört wird, desto wahrscheinlicher wird es, dass die geschädigte Schilddrüse nicht mehr genug Hormone produzieren kann, um den gesamten Organismus ausreichend damit zu versorgen. Langfristig kommt es deshalb fast immer zu einer Schilddrüsenunterfunktion. Dann klagen betroffene Patienten über Schlafstörungen, Erschöpfung, Schwindelgefühle, Frieren, Muskelschmerzen, Verstopfung und Gewichtszunahme. Manchmal sind aber auch Zyklusstörungen oder eine ungewollte Kinderlosigkeit der Grund für den Arztbesuch.

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist nicht heilbar. Bei der Behandlung beschränken sich Ärzte auf den lebenslangen Ersatz der fehlenden Schilddrüsenhormone durch Gabe eines synthetisch hergestellten Schilddrüsenhormonpräparats. Die Ursache der Hashimoto-Thyreoiditis ist durch diese Medikamente jedoch nicht beeinflussbar. Auch können dadurch nicht alle der vielfältigen Krankheitssymptome wirksam gelindert werden, so dass einige Patienten dauerhaft in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt bleiben. Ergänzend zur Schilddrüsenhormontherapie wirken sich eine jodarme Ernährungsweise und die regelmäßige Einnahme eines Selenpräparates positiv auf den Krankheitsverlauf aus.

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Presseinformation – Schilddrüsennetz Hannover – Nicht hinter jedem Kropf steckt ein Jodmangel !

Hannover, 24.04.2006. Bei einer vergrösserten Schilddrüse (Kropf) denken Ärzte vielfach zuerst an einen Jodmangel als Ursache und diagnostizieren einen Jodmangelkropf. Dieser ist mit Jodpräparaten oder einer Kombination aus Jod und dem Schilddrüsenhormon Thyroxin sehr gut behandelbar. Eine unzureichende Absicherung der Diagnose Jodmangelkropf kann indes fatale Folgen haben. Denn nicht nur ein Jodmangel, sondern auch entzündliche Schilddrüsenerkrankungen (Morbus Basedow, Hashimoto-Thyreoiditis) können mit einer Vergrößerung der Schilddrüse einhergehen. Bei diesen autoimmunbedingten Schilddrüsenentzündungen gilt eine Jodtherapie als Kunstfehler, weil sie den Krankheitsverlauf dramatisch verschlechtern kann. Neben der Tastuntersuchung der Schilddrüse sollte deshalb immer auch eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse sowie eventuell eine Bestimmung der Schilddrüsenautoantikörper erfolgen.

Stand der Jodversorgung in Deutschland

Die bundesweite Schilddrüsenwoche vom 24. bis 30. April 2006 ist der richtige Anlass um nachzufragen, wie es aktuell aussieht mit der Jodversorgung der deutschen Bevölkerung. Denn seit mehr als zwei Jahrzehnten wird von zahlreichen Ärzten, Ernährungswissenschaftlern und Journalisten gebetsmühlenartig wiederholt „Deutschland ist ein Jodmangelgebiet!“. Doch kaum jemand macht sich die Mühe diese Äußerung auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen. So zeigte eine groß angelegte Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation (WHO)* aus dem Jahre 2004, dass die Jodversorgung in Deutschland als optimal angesehen werden kann. Ausgeprägte Jodmangelkröpfe sind inzwischen selten. Diskutiert wird jetzt über eine Zunahme der Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse als Folge der künstlich mit Jod angereicherten Ernährung. Im Gegensatz zum Jodmangelkropf sind diese nicht so einfach behandelbar.

* Quelle: WHO Geneva, Department of Nutrition for Health and Development, Bruno de Benoist et al., 2004: Iodine status worldwide, WHO Global Database on Iodine Deficiency

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Presseinformation – Schilddrüsennetz Hannover – Verkannt und verharmlost – die autoimmunen Schilddrüsenentzündungen

Hannover, 22.03.2006. Seit einem Jahr bietet die Homepage Schilddrüsenguide (www.schilddruesenguide.de) betroffenen Patienten und behandelnden Ärzten unabhängige Informationen zu den autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen Hashimoto-Thyreoiditis und Morbus Basedow. Erstellt wurde das umfangreiche Internetportal von der Diplom-Pädagogin Nicole Rolfsmeier, die es sich zum Ziel gesetzt hat den konstruktiven Austausch zwischen Ärzten und Patienten zu fördern. Schilddrüsenspezialisten und Betroffene engagieren sich ehrenamtlich, um gemeinsam zur Aufklärung über die wenig beachteten und oft unterschätzten Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse beizutragen.

Im Laufe ihres Lebens erkranken 10 – 15 % der Bevölkerung an einer der beiden autoimmunen Schilddrüsenentzündungen Hashimoto-Thyreoiditis und Morbus Basedow. Weil auch Ärzten noch immer wenig bekannt ist, welche vielfältigen Auswirkungen Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse auf den Körper haben, wird bei zahlreichen Betroffenen erst spät eine entsprechende Diagnose gestellt. Die unspezifischen Symptome (Erschöpfung, Konzentrationsstörungen, Angst- und Panikattacken, Muskelverspannungen, Magen-DarmBeschwerden, Gewichtsveränderungen und Haarausfall) werden als lebensstilbedingte Befindlichkeitsstörung abgetan oder als Ausdruck einer psychosomatischen Erkrankung fehlinterpretiert.

Autoimmunerkrankungen entstehen durch eine genetisch bedingte Fehlsteuerung des Immunsystems. Als Folge wird körpereigenes Gewebe angegriffen und bis zu einer Funktionsunfähigkeit zerstört. Eine medizinische Behandlung dieser Ursache ist bislang nicht möglich. Bei der Hashimoto-Thyreoiditis werden die Krankheitssymptome mit der lebenslangen Gabe von Schilddrüsenhormonen gelindert. Beim Morbus Basedow wird abhängig vom Krankheitsverlauf mit schilddrüsenhemmenden Medikamenten oder einer Radioiodtherapie behandelt. Bei beiden Erkrankungen kann auch eine Schilddrüsenoperation notwendig werden.

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